Freitag, 4. Oktober 2019

Dreckstück von Clémentine Beauvais

Zum Inhalt:
David, ein Junge aus gutem Hause, und seine Clique schwänzen wieder einmal die Schule, als ihnen ein kleines schwarzes Mädchen über den Weg läuft, das offenbar Läuse hat. Einfach so, aus einer Laune heraus, nehmen sie sie mit, um sie in der Wohnung eines der verwöhnten Jugendlichen zu entlausen. Doch dann läuft die Situation immer mehr aus dem Ruder. Der ganze Überdruss, die Arroganz und der aufgestaute Hass der Jugendlichen entlädt sich nun an diesem kleinen Mädchen – und niemand hat den Mut, das grausame Spiel zu beenden …

Cover: 
Das Cover finde ich persönlich nicht so gut gelungen. Ich hab eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass es sich bei dem Gekrakel um die Haare des Mädchens handeln soll, in dem der Titel quasi hinein geschrieben ist. Das ist jetzt nicht so der Blickfang und spricht mich nicht so an. Ziemlich unspektakulär also…

Eigener Eindruck:
David und seine Freunde, allesamt gut betucht, haben keine Lust auf die Schule und schwänzen. Als sie zu einen von ihnen in die Wohnung gehen wollen, sammeln sie unterwegs ein kleines schwarzes Mädchen auf, welches Läuse auf dem Kopf hat. Ohne dass David weiß, wie ihm geschieht, nehmen die anderen das Mädchen einfach mit in die Wohnung und behandeln sie von oben herab. Das Mädchen sagt kaum einen Ton und scheint verängstigt. David beobachtet, was die anderen mit dem Mädchen machen und dann plötzlich scheint alles irgendwie aus dem Ruder zu laufen und das kleine Mädchen muss darunter leiden…

Puh, also die Geschichte hier war ja schon harter Tobak. Zum einen hatte ich Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Auch wenn man die Geschichte aus Sicht von David erlebt, sollte man schon wissen, wer seien Freunde sind und warum sie so handeln, wie sie eben handeln. Zwar werden alle vorgestellt, aber bei der Sache bleibt es dann. Man kommt im Laufe der Geschichte kaum mit, wer was und warum macht und das nimmt der Sache einfach den Schwung und den Lesespaß. Auch die Charaktere an sich finde ich einfach nur abartig widerlich. Verwöhnte Bonzenkinder, die denken, dass ihnen die Welt gehört und so führen sie sich auch auf. David ist einfach auch so ätzend als Charakter, weil er immer nur mitläuft, keine eigene Meinung zu haben scheint und auch noch lügt, dass sich die Balken biegen. Einfach zum kotzen. Interessant ist die Geschichte in der Hinsicht, dass man die Abgründe der Menschheit kennen lernt. Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an, aber eben nur, wenn man sich durch den zähen Wortsalat durchgequält hat. Irgendwie ist dieses Jugendbuch in meinen Augen nicht so ganz geglückt. Es wird denke ich, sehr schwer, hier vor allem junge Leser bei der stange zu halten.

Fazit:
2 von 5 Sterne

Daten:
ISBN: 9783551316288
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Flexibler Einband
Umfang: 96 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 30.06.2017

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