Donnerstag, 28. Februar 2019

11 stellen sich neu auf: Louisa im Abseits (eshort) von Rene Bote

Zum Inhalt:
Louisa könnte eine echte Verstärkung für die Ballfreunde-Mädchenmannschaft sein - wäre da nicht ihre Vorgeschichte. Eine Vorgeschichte, in der die Ballfreunde lange keinen Gedanken wert waren.

Cover:
Das Cover finde ich sehr passend zum Inhalt dieses Eshorts. Zu sehen sind hier zwei fußballspilende Kinder auf dem Bolzplatz. Ein Mädchen und ein Junge - vielleicht auch eine Anspielung auf den teilweise klassischen Gedanken, dass nur Jungs wirklich Fußball spielen können? Wer weiß.

Eigener Eindruck:
Louisa kann es kaum erwarten, dass die Sommerferien vorbei sind und das Training wieder los geht. Außerdem wird es einige Veränderungen geben. Sie spielt nun in einer neuen Klasse, während andere ihrer Mitspieler noch nicht mit nachziehen. Das kann aufregend werden und Louisa erträumt sich eine schöne Zeit, doch dann kommt der neue Trainer und Louisa ist gar nicht mehr so gefragt als Spielerin, wie sie es gehofft hatte. So geht es jedenfalls nicht weiter!

An sich finde ich solche Appetizer zu Büchern immer nicht schlecht, weil man sich so ein erstes Bild über die Story machen kann, die einen erwartet. Bei den 11 Ballfreunden wird man aber sehr in die Geschichte hinein geworfen und bekommt meiner Meinung nach zu wenig Hintergrundinformationen, um sich wirklich ein Bild machen zu können. Wir haben hier quasi eine Story, die zu einer Hauptgeschichte gehört und ein Bonus ist. Verstehen kann man es also nur, wenn man die Hauptgeschichte gelesen hat, was ich wirklich schade finde. Zwar kann man den Grund, warum Louisa sich so "verraten" fühl schon erahnen und sich zusammen reimen, warum sie schließlich eine so krasse Entscheidung fällt, aber trotzdem wäre ein bisschen mehr Details und Hintergrund hilfreich gewesen, um eine großes Ganzes zu schaffen. Was mir an dem eshort jedoch gut gefallen hat ist die angenehme Schreibweise. Sie ist kindgerecht und ich kann mir gut vorstellen, dass die Hauptstory auch so angenehm geschrieben ist. 

Fazit: 
Wenn man die Hauptstory kennt, sicher lesenswert, ansonsten tappt man hier leider etwas im Dunkeln. Schade.

3 von 5 Sterne   

Daten: 
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 1372 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 17 Seiten 
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (29. Januar 2018) 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B079DT5XLG

Gib mir Liebe! (Band 8) von Kanan Minami

Zum Inhalt:
Io hat durch sein böses Spiel die Familie Takarai in den Ruin getrieben. Kou findet Unterschlupf bei Tamakis Familie - worüber dieser alles andere als begeistert ist. Seri vermisst die Zweisamkeit mit ihrem Freund, denn Tamaki steckt zudem im Prüfungsstress. Als er schließlich sogar eine Kurzreise mit Seri ausschlägt, nimmt diese wutentbrannt Asahi mit. Steht die Beziehung vor dem Aus?

Cover:
Das Cover finde ich auch wieder sehr niedlich. Zu sehen sind hier Tamaki und Seri, die glücklich lächeln. Irgendwie süß, aber eben auch wieder nichts aussagend in Richtung Inhalt der Geschichte. Schade eigentlich, dass die Geschichte für die beiden nicht so toll läuft, wie man es vom Cover her denken würde.

Eigener Eindruck: 
Nachdem Io Kous Familie in den Ruin getrieben hat, findet Kou bei Tamakis Familie Unterschlupf, ganz zum Verdruss von Tamaki und Seri. Außerdem stehen die Prüfungen an und die beiden müssen Geld verdienen. Gar nicht so einfach, wenn man einfach nicht die Finger voneinander lassen kann und sich gegenseitig immer wieder ablenkt. Als Tamaki nicht mit Seri zusammen in den Urlaub fahren will, nimmt sie kurzerhand einen Schüler aus dem Dojo mit... 

Was soll ich sagen... ich finde den Manga noch immer scheiße - so krass muss man das sagen - und kann ihn niemandem empfehlen. Zwar schweben die beiden nicht mehr in Lebensgefahr wegen Io, aber irgendwie musste es ja wieder so kommen, dass Seri Opfer von ein paar zwielichten Typen wird und die ihr mal WIEDER an die Wäsche wollen. Das nervt einfach, es ist immer wieder das Gleiche und das Gleiche ist immer wieder stumpf darauf ausgerichtet, dass sich irgendwer an Seri vergehen will. Eigentlich müsste sie jetzt zum Ende des Mangas ein nervliches Wrack sein und die anderen Protagonisten müssten alle eine fette Anzeige am Hals haben oder im Knast sitzen. Ich bin ehrlich, ich habe noch nie in meinem Leben so viel gequirlte Sch***e gelesen, wie in dieser Reihe. Hier gibt es einzig zwei Sterne, weil die Reihe endlich vorbei ist und es doch ein Happy End gibt. Ich bin ehrlich, spart euch die Kohle! Das ist es nicht wert.

Fazit:
Noch nie in meinem Leben habe ich so einen schlechten Manga gelesen wie diesen hier, glaube ich. Ich will nicht sagen, dass das hier nicht zu toppen ist, aber das hier ist wirklich schon unterste Schublade deluxe.

Zeichnungen: 4/5 aber außer Wertung
Story: 2/5
Emotionen: 2/5
Charaktere: 1/5
Spannung: 1/5

Gesamt: 2/5

Daten:
ISBN: 9783865806987 
Sprache: Deutsch 
Ausgabe: Flexibler Einband 
Umfang: 164 Seiten 
Verlag: Tokyopop 
Erscheinungsdatum: 02.07.2007

Gib mir Liebe! (Band 7) von Kanan Minami

Zum Inhalt:
Der Hass des neuen Biolehrers Io Sakura auf die Familie Takarai und Tamaki ist unermesslich. Die Opfer seines Rachefeldzuges sind Seri, Tamaki und Kou. Er verabreicht den dreien unterschiedliche Medikamente und zwingt den gelähmten Tamaki dazu, Seri und Kou beim Liebesspiel zu beobachten. Wird Tamaki Seri glauben, dass sie Kou nur aufgrund Ios hinterlistigem Plan mit Tamaki verwechselte?

Cover:
Das Cover gefällt mir richtig gut, auch wenn es wieder keine Aussage zum Inhalt trifft. Ich mag aber die warmen Farben und die Fröhlichkeit, die die Protagonistin ausstrahlt. Schade, dass die Story nicht so leicht und fröhlich ist, wie das dargestellte Cover.

Eigener Eindruck:
Nachdem Tamaki dem Angriff von Io entkommen konnte, pflegt Seri ihn gesund. Obwohl sich Tamaki stark dagegen wehrt, muss er Seri allein in die Schule gehen lassen. Die Angst in ihm macht ihn fast wahnsinnig. Schließlich kommt es, wie es kommen muss und Io kann sein Vorhaben in die Tat umsetzen. Er verabreicht seinen Opfern Tamaki, Seri und Kou eine Droge. Er zwingt Tamaki dabei zuzusehen, wie Kou und Seri miteinander schlafen. 

Ich bin weiterhin schockiert. Nicht nur, dass der Manga sowieso schon immer dusseliger wurde und mit der Realität weit entfernt war, es kommt auch immer wieder zu Übergriffen auf Seri, Tamaki und Kou. Der Manga ist unereell und die Autorin sollte sich dafür schämen. Ständig wird Seri das Opfer anderer. Es ist einfach so schlecht, dass mir die Worte fehlen. Der Manga begann mal vielversprechend, doch das, was hier geliefert wird ist einfach nur absurd und hat weder mit einer guten Storyline, noch etwas mit Kunst zu tun. Einerseits wird penibel darauf geachtet, dass man nicht zu Hause "verkehrt", doch in der Schule wird dann lustig drauf los gelegt? Noch immer frage ich mich, was sie uns mit dem notgeilen Direktor sagen will und warum freut sich die Protagonistin auch noch immer wieder darüber, wenn sie einem ihrer Peiniger über den Weg läuft? Ist da jemand fernab jeglicher Realitäten angekommen? Und vor allem... warum wird so etwas sinnloses verlegt? Ich kann es nur immer wieder sagen. Unreell im Quadrat. Wenn es wenigstens von Anfang an was mit Fantasy gewesen wäre oder so, aber nein, da wurde noch auf japanische Traditionen und dergleichen gepocht. Ich verstehs nicht und mags nicht.

Fazit:
Wie tief kann man also als Mangaka noch sinken? Scheinbar sind nach unten keine Grenzen gesetzt. Das ist einfach nur ekelhaft.

Zeichnungen: 4/5 aber außer Wertung
Story: 1/5
Emotionen: 1/5
Charkatere: 1/5
Spannung: 1/5

Gesamt: 1/5

Daten:
ISBN: 9783865806970 
Sprache: Deutsch 
Ausgabe: Flexibler Einband 
Umfang: 188 Seiten 
Verlag: Tokyopop 
Erscheinungsdatum: 01.05.2007 

Freitag, 22. Februar 2019

11 stellen sich neu auf: Martha auf dem Sprung? (eshort) von Rene Bote

Zum Inhalt:
Marthas angeblicher Wechsel schlägt hohe Wellen und bringt eine Menge Unfrieden für Sophie und ihre Freundinnen von der Ballfreunde-Mädchenmannschaft. Aber ein Gerücht wird nicht wahrer, wenn man es ständig wiederholt...

Cover:
Das cover finde ich persönlich richtig ansprechend, da junge Leser hier gleich sehen können, worum es sich bei der Geschichte handelt - nämlich Fußball, besser gesagt Mädchen beim Fußball. Hier sehen wir die Torhüterin Martha, welche versucht einen Ball zu halten. Das Cover ist eine Fotografie und ich muss sagen, das macht es durchaus interessant.

Eigener Eindruck:
Martha telefoniert mit dem Trainer einer anderen Fußballmannschaft. Während dieser sie versucht zu überreden in seine Mannschaft zu wechseln, geht Martha in Gedanken ihre Meinung durch. Schließlich haben sie und die anderen sich erst gefunden, doch das Angebot ist natürlich auch nicht schlecht, denn damit hätte sie viel bessere Chancen voran zu kommen...

Die Eshorts rund um die 11 Ballfreunde knüpfen an der Hauptgeschichte an - welche ich ehrlich gesagt aber weder irgendwo gefunden noch gelesen habe. Die Eshorts gab es kostenlos beim Ebook-Händler meines Vertrauens und ich muss gestehen, dass sie neugierig machen. Kennt man die Hauptgeschichte nicht, so wird man hier jedoch ins kalte Wasser geworfen. Ohne Vorgeplänkel trifft man auf Martha, welche total genervt am Telefon ist und sich das angebot des Trainers anhört, diesen aber auch sehr kindisch abblitzen lässt. Das ist zum einen schön, denn sie steht zu ihren anderen Freunden, jedoch ist es sehr unhöflich, wie ich fand. Das war es dann auch schon. Mehr Informationen gibt es nicht, keine weitere Handlung, nichts. Das ist auch für einen Eshort ein bisschen dürftig und ich denke, dass ein bisschen mehr auch nicht geschadet hätte, denn doch hätte man einen noch besseren Einblick in die Hauptgeschichte bekommen.

Fazit: 
Kann man durchaus mal für Zwischendurch lesen, jedoch denke ich, dass man die Hauptgeschichte kennen sollte.

3 von 5 Sterne  

Daten: 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1466 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 11 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (29. Januar 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B079DSVZ2X

Maneater: aus der Kannibalenküche frisch serviert von J.P. Rabo (eshorts)

Zum Inhalt:
Das Grauen lauert gleich um die Ecke. In abgelegenen dichten Wäldern, kleinen unscheinbaren Städtchen oder im eigenen Viertel, die Bedrohung ist allgegenwärtig.

Cover:
Passend zu den anderen Kurzgeschichten der Reihe gibt es hier auch wieder ein Cover, welches eine Szene aus der Reihe zeigt, die dem Leser aber auch gleich signalisiert, auf was er hier treffen wird. Das finde ich sehr passend, auch wenn die Art der Gestaltung nicht unbedingt mein Fall ist - leider wirkt es ein wenig billig. Unter dem Namen J.P. Rabo wurden viele Geschichten bereits präsentiert. Dieser Band erscheint nicht nur als J.P. Rabo sondern auch unter dem Autorennamen Scrittore, sowie mit einem anderen Cover, welches eine Frau zeigt, die eine Schürze trägt, auf der ein Menschentorso angebildet ist.   

Eigener Eindruck: 
Da die Inhaltsangabe des Autors recht treffend ist und ich nicht spoilern will, denke ich, dass ich auch gleich zu meiner Meinung kommen kann. Ich habe schon einige Geschichten des Autors gelesen, wobei ich mittlerweile feststellen muss, dass es immer und immer wieder ein gleiches Schema gibt. Man kann sich sehr gut zusammen reimen, was in den jeweiligen Geschichten passieren wird. Das finde ich ein bisschen schade. Davon abgesehen, dass die Thematik durchaus echt ekelhaft ist, fehlen mir bei den Geschichten die gewissen Spannungsmomente. Da man erahnen kann, was passiert, plätschern die Stories eher so langhin, was langweilig ist. Zwar sind die Geschichten sicherlich nett für Zwischendurch zum Gruseln und vielleicht auch Kopfschütteln, da man erst auf solche Ideen kommen muss, jedoch fehlen den Geschichten das gewisse Etwas. Irgendwie springt der Funke eben nicht über - davon abgesehen, dass die Thematik Kannibalismus eh nicht so das Thema ist, was man vielleicht lesen möchte.    

Fazit: 
Abschreckende Geschichten, jedoch ohne Spannungsmomente. Kann man mal gelesen haben, da es kostenlos im Tolino-Store zu bekommen ist, muss man aber nicht.

Idee: 3/5
Spannung: 2/5
Gruselfaktor: 2/5
Logik: 1/5
Emotionen: 1/5

Gesamt: 2/5     

Daten: 
Produktinformation 
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 986 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 41 Seiten 
Verlag: BookRix (24. Juni 2016) 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B00AN6HPJ0

Donnerstag, 21. Februar 2019

Eine kleine Neujahrsgeschichte von Doska Palfin (eshort)

Zum Inhalt:
Wer ist Quank und was hat er vor? Vom diesem Geheimnis handelt die Geschichte.

Der kleine Geist Quank gelangt auf die Erde. Es ist der Silvesterabend und er beobachtet einen alten Greis dabei, wie er eine Rakete baut. Er soll von dem Alten lernen. Und der hat eine Weisheit für Quank parat. Denn ob er ein guter oder ein böser Geist wird, das liegt allein an dem Wollen der Menschen, an dem, was sie aus sich machen und wie sie denken.


Auch wenn die Geschichte vom Schreibstil her nicht unbedingt ansprechend war, fand ich die Idee und die Umsetzung doch ganz gelungen und muss sagen, dass ich die Kurzgeschichte gleich zweimal gelesen habe. Die Idee Quank als unerfahrenen Geist auf die Erde zu senden und den Greis als erklärende Person zu nehmen, den Quank quasi ablöst, fand ich super. So erfährt Quank, dass die Geister, die zu Silvester vertrieben werden sollen vom Menschen selbst geschaffen werden - ob gut oder böse. Jeder scheint seines eigenen Glückes Schmied zu sein - er muss nur das Beste aus seiner Situation machen. Das ist eine schöne Massage. Und in meinen Augen auch eine Empfehlung wert. 


4 von 5 Sterne

Mein Alpha-Wolf - Band 1 (eshort) von Nathan J. Morrissey

Band 1. Nachdem er nach Montreal gezogen ist, tut sich der 25-Jährige Julien schwer damit, Männer kennenzulernen... bis er Hunter trifft. Dunkel, nachdenklich, stark, maskulin, groß, muskulös – Hunter verkörpert alles, was Julien an Männern mag. Er macht Julien sogar zu seinem Gefährten. Aber der attraktive Alpha-Wolf befindet sich inmitten eines gefährlichen Kampfes um die Führungsrolle im Rudel. Und dann ist da noch dieser uralte Dämon, der ihn verfolgt. Wird Julien sein Glück finden mit einem aufregenden aber gefährlichen Gestaltwandler, nachdem er von gewöhnlichen Männern jahrelang zurückgewiesen wurde? Oder wird er am Ende wieder gezwungen sein, isoliert und einsam durchs Leben zu gehen?


Julien ist nach Montreal gezogen um seiner immerwährenden Einsamkeit zu entfliehen. Doch auch hier scheint ihm das Glück nicht hold zu sein. In seiner Einsamkeit vergehend, weil sich kein Mann wirklich für ihn zu interessieren scheint, überlegt er auf dem Dach seines Hauses, ob er sich in die Tiefe stürzen soll. Doch da taucht aus dem Nichts der verletzte Hunter auf. Julien hilft ihm und so taucht er in eine Welt ein, die er sich nie zu träumen gewagt hätte. Nicht nur, dass er sich zu dem attraktiven Hunter hingezogen fühlt, dieser macht ihn auch zu seinem Gefährten und plötzlich ist Julien mitten drin in einer Welt die mysteriöser nichts ein könnte, denn Hunter ist ein Werwolf.

Möge man mir den Eimer bringen!


-Achtung Spoiler -


Wir treffen hier auf den Protagonisten Julien, der sein Leben satt hat. Immer wieder hat er versucht nette Männer zu treffen, aber immer wieder ist er enttäuscht worden. Bereits nach einem ersten Date ist er immer wieder versetzt worden – obwohl er sich sehr für sein Gegenüber interessiert hat. Nach nur einer Woche in Montreal will er sich also nun das Leben nehmen, aber er ist zu feige dazu.
Anzumerken ist hierbei, dass man dabei erfährt, dass sich Julien um alte Menschen kümmert, einmal die Woche ehrenamtlich – ich denke er ist erst seit einer Woche in Montreal? Und auch schon mehrere Dates hatte – er lässt wohl nichts anbrennen... Und dann bekommt der Leser direkt eine Passage, bei der er erfährt, dass Julien sich gleich am ersten Tag mit einem älteren Mann getroffen hat, mit dem er schon eine Weile geschrieben hat und dass die beiden im Bett gelandet sind, obwohl er den Mann gar nicht attraktiv fand, sich hat das beste Stück von dem halb abkauen lassen und sogar überlegt hat bei diesem Mann einzuziehen, weil er nicht so viel Geld hat – nun will er sich aber vom Dach seines Wohnhauses stürzen – na da kam der Geldsegen aber fix.


Und während Julien da oben steht und sein Leben mehr oder minder satt hat, da taucht plötzlich Hunter auf, halbnackt und verletzt. Anstatt Hunter aber direkt zu helfen sabbert Julien erst mal und hat Kopfkino, was man denn mit so einem Typen wohl anfangen kann – sehr logisch... nicht. Als nächstes wundert sich Julien auch gar nicht dass Hunter GRÜN blutet. Nee, das ist ja normal...
Jedenfalls nimmt er Hunter mit zu sich und obwohl die Verletzungen ja so gefährlich aussehen, klebt er nur ein Pflaster drauf. Das ist natürlich mehr als logisch. Und was macht Julien noch? Sabbert weiter rum, wie eine läufige Hündin. Das ganze gipfelt dann darin, dass Hunter erwacht, sich ja an gar nichts mehr erinnern kann, aber weiß, dass er vergiftet wurde und das Gift muss just fix aus seinem Körper und ohooo... das geht natürlich nur indem Julien Hunter einen bläst – und Julien? Der ist so rallig auf Hunter, dass der es gar nicht erwarten kann dem auf seinem (Achtung Zitat) „fleischigen Stück“ herumzukauen. Es folgt ein widerlich detailliertes Stelldichein, wo einem beim Lesen echt schlecht wird. Gefolgt wird das Ganze von einem LILANEN „Feuerwerk“, das den Leser nur den Kopf schütteln lässt und wäre das noch nicht schlimm genug, kommt es direkt dazu, dass Hunter Julien eröffnet dass er ein Werwolf ist, ihn durch einen Kuss zu seinen Gefährten macht und am nächsten Morgen verschwunden ist – mit einem Abschiedsbrief, dass Julien ihn nicht suchen soll. Emotionen? Die sucht man hier vergebens? Romantik? Nicht vorhanden. Logik? Die sitzt in der Ecke und heult.
Darauf folgt das schließlich krasseste Kuriosum der 40 Seiten – Julien ist im Krankenhaus arbeiten – und entdeckt den Feind, bedroht ihn mit einer Spritze und bekommt so raus, wo sich Hunter aufhält. Logik... Werkatze lässt sich von Menschen mit Spritze bedrohen – ja na klar. Werkatze, die der Feind ist, weiß wo das potentielle Opfer sich versteckt – doppel ja na klar... Julien, das Weichei mutiert zum stumpf verliebten, hirnlosen Obermacker, weil er seinen Geliebten wieder haben will... also bitte..


Was haben wir in dieser kostenlosen Geschichte bekommen? Eine echt schlechte Vorlage für einen Schwulenporno für den sich das andere Geschlecht wahrscheinlich in Grund und Boden schämt. Fremdschämen ist angesagt. Es gibt in dem Buch keine Emotionen, keine Details, keine wirklichen Informationen. Julien als Protagonist ist in meinen Augen einfach eine Schande, der prostituiert sich wo er nur kann. Die Dialoge die hier geliefert werden sind so stumpf, da muss man wirklich aufpassen, dass da nicht Stroh in der Ecke liegt und jemand eine Maske trägt. Die Idee war vielleicht mal nicht schlecht, die Umsetzung ist eine absolute Katastrophe. Das Werk ist eine Schande für die Gay-Romance-Welt.

1 von 5 Sternen und ein Eimer bitte dazu.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Engelsblut 6 - Vinzenz und Belial von Alexis Hunter (eshort)

Zum Inhalt:
Eine neue Mission. Ein neuer Kampf. Vinzenz Freude wird allerdings sofort niedergeschlagen, als er einem ungleichen Gegner gegenübersteht und wenig später verletzt das Schlachtfeld verlassen muss. Abermals kann er nichts tun als warten und hoffen, dass sein Gefährte heil zu ihm zurückkommt. Als dieser endlich wieder bei ihm ist, will Vinz sich ganz genau von dessen Unversehrtheit überzeugen. Belial hat jedoch andere Pläne ...

Cover:
Wie alle anderen cover präsentiert sich auch dieses in einer Hauptfarbe - hier Orange, während man auf dem Cover nur noch in schwarzer Farbe Engelsflügel erkennen kann. Das hat Wiedererkennungswert und ist dann durchaus ein Blickfang. 

Eigener Eindruck:
Auch hier sagt der Inhalt ja bereits alles aus, sodass ich mir dies spare. In dieser kurzen Geschichte treffen wir wieder auf Belial und Vinz, welche ihre Liebe versuchen aufrecht zu erhalten. doch durch gewisse Aufträge und Gefahren ist das gar nicht so einfach. Dabei entpuppt sich Vinz wieder als weinerlicher Typ, der wirklich jeder Prinzessin Konkurrenz machen kann, während Belial der knallharte Typ ist und eben nur bei Vinz weich wird. So weit so gut. Doch der Rest der Geschichte? Leider wieder nicht mein Ding. Mir fehlt die Spannung, die Details. Man hätte meiner Meinung nach aus der Geschichte noch so viel heraus holen können, auch wenn es ein Eshort ist, denn die Grundgedanken sind wirklich toll. Aber irgendwie schafft es die Autorin in meinen Augen nicht stimmige Szenen zu schaffen. Die Schreibweise ist mir einfach zu lasch, es fehlt das gewisse Feuer - die Geschichten sind einfach sterbenslangweilig. Alle sechs Bände die ich nun gelesen habe dümpeln so vor sich lang hin, geben eine richtige Steilvorlage, aber irgendwie kann der Funke nicht über springen, weil sie zu kurz sind und wild durcheinander gewürfelt wurden. Schade. Es ist und bleibt eben einfach nur ein FanFic - und dabei muss ich sagen, dass es da auch schon bessere Stile und Autoren gibt. So knallhart muss ich das schon sagen.  

Fazit: 
Finger weg!   

2 von 5 Sterne 

Daten: 
ISBN: 9783743867109 
Sprache: Deutsch 
Ausgabe: E-Buch Text 
Umfang: 17 Seiten 
Verlag: BookRix 
Erscheinungsdatum: 09.07.2018

Engelsblut 5 - Vinzenz und Belial von Alexis Hunter (eshort)

Zum Inhalt:
Langsam hat Vinz es mehr als nur satt immer brav zu warten und um seinen Engel zu bangen. Dabei kann er doch endlich kämpfen. Endlich könnte er nützlich sein. Aber sein Krieger will ihn wieder allein zurücklassen und das für sechs Monate!
Alle Versuche, seinen Engel davon zu überzeugen, scheitern jedoch und sie trennen sich im Streit. Kurz bevor Belial seine Mission antritt, überkommt Vinz das schlechte Gewissen. Er will sich entschuldigen, doch sein Krieger ist bereits weg ...


Cover:
Das Cover der Reihe ist immer gleichbleibend, bis auf dass sich die Hintergrundfarben ändern. Band 5 erstrahlt somit in einem fröhlichen Gelb - und ich habe so langsam die Vermutung, dass wir bald einen Regenbogen komplett haben.

Eigener Eindruck:

Mit der Inhaltsangabe ist eigentlich schon alles gesagt, weshalb ich mir das jetzt spare. Die Bücher von Alexis Hunter haben bis jetzt immer das gleiche Schema gehabt und auch in diesem Band bleibt sie ihrem Motto treu. Wir beobachten weiter die Geschichte zwischen dem Nephilim Vinz und dem gefallenen Engel Belial, welche eine Beziheung zueinander haben. Wer die anderen Bücher bereits gelesen hat, der weiß, was auf einen zukommen kann. Dass aber der Nephilim immer mehr zur weinerlichen Tante mutiert, fand ich ein bisschen schockierend. Auch verwirrend: Der fünfte Teil setzt zwischen dem ersten und dem zweiten Teil an? Warum so ein Durcheinander und nicht gleich die Geschichten chronologisch präsentiert? Noch immer fehlen mir auch Details um Hintergründe greifen zu können. Das kommt zu kurz. stattdessen bekommt man eine dramatische Beziehungskulisse nach der anderen geboten, die fast schon lächerlich sind, weil ich einfach denke, dass der Charakter Vinz einfach verweichlicht ist - irgendwie wäre er mir etwas stärker lieber gewesen, vor allem, weil er in anderen Bänden bereits bewiesen hat, dass er durchaus kann, wenn er denn will. Alles in allem muss ich aber sagen, dass auch dieser Teil wieder mehr als flach war. Schade. Nette Idee, aber an der Umsetzung haperts einfach.

Fazit:
Diesen Teil kann ich nicht empfehlen. Wer Gay-Romance eh nicht verknusen kann, der sollte hier sowieso die Finger davon lassen. ehrlich gesagt ist es auch nicht mein Genre, aber ich war neugierig, ob die Autorin sich weiter entwickelt. Aber irgendwie ist das nicht der Fall. Schade.

2 von 5 Sterne

Daten:
ISBN: 9783743858701
Sprache: Deutsch
Ausgabe: E-Buch Text
Umfang: 15 Seiten
Verlag: BookRix
Erscheinungsdatum: 01.03.2018 

Die böse Stiefmutter von S.M.R. (eshort)

Zum Inhalt:
Der 18-jährige Joe wurde von seinem Vater zum Macho erzogen. Seine Mutter wurde für eine jüngere Frau namens Salome verlassen und jene 30-jährige Stiefmutter wird der sexistischen Einstellung von Joes Vater entsprechend behandelt. Allerdings versucht Salome heimlich den Macho-Sohn umzuerziehen und gleichzeitig ihre unterwürfige Rolle in der Beziehung als dominante Stiefmutter auszugleichen.

Cover:
Das Cover war auf jeden Fall ein Blickfang für mich, weshalb ich mir den Inhalt dann näher angeschaut habe. Zu sehen ist hier in ihrer Hexenküche, eine Frau, welche einem böse entgegen schaut. Das macht natürlich neugierig. Der Inhalt konnte mich dann schon weniger überzeugen, da es das Buch aber kostenlos im EBookstore meines Vertrauens gab, habe ich dann doch zugeschlagen - und hätte es lieber bleiben lassen sollen... 

Eigener Eindruck:
Als der achtzehnjährige Joe heim kommt und nicht das getan hat, was seine Stiefmutter von ihm verlangt hat, wird er von Salome bestraft. Unten im Keller zeigt Salome ihr wahres Gesicht und zeigt den ungehörigen Joe, was es heißt eine Domina als Stiefmutter zu haben...

So oder so ähnlich kann man das audrücken... Dieses Eshort gab es kostenlos bei dem Ebook-Dealer meines Vertrauens und ich hatte ehrlich gesagt schon ein bisschen meine Zweifel, da im kostenlosen Store meist die eine oder andere große Pleite mit kranken Fantasien auf einen wartet. Bei der Inhaltsangabe hätte ich mich schon sehr weit zurück ziehen sollen, doch das Cover fand ich echt stark und dachte mir, dass es schon nicht so schlimm werden wird. Naja, denkste. Der Eshort ist eine bessere Version eines Pornoskrips, möchte ich mal meinen. Die Handlung ist ohne Sinn und Verstand und es geht vor allem einfach um zu viel Sex. Das Eshort hat einfach null Anspruch. Und davon mal abgesehen finde ich den Schreibstil auch ziemlich grottig. Schön ist also was anderes! Die Idee war vielleicht mal gut, aber das Buch geht einfach nicht. Es ist stillos und billig.


Fazit: 
Finger weg!

1 von 5 Sterne   

Daten: 
Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 371 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 50 Seiten 
Verlag: neobooks (13. Februar 2018) 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B079VFFTKT

Highschool of the Dead (Band 4) von Shouji Sato

Zum Inhalt:
Achtung: Infektionsgefahr! Überall auf der Welt ist ein unbekannter und tödlicher Virus ausgebrochen, der die Infizierten in torkelnde und sabbernde Zombies verwandelt. Die Notrufnummer ist dauerhaft besetzt, Handynetze lahmgelegt, Brücken und Zufahrtsstrassen militärisch abgeriegelt. Die menschliche Zivilisation steht vor einem Kollaps und noch gibt es keine Erklärung für den blitzartigen Ausbruch. Während des Ausbruchs der unheimlichen Epidemie, befindet sich Takashi Komuro in seiner Schule und bemerkt schnell, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Kurzerhand verbarrikadiert er sich mit seiner Jugendliebe Rei Miyamoto auf dem Dach der Schule, um sich vor der wandelnden Leichenflut zu schützen. Ehe die beiden sich versehen, gehören sie einer kleinen Gruppe Überlebender an...

Cover:
Passend zu den Covern der Reihe, sieht man hier einen der weiblichen Charaktere. Zu sehen ist hier Rei, die einem missmutig entgegen blickt. Ihr scheint die Kampflust nur so aus den Augen zu sprühen. Wirklich passend zur Geschichte und durchaus gelungen, auch wenn ich den Mangaka noch immer nicht so ganz verstehen kann in Hinsicht auf die Proportionen seiner Charaktere. 

Eigener Eindruck:
Nachdem die Gruppe bei Sayas Eltern unter kommen konnte und bei ihnen in der Festung lebt, beginnen sich Saya und ihre Eltern wieder zu streiten. Doch nicht nur in der Familie scheint es Unstimmigkeiten zu geben. Nicht jeder in der Bevölkerung ist bereit sich dem Regime der Rechtspopulisten zu beugen und es beginnen die ersten kleinen Aufstände. Als schließlich auch noch der Direktor der Schule mit seinem Bus voll überlebender Schüler auftaucht, erkennt Sayas Vater schnell, wie er diese verdorben hat und verweist sie der Festung, was zur Folge hat, dass der Bus die Mauern der Festung zerstört und so den Zombies die Möglichkeit gibt in die Festung zu dringen. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. 

Noch immer kann ich mich mit der Zombiegeschichte hier nicht so ganz anfreunden, was aber wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass der Mangaka einfach immer und immer wieder seinen Fetisch für große Brüste ausleben muss. Die Übertreibung des Jahrhunderts schlechthin. Es geht um eine Zombieapokalypse und die Charaktere müssen in den Mangas ihre Körbchengröße vergleichen und es werden stets und ständig zweideutige Anspielungen seitens des Mangaka gemacht. Interessant in diesem Band ist, dass sich die Charaktere nun um den männlichen Protagonisten scharren und ihn scheinbar alle sehr attraktiv finden - Getreu dem Motto - es könnte wohl der letzte Mann auf Erden sein. Sieht man von diesem Schnickschnack ab, bekommt man eine doch recht solide Zombiestory mit vielen spannenden Szenen und Dramatik. Fakt ist, dass das Ende dieses Teils wirklich spannend war und neugierig macht, wie es nun mit der Gruppe weiter geht, nachdem sie scheinbar wieder einmal alles verloren haben. Außerdem rechne ich auch noch damit, dass die anderen Jugendlichen auf ihre Verwandten in Form von Zombies treffen und vielleicht noch mehr Hintergrundwissen zu den Charakteren präsentiert wird, was ich wirklich sehr schön finden würde. 

Fazit: 
Für Zombiefans ein Muss, ansonsten würde ich sagen, dass das Lesen reine Geschmackssache ist. Deshalb gibt es von mir auch keine Leseempfehlung, aber auch nicht der Hinweis, lieber die Finger davon zu lassen.

Idee: 4/5
Spannung: 4/5
Charaktere: 3/5
Zeichenstil: 3/5
Logik: 2/5

Gesamt: 3/5

Daten: 
Taschenbuch: 180 Seiten 
Verlag: Carlsen (27. Januar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783551758873 
ISBN-13: 978-3551758873 
ASIN: 3551758875 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren 
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,5 x 18,5 cm

Mein Lover ist ein Monster (Band 1) von Pink Hanamori

Zum Inhalt:
Hitomi kommt wegen eines Arbeitsplatzwechsels ihres Vaters im Anwesen entfernter Verwandter unter. Dort trifft sie auf den äußerst mysteriösen Rauto, und auch das Haus birgt einige seltsame Geheimnisse! Als Gegenleistung dafür, dass sie keine Miete bezahlen muss, legt Rauto Hitomi ein Halsand an, mit dem er ihre Erscheinung nach Belieben verändern kann. Und als würde das nicht für Verwirrung genug sorgen, scheinen im gesamten Anwesen Monster zu hausen! 

Cover:
Das Cover ist ja ganz niedlich gemacht, auch wenn für meinen Geschmack ein bisschen zu überkitscht. Eindeutig signalisiert mir dieses Cover aber, dass es sich bei diesem Manga um einen Manga für die jüngere Leserschaft handelt, was mich aber trotzdem neugierig gemacht hat, denn meist sind die Mangas für junge Leser einfach nur toll und Zucker. 

Eigener Eindruck:
Hitomi soll zu ihrer Verwandschaft ziehen, da ihr Vater für längere Zeit abkömmlich ist. Ohne sie groß zu fragen, verfrachtet er sie also in einer alten Villa und überlässt das Mädchen völlig Unbekannten. Als Hitomi auf den gut aussehenden, aber scheinbar durchgeknallten Rauto trifft, ist sie alles andere als begeistert, besonders, nachdem dieser ihr eine Schleife um den Hals bindet und ihr zu verstehen gibt, dass sie von nun an seine Verlobte ist. Und wäre das alles noch nicht schlimm genug, kann sich Hitomi plötzlich auf Anweisung von Rauto in verschiedene Erscheinungen verwandeln. Für Hitomi ist klar, ihr "Verlobter" ist ein Monster und auch ihre beste Schulfreundin ist sich sicher, in dem Haus in dem Hitomi wohnt spukt es - mindestens!

Was soll ich sagen? Ich habe etwas wirklich richtig, richtig Tolles erwartet, da ich Mangas für jüngere Leser eigentlich bis jetzt immer als sehr liebenswürdig empfunden habe. Aber das hier... Das war einfach nur eine Strafe für die Leseäuglein. Wir haben hier eine sehr abgehakte und sprunghafte Story, sodass ich kaum hinterher kam und so mache Handlung der Charaktere nicht verstanden hab. Außerdem fehlen mir in dem Manga die Details und Erklärungen. Hinzu kommt ein wirklich grottenschlechter Zeichenstil und in meinen Augen ein schlecht ausgearbeitetes Konzept der Charaktere. Liebevoll geht wirklich anders. Da die Story so wirr ist, macht es auch keinen Spaß den Manga zu lesen, da bin ich ehrlich. Sicher ist das auch Geschmackssache, aber ich finde, dass man sich, besonders bei der jüngeren Generation einfach mehr Mühe geben kann. Und dann immer diese unglaubwürdigen Emotionen, die man als Leser einfach nicht nachvollziehen kann. Das ist einfach nur schade. 

Fazit: 
Finger weg, wenn ihr etwas mit Sinn und Verstand sucht. Hier gibt es keine Story, keine Emotionen, keine Spannung und vor allem keine schönen Zeichnungen.

Idee: 4/5
Charaktere: 1/5  
Spannung: 1/5
Emotionen: 1/5
Zeichenstil: 1/5

Gesamt: 1/5 

Daten: 
Taschenbuch: 176 Seiten 
Verlag: Egmont Manga; Auflage: 1 (4. Oktober 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3770473701 
ISBN-13: 978-3770473700 
Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1,4 x 18 cm

Dienstag, 19. Februar 2019

Das Piratenschwein von Cornelia Funke

Zum Inhalt:
Der Dicke Sven und sein Schiffsjunge Pit trauen ihren Augen nicht, als ihnen eines Abends am Strand ein Fass vor die Füße gespült wird und ihnen daraus ein kleines Schwein freundlich entgegengrunzt. Kein gewöhnliches Schwein allerdings! Jules Lieblingsspeise sind Strandwürmer mit Seegras und sie hat die wunderbare Eigenschaft, Schätze zu finden. Jule ist ein Piratenschwein! Das bleibt natürlich nicht lange geheim. Und als Jule entführt wird, müssen Pit und Sven sich mit einer Bande wilder Piraten anlegen, um ihr Schwein zurückzubekommen.

Cover:
Das Cover fand ich ehrlich gesagt weniger ansprechend, obwohl es nicht schlecht gemacht ist. zu sehen sind hier der dicke Sven, wie er mit Jule am Hafenbecken spazieren geht und im Hintergrund schauen finstere Piraten hinter den beiden her. Das ist schon ein Statement zur Story, aber irgendwie gefällt es mir wie gesagt nicht so ganz. Viel cooler wäre doch Jule, das Schwein, inmitten von einem Haufen Gold gewesen oder?

Eigener Eindruck:
Der Dicke Sven und sein Schiffsjunge Piet leben auf einer recht einsamen Insel und fristen dort ein recht angenehmes Leben, auch wenn sie arm sind. Während Sven gern nascht, träumt Piet gern vor sich daher. Als sie eines Tages am Strand spazieren gehen, finden sie ein Fass und hoffen, etwas wertvolles zu finden. Doch aus dem Fass kullert lediglich ein Schwein, welches sie mit zu sich nach Hause nehmen und es Jule nennen. Als die beiden Jule mit auf ihr Boot zum Fischen nehmen, beginnt Jule mitten auf dem Meer an zu quieken und so lassen die beiden Fischer ihr Netz herunter. Als sie es wieder nach oben holen, finden sie jedoch keine Fische, sondern einen Goldschatz vor. Auch bei weiteren Fischertouren geschieht es, dass Jule quiekt und schließlich Gold an Bord landet. Piet und Sven müssen feststellen, dass sie ein waschechtes Piratenschwein gefunden haben. Der neue Reichtum der beiden Fischer bleibt auch den anderen Dorfbewohnern nicht verborgen und das macht natürlich dann auch bei den Piraten die Runde. Und diese haben ihre ganz eigenen Ziele....

Die Geschichte rund um den dicken Sven und das Piratenschwein Jule ist einfach mal so was von herzlich, dass mir fast ein bisschen die Worte fehlen. Die Idee ist so genial und wirklich so toll umgesetzt, dass das Vorlesen einfach nur Spaß macht. Begleitet wird die kurze Geschichte von tollen Illustrationen, welche vor allem beim Wiederholen der gelesenen Worte mit den Kleinen wirklich Spaß machen und die Geschichte noch mehr veranschaulichen. Die Geschichte ist einfach so Zucker, dass sie sogar mich als Erwachsenen voll und ganz begeistert hat. Ich bin eigentlich schwer zu beeindrucken, aber hier hat die Autorin samt Illustrator wirklich ganz tolle Arbeit geleistet. "Das Piratenschwein" ist ein absolutes MUSS in jedem Bücherregal!

Fazit: 
Absolut süß und zum quietschen toll.

Idee: 5/5
Illustrationen: 5/5
Spannung: 5/5
Spannung: 5/5

Gesamt: 5/5  

Daten: 
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Dressler Verlag; Auflage: 8 (1. Februar 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791504584
ISBN-13: 978-3791504582
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 1,2 x 21,3 cm

Freitag, 15. Februar 2019

Lilli, Flosse und der Seeteufel von Cornelia Funke

Zum Inhalt:
Lilli ist eine ganz besonders mutige kleine Nixe. Deshalb möchte sie auch unbedingt vor den Toren der Nixenstadt spielen - auch wenn ihr Freund Flosse sie warnt, weil seine Schuppen jucken, wie immer, wenn Gefahr droht. An Zweibeiner oder Riesenkraken glaubt Lilli sowieso nicht! Aber diesmal treffen die beiden das U-Boot "Seeteufel" von Herrn und Frau Schnorchel, die auf Nixenfang für ihr Aquarium sind. Da ist es nur gut, dass es auch den Riesenkraken wirklich gibt: Der nämlich bewahrt Lilli und Flosse davor, im Aquarium zu landen!

Cover:
Das Cover finde ich persönlich richtig niedlich gemacht. Es ist enteggen den anderen Büchern, die so auf denn Markt kommen einfach kunterbunt, fantastisch anzusehen und gibt bereits einen ersten Überblick über die Geschichte. Da die Geschichte im Meer spielt, wurde das Cover hauptsächlich in Grün gehalten und zeigt die beiden Protagonisten Lilli und Flosse sowie im Hintergrund das U-Boot von den Schnorchels und natürlich allerlei bunten Kram aus der Unterwasserwelt. Herzig schön, wie ich finde und außerdem ein schöner Vorgeschmack auf die Illustrationen im Buch, auch wenn diese Schwarz-Weiss sind. 

Eigener Eindruck: 
Die Familie Schnorchel ist reich und hat ein sehr explizites Hobby, welches sie immer wieder in die Tiefen des Meeres verschlägt. Dort fangen sie exotische Meeresbewohner, um sie in Aquarien oder Marmeladengläsern in ihrem Haus zur Schau zu stellen. Die beiden haben wirklich alles, was sie begehren, doch eins fehlt noch! Eine Meerjungfrau! Gut, dass sie Detektiv Lauschohr arrangiert haben, der tatsächlich eine Siedlung von Meerjungfrauen gefunden hat. Die Schnorchels fackeln nicht lange und machen sich sofort mit ihrem U-Boot auf den Weg, um endlich ihren größten Wunsch zu erfüllen.
Währenddessen treffen sich die kleine Meerjungfrau Lilli und ihr bester Freund Flosse tief unten im Meer. Gemeinsam mit Lillis Leuchtfisch Lampe wollen sie sich außerhalb der sicheren Siedlungsmauern herumtreiben. Dass dieser Ausflug für Lilli und Flosse zu einem echten Abenteuer wird, das ahnen sie noch nicht. Denn Zweibeiner sind ja nur Märchen, mit denen die Eltern sie erschrecken wollen. Und auch die Sage von der nixenfressenden Riesenkrake ist frei erfunden! Oder doch nicht?   

Mir persönlich hat die Geschichte aus der Feder von Cornelia Funke ganz gut gefallen. In kurzen und einfachen Sätzen beschreibt sie die Geschichte und entführt so in eine Welt voller Wunder. Neben der Geschichte gibt es noch allerlei Illustrationen mit denen man ein Rätsel lösen kann. Das finde ich richtig klasse, jedoch geht der Spaß hier ein bisschen verloren, weil es sich bei den Illustrationen um Schwarz-Weiss- Zeichnungen handelt und man manchmal ganz schön die Augen ausfahren muss, um das gesuchte Objekt zu finden. Die Charaktere der Geschichte sind in meinen Augen ganz gut ausgearbeitet und man kann sich als junger Leser sehr mit Lilli und Flosse identifizieren. Einzig die Szene mit dem Meeresriesen konnte ich nicht wirklich leiden. Er taucht plötzlich auf und so schnell wie er von Frau Funke erwähnt wird, verschwindet er auch wieder. die eine oder andere Erklärung mehr, wäre hier schon wünschenswert gewesen. Ansonsten bleibt mir aber zu sagen, dass die Geschichte wirklich ganz liebevoll gestaltet ist und einfach Spaß macht. Vielleicht sind die einen oder anderen Dialoge nicht unbedingt so gut geglückt, aber das ist Geschmackssache. Mir scheinen sie bisweilen doch ein bisschen zu kindisch (ja ich weiß, dass das ein kinderbuch ist, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll..."primitiv" wäre das falsche Wort).

Fazit: 
Trotz kleiner Mängel absolut lesenwert!

Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 4/5
Logik: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamt: 4/5   

Daten: 
Taschenbuch: 96 Seiten 
Verlag: Oetinger Taschenbuch (1. Juni 2014) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783841503046 
ISBN-13: 978-3841503046 
ASIN: 3841503047 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre 
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 1,2 x 19 cm