Donnerstag, 19. April 2018

Wolfcamp 2: Der Mord von Heiko Grießbach

Zum Inhalt:
Kassita ist erst fünfzehn, aber sie merkt, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Als sie ihren Freund grundlos und mit ungeahnter Kraft verprügelt, soll sie die Ferien in einem Camp verbringen. Oder ist das eher ein Besserungslager für aufmüpfige Teenager? Dazu passen aber nicht die komischen Andeutungen ihres Bruders. Und warum nennt er das Lager, in dem er selbst schon gewesen sein soll, Wolfcamp? 
Als wieder Vollmond ist, passieren seltsame Dinge im Camp. Obendrein geschieht ein Mord und Kassita muss sich fragen, was sie mit dem Verbrechen zu tun hat …

Cover:
Die Cover der Reihe sind sich sehr ähnlich und ziehen sich wie ein roter Faden durch die ganze Serie. Ähnlich dem ersten Buch sehen wir hier das Gesicht der Hauptprotagonistin Kassita, welche etwas verloren dreinschaut und in einem Grauton gehalten ist. Auch wie beim ersten Cover ist das Farbschema blau, jedoch sieht man hier Bäume, einen See und eine Schattengestalt, was ich passend zur Geschichte finde. Es wirkt mysteriös und bedrohlich. Das Cover hat was, auch, wenn das Motiv der Kassita immer gleich bleibt. Aber das hat wiederum einen Widererkennungswert.

Eigener Eindruck:
Kassita und ihre Freunde haben sich langsam mit dem Gedanken abgefunden was sie sind und besuchen im Werwolfcamp einige Kurse, die ihren kompletten Tagesablauf in Anspruch nehmen und ihnen kaum die Zeit lassen, sich über andere Dinge den Kopf zu zerbrechen. Während der Vollmond immer näher rückt, ist die Stimmung unter den Freunden recht unterschiedlich. Einige sind aufgeregt und neugierig, andere hadern mit ihrem Schicksal. Je näher der Tag auch rückt, desto mehr wird Kassitas Freundin Laura von ihren zwei Verehrern umworben. Als Kassita hört, dass einer der Verehrer keine guten Absichten hat, ist sie skeptisch und will Laura warnen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn die Mädchen verwandeln sich und als sie wieder zu sich kommen, kann sich keines der Mädchen mehr an das erinnern, was vorgefallen ist. Als dann auch noch eine Leiche gefunden wird, welche das T-Shirt von Kassita in der Hand hält, weiß das Mädchen nicht mehr, was sie denken soll. Hat sie jemanden umgebracht? 

Der zweite Teil der Wolfcamp-Reihe aus der Feder von Heiko Grießbach ist qualitativ gesehen genauso wie der erste Teil. Zwar umschreibt der Autor viel und hat wirklich gute Ideen, doch in den entscheidenden Momenten fehlen die Details und vor allem die glaubhaften Emotionen. Besonders als Kassita glaubt jemanden umgebracht zu haben, hatte ich eigentlich eine richtige Emotionsexplosion erwartet. Richtig viel Angst, richtig viel Selbstzweifel. Das wäre für mich glaubhafter gewesen, als das Ganze eher im Sande verlaufen zu lassen. Dieses fast schon totschweigen war nicht so mein Ding. Was mich dann bei der restlichen Geschichte auch nicht sonderlich überzeugen konnte, war einmal der Auftritt des Polizisten und seines Kollegen – der Dialog war sehr gestelzt und doch auch sehr verräterisch, da hätte ich seitens des Autors einfach ein bisschen mehr Einfallsreichtum in Hinsicht auf DAS Geheimnis erwartet. Und was mich schließlich gänzlich hat vom Glauben abfallen lassen war der Wervampir. Vampir okay, Wervampir? Ziemlich abgespaced. Die Art und das Wesen des Wervampirs sofort darzulegen anstatt den Leser noch ein bisschen im Dunkeln tappen zu lassen – absoluter Spannungskiller. Irgendwie wirkt alles so übertrieben. Und dann diese Emotionslosigkeit der Campleiter – einfach grausam. Zu versuchen alles normal weiter laufen zu lassen, anstatt die Kinder noch mehr zu schützen – unlogisch und traurig. Eigentlich richtig schade.

Fazit:
Ich kann mich trotz der durchaus netten Idee noch immer nicht mit der Geschichte oder besser gesagt mit der Art der Geschichte anfreunden. Ich bin wirklich am überlegen, ob ich die Geschichte weiter lese oder ob ich es einfach sein lasse. Die Geschichte fesselt mich einfach nicht und ist bisweilen echt lahm. 
Deshalb kann ich die Geschichte auch leider nicht weiter empfehlen. Anderen sagt sie vielleicht mehr zu. 

Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Logik: 3/5
Spannung: 2/5
Emotionen: 3/5


Gesamt: 3/5

Daten zum Buch:
• Format: Kindle Edition
• Dateigröße: 1600.0 KB
• Seitenzahl der Print-Ausgabe: 62 Seiten
• Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
• Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
• Sprache: Deutsch
• ASIN: B01IIOYXJI

Mittwoch, 18. April 2018

Kos - Kardamena: Das Mitsis Norida Beach Hotel

Inmitten einer Hotelburg gelegen ist dieses wohl das Hotel mit dem besten Komfort und nahe am Strand gelegen. Für eine Woche ausspannen war das Hotel okay, länger hätte ich aber nicht bleiben wollen, da es auf Kos nicht sonderlich viel zu entdecken gibt.

Die Lage vom Hotel ist gut. Allgemein ist wohl jedes Hotel vom Flughafen schnell zu erreichen, da dieser recht zentral gelegen ist. Über sehr holprige Straßen wird man schließlich zu der großen Hotelstadt gebracht, in der sich mehrere Hotels befinden. Das Mitsis Norida Beach liegt mittig, verfügt über einen steinigen Strand und hat im Rücken eine felsige Landschaft. Bis zum nächsten Ort ist es nicht weit, via Busshuttle, Taxi oder einem gemieteten Wagen oder Quad kann man alle Ortschaften schnell und bequem selbst erreichen. Spaziergänge sind hier wohl etwas fad, man sollte also schon auf einen fahrbaren Untersatz zurück greifen.

Die Zimmer an sich haben uns sehr gut gefallen. Wir hatten ein Zimmer im Haupthaus, welches über einen kleinen Balkon samt Tisch, Stühlen und Aschenbecher verfügte. Die Aussicht war wirklich sehr schön und hat uns sehr gut gefallen. Das Zimmer war sehr sauber, scheinbar auch neu renoviert. Einzig nervig war die Konstellation der zusammengeschobenen Einzelbetten. Jedes Mal, wenn man sich aneinander knuddeln wollte, rutschten die Betten auseinander oder wenn man sich mal umgedreht hat - das wäre an sich nicht so schlimm gewesen, wenn diese Betten dann nicht elendig laut über den Boden geknarzt wären. Dass wir nicht die Einzigen waren, die solche laute "Rutschgeräusche" mit ihren Betten hinbekommen haben, durften wir die ganze Woche rund um uns erfahren, wenn Kinder oder Erwachsene durch Betten tollten - so viel also zu dem Thema "Guter Schlaf" - vergesst es. 
Das Ganze wurde dann nur noch durch die hellhörigen Flure getoppt in denen diese Möchtegerneltern immer dachten sich lauthals von Zimmer 1 bis Zimmer 100 unterhalten zu müssen, ob Jean Marc nun in die Windel gemacht hatte oder nicht... von dem Geplärre der Kinder ab sieben Uhr will ich gar nicht reden. Machen wir es kurz: tolles Zimmer, tolles Bad, tolle Ausstattung, aber viel zu hellhörig und somit fast schon nicht mehr tragbar. Ich habe nach dem Urlaub nochmal Urlaub zum schlafen gebraucht. Bingo :-( Ich empfehle hier ganz klar eine Alternative zum Haupthaus zu suchen, wenn man seine Ruhe möchte.

An sich kann man über den Service nicht meckern. Alle sind sehr zuvorkommend und bemüht. Aber Leute... es reicht, wenn man einmal gebeten wird eine Bewertung beim Holidaycheck oder Tripadvisor abzugeben... es muss nicht jeden Tag gefragt werden und schon gar nicht, wenn man im Themenrestaurant sitzt und einfach seine Ruhe haben möchte. Das ist penetrant und muss echt nicht sein. Fragt doch einfach bei der Abreise, anstatt beim Abendessen gleich ein ipad unter die Nase zu halten.

Die Speisen an sich waren sehr lecker und abwechslungsreich, jedoch hat es bei der Menge der Auswahl für mich ein bisschen gehapert. Die Themenabende waren zwar nett, konnten mich aber nicht immer überzeugen. Außerdem will ich hier gleich noch angemerkt haben unbedingt die Stoßzeiten zu umgehen, denn die Kapazitäten sind hier viel zu klein im Vergleich zum Hotel. Wir waren außerhalb der Saison und haben uns alle fast tot getrampelt, vor allem, weil aus den umliegenden Hotels die Gäste dann in das Mitsis umverlegt wurden. 
Die Getränke waren zeitweise verwässert und haben arg nach Chlor geschmeckt - wer so etwas nicht mag sollte auf Eiswürfel verzichten, dann geht´s.
Wer ein Themenrestaurant besuchen möchte, der muss sich an der Rezeption anmelden. Hier kann man zwischen griechischer und asiatischer Küche wählen. Wer hier zuerst kommt, der malt zuerst. Wenig Plätze, dafür aber richtig gut gemacht und super lecker.
Was ich auch richtig gut fand: unten am Strand gab es eine kleine Bar und eine Pizzeria - perfekt, aber hier muss man oft länger anstehen, also sollte man Zeit mitbringen.

Freizeitangebote werden im Mitsis groß geschrieben. Jede Menge Aktivitäten am Strand, ob kostenlos oder zum bezahlen sowie Sportangebote. Da gibt es wirklich alles. Yoga, Wasserarobic, Animationstanz etc. Für die Kinder gibt es einen Themenkindergarten in dem die Eltern ihre Kids abgeben können. Es gibt einen Tennisplatz, es gibt etwas weiter hinter dem Hotel eine Disco. Für die Kids gibt es Abends Animation und für die Großen ebenfalls ;-)

Dienstag, 17. April 2018

Das a-ja Resort in Warnemünde - Teuer, aber das war´s dann auch...

Wir lieben es Kurztrips zu machen und auch, wenn man nur kurz an einem Ort verweilt, dann erwartet man ein bisschen etwas für sein Geld. Besonders bei sehr hohen Preisen für ein Zimmer hat man dann gewisse Ansprüche, die bei unserem Ostsee-Urlaub im Februar leider nicht erfüllt werden konnten. Leider waren wir sehr enttäuscht über das, was hier geboten wird. Das Hotel ist so sein Geld einfach nicht wert. Das grenzt schon an einer Frechheit.

Die Lage des Hotels ist optimal. Direkt am Strand gelegen hat man von den Zimmern durchaus immer die Möglichkeit auf den Strand zu sehen. Außerdem ist man schnell zu Fuß am alten Strom und kann dort die Restaurants/Sehenswürdigkeiten besuchen. Außerdem kann man in die entgegen gesetzte Richtung sehr schön zur Wilhelmshöhe wandern. Besser könnte ein Hotel in Warnemünde wohl nicht liegen.

Die Zimmer sind zwar modern eingerichtet, schauen auf den Fotos gut aus, sind dann aber dich eher enttäuschend. Sie sind doch recht klein - haben eher einen Jugendherbergestil. Das Bad wird lediglich durch eine Glasscheibe vom Zimmer abgetrennt. Beim Zähneputzen oder Duschen blickt man komplett in das Zimmer herein oder anders herum. Dem kann man zwar mit Vorhängen Abhilfe schaffen, aber ehrlich gesagt sahen sie einfach keimig aus. Das war eher unschön. Das nächste Problem eröffnete sich uns beim Duschen. Die Klotür kann zur Duschtür umfunktioniert werden... sollte dann aber auch geschlossen bleiben. Das tat unsere Tür nicht, somit war der kleine Vorraum, wo sich das Miniwaschbecken befindet fix geflutet und der Toilettenraum schwamm auch. Ganz großes Manko, die Bäder haben keinen Abzug, der Wasserdampf etc. entfleucht ins Schlafzimmer. No Go! Das Einzige was mir am Bad gefallen hat war die nette Gabe von einem Nivea-Duschgel. 
Das Zimmer war auch recht beengend. Hier hatte man noch einen kleinen Schreibtisch, einen Würfelhocker sowie eine Art Sofa mit Rolle, welches man sicher als Drittbett umfunktionieren kann. Außerdem gibt es einen eingebauten Kleiderschrank im Flur. Auf den ersten Blick gemütlich, auf den Zweitblick eine Katastrophe: die Rolle war mit hässlichen Flecken übersät. Da hatte man voll Lust sich auf dieses Sofa zu setzen. Außerdem entdeckten wir am Bett ziemlich komische Flecken an der Rückwand... putzen soll helfen. Obwohl wir über eine Kurzurlaubseite gebucht hatten und ein Schnäppchen gebucht hatten, sind wir der Meinung, dass das Zimmer sein Geld nicht wert war (129 € p.P. für 2 Nächte).

Über die Damen an der Rezeption kann man nicht klagen, sie waren nett und zuvorkommend. Als wir jedoch abreisten und ein Herr uns abkassierte und fragte, wie wir den Aufenthalt denn fanden und wir die Mängel des Zimmers aufgeführt hatten, war der so beleidigt und pappig, dass wir wohl hätten im Erdboden versinken müssen. 
Die Gastro hingegen wartet mit gestresstem Personal auf, welches ohne Rücksicht auf Verluste durch die Menge rennt - ausweichen ist kaum möglich, aber dazu später mehr.
Ansonsten haben wir nicht viel vom Personal mitbekommen, was aber anhand unseres kurzen Aufenthalts zu erklären ist.

Ich habe selten ein solches Chaos erlebt wie hier. Zum einen ist es schwer zu den Stoßzeiten (außerhalb der Saison!!!) einen Platz zu bekommen. Wenn du denn dann endlich einen Platz gefunden hast, dann beginnt der eigentliche K(r)ampf! Das Buffet erstreckt sich über den kompletten Raum in einem schmalen Gang, in dem zwei Menschen nebeneinander gehen können. Das führt dazu, dass sich alles staut, von hinten gedrängelt wird und du von gestressten Omis und Opis permanent getreten, geschubst oder mit Essen bekleckert wirst. Der Albtraum eines Erholungsurlaubs. Dazu kommt dann noch, dass alles mit überdimensionalen Pinzetten auf den Teller (Mini) geladen werden soll. Die Dinger sind mega unhandlich - und sind wir mal ehrlich, der Camembert klebt da dran wie Hubatz. Einzig der nette Eierbrater der die Omlette macht, hat mir echt den Tag gerettet. Nett, zuvorkommend - mein Held des Morgens.
Die Auswahl auf dem Buffet ist eine gute Mischung aus allem. Da ist für jeden etwas dabei. Ich hatte die Ehre ein Croissant für mich zu entdecken, was aber so pupstrocken war - trotz Marmelade, dass ich es habe zurückgehen lassen. Bei den Brötchen hatte ich dann mehr Glück.

Das a-ja bietet ein Spa-Bereich an, in dem man Sauna- und Poolbereich nutzen kann. Der Poolbereich ist ein bisschen klein, jedoch ausreichend für den einen oder anderen verregneten Tag (es gibt ein Kinderbecken, ein Becken mit Schwimmbahn sowie zwei Massagebecken und ein Außenbecken, eigentlich ganz cool). Was mich jedoch sehr enttäuscht hat war die Kälte die dort geherrscht hat. Das Wasser in den Massagebecken war zum Bibbern kalt, die Luft im Spa war noch kälter und wer mal die Toiletten aufsuchen musste, der ist wohl auf dem Weg halb erfroren. Es waren Minusgrade draußen, der Flur und die Toiletten nicht ansatzweise ein bisschen warm gehalten - Erkältungsgarantie! 
Was uns auch ein bisschen verwundert hat: Wir hatten ein Paket gebucht, bei dem Bademäntel all in waren, diese wurden und jedoch erst auf Nachfrage ausgehändigt - so etwas hätte gut und gerne schon auf dem Zimmer liegen können. Und Apropos Bademäntel: Kaputt und hart wie Brett, da hat man sich nicht gern mit eingemummelt.

Montag, 16. April 2018

Der zweite Schatten von Sabine Bürger (booksnack)

Zum Inhalt:
Ein zu realer Traum 

Schon als Junge war Ulli begeistert von Autos. Kein Wunder, dass er – gerade volljährig und seinen Führerschein in der Tasche – als Kraftfahrer bei einem Tourismusunternehmen anheuert. Kurz vor einer Reise ins Gebirge wird er nächtelang von heftigen Alpträumen geplagt – bis der Reisetag plötzlich ansteht … 

Eigener Eindruck:
Schon immer mochte Ullrich Autors, schon von klein auf. Zum Leidwesen seiner Eltern so sehr, dass er die Schule schmeisst, nachdem er endlich den Führerschein hat und in einem Reiseunternehmen als Busfahrer beginnt zu arbeiten. Dort ist er ein guter Fahrer und vor allem auch einer, der seinen Bus pflegt und hegt. Nachdem er einen Auftrag erhalten hat, mit einer Reisegruppe nach Österreich zu fahren, da beginnen sie plötzlich. Die Albträume, die ihn das Blut in den Adern gefrieren lassen. Immer wieder träumt er, dass es ein Unglück geben wird und dann begegnet er einem geheimnisvollen Mann, der ihn ebenfalls davor warnt zu fahren...

Diesen Booksnack gab es kostenlos im Newsletter von dp - so wie jeden Sonntag/Montag. Die Geschichte stammt aus der Feder von Sabine Bürger. Ihre Schreibweise ist sehr angenehm. Schnell findet man sich in die Geschichte ein und kann sich sehr schnell in den Charakter des Ullrich hinein versetzen. Die Geschichte strotzt vor Details und vor Emotionen. Zwar behandelt die Geschichte eine Thematik, die mir persönlich ein bisschen suspekt ist - vor allem mit diesem Aberglaubenkram etc. in Hinsicht auf Schicksal oder Schutzengel, aber die Geschichte macht Spaß und hinterher muss man sich doch irgendwie mit der Thematik auseinander setzen. Das gefällt mir.

Ich möchte den Snack allen Lesefreunden empfehlen, die eine leichte Geschichte für Zwischendurch suchen. Der Snack eignet sich perfekt für eine Busfahrt oder für eine kleine Pause.

Von mir gibt es für eine solide Unterhalten 4 von 5 Sterne.

Sonntag, 15. April 2018

Wolfcamp 1: Die Ankunft von Heiko Grießbach

Zum Inhalt: 
Kassita ist erst fünfzehn, aber sie merkt, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Als sie ihren Freund grundlos und mit ungeahnter Kraft verprügelt, soll sie die Ferien in einem Camp verbringen. Oder ist das eher ein Besserungslager für aufmüpfige Teenager? Dazu passen aber nicht die komischen Andeutungen ihres Bruders. Und warum nennt er das Lager, in dem er selbst schon gewesen sein soll, Wolfcamp? Als wieder Vollmond ist, passieren seltsame Dinge im Camp.

Cover: 
Die Cover der Reihe sind markant gleichbleibend. Auf jedem Cover ist die Protagonistin der Geschichte zu sehen - Kassita. Ihr Gesicht ist fahl, scheint nachdenklich und verletzlich und durchaus unglücklich. Die Cover unterscheiden sich lediglich durch die wechselnden Hintergründe, wobei die meisten in einem bläulichen Ton gehalten sind. Auf diesem sieht man im Hintergrund den Vollmond leuchten. Allein durch das fahle Gesicht von Kassita und den Vollmond kann man daraus schließen, dass es sich um eine Geschichte mit Werwölfen handeln wird oder mindestens um Gestaltwandler. Man bringt es einfach mit dem Vollmond in Verbindung. Da die Cover alle recht gleich sind, erkennt man auch, dass sie als Serie zusammen hängen.

Eigener Eindruck:
Als Kassita an diesem Morgen aufwacht, da traut sie ihren Augen nicht, als sie in den Spiegel schaut. Über Nacht sind ihr überall im Gesicht schwarze Haare gewachsen. Voller Panik bittet sie ihren Bruder ihr einen Rasierer zu leihen und versucht dem Unheil entgegen zu wirken, während ihr Bruder scheinbar amüsiert scheint. Doch das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit die sich ereignet, denn als Kassita mit ihrem Freund ins Kino geht und er ihr zu nah kommt, scheint sich etwas in ihr zu wehren und kurzerhand verprügelt sie ihn, was dazu führt, dass Kassita plötzlich ohne Freund da steht und ihr Leben immer weniger versteht. Dem Ganzen wird schließlich noch die Krone aufgesetzt, als ihre Eltern beschließen, dass sie im Sommer in ein Camp soll. Ein Besserungslager, so glaubt Kassita. Doch ihr Bruder war auch schon dort, lässt sich aber keine Informationen entlocken, wo die Reise hingeht. 
Ehe sich Kassita versieht, findet sie sich inmitten der Pampa Mecklenburg-Vorpommerns wieder in einem Camp voller anderer Teenager, welche teilweise auch nicht so recht wissen, was sie hier sollen und der Rest, der es weiß, der hüllt sich in Schweigen. Doch was Kassita auffällt, alle um sie herum benehmen sich komisch. Und dann lässt der Campleiter die Bombe platzen... Kassita und ihre Mitstreiter sind Werwölfe und sollen im Camp lernen, mit ihren Fähigkeiten umzugehen.

Die Jugendserie "Wolfscamp" aus der Feder des deutschen Autors Heiko Grießbach macht auf den ersten fünf Metern richtig neugierig, wenn man sich die Inhaltsangabe durchliest, besonders dann, wenn man auf Geschichten rund um mystische Wesen total fixiert ist. ein Werwolfcamp? Das hörte sich erst einmal richtig spannend an. Aber leider wurde ich dann schon auf den ersten Seiten mehr oder minder enttäuscht - und es wurde auch nicht besser. 
Gespickt mit einer Menge Logikfehlern und einigen Stellen, an denen mir einfach die Emotionen gefehlt haben, muss ich sagen, dass ich den ersten Teil doch recht lieblos fand, da hat es auch nichts geholfen, dass die neuen Mitstreiter von Kassita sich sonst was für coole Namen geben - was im übrigen eher noch mehr verwirrt hat. Aber okay, kommen wir zu den logischen Fehlern, die mir persönlich echt den Lesepsaß genommen haben.

1. Kassita steht früh Morgens auf und ihr komplettes Gesicht ist behaart. Mir hat an der Stelle die wirklich richtige Panik gefehlt. Sie nimmt mir das viel zu locker hin und auch ihre Eltern scheinen es null für nötig zu halten das arme Kind zu beruhigen oder aufzuklären - spätestens ab der stelle haben doch die ersten schon einen psychischen Knacks weg.
2. Nachdem Kassita ihren Freund attackiert hat und noch immer nicht weiß, was mit ihr los ist und sie noch immer panisch ist, wäre es dann doch langsam angebracht aufzuklären - der zweite psychische Knacks dürfte hier bereits auf sich warten lassen.
3. Die Campumschreibung hätte in meinen Augen ganz gern noch ein bisschen detaillierter von sich gehen können. Irgendwie wirkt alles so plump und auch die Einführung in die Kurse wirkt irgendwie, nun ja, sagen wir abgemattet. Da fehlt Spannung, da fehlt Endeckungsfreude.
4. Außerdem war ich einfach nur enttäuscht darüber, wie plump den Kindern dann erklärt wurde, was sie sind und wie sie es aufgenommen haben. Das wäre ein Bad an Details und Emotionen gewesen, aber hier scheinen die Kids das einfach so hinzunehmen. Wo ist die Aufregung? Wo die Angst?
5. Das Belegen der Kurse ist bisweilen wirklich langweilig, weil alles so lieblos runter gerattert wird und mir einfach die fundamentalen Details fehlen. Wäre es nicht spannender gewesen z.B. bei den Kampfkursen etwas mehr mit Spannung und Details zu spielen? Mit der Angst davor zu kämpfen oder jemanden weh zu tun? Oder in Wolfskunde Erstaunen und Erkenntnis noch mehr einzubringen? 

Für mich persönlich waren das zu viele Unstimmigkeiten, die mich immer wieder ins Stocken beim lesen oder völlig aus dem Konzept gebracht haben - eben, weil ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Eigentlich finde ich es wirklich schade, denn die Idee an sich fand ich wirklich nicht schlecht. Zwar gibt es bereits Massen an "Camp"-Reihen und "Gestaltwandler"-Geschichten, aber mir schien das einmal eine völlig neue Reihe zu werden - zum einen, weil sie sich an junge Leser wendet, zum anderen, weil sie einmal nicht in Amerika spielt, sondern in Deutschland. Jetzt, nachdem ich den ersten Teil gelesen habe, bin ich doch recht ernüchtert und habe wirklich überlegt, ob ich die Reihe weiter verfolgen sollte. Doch ich habe Hoffnung, dass das Camp vielleicht doch noch aus sich heraus kommt. Deshalb werde ich mir auch den zweiten Teil der Reihe zu Gemüte führen.

Da mir das Buch nicht wirklich gefallen hat, kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen. Wer ein junger Leser ist und sich für Werwölfe interessiert, dem könnte die Reihe vielleicht gefallen - schließlich empfindet ja jeder anders.

Idee: 5/5
Charaktere: 3/5
Emotionen: 2/5
Details: 3/5
Spannung: 3/5
Logik: 3/5

Gesamt: 3/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2848.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 97 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01GGNHYX0

Samstag, 14. April 2018

In den Schatten siehst du mich von Kathrin Lange (Arena-Thriller)

Zum Inhalt:
Als Jenny die Augen aufschlägt, liegt sie am Boden, mitten in einem winterlichen Wald. Sie weiß weder wie sie dorthin gekommen ist noch warum sie eine blutende Kopfwunde hat. Während sie durch den Wald irrt und nach einem Ausweg sucht, kommen die Erinnerungen zurück: Mit Leon wollte sie zu einer Waldhütte fahren, er hat sie bedroht, es ist etwas passiert. Und Leon scheint noch immer hinter ihr her zu sein.

Cover:
Wie alle Cover der Arena-Thriller ist das Cover an sich nichts aussagend in Hinsicht auf die Geschichte, sondern sehr schlicht gehalten. Zu sehen ist hier Eine lilane Lilie sowie der Titel. Zwar ist das Cover hübsch anzusehen, jedoch nur ein Blickfang für Fans der Reihe oder eben jene, die Blumen mögen. Mich persönlich hätte das Cover so nicht angesprochen, wenn ich die Reihe nicht schon durch andere Bücher gekannt hätte. Eigentlich ein bisschen schade. 

Eigener Eindruck:
Jenny weiß zuerst gar nicht wo sie ist, als sie inmitten des Waldes aufwacht. Langsam, ganz langsam taucht sie aus der Schwärze wieder auf und kommt zu sich. Es ist kalt und zuerst ist sie orientierungslos. Immer wieder fragt sie sich, was geschehen ist. Sie hat eine noch blutende Kopfwunde und ihre Stiefel sind über und über mit Schlamm bedeckt. Dann plötzlich, da fallen ihr wieder die Geschehnisse des abends ein. Sie hatte Streit mit ihrem Freund Leon und dieser ist mit einem Schürhaken auf sie los gegangen. Jenny wird klar, dass sie aufpassen muss, denn die Hütte in der die beiden gewesen sind, ist fernab der Zivilisation und eigentlich weiß ja auch keiner, dass sie heimlich mit Leon dorthin gefahren ist. Und sie ist sich sicher, dass Leon ihr bereits auf den Fersen ist, um ihr noch viel schlimmere Dinge anzutun.



Idee: 5/5
Spannung: 4/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 3/5

Gesamt: 4/5 

Taschenbuch 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3401503952 
ISBN-13: 978-3401503950 
Größe und/oder Gewicht: 10,3 x 1,5 x 15 cm 

Freitag, 13. April 2018

The Tribe 4 - Der Weg in die Freiheit von Linda Jensen

Zum Inhalt:
Tai San nimmt nach Trudys Verschwinden den Platz als verehrte Mutter der Chosen ein. Mit ihrer Hilfe wollen die Rebellen die brutale Willkür des fanatischen Guardian stoppen. Doch gelingt es ihnen wirklich, sich aus seiner Unterdrückung zu befreien? Tai San scheint immer mehr eine Chosen zu werden. Können ihre Freunde ihr noch trauen oder spielt sie mit den "Mall Rats" ein böses Spiel?

Cover:
Wie die anderen Cover der Reihe hält sich dieses Cover in einem hauptsächlich orangenen Ton sowie im oberen Rand in einem Blauton. Zu sehen ist auf diesem Cover der beliebte Charakter Amber, welche auch in der TV-Serie eine vorrangige Rolle eingenommen hatte. Durch ihre futuristische Kleidung und ihre Stammesbemalung wird man neugierig auf die Geschichte.

Eigener Eindruck:
Nachdem Trudy mit Hilfe von einigen der Mall Rats aus den Fängen der Chosen fliehen konnte, sieht sich der Guadian gezwungen Ersatz für die ehrwürdige Mutter zu finden. In Tai-San, so glaubt er, hat er einen guten Ersatz gefunden, denn sie ist nicht nur immer für alle ein Ruhepol, auch für den Guardian scheint sie immer mehr Verständnis aufzubringen, was ihm durchaus schmeichelt und sie mit ganz anderen Augen sehen lässt -ganz zum Leidwesen der Mall Rats und vor allem ganz zum Leidwesen von Lex, der glaubt seine Frau für immer an die Chosen verloren zu haben. Während sich die anderen Mall Rats noch immer nicht den Machenschaften der Chosen beugen wollen, haben es sich die Rebellen außerhalb zur Aufgabe gemacht Verbündete aus anderen Tribes zu finden, die mit den Mall Rats gegen die Chosen in den Kampf ziehen. Als es den Rebellen dann auch noch mit Hilfe von Tai-San gelingt das "heilige" Baby Brady aus den Fängen der Chosen zu befreien, beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen.

So toll ich die Serie in meinen Jugendzeiten fand, als diese noch auf dem KIKA lief, desto mehr bin ich von der Buchreihe enttäuscht. Auch in diesem Band wird die Geschichte rund um die Mall Rats mehr als lieblos abgehandelt. Emotionen werden völlig untergraben. Keinem der Charaktere kauft man Angst, Kummer, Verzweiflung oder sogar Liebe ab. Es ist einfach so plump geschrieben, dass man nicht einmal ansatzweise das Denken der Charaktere nachvollziehen kann, auch wenn einige in ein "geheimes Tagebuch" schreiben. Dazu kommt, dass wir hier wieder wie in den anderen Bänden so krasse Szenensprünge haben, dass einem wirklich schlecht werden kann. Es ist einfach eine Katastrophe vom Herren. So krass muss man das nun wirklich sagen. Mit etwas mehr Liebe zum Detail und vor allem etwas mehr Einsatz in Richtung der Emotionen hätte man aus der Geschichte noch richtig etwas herausholen können, nämlich: Den Fans aus Jugendtagen den Gefallen zu tun, wieder in eine fremde, fast schon magische Welt abzutauchen, statt dessen bekommt man hier nur Fetzen vorgeworfen und muss sich schon wundern, warum man sich überhaupt getraut hat so etwas zu veröffentlichen geschweige denn eingefleischten Fans auch noch damit Geld aus der Tasche zu ziehen. Es ist einfach eine bodenlose Frechheit. Für mich endet die Reise durch die Welt von The Tribe genau hier, denn mehr von dieser grauenhaften Schreibweise verkrafte ich nicht mehr. Die Serie wird von mir an diesem Punkt abgebrochen und auch die Zusatzgeschichten rund um die Charaktere werde ich nicht anrühren. Man hätte meinen können es sei nicht so schwer eine Serie auf Papier zu bringen, vor allem weil die Geschichte schon durch die Serie vorgegeben ist... so kann man sich täuschen.

Empfehlen möchte ich die Buchreihe nun gar nicht mehr, denn durch die schlechte Schreibweise ist es einfach nur eine Folter, diese überhaupt zu lesen. Wer in alten Erinnerungen schwelgen will, der sollte sich die Serie ansehen.

2 von 5 Sterne für mehr als mangelhaftes Entertainmet.

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten 
Verlag: Panini Books (2002) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3897486687 
ISBN-13: 978-3897486683 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 
Verpackungsabmessungen: 18,2 x 12,8 x 2 cm 

Donnerstag, 12. April 2018

The Tribe 3 - Das Zeitalter der Auserwählten von Linda Jensen

Zum Inhalt:
Bis auf Ebony und Lex leben die Mall Rats in der Gefangenschaft der Chosen. Sklaverei, Religionsfanatismus und psychische Folter gehören zu dem neuen Alltag von Alice, Jack, Ellie, Ryan und ihren Freunden. Doch sie lassen sich von solchen Unterdrückungsmaßnahmen nicht kleinkriegen und gründen eine Widerstandsgruppe.

Cover:
Genau wie die anderen Cover der Reihe ist dieses Cover in einem Blau-Orangenen Ton gehalten. Auch hier ist hier ist ein Charakter aus der TV-Serie zu sehen. In diesem Fall ist es der Charakter Bray, welcher in der Serie wohl der absolute Liebling gewesen ist. Durch die Tribe-Bemalung in seinem Gesicht fällt er auf dem Cover sehr stark auf, was durchaus neugierig macht.

Eigener Eindruck:
Nachdem die Befreiungsaktion von Lex und Bray ordentlich nach hinten los gegangen ist und die beiden für tot erklärt wurden, schlagen sich die beiden mit Ebony durch den Wald, um den Chosen zu entwischen. Doch leider ist Bray so schwer verletzt, dass Ebony und Lex ihn zurück lassen müssen und er doch den Chosen in die Hände fällt. Bei einem riskanten Einsatz gelingt es ihnen jedoch Bray nach seiner Folter bei den Chosen wieder zu befreien und auch Dal zu retten. Von nun an befinden sie sich wieder auf der Flucht. Unverhoffte Hilfe bekommen Ebony und Lex von dem Eco Pride, welcher ihnen anbietet mit seiner Stammesführerin zu sprechen. Je mehr Pride von dieser jedoch erzählt, desto stutziger werden die Mall Rats. Plötzlich sind sie sich sicher, dass es sich bei der Anführerin nur um Amber handeln kann.
Währenddessen leben die restlichen Mall Rats in der Gefangenschaft von den Chosen und sollen mit dem Entzug von Essen und Trinken gefügig gemacht werden. Während einige scheinbar der Mater nicht mehr lange standhalten können, kommt es bei den restlichen der Rats zu einer Widerstandsbewegung.

Ich hatte ja ein bisschen Hoffnung, dass mit einem Wechsel der Autoren endlich auch ein bisschen etwas am Schreibstil geschraubt wird. Aber auch der dritte Band der Reihe ist eine Katastrophe vom Herren und hat mich echt Überwindung gekostet es überhaupt richtig zu lesen. Immer wieder musste ich Pausen machen, Seiten wieder lesen. Das war wirklich ein Kampf. Genau wie in den vorherigen Bänden kommt auch hier die Autorin nicht wirklich zu Potte. Alle Themen werden nur grob angerissen und genauso schnell wieder fallen gelassen. Wieder wird hier eine komplette Staffel im Schweinegalopp durchgeackert. Emotionen und Details bleiben dabei voll und ganz auf der Strecke. Schlussendlich ist man einfach nur von der Vielzahl der Charaktere und den ständig wechselnden Szenen überfordert. Es ist einfach zum Kotzen und fast schon eine Frechheit, dass man das damals so zum Kauf angeboten hat. Selbst Teenies, an die das Buch ja eigentlich gerichtet ist, werden hier einfach keinen Spaß daran haben. Es ist einfach nur lieblos und scheint auf Profit gemacht worden zu sein. Irgendwie bin ich froh, dass ich nur noch ein Buch der Reihe hier stehen habe. Ich glaube noch mehr von diesem grausigen Schreibstil kann ich nicht verkraften.
Hinzu kommt, dass man durch die fehlenden Details einfach nicht begreifen kann, warum der eine oder der andere Charakter eben so handelt, wie er eben handelt. Das tun der Charaktere widerspricht sich dermaßen, dass man fast schon den Eindruck übermittelt bekommt, dass die Kids alle mächtig in ihrem Charakter, ihrem Bildungsstand etc. gelitten haben. Das Benehmen mancher Charaktere den anderen gegenüber ist schon regelrecht primitiv. Das ist einfach nur nervig und schade.

Empfehlen möchte ich diesen Band der Reihe nicht, weil er einfach nur schlecht ist. Wer in Erinnerungen schwelgen möchte, der kann sich die beliebte Serie sicher noch einmal irgendwo ansehen.


Idee: 5/5 
Emotionen: 2/5 
Details: 2/5 
Logik: 2/5 
Lesespaß: 2/5 

Gesamt: 2/5 

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten 
Verlag: Panini Books (2002) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3897486679 
ISBN-13: 978-3897486676 
Verpackungsabmessungen: 18,7 x 12,9 x 1,9 cm 

Mittwoch, 11. April 2018

Im Angesicht des Todes von Salome Fuchs (eshort)

Zum Inhalt:
Während ich so hier sitze, lasse ich mein Leben noch einmal an mir vorbeiziehen. Ach, waren das Zeiten, als ich noch jung und gesund war. Ich liebte das Autofahren und habe jährliche Urlaube auf Mallorca genossen. Habe leidenschaftlich gern Fußball gespielt und jetzt … Ich muss schwer schlucken und eine Träne rollt mir über die Wange. Jetzt muss ich sterben.

Eigene Meinung:
Humorvoll wird in dieser Kurzgeschichte die schlimmste Thematik für die Männerwelt behandelt. Es geht um den Männerschnupfen - die bekanntlich schmerzhafteste und tödlichste Krankheit, zumindest, wenn man den Männern bei ihrer Jammeritis glauben darf.

Wir treffen hier auf den Protagonisten, der seine Geschichte aus der Ich-Perspektive dramatisch vorstellt. Während er zu Beginn noch scheinbar wehmütig und doch ein bisschen humorvoll darüber nachdenkt, was er alles unternommen hat, um am "Leben" zu bleiben, nimmt seine Laune stets mit dem nahenden Besuch beim Arzt ab. Das hat zum einen damit zu tun, dass er sich an die schönen Dinge in seinem Leben erinnert und feststellt, dass dies nun alles bald vorbei sein wird.

Die Geschichte ist sehr einfach, aber sehr gut geschrieben. Man findet schnell in die Geschichte des armen Protagonisten herein und man fast ein bisschen Mitleid mit ihm haben, wenn man sich beim Lesen nicht schon fast todlachen würde. Diese Geschichte ist eindeutig etwas für Leser die etwas humorvolles suchen, mit Sarkasmus und Ironie umgehen können und gern in einer kurzen Pause eine Kurzgeschichte lesen möchten. Einfach genial. Gern würde ich mehr davon lesen.

5 von 5 Punkte

Dienstag, 10. April 2018

The Tribe 2 - Zwischen Hoffen und Bangen von Ralph Sander

Zum Inhalt:
Der Virus gefährdet weiterhin die Stämme. Die einzige Hoffnung liegt im Observatorium. Aber die riskante Reise dorthin war nur ein halber Erfolg. Zwei Mitglieder der "Mall Rats" sind dabei ums Leben gekommen. Die anderen machen sich auf den gefährlichen Rückweg zur Mall. Die Mall Rats beginnen, gegen das herrschende Chaos anzukämpfen, aber es läuft nicht alles wie geplant. Neue Gefahr droht von alten Feinden ...

Cover:
Passend zu den anderen Covern der Reihe ist auch dieses Buch in Blau-Orange gehalten und zeigt auf dem Cover zwei Personen aus der TV-Serie. Hier zu sehen sind Tai-San und Lex. Auch dieses Cover wirkt durch die durchaus anders aussehenden Kostüme und das Aussehen der Personen sehr interessant und ist definitiv ein Blickfang.

Eigener Eindruck:
Nachdem die Mall Rats erfahren haben, dass es scheinbar wirklich keine Erwachsenen mehr gibt wurden sie von einem Feuer überrascht, welchem nicht alle entkommen konnten. Unter schwerer Trauer müssen Bray und Lex Zandra und Amber begraben und den schweren Weg nach Hause antreten. Während bei den Mall Rats eine gedrückte Stimmung herrscht, finden sie Ambers Tagebuch und beschließen mit Hilfe von Videoaufzeichnungen ebenfalls Tagebuch über die Geschehnisse zu führen. Unter anderem erzählt Tai-San in diesem Tagebuch, dass sie weiß wie der Virus, der nun auch die Kinder befällt gestoppt werden kann. Während die Mall Rats zu Beginn bedroht werden, weil sie das Gegenmittel gegen den Virus haben und schließlich die Herstellung eines eigenen Serums glückt, müssen die Mall Rats überlegen, wie sie weiter mit Tai-Sans Wissen umgehen sollen beziehungsweise ob sie die Macht nutzen wollen, die ihnen das Serum geben würde. Während die Mall Rats unter anderem neue Mitglieder finden, die sich für den Frieden unter den Tribes einsetzen wollen, machen sich einige von ihnen auf eine Spurensuche, um mehr über den Virus zu erfahren. Die Mall Rats sind sich sicher, wenn sie das Serum teilen, dann ist es möglich einen Friedenshandel mit den anderen Tribes auszuhandeln. Jedoch haben sie nicht mit einem neuen Tribe gerechnet, die sich die "Chosen" nennen und fanatisch den verstorbenen Anführer der Locos Zoot verehren. Sie wollen das Serum nicht, sondern sind der Meinung, dass nur der Glaube an Zoot sie retten kann. Um ihren Zielen näher zu kommen, versuchen sie mit allen Mitteln an Trudy und ihre kleine Tochter Brady heranzukommen, um diese als ehrwürdige Mutter und heiliges Kind zu verehren.

Auch der zweite Teil der beliebten Jugendserie aus den 2000ern ist einfach eine Katastrophe vom Herren. Die Schreibweise ist weiterhin sehr sprunghaft, unlogisch und schlecht verständlich, da man so manchen Zusammenhang gar nicht greifen kann. Das komplette Buch wirkt, als würde man immer nur Brocken hingeworfen bekommen, aus denen man sich dann den Rest der Geschichte selbst zusammen spinnen kann, nur um ein paar Seiten wieder eine weitere Spur zu dem einen oder anderen Charakter oder einer Szene zu finden. Das hemmt dermaßen den Lesespaß, dass man einfach nur noch genervt ist. Hinzu kommt, dass man die Charaktere in ihrem durch diese grausame Schreibweise einfach nicht verstehen kann. Taten sind einfach nicht nachvollziehbar, weshalb man sich auch kein wirkliches Bild mehr zu den einen oder anderen Charakter machen kann. Das ist wirklich so ätzend, dass man sich fragt, ob das überhaupt mal jemand Probe gelesen hat, bevor es veröffentlicht wurde. Unglaublich ist es schon fast, dass wir dummen Schafe das auch noch gekauft haben. Was mich auch richtig anstinkt ist, dass Emotionen in diesem Buch wieder viel zu kurz kommen. Wie in Buch eins hätte man hier so viel Möglichkeiten gehabt, um eine wirklich gute Geschichte zu schaffen, aber nein, es wird nur stumpf und in Kurzfassung nacherzählt, sodass man weder Trauer, noch angst, noch Liebe in irgendeiner Weise nachempfinden kann. Einfach nur richtig schlecht.

Da mich auch dieser Teil wirklich mehr als enttäuscht hat, möchte ich ihn nicht weiter empfehlen. Richtige Fans der Serie sind mit dem Kauf dieses Buches sicher auch sehr enttäuscht gewesen.


Idee: 5/5
Emotionen: 2/5
Details: 2/5
Logik: 2/5
Lesespaß: 2/5

Gesamt: 2/5

Gebundene Ausgabe: 153 Seiten 
Verlag: Panini Books (2002)     
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897485982
ISBN-13: 978-3897485983
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Verpackungsabmessungen: 18 x 12,6 x 2 cm