Mittwoch, 30. September 2026

Des Alpha-Königs verlassene geheime Gefährtin von Jasmien Fox

 

Verlassen, verraten und am Ende deiner Kräfte willst du nur noch eins,

weit weg und nie wieder in die Vergangenheit zurückkehren…

 

Zum Inhalt (Booklet):
Als der Alpha-König mich eiskalt abwies, um eine Adelige zu heiraten, hat das zerrissene Band mich mit meinem atemlosen Baby in den Armen zurückgelassen.
Ich habe meinen Tod in einem lodernden Feuer vorgetäuscht.
Jetzt bin ich zurück – mit seinem Cousin an meiner Seite, seinem größten Rivalen.

Mein ganzes Leben lang war ich nur eine niedere Omega. Nie hätte ich gedacht, dass ich dem König der Wölfe gehören könnte.
Ich dachte, seine Zähne, die mich markierten, hätten mich vor dem Schicksal einer Zuchtstute gerettet. Stattdessen hat er mich als sein schmutziges Geheimnis gehalten.
Jetzt stehe ich auf seiner königlichen Hochzeit, acht Monate schwanger, und flehe ihn an, uns zu wählen.
Seine Antwort war ein brutaler Alpha-Befehl. Er wies mich ab, um die Alpha-Tochter unseres Rudels zu heiraten.
Das Band zerriss. Unser Baby kam ohne Atem zur Welt.

Er dachte, ich wäre in den Flammen jener Nacht umgekommen.
Er hat nie erfahren, dass ich selbst das Streichholz angerissen habe.
Aus diesem Feuer begann meine Wiedergeburt.
Fünf Jahre später kehre ich mit einem völlig anderen Gesicht als sein größter Rivale zurück.
Als er die Hand seines Cousins an meiner Taille sieht, verliert Theron den Verstand.
Ein wildes Knurren vibriert in seiner Brust, und seine Augen schreien, dass ich immer noch ihm gehöre.

Ich bin bereit, seinen Thron zu zerstören.
Bis ein schwacher, kränklicher Fünfjähriger auf mich zustolpert.
Er holt zitternd Luft, atmet meinen Duft ein und schaut mit meinen genau gleichen grünen Augen zu mir hoch. Dann flüstert er das Unmögliche: „Mama.“

 

Cover:

Das Cover ist bei den Geschichten der Autorin immer gleich. Hier sehen wir ein Paar, welches sich scheinbar anhimmelt sowie einen Wolf im Hintergrund, was symbolisiert, dass es sich hierbei um eine Werwolfgeschichte handelt. An sich ist das recht hübsch anzusehen und macht auch wirklich was her, kennst du aber die anderen Cover, merkst du schnell, dass es immer wieder das Gleiche ist und man auf Dauer die tausend Covermöglichkeiten kaum noch auseinander halten kannst. Das ist langweilig, verwirrend und bleibt schlussendlich auch einfach nicht mehr im Kopf. Damit ist das Ziel völlig verfehlt. Es spricht einfach nicht mehr an.

 

Eigener Eindruck:

Als Omega und möglicherweise bald 

Sklavin versucht die Protagonistin ihren Weg aus ihrer Misere zu finden und schleicht sich mit ihren Parfumfläschchen auf ein höheres Event. Dort begegnet sie unwissentlich dem Werwolfkönig, welcher sie für sich beansprucht. Bald darauf hat sie ein gutes Leben und erwartet sogar ein Kind vom König. Doch als er plötzlich eine andere heiraten will und sie von sich stößt bricht ihre Welt völlig zusammen. Als das Kind dann auch noch still geboren wird und sie von Rouge angegriffen wird, nutzt sie die Chance, um spurlos zu verschwinden. Jahre später jedoch begegnet sie dem Werwolfkönig wieder und er ist der festen Überzeugung, dass sie es sein muss, die er da vor sich stehen hat. Doch das Äußere stimmt nicht mehr überein…

 

Diese Geschichte stammt wieder einmal aus der Feder von Autorin Jasmine Fox und ihr ahnt es schon. Ich habe mir mal wieder nicht die Mühe gemacht mir die Namen der Charaktere zu merken, weil es sich hier wieder um eine der typischen Geschichten aus dem Universum der Autorin handelt, bei der man einfach das Gefühl hat, dass sich alles immer wiederholt und sie das eigentlich auch gar nicht selbst geschrieben hat, sondern KI zu Rate gezogen hat. Wir bekommen hier also standardgemäß wieder die ganz große Liebe, die typische Hochzeit mit der anderen, das Verstoßen der Gefährtin und deren dramatische Flucht, um zu verschwinden. On top haben wir dann wieder die rein zufällige Begegnung, Jahre später, aber eigentlich schon im nächsten Kapitel und den Versuch des Alphas sie wieder für sich zu gewinnen. Um das Ganze noch dramatischer zu stricken haben wir hier wie auch bei anderen Bänden ein Kind, das nur bei einem Elternteil groß geworden ist und sogleich wieder ein Spielball emotionsloser Stiefelternteile wird, bestenfalls noch entführt wird und rein theoretisch nur noch als nervliches Wrack aus der Geschichte herausgehen kann. Da kann einem beim Lesen schon mal schlecht werden, so hart muss man das sagen. Dazu gibt es dann noch die eine oder andere Bettszene, bei der man sich einfach nur fremdschämen will und das war es dann auch. Tiefgründige Emotionen? Fehlanzeige. Spannung? Nicht vorhanden, denn wir wissen ja was passiert… Logik? Bereits am Buchcover abgegeben. Charaktere? Immer wieder die gleiche Leier. Es macht einfach keinen Spaß.

 

Fazit:

Wieder eine typische KI-Schmonzette der Autorin Jasmine Fox, welche immer und immer wieder den gleichen Handlungsstrang anbietet. Das ist auf Dauer schon kurz vor Brechmittel und holt mindestens ab dem zweiten Band dieser Art von Geschichte niemanden mehr ab. Von mir gibt es wieder einmal keine Leseempfehlung und den Hinweis solche scheinbar ki-generierten Geschichten großspurig zu umschiffen. Ihr tut euch damit einfach keinen Gefallen. 

 

Idee: 3/5

Charaktere: 1/5

Logik: 1/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 1/5

 

Daten:

Ausgabe: eBook

Erscheinungsdatum: 28.05.2026

ISBN: B0H3628J7L

Sprache: Deutsch

Umfang: 406 Seiten

Verlag: Amazon Kindle Direct Publishing

 

Dienstag, 29. September 2026

Per Nilsson - So lonely

 Die erste Liebe kann wahrlich enttäuschen…



Zum Inhalt (Booklet):
Als er ihr zum ersten Mal begegnet, ist er sechzehn. Kein Junge mehr, aber auch noch kein Mann. "Sie kam aus dem Nebel. Ihr rotes Haar erhellte meinen Morgen, erhellte mein Leben", schreibt er später in sein Tagebuch, von einem Verlangen erfüllt, das er vorher nicht gekannt hat. Es dauert Monate, bis sie die ersten Worte wechseln, bis seine Sehnsucht einen Namen bekommt: Ann-Katrin. Sie reden und lachen miteinander, sie treffen sich, sie werden Freunde. Und kurz vor den Sommerferien, einen Tag bevor er als Austauschschüler in die USA fliegt, schlafen sie miteinander. Für ihn ist es das erste Mal. Er schickt ihr sehnsuchtsvolle Liebesbriefe. Als er nach vier endlos scheinenden Wochen wieder zu Hause ist, kann er es kaum erwarten, sie wiederzusehen. Aber die Freude ist kurz: denn sie hat inzwischen mit einem anderen geschlafen. Er ist verzweifelt. Denkt an Selbstmord. Vernichtet alles, was ihn an sie erinnert. Lässt sie nicht mehr an sich heran. Irgendwie gelingt es ihr dann aber doch, ihm klarzumachen, was er ihr bedeutet. Vielleicht hat ihre Beziehung doch noch eine Chance. Wer weiß.



Cover:

Das Cover ist recht schlicht gehalten. Es zeigt hauptsächlich einen blauen Grund, darauf ein zerrissenes Foto eines Paares sowie eine Zitrone, was sehr gut zum Inhalt passt, so für mich aber nicht ansprechend war. Der Inhalt lockt, aber der Schein trügt – zumindest für mich.



Eigener Eindruck:

Als er sie zufällig im Bus sieht ist es sofort um ihn geschehen. Fortan kann er an nichts mehr denken außer an sie. Ann-Kathrin, Herztrost, Foxi. Er hat viele Namen für sie. Als sie sich dann endlich näher gekommen sind, scheint es nur noch sie für ihn zu geben, doch dann muss er erkennen, dass eine Reise auch alles verändern kann…



Die Geschichte stammt aus der Feder von Per Nelson und soll eines der besten Werke sein, so behauptet es zumindest die Inhaltsangabe. Ich persönlich bin von dem Werk aber enttäuscht gewesen. Es wird alles aus der Sicht des Protagonisten erzählt. Erst wie er sich an alles erinnert, dann das schrittweise abarbeiten der Szenen wie kennenlernen, näherkommen, schließlich die Sehnsucht, die Erkenntnis, dass nichts für ewig ist… Das Ganze ist mal geschrieben wie ein Nachrichtenverkehr, dann wieder aus seinen Gedanken heraus. Das war an sich nicht schlimm, aber ich bin mit der Art und Weise einfach nicht klargekommen. Richtig derb wurde es dann mit dem Auftritt von „Nazi-Hans“, welcher wohl der „Trennungsgrund“ der beiden war oder auch sein sollte. Das war dann doch befremdlich. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erhofft habe als nur ein paar schräge Teeniegedanken. Ich hatte gehofft, dass das alles vielleicht auch anders gestaltet ist. Einem anderen kann das sicher gefallen, aber für mich war es einfach nicht tragbar.



Fazit:

Tatsächlich konnte ich dem Buch rein gar nichts abgewinnen. Schreibweise, Thematik, Ausdruck, das war mir alles zu viel, zu befremdlich und durch diesen Schreibstil hatte ich wirklich meine Mühe am Ball zu bleiben. Es ist mir persönlich schleierhaft, wie das Buch so gehyped werden kann und konnte. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.



Idee: 3/5

Charaktere: 1/5

Logik: 1/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 2/5





Gesamt: 1/5



Daten:

Ausgabe: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 01.09.2011

ISBN: 9783841501400

Sprache: Deutsch

Umfang: 160 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

Sonntag, 27. September 2026

Der gute Ton von Loriot

 Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten….



Zum Inhalt (Booklet):
»Von Knigge bis Pappritz gibt es viele Bücher über den guten Benimm, doch selten eins, das so treffsicher, mit einer so hintergründigen Ironie die brüchigen Stellen der gesellschaftlichen Konvenienz anpeilt wie Loriots ›Guter Ton‹.«



Cover:

Das Cover zeigt eine Figur im typischen Zeichenstil von Loriot, was sich wirklich als Blickfang lohnt, denn ein jeder kennt wohl die Karikaturen und sie waren ja auch dessen absolutes Aushängeschild. Nun sitzt dieses Karikaturmännchen unter einem pompösen Stuhl und blickt scheinbar ängstlich darunter hervor, während sein Hut auf der Sitzfläche liegt. Das macht natürlich neugierig, was es wohl damit auf sich haben könnte und so greift man hier gern zu.



Eigener Eindruck:

In diesem Büchlein präsentiert der Diogenes Verlag Karikaturen von Loriot rund um das Thema Knigge. Entgegen dem gängigen Knigge wird hier aber alles anders empfohlen und dargestellt, als es sich für den guten Ton wirklich gehört. Sei es beim Essen, beim lockeren Gespräch, hier wird auf die Etikette wortwörtlich gepfiffen. Das mag vor allem zu Loriots Schaffenszeit ein amüsanter Clou gewesen sein, da die Gesellschaft doch noch recht verstockt war, aber heute wirkt das bisweilen altbacken bis unlustig. Nicht zuletzt, weil der Knigge vielleicht nicht mehr so in Mode ist. Mir jedenfalls hat das Büchlein nicht wirklich zugesagt. Das ist einfach nicht mein Humor, weshalb ich es neutral bewerte. Die Karikaturen sind klasse, ganz ohne Frage, aber einfach nicht meine Art von Lustig.





Fazit:

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Für mich jedenfalls war das Büchlein nicht so der Bringer. Sicher, es ist Kultur, viele feiern es, aber mein Humor war es mitnichten. Denkt man sich in die Zeit zurück, so war das sicher frisch und frech. Aber nüchtern betrachtet war es für mich einfach nur lächerlich bis nicht komisch. Möge man mich dafür vielleicht verurteilen, aber von mir gibt es keine Empfehlung.




Gesamt: 3/5



Daten:

Ausgabe: Gebundenes Buch

Erscheinungsdatum: 22.02.2005

ISBN: 9783257510096

Sprache: Deutsch

Umfang: 96 Seiten

Verlag: Diogenes

Samstag, 26. September 2026

Auf den hund gekommen von Loriot

 

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten… Klappe die Zweite.

 

Zum Inhalt (Booklet):
 »Immer häufiger sehen wir Hunde uns vor die Frage gestellt: Sollen wir uns einen Menschen halten oder nicht? Mögen unsere zweibeinigen Hausgenossen oft Quelle reiner Freude und Heiterkeit sein, so hat die Frage ihrer Haltung doch auch ihre ernsten Seiten: Der Mensch hat – allen Behauptungen zum Trotz – eine Seele. Er erhebt Anspruch darauf, ernst genommen zu werden.«

 

Cover:

Das Cover zeigt eine Figur von Loriot im typischen Stil seiner Karikaturen. Blickfang ist dabei wohl, dass das Männchen vor einem riesengroßen Hund davonrennt. Das passt gut zum Inhalt und sagt auch gleich etwas darüber aus, dass es hier wohl nicht ganz mit rechten Dingen zugehen wird. Für Fans also definitiv ein Muss.

 

Eigener Eindruck:

In diesem Büchlein präsentiert der Diogenes Verlag erneut Karikaturen von Loriot. Diese Sammlung stellt das Leben des Hundes und dessen Menschen dar. Ja richtig gelesen. Hier tauschen Mensch und Hund die Rollen, also der Hund hält den Menschen als Haustier. Alltägliche Situationen, wie das unerlaubte Schlafen im Bett, das Beschnuppern auf der Menschenwiese, all dies hat der Autor festgehalten und mit dem einen oder anderen Witz versehen. So weit so gut. Leider war das hier auch mal wieder so gar nicht mein Humor und ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Hype um Loriot einfach nicht nachvollziehen kann. Möge man mich dafür verurteilen, aber mein Humor ist einfach anders gesteckt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Hundeliebhaber hier ihren Spaß haben und das Büchlein als Geschenk durchaus seine Beachtung finden kann – in den richtigen Kreisen, versteht sich. 

 

Fazit:

Auch dieses Büchlein werde ich neutral bewerten, da ich mich mit dem Humor von Loriot einfach nicht identifizieren kann. Hundefreunde mögen hier vielleicht ihren Spaß haben. Ich leider nicht. Von mir gibt es deshalb auch keine Leseempfehlung.

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

Ausgabe: Gebundenes Buch

Erscheinungsdatum: 22.02.2005

ISBN: 9783257510010

Sprache: Deutsch

Umfang: 64 Seiten

Verlag: Diogenes

 

Freitag, 25. September 2026

Bodo Völxen 03: Totenfeuer von Susanne Mischke

 

Freizeit für Bodo Völxen und seine Truppe,

doch die ist ganz schnell vorbei, als inmitten des heimischen Osterfeuers eine Leiche auftaucht…

 

Zum Inhalt (Booklet):
Meterhoch schlagen die Flammen des Osterfeuers, und der Geruch brennenden Holzes zieht durch das Dorf. Auch Kommissar Bodo Völxen will den Samstagabend traditionsgemäß bei Bier und Schnaps genießen – bis in den glühenden Scheiten des Feuers eine Leiche entdeckt wird. Eine Vermisstenmeldung liefert einen ersten Hinweis auf den Toten. Und der hat offenbar mehr als nur eine Todsünde begangen …

 

Cover:

Das Cover ist wieder recht schlicht gehalten und zeigt eine Wiese oder eine Ackerfläche in der Abenddämmerung. Das sagt recht wenig über die Geschichte aus und auch im Nachgang kann man sich recht wenig einen Reim daraus machen, bis auf dass dieser Fall auf dem Dorf stattfindet. Mir gefällt dieses Cover diesmal überhaupt nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass hier jemand mit Begeisterung zugreift. Es spricht einfach nicht an. Schade.

 

Eigener Eindruck:

Osterfeuer im Dorf von Bodo Völxen. Obwohl er schon eine Weile hier lebt, hat ihn das nie so interessiert, einfach, weil er sich nicht unter das Volk mischen wollte. Das wollen seine Frau und seine Tochter nun endlich ändern und so findet er sich auf dem heimischen Osterfeuer wieder. Der Abend endet aber abrupt, als beim Umschichten des Holzes plötzlich eine stark verkohlte Leiche auftaucht. Schnell übernimmt der Kommissar die Führung und leitet die ersten Ermittlungen sowie die Sicherung des Schauplatzes ein. Als die Kollegen eintreffen sehen sie sich den Dorfleuten eggenüber bei denen niemand etwas gesehen haben will. Vor allem die Dorfjugend erschwert die Ermittlungen immens. Lange tappen die Ermittler im Dunkeln, um wen es sich handeln könnte, bis eine Vermisstenanzeige sie auf die Spur bringt. Doch wer hat diesem Mann etwas Böses tun wollen und warum? Und wissen die Bewohner des beschaulichen Dorfes vielleicht doch mehr, als sie zugeben wollen?

 

Der dritte Fall rund um Bodo Völxen stammt aus der Feder der Autorin Susanne Mischke. Man kommt gewohnt gut in die Geschichte rein, trifft auf neue, aber auch altbekannte Gesichter. Zwar kann man die Geschichte auch unabhängig voneinander lesen, aber wer wert auf chronologische Reihenfolgen legt, dem empfehle ich wärmstens diese auch einzuhalten. Einfach, weil sich einige Dinge doch von allein erklären, was zumindest die vielschichtigen Charaktere angeht. Der Fall ist diesmal vor einer dörflichen Kulisse, bei der die Dörfler und vor allem die Jugend nicht besonders gut wegkommen. Da wird einfach ein Klischee bedient. Da geht es um Alkohol, Dorfprominenzen und schlussendlich auch noch um Traditionen. Die Dialoge zwischen den Kommissaren und der Jugend waren manchmal unerträglich – einfach weil die jungen Leute sich so dumm verhalten haben, dass man es kaum aushalten konnte. Die Ermittlung des Motives ist wieder einmal recht wild und man muss an einigen Stellen recht um die Ecke denken. Dann gibt es auch noch Verwicklungen die weit in die Vergangenheit reichen und Gründe die primitiver nicht sein könnten. Die Verbitterung mancher Charaktere ist wirklich der Abgrund der Menschheit. Begleitet wird dies wieder durch Detailwissen durch Jungkommissarin Jule Wedekin und natürlich auch wieder einen Exkurs zu den anderen Charakteren und deren private Päckchen die sie zu tragen haben. So muss Jule schauen, wie sie mit ihrer Affäre umgehen soll, Oda hat scheinbar eine drogenabhängige Tochter und Fernando verliebt sich wieder einmal in die nächstbeste weibliche Person die ihm über den Weg läuft. Das Ganze in Summe ist wieder recht kurzweilig und durchaus unterhaltsam, weshalb ich mich schon auf den vierten Band freue. Auch wenn dies bis jetzt der schwächste Band der Reihe ist.

 

Fazit:

Auch Band drei der Reihe um Bodo Völxen begeistert mit unvorhersehbaren Wendungen und der Jagd nach dem Täter. Die Autorin versteht es falsche Spuren für den Leser zu legen, weshalb ich das Buch gern empfehle. Weiterhin sind die vielschichtigen Charaktere einfach lesenswert. Aber dieser Fall endete meiner Meinung nach recht lasch. Man darf also gespannt sein, was in Band 4 auf uns wartet.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 5/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

Ausgabe: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 12.02.2013

ISBN: 9783492302128

Sprache: Deutsch

Umfang: 304 Seiten

Verlag: Piper

 

Donnerstag, 24. September 2026

Bodo Völxen 02: Tod an der Leine von Susanne Mischke

 

Es ist Liebe auf den ersten Blick für Kommissar Fernando Rodriguez,

aber Mord auf dem zweiten Blick und somit ein neuer Fall für das Kommissariat rund um Bodo Völxen.

 

Zum Inhalt (Booklet):
Für Kommissar Rodriguez ist es Liebe auf den ersten Blick, als er der kühlen Schönheit Marla Toss über den Weg läuft. Zeit, sie näher kennenzulernen, hat er allerdings nicht, denn zwei Tage später liegt sie tot an der Leine. Wieder ein Fall für die Kripo Hannover unter der Leitung von Kommissar Bodo Völxen. Diesmal führen die Spuren jedoch bis tief unter die Stadt, und die Ermittlungen sind nicht ganz ungefährlich...

 

Cover:

Das Cover ist wieder recht schlicht gehalten und zeigt lediglich eine Kopfsteinpflasterfläche, welche zum Wasser führt. Das spricht jetzt natürlich nicht sonderlich an und macht auch nicht neugierig, aber wer die Geschichte kennt, der wird wissen, warum das so dargestellt ist. Es passt schon, aber es sagt eben auch nicht viel aus.

 

Eigener Eindruck:

 Sofort ist Kommissar Rodriguez verliebt, als er die Schwester und Regisseurin seiner Kioskbekannten kennen lernt. Er ist sich sicher, sie könnte die eine sein, dafür überredet er sogar seine Kollegin Wedekin mit ihm ins Theater zu gehen. Diese willigt zwar ein, doch zu dem Besuch kommt es nicht mehr, als eben jene Künstlerin am Rande eines Flohmarktes tot aufgefunden wird, auf dem ausgerechnet Fernando Rodriguez mit seiner Mutter alte Dinge verkaufen wollte. Klar, dass er sofort in die Rolle des Kommissars schlüpfen muss und auch seine Kollegen nicht lang auf sich warten lassen. Aber vielleicht nimmt sich Fernando den Fall etwas zu sehr zu Herzen und sollte vielleicht nicht mit ermitteln? Bodo Völxen und seine Truppe hat jede Menge zu tun und dann ist da auch noch der Leichenfund in einer Wohnung der vielleicht sogar mit der Tat zusammenhängen könnte. Als dann auch noch ein Kind verschwindet scheint jede Sekunde zu zählen.

 

Dies ist der zweite Band aus der Reihe rund um den schafliebenden Kommissar Bodo Völxen und seiner bunten Truppe. Die Geschichte liest sich wieder sehr einfach und die vielschichtigen Charaktere holen den Leser wieder sehr schnell ab. Man trifft auf bekannte Gesichter und deren alltäglich Probleme, ermittelt aber genauso gespannt mit an dem Fall. Die Geschichte strotzt vor Details und nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, sodass das Buch nicht langweilig wird. Während Fernando noch immer ein Schürzenjäger ist, Völxen sich noch immer seiner Diät entgegensieht, Oda weiterhin versucht das Chaos rund um ihre Teenagertochter zu überstehen und Jule Wedekin endlich richtig in ihrem neuen Job angekommen ist, bekommt der Leser wieder einen Mord aus Gründen, die man so nicht erwartet hätte. Nicht immer konnte ich den Handlungen folgen, weshalb ich die Story diesmal etwas sprunghaft fand. Das macht aber das Hintergrundwissen der jungen Kommissarin immer wieder wett und auch die anderen Details sind einfach klasse. Richtig gefreut habe ich mich wieder über den Pathologen Bächle, welcher mit seinem schwäbischen Akzent einfach nur Spaß macht. Mir haben in dem Buch aber leider auch diesmal wieder die Emotionen gefehlt. Zwar hadert Fernando immer wieder mit der Partnerwahl seiner Mutter, um mal ein Beispiel zu nennen, aber er selbst ist immer sofort für alles und jeden Feuer und Flamme, was ein bisschen kindisch wirkt und bei weitem keine wirkliche Liebe ist. Umso weniger konnte ich seine aufbrausende Art an manchen Stellen nicht wirklich nachvollziehen. Aber da kann man auch darüber hinwegsehen. Sieht man nämlich davon ab, bekommt man eine solide Story die einfach wieder Spaß macht.

 

Fazit:

Auch Band zwei der Reihe rund um Bodo Völxen kann überzeugen. Von mir gibt es eine absolut Leseempfehlung für diese solide Leistung. Damit wird euer Strandurlaub garantiert nicht langweilig. Ihr bekommt einen spannenden Fall mit unerwarteten Wendungen und ganz viel zwischenmenschliche Beziehungen. Reinschauen lohnt sich also!

 

Idee: 5/5

Charaktere: 5/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

Ausgabe: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 09.10.2012

ISBN: 9783492301190

Sprache: Deutsch

Umfang: 272 Seiten

Verlag: Piper