Montag, 30. Oktober 2017

Blutsbekanntschaft von Dorit David (booksnacks)

Zum Inhalt:
Für alle Fans von Speck zu Gold Nadine aus der berüchtigten Burlesque-Combo, die schon in Dorit Davids Roman Speck zu Gold ihren Auftritt hatte, verdreht einem Mann gehörig den Kopf und streckt einen anderen zu Boden. Eine wahre Powerfrau mit Charme und Durchsetzungskraft!

Eigener Eindruck:
Sie treffen sich das erste Mal beim Blutspenden und sofort scheint es um den Protagonisten geschehen, als er die kecke Nadine trifft, welche nicht nur sehr hilfsbereit ist, sondern auch seinen Humor teilt und durchaus nicht davor zurück schreckt ihre Meinung zu sagen. Dass das Blutspenden dabei fast zu einem kleinen Abenteuer wird, scheint plötzlich ganz nebensächlich und vor allem auch der Burger, den man für die Spende bekommt...

Der Booksnack "Blutsbekanntschaft" erzählt eine lockere Liebesgeschichte rund um das Blutspenden. An sich ist die Idee ganz nett, konnte mich aber leider nicht so ganz überzeugen, da sie in meinen Augen teilweise sehr langatmig an den falschen Stellen war - was interessiert es den Leser ob die Pipi gehen können oder nicht? Das war leider so gar nicht mein Humor. Trotzdem liest sich die Geschichte recht flott, da die Schreibweise sehr erklärend ist. Der Gast im Burger King war in meinen Augen ein bisschen zu übertrieben, sicher gibt es solche Stinkstiefel, aber ich glaub nicht, dass das so krass auch vom Umfeld geduldet werden würde. Was mich auch ein bisschen gestört hat war die Inhaltsangabe. Wer die Serie der Autorin kennt, der wird sich sicher über einen Bonus freuen, wer sie nicht kennt...nun, für den ist die Inhaltsangabe eine Nullnummer - irgendwie. Das ist auch ein bisschen schade und wird sicher so Einige abschrecken.

Ich möchte die Geschichte trotzdem empfehlen, auch wenn sie nicht meinen Nerv getroffen hat. Fans des Romans "Speck zu Gold" werden diese Kurzgeschichte sicher mögen. Blutspenderfreunde sowieso. Die Story ist Geschmackssache, aber dennoch ein Leckerbissen für Zwischendurch.

3 von 5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 417 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 21 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. Oktober 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B075N1FS25

Sonntag, 29. Oktober 2017

Gregs Tagebuch Band 5 - Geht´s noch? von Jeff Kinney

Zum Inhalt:
Greg hat's eilig mit dem Älterwerden. Aber ist das wirklich eine gute Idee? Schnell stellt er nämlich fest: Erwachsensein ist gar nicht lustig! Denn plötzlich soll Greg "mehr Verantwortung" übernehmen, öfter duschen und Deo benutzen, in der Schule peinliche Aufklärungsvideos ansehen und Bücher über die Pubertät lesen. Und dann verkündet seine Mutter auch noch, dass sie wieder studieren will. Soll Greg sich jetzt etwa seine Pausenbrote selbst schmieren und den ganzen Haushalt allein schmeißen?

Die Ferien sind vorbei und der Schulalltag hat Greg wieder. Noch immer ist er mit seinem ehemaligem besten Freund Rupert zerstritten und versucht sich selbst einzureden, dass er ihn so gar nicht vermisst. Doch das ist nur ein zweitrangiges Problem, denn dieses Schuljahr scheint völlig anders zu werden, als alle anderen davor, denn in der Schule soll im Unterricht aufgeklärt werden. Gar nicht so einfach, wenn man so gar keine Verantwortung übernehmen kann - nicht einmal für ein Hühner-Ei und erst so gar keine Lust auf die Pubertät hat. Erst als Rupert scheinbar erwachsen wird, da will Greg auch plötzlich mitziehen, doch was seine Eltern ihm über ihre Jugend eröffnen gibt ihm wenig Hoffnung. Außerdem ist erwachsen werden schon ein bisschen eklig. Und um dem allem noch die Krone aufzusetzen beschließt seine Mutter wieder zu studieren und Greg soll mit den anderen mehr Aufgaben in der Familie übernehmen... Da ist das Chaos schon vorprogrammiert.

Leider konnte mich auch dieser Teil nicht wirklich überzeugen. Die Schreibweise des Autors ist zwar gut, aber Greg als Charakter ist und bleibt mir einfach mehr als unsympathisch. Er hat in meinen Augen einfach keinen Charakter. Er ist weiterhin stinkefaul, beobachtet andere auf Schritt und Tritt und stellt fest, was ihm an ihnen nicht passt. Aber selbst einmal an sich zu arbeiten oder mal etwas einzusehen? Keine Chance. Er ist und bleibt in meinen Augen fläzig, er nutzt alle nur aus und sieht zu, dass er überall seine Vorteile hat. Einzig lustig sind die Szenen, wo man auf seine Familie trifft, da kann man wirklich einmal schmunzeln, aber der Rest... in meinen Augen einfach nur nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Dass man hier wirklich gut lachen kann, wie einige das beschreiben, das kann ich so nicht bestätigen, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

Die Zeichnungen zu den unterschiedlichen Tagebucheinträgen, welche aus Sicht von Greg geschrieben sind, sind gewohnt einfach gehalten - sind stilistisch aber sich selbst treu geblieben. Das hat einen gewissen Wiedererkennungswert. Im Gegensatz zum Vorgänger bin ich hier auch positiv überrascht, dass nicht alles so gekünstelt und abstrakt wirkt. Man kann hier wirklich wieder glauben, dass das alles live aus dem Leben gegriffen ist. Der letzte Teil mit seiner VIP-Gärtnerei und den vielen - vor allem dummen - Streichen, war einfach nicht so meins.

Wer ein eingefleischter Fan von Greg ist, dem wird auch dieses Buch gefallen, da bin ich mir sicher. Wer dem eher skeptisch gegenüber steht wie ich, der wird sicherlich ab hier die Finger von der Reihe lassen. Es wird einfach nicht besser - zumindest kann ich mir das für die nächsten sechs Teile nicht wirklich vorstellen.

3 von 5 Sterne für mittelmäßigen Lesespaß


  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch) (11. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843210632
  • ISBN-13: 978-3843210638
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: Diary of a Wimpy Kid: The Ugly Truth
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,4 x 18,6 cm

Samstag, 28. Oktober 2017

Hühnerzauber (Gänsehaut #29) von R.L. Stine

Zum Inhalt (Booklet):
Verhext - doch keiner glaubt den Geschwistern, dass sie sich langsam in Hühner verwandeln ...
Durch unbedachtes Verhalten haben Harriet und Harold den Zorn einer Zauberin auf sich gezogen. Als diese einen Zauberspruch murmelt, nimmt eine zunächst kaum wahrnehmbare Verwandlung der Geschwister in Hühner ihren Lauf. Die beiden suchen Hilfe bei den Erwachsenen, doch bekannt dafür, dass sie sich immer wieder gerne einen Scherz erlauben, will ihnen keiner glauben. Was bleibt ihnen übrig, als sich heimlich in das Haus der Zauberin zu schleichen und selbst zu versuchen, dem Spuk ein Ende zu bereiten.


Das Buch:
Harriet und Harold leben mit ihren Eltern auf dem Land, was sie wirklich öde finden. Doch nicht nur, dass sie das langweilige Landleben nicht leiden können, sie mögen genauso wenig das Hobby ihrer Eltern. Der Garten und die Hühner. Hühner sind ekelhafte Tiere, findet Harriet und ist sich da mit ihrem Bruder auch einig. Doch dann ist da auf dem Land auch noch die unheimliche Vanessa, der man nachsagt, dass sie eine Hexe ist und Kinder verzaubert, die ihr einen Streich spielen.
Als Harriet wieder einmal auf der Suche nach ihrem Bruder ist, findet sie ihn mit anderen Kindern in der Nähe von Vanessas Haus. Die Kinder wollen ihr einen Streich spielen und obwohl Harriet die anderen beschwört es nicht zu tun, machen sich zwei Kinder auf den Weg, um in Vanessas Briefkasten Wasser zu schütten. Doch es sind nicht die zwei Kinder die den Streich spielen, es sind Harriet und Harold, die Vanessa bitterböse anschaut. Als die beiden Geschwister Vanessa das nächste Mal begegnen geschieht ein Unglück und fortan beginnen sich die beiden zu verändern. Immer mehr verwandeln sie sich in Hühner und es gibt nur eine Person, die das rückgängig machen kann. Doch wie soll man jemanden um etwas bitten, wenn man vor ihm fürchterliche Angst hat?


Eigener Eindruck:
Was habe ich als Kind die Serie „Gänsehaut“ und die anderen Romane aus der Feder von R.L. Stine geliebt. Als bekannter Jugendbuchautor hat er so manche Serie geschrieben, die mir als Jugendlicher das Blut hat in den Adern gefrieren lassen. 
Auch in diesem Buch hat R.L. Stine wieder einmal bewiesen, dass er voller fantastischer und gruseliger Ideen steckt. Die Schreibweise des Autors ist gewohnt einschlägig. Er schafft fast in jedem Kapitel einen spannenden Bogen, den er zu Beginn des Buches immer wieder als „heiße Luft“ verpuffen lässt, nur um ab circa Mitte des Buches dann mit dem richtigen Gruselkino zu beginnen. 
Die Geschichte von Harriet und Harold (in älteren Werken Crystal und Cole) ist wohl ein Klassiker, aber von R.L. Stine wirklich richtig gut verpackt worden. Wir haben hier wie immer Kinder, die gern Streiche spielen – sich selbst untereinander, aber auch den Menschen in ihrer Umwelt. Sie tun dies so oft, dass man ihnen nicht mehr glaubt, als ihnen wirklich etwas Schlimmes widerfährt. Während Harriet am Anfang der Geschichte eher immer die Vernünftigere ist und ihren Bruder noch davor warnt der angeblichen Hexe einen Streich zu spielen, hat sie im entscheidenden Moment jedoch keinen Blick für das Wesentliche und so werden die beiden Opfer des Fluchs von der Hexe Vanessa. Was die beiden erleben ist zum einen witzig zu lesen, zum anderen jagt es auch älteren Lesern sicher die eine oder andere Gänsehaut über den Arm. Junge Leser werden die Geschichte bestimmt lieben und sich richtig schön gruseln.


Cover:
Auf dem Cover sehen wir ein junges Mädchen deren Kopf auf dem Körper eines Huhnes steckt. Ihr Mund ist zu einem angstvollen Schrei geöffnet. Allein vom Titel und dem Cover her, kann sich der Leser also schon denken, dass es um jenes Mädchen geht, welches durch einen Zauber zu einem Huhn wird und dabei wohl so manch angsteinflößende Situation erlebt. Das Cover ist in meinen Augen stimmig zum Jugendroman. Für kleine und große Gruselfans ist das sicher sehr ansprechend, wenn man das Buch in einer Buchhandlung stehen sieht.


Daten:
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: cbj (1. Januar 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570205398
ISBN-13: 978-3570205396
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Verpackungsabmessungen: 17,9 x 12,4 x 1,5 cm



Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 3/5
Details: 4/5
Gruselfaktor: 4/5

Gesamt:4/5

Nisyros

Das Dorf Mandraki.

Nisyros

Die Vulkaninsel. Überall riecht es im Nationalpark nach Schwefel. Trotzdem eine gigantische Aussicht. Pflanzen brauchen hier keine Bewässerung. Der Boden ist fruchtbar und die komplette Insel mit Steinterassen samt Plantagen versehen.

Freitag, 27. Oktober 2017

Inselrundfahrt 4

Asklepion. Ein bisschen antike Kultur.  Das Krankenhaus des Hippokrates.

In diesem Moment von Marie Weißdorn (booksnack)

Zum Inhalt:
Erinnerungen sind wie Sterne Was kann ein einzelner Moment schon bedeuten? Sind es nicht bloß einige wenige Momente, die unserem Leben die Richtung weisen? Jeder Augenblick ist kostbar. Doch bis wir dies begreifen, ist es meist schon zu spät …

Was heisst es glücklich zu sein? Was ist Zufriedenheit? Wann ist man endlich angekommen? Was heisst es Trauer zu tragen? Was heisst es Enttäuschungen zu erleben?


In diesem Booksnack aus der Feder von Marie Weißdorn begleiten wir einen jungen Prinzen durch sein Leben. In Passagen erlebt der Leser seine Freuden und sein Leid. Es geht darum das Leben zu genießen und das zu schätzen, was man hat, einfach zufrieden zu sein. Und es geht um die Trauer, wenn ein geliebter Mensch ein großes Loch hinterlässt, wenn er nicht mehr ist. Verpackt ist das Ganze in eine fantastische Kurzgeschichte. Sie regt zum Nachdenken an, aber sie wirft auch Fragen auf.
Die Schreibweise der Geschichte ist sehr geheimnisvoll - sie ist sehr beschreibend und verrät doch nicht viel über das Umfeld, nur das Allernötigste. Emotionen und Details werden in meinen Augen nur lasch behandelt, da hätte ich mir mehr von gewünscht. Die Passagen beschäftigen sich immer mit einem separatem Thema wie zum Beispiel die Zufriedenheit, die Leere und so weiter. Das Ganze ist in das Leben des Prinzen verpackt. Erst ist alles Gut, dann wird es schlechter und schließlich lebt er noch in Erinnerungen. An sich finde ich die Idee gut, aber für mich war das alles dann doch zu sprunghaft und ich konnte an manchen Stellen nicht so recht ausmachen, was denn nun passiert ist. Dadurch wirkt die Geschichte für mich unrund und konnte mich nicht wirklich überzeugen.


3 von 5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 452 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 36 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. Oktober 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B075N6QY1V

Inselrundfahrt 3

Zia. Lecker Mittagessen. Ouzo uuuund Souvenir shoppen.

Inselrundfahrt 2

Einsame Landschaften. Durchgerittene Straßen und die Windmühle von Antimachia. 

Inselrundfahrt

Heute starten wir zu einer Inselrundfahrt und ich versuche euch relativ fix immer auf den neusten Stand zu bringen.

Station 1 Bienenkunde:
650 Völker leben hier. Fragt sich von was der Honig kommt. Der letzte Regen fiel im April uns der erste vorgestern. Alles hier ist wirklich trostlos. Verbrannte Erde. Vertrocknete Pflanzen. Das Honigmuseum ist an sich ganz nett und man kann eine Menge an tollen Informationen bekommen - die Honigverkostung ist sicher toll, aber wenn jeder drei Plastikschaufeln bekommt und drei Gläser vor einem stehen und der Opa neben dir nach drei Gläsern noch immer die erste Schaufel in der Hand hat ... da möchte man doch gern verzichten. Der Honigschnaps ist jedoch sehr lecker und die Seife riecht richtig gut. Verkaufsfahrten fetzen eigentlich nicht so, aber hier muss dann doch etwas für die Lieben daheim mit.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Knochen lügen nicht (Die Tempe-Brennan-Romane Buch 1) von Kathy Reichs

Zum Inhalt (Booklet):
Ein Knochenjob für die bekannteste Forensikerin der Welt Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst. 


Das Buch:
Tempe Brennan ist mitte 40 und forensische Anthropologin in Montreal. Als eine zerhackte Leiche in Plastiksäcken gefunden wird, ist es an ihr herauszufinden, was mit der Leiche geschehen ist. Schnell ist für Tempe klar, dass das Opfer weiblich ist und missbraucht wurde. Was ihr aber noch mehr auffällt ist, dass der Hergang mit einem Mordfall aus früheren Jahren überein stimmt und es sich möglicher Weise um einen Serientäter handeln könnte. Doch mit ihrer Vermutung stößt Tempe auf taube Ohren. Besonders bei dem leitenden Detective Claudel, der scheinbar kein gutes Haar an Tempe lassen möchte. Immer wieder begegnet er ihr mit Misstrauen und Ungunst. Das scheint sich erst zu ändern, als sich Tempes Vermutung doch als heiße Spur entpuppt und der Serienmörder es auf Tempes beste Freundin Gaby abgesehen zu haben scheint. Außerdem scheint auch Tempe immer mehr in den Fokus des Serienmörders zu rücken, denn in ihrem Umfeld passieren einige unheimliche Dinge und auch Gaby scheint plötzlich immer mehr Angst vor jemanden zu bekommen, was Tempe dazu zwingt auf eigene Faust zu ermitteln und sie noch mehr in Gefahr bringt.


Eigener Eindruck:
Als ganz großer Fan der Serie „Bones“ war es für mich einfach ein Muss die Bücher der Autorin Kathy Reichs zu besitzen, die auch für die Serie die Drehbücher geschrieben hat. Entgegen meiner Erwartungen trifft man hier auf eine völlig andere Tempe Brennan und auch ihre Mitprotagonisten sind so ganz anders als die in der Serie. Wenn man sich aber auf die Geschichte einlässt und nicht mehr damit beschäftigt ist, Vergleiche zu ziehen, dann bekommt man eine ganz wunderbare und vor allem detaillierte Story, die einfach nichts zu wünschen übrig lässt. Wir haben hier gute Umschreibungen der Charaktere, sodass man sie sich richtig gut vorstellen kann. Man bekommt ein Einblicj in die Welt von Tempe und vor allem auch in deren Gedankengänge. Tempe ist wie in der Serie eine sehr intelligente und schlagfertige Frau. Sie liebt ihren Job und hat immer ein Auge für Details. Sie beißt sich in ihre Fälle richtig fest und man weiß ab wenigen Seiten, dass man auch diese Tempe wirklich lieben wird.
Was mich an dem Buch auch noch begeistert hat war die Tatsache, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Man merkt, dass sie ebenfalls viel mit Obduktionen und dergleichen zu tun hat. Es wirkt alles sehr authentisch. Vorgänge und Merkmale rund um Leichen, Verwesungsprozess und deren Untersuchungen werden ebenfalls sehr detailliert dargestellt und lassen den Leser oft den Atem anhalten. Wer im allgemeinen nicht so auf Details steht, der wird die Geschichte sicher als sehr langatmig empfinden. Wer aber Details genauso sehr mag wie ich, für den werden die Abenteuer von Tempe einfach ein Genuss sein.


Parallelen und Unterschiede zur Serie:
Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der Reihe um die Vorlage für die Serie „Bones“. Jedoch haben wir es hier mit einer völlig anderen Tempe Brennan als in der bekannten Serie zu tun. Tempe ist hier bereits in den Mittvierzigern, während sie in der Serie noch recht jung ist. Jedoch sind beide Tempes nicht nur forensische Anthropologin, sondern auch Buchautorin. Außerdem hat sie im Buch eine bereits erwachsene Tochter namens Kathy – ein Einzelkind. Obendrein hat Bones in der Serie einen Bruder und einen flüchtigen Vater, während man im Buch lediglich erfährt, dass sie eine Schwester hat. Von einem Bruder war hier noch nicht die Rede (jedoch existiert ein solcher in der Jugendbuch-Reihe Virals).
Wer die Serie kennt, der weiß, dass Bones hier mit Agent Booth zusammen arbeitet, mit diesem jedoch auch Startschwierigkeiten hatte. Mit der Figur Claudel wird in dem Buch ein wahrer Stinkstefel kreiert, welcher Tempe ebenfalls das Leben schwer macht. Was sich bei der Serie und dem Buch gleicht ist, dass Tempe eine gute Freundin namens Gabby hat – ansonsten entspricht die Figur aber nicht der Serie. 
Es gibt also einiges Neues in der Serie oder dem Buch zu entdecken, je nachdem, was man denn zuerst kennt.


Ein weiteres Sahnebonbon:
Als weiteres Sahnebonbon hat Kathy Reichs mit ihrem Sohn Brendan Reichs Tempe als coole Tante und Lexikon für alle Fragen in ihre Jugendbuch-Reihe „Virals“ eingebunden. Dort taucht Tempe immer wieder via Telefon oder Schriftform auf und gibt den dortigen Protagonisten Tipps und unterstützt sie unwissentlich bei ihren Abenteuern. Das finde ich persönlich richtig klasse und auch einen durchaus gewitzten Schachzug, denn so wird man auch auf die anderen Bücher aufmerksam und neugierig gemacht.

Cover:
Das Cover zu dem Buch ist in meinen Augen ganz nett anzusehen, aber nichts besonders. Neben dem Titel in großen Lettern sieht man nicht viel bis auf scheinbar vergilbte Mullbindenstreifen und ein paar Blutflecken. Neugierig hätte mich das nun nicht unbedingt gemacht, wenn ich im Buchladen gewesen wäre. 


Daten:
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Heyne (10. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453435591
ISBN-13: 978-3453435599
Originaltitel: Déjà Dead
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 4,5 x 18,8 cm


Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Emotionen: 5/5
Details: 5/5
Logik: 5/5

Gesamt:5/5

Pizza am Strand?

Kein Problem. Alles frisch - aber nur eine Sorte. Trotzdem lecker.

Strandtag im Hotel

Wie gestern haben wir es heute nicht weit geschafft. Lediglich bis zum Strand. Zwar ist es kein Sandstrand, aber das macht rein gar nichts. Das Meer hat wohl angeblich lauschige 25 Grad. .. Ich tendiere auf 19. Es ist schön klar und geht recht steil ab. Die Sonne knallt hier noch mit aller Kraft. Gestern ließ ein kleiner Sonnenstich grüßen. Unweit der Liegereihen haben wir gleich eine Pizzeria und die all inklusive Bar. Den Strand teilen wir uns mit fluggeübten, todesmutigen Spatzen. Läuft :) außerdem reisen wir so weit außerhalb der Saison, dass die Nachbarhotels langsam geschlossen und die Hotelgäste zusammen gelegt werden. Dadurch schleudern die Läden hier rundum selbst Markenklamotten und Schmuck mit Prozenten in die Welt hinaus. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten, denn viele Sachen sind einfach nur Imitate, wer damit jedoch leben kann, kann sich hier ganz stylisch einkleiden. ;-)

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Gregs Tagebuch 4 - Ich war's nicht! von Jeff Kinney

Zum Inhalt:
Es sind große Ferien, das Wetter ist perfekt, die Sonne scheint und alle Kinder haben draußen Spaß. Und wo ist Greg? Er hockt im Zimmer hinter zugezogenen Vorhängen, spielt Videospiele und würde das am liebsten die ganzen Ferien tun. Keine Aufgaben, keine Pflichten, keine Regeln - herrlich findet Greg das. Doch leider hat seine Mutter ganz andere Vorstellungen ... Sie denkt eher an gemeinsame Ausflüge der Familie an die frische Luft. Wer sich wohl durchsetzen wird?

Es sind Sommerferien und für Greg könnte es nichts besseres geben, als den ganzen Tag drin zu hocken und Videospiele zu spielen beziehungsweise den lieben langen Tag einfach zu verpennen. Schließlich will die Familie ja sowieso bald ans Meer fahren. Dass die Geldsorgen seiner Eltern ihm da einen Strich durch die Rechnung machen und seine Mutter Susan den Urlaub streicht, das findet Greg gar nicht so toll, denn sie ist der Meinung, dass man auch zu Hause viel Spaß haben kann indem man einen Lesekreis für Jugendliche gründet oder ins Freibad geht. Dass Greg das Freibad wegen der Männer in der Männerumkleid anekelt, das scheint sie nicht wissen zu wollen. Doch es kommt noch schlimmer. Als Greg mit seinem Freund Rupert im Golfclub die Rechnung von Ruperts Vater überstrapaziert, soll er für die Rechnung aufkommen. Leichter gesagt als getan, schließlich hat er ja kein Geld. Ob man mit einer VIP-Gärtnerei einen großen Reibach machen kann, obwohl man keine Ahnung von Gärten hat? Das bleibt fraglich. Greg scheint in diesem Sommer schlicht und einfach auf eine Katastrophe zuzuschlittern. Oder doch nicht?

Der vierte Teil von Gregs Tagebuch ist wie die anderen aus Sicht von Greg geschrieben und wird immer passagenweise von Comics begleitet, die ab und an auch lustig sind. Die Abenteuer die Greg erlebt sind in meinen Augen ein bisschen fraglich. Er träumt viel, ist weiterhin faul, denkt dass er die Welt verändern kann, er spielt Streiche, er ist unhöflich, aber er scheint immer wieder mit einem blauen Auge davon zu kommen. Greg scheint mir auch sehr oft sehr egoistisch, was ihn in meinen Augen einfach noch immer nicht sympathisch macht - ich kann ihm einfach nicht wirklich was abgewinnen, was ich wirklich schade finde. Er hat in meinen Augen einfach keine Vorbildfunktion und scheint mir durch und durch verzogen. Er denkt er ist cool, aber er ist es nicht. Die Abenteuer die er in diesem Band erlebt sind an sich auch Wiederholungen aus den anderen Büchern. Er zockt viel und gerne, seine Mutter wünscht sich mehr Aktivitäten als Familie, besonders soll er etwas mit seinem Vater unternehmen und seinen Brüdern. Aber scheinbar hat Greg einfach kein Feeling für Familie. Es endet immer wieder in einem Desaster. Und dann ist da ja auch noch sein Freund Rupert, den er eigentlich ganz kindisch findet und ihm quasi nicht mal ein Haar in der Suppe gönnt. Greg nutzt Rupert aus oder versucht es immer wieder, wodurch es zu Streitereien kommt, an denen Greg natürlich ganz unschuldig ist. Ich hätte mir mal gewünscht, dass er darüber nachdenkt, was er so verzapft. Dass er mal etwas einsieht! Aber nicht so in Gregs Welt. Das ist schade.

Wirklich begeistern konnte mich dieser Band also auch wieder nicht. Er ist zwar nett und leicht zu lesen und besonders für Kinder ist es bestimmt sehr angenehm, aber der Inhalt ist einfach zweifelhaft. Ein paar Passagen sind zum schmunzeln, was das Buch dann doch ein bisschen auflockert. Vor allem über die Passagen in der Männerumkleide kann man herzlich lachen. Aber ansonsten ist Gregs Leben wie immer. Es gibt nichts Neues.

Wer über Wiederholungen hinweg sehen kann und einen Charakter verknusen kann, der einem einfach nicht sympathisch werden will mit seiner Art, der kann sich auch an diesen Teil wagen. Wer die anderen Teile schon nicht mochte, kann hier getrost die Finger davon lassen.

Idee: 3/5
Logik: 2/5
Charaktere: 3/5
Humor: 3/5

Gesamt: 3/5


  • Taschenbuch: 228 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch) (14. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843210322
  • ISBN-13: 978-3843210324
  • Von Amazon.de empfohlenes Alter: 1 Monate und älter
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: Diary of a Wimpy Kid: Dog Days
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 2,4 x 18,8 cm

Kos - die Insel des Hippokrates

Hippo wer? 😀

Ist ja auch egal. Gestern Abflug vom Flughafen Leipzig/Halle nach Kos. Knapp drei Stunden Flug von 18.55 Uhr und Ankunft um 23.00 Uhr Ortszeit.

Der Flughafen in Kos ist übersichtlich. Lediglich zwei Terminals und eine Sicherheitsabsperrung die wirklich ein Witz ist. Da es dunkel war konnten wir leider nicht wirklich sehen wo uns der Bus hinbringen wird. Erst das Hotel - eine ganze Stadt - hat Licht ins Dunkel gebracht.

Netterweise haben alle Spätankömmlinge nach dem Check in noch etwas zu essen und zu trinken bekommen obwohl Restaurant und Bars bereits geschlossen hatten.
Das Zimmer ist hübsch und klein mit einem Balkon und Blick auf den Pool und das Meer. Die erste Nacht konnten wir jedoch kaum schlafen. Ein Sturm mit Hagel und heftigen Windböen hat uns kräftig aufgemischt. 

Heute Morgen dann die Entschädigung. Sonnenschein. Meerblick. Ein leckeres Frühstück und sommerliche Badetemperaturen. Willkommen im All inklusive Paradies.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Letzte Worte von Steffen Schulze (Booksnack)

Zum Inhalt:
Der offene Sarg steht in der Mitte des weiß getünchten Raumes, gefertigt aus hellbraunem Eichenholz mit vier bronzenen Griffen, ausgeschlagen mit dickem, rotem Samt. Doch der Tote darin hat seinen Freunden noch etwas zu sagen …

Bei einer Trauerfeier beobachtet ein Teilnehmer die Umgebung ganz genau. Wie ist alles geschmückt, wie verhalten sich die Trauernden? Doch das wichtigste ist, als die Erinnerungen wieder kommen und dich der Tote daran erinnert, wie es dazu gekommen ist, dass er nun tot ist - doch der Täter hat die Rechnung ohne den Toten gemacht, denn der hat noch etwas zu sagen, obwohl er schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilt.

Der Booksnack "Letzte Worte" hat mir vom Schreibstil her sehr gut gefallen. Es gab sehr viele Details, sodass man sich das Szenario richtig gut ausmalen konnte. Nach und nach wird der Leser an die Geschichte heran geführt, er fragt sich immer wieder wer die Geschichte erzählt und wer denn da gestorben ist. Dass sich alles häppchenweise aufdeckt und schließlich dann so endet, wie es eben endet, das hat mich ungemein begeistert. Davon hätte ich gern noch mehr gelesen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle jene, die einen guten Kurzkrimi für Zwischendurch suchen. 

5 von 5 Sterne

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 408.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 25 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. Oktober 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B075N6KCPP

Mein lieber schwuler Pinguin von Jürgen Block (booksnack)

Zum Inhalt:
Hand aufs Herz: Tief in uns schlummern noch die haarsträubendsten Vorurteile und peinlichsten Triebe, die wir unter dem Federkleid der Zivilisation geschickt versteckt halten. Mit einem Wort: Im Grunde sind wir noch Pinguine, wir sehen nur nicht so lustig aus.


Was passiert, wenn im Zoo festgestellt wird, dass die Pinguinherde nur aus Männchen besteht und zwei dieser Exemplare sich dazu entschlossen haben von heute an schwul zu sein und einen Stein als Ei zu adoptieren? Es kommt zu Erklärungsnöten für Tierwärter bei kleinen Kindern, zu Aktivistenbesuchen beim Zoodirektor und zu durchaus witzigen Dialogen zwischen zwei Pinguinen, die gar nicht daran denken, eine Pinguindame in ihr Leben zu lassen.


Der Booksnack "Mein lieber schwuler Pinguin" aus der Feder von Jürgen Block ist einfach herrlich. Sarkastisch behandelt er die Thematik des Normalseins und des Schwulseins und wie die jeweiligen Fronten damit zurecht kommen. Da gibt es die Liebenden, die sich nicht dafür interessieren, was um sie herum gedacht wird. Es gibt diejenigen, die das gar nicht toll finden und unterbinden wollen. Diejenigen, die es einfach akzeptieren und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Es ist wie im wahren Leben und damit hat Herr Block einfach den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich mag die Geschichte, weil sie auf eine lustige Art noch immer auf die Verbohrtheit der Gesellschaft hinweist und zum Nachdenken anregt. Nicht zuletzt die lustigen Dialoge zwischen den Pinguinen machen den Snack zu einem ganz besonderen Erlebnis - einfach wahnsinnig toll.


Empfehlen möchte ich den Snack allen, die gern etwas zum Schmunzeln lesen wollen und das Schwulsein akzeptieren können, aber auch jenen, die vielleicht etwas dagegen haben und einfach mal ein paar Denkanregungen brauchen.



5 von 5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 291 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 16 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. September 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B074VX8Z3Y

Montag, 23. Oktober 2017

Somalia Rain von Nadine Stenglein (booksnacks)

Zum Inhalt:
Liebe aus dunkler Vergangenheit. Sarah ist Journalistin und wird seit ihrer Kindheit in regelmäßigen Abständen von beunruhigenden, sich wiederholenden Träume verfolgt. Bei einer Rückführung erfährt sie, dass der junge Mann, der ihr in diesen Träumen das Leben rettet, ihre große Liebe aus einem früheren Leben in Somalia war. Wie es das Schicksal will, führt sie ihr nächster Job in dieses Land, in dem sie auch nach Spuren ihrer Vergangenheit aus jenem Leben suchen will. Wird sie fündig werden?

Immer und immer wieder wird die junge Journalistin Sarah durch Albträume geplagt die sich immer wiederholen. Als sie einen Anhaltspunkt aus diesen Träumen mitnehmen kann, spricht sie noch einmal mit einer Freundin, die ihr eine CD zur "Selbst-Rückführung" aushändigt, da sich Sarah sicher ist, dass ihr nächstes Ziel durchaus mit ihrer Vergangenheit zu tun haben könnte. Bei der Rückführung erfährt sie, dass sie wirklich schon einmal gelebt hat und dass ihr Schreckliches widerfahren ist. Doch sie war nicht allein. Sie hatte jemanden, den sie bedingungslos geliebt hat. Josh! Doch was ist aus ihm geworden. Sarah ist sich sicher, dass sie die Antwort bei ihrem nächsten Auftrag in Somalia finden wird. Doch dann werden sie und ihr Kollege entführt...

"Somalia Rain" aus der Feder von Nadine Stenglein wird die Leserschaft sicherlich spalten. Zum einem bedient sie sich einer Thematik, mit der sich nicht jeder beschäftigt, beziehungsweise an die nicht jeder glaubt - der Rückführung und dann lässt sie ihren Charakter wie ein dummes träumendes Mädchen durch die Welt spazieren. Rückführung schön und gut. Mit sowas musste ich mich zwangshalber durch meine Umwelt auch einmal beschäftigen. Ich stehe dem skeptisch gegenüber. Aber wer der Meinung ist, dass das möglich ist, gut. Sicher auch eine interessante Thematik, aber derzeit einfach nichts für mich. Es klingt in meinen Augen einfach zu skurril - meine Meinung. Dann hat mir noch das durchaus bescheuerte Verhalten der Protagonistin bitter aufgestoßen. sie ist entführt, sie müsste angst haben, was macht sie? Zieht erst mal am T-Shirt ihres Retters, um zu gucken, ob das vielleicht Josh ist oder sieht in allen anderen gleich und sofort einen Josh. Das ist schon blauäugig und lebensmüde... Man hätte ja auch mal später gucken können, anstatt mitten in einer halbmilitärischen Entführungssituation - logisch für mich null nachvollziehbar. Lasst man das weg, bekommt man einen Hauch träumerische Romantik mit einem offenen Ende. Irgendwie macht das unzufrieden... Dabei war der Schreibstil der Autorin eigentlich sehr angenehm. Vielleicht hätte man ja noch ein paar Details zu der Rückführung einbauen können, aber nicht so ein Kippschalter von einer in die nächste Situation, das war irgendwie der Punkt, wo es dann komisch wurde.

3 von 5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 226 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 21 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. September 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B074W5V292

Sonntag, 22. Oktober 2017

Jack von Thomas Kowa (booksnack)

Zum Inhalt:
Roadtrip mit Jack. Ein einsamer Mann kämpft im Delirium Tremens mit sich selbst, mit seiner Hassliebe Alkohol und den Frauen, die er glaubt, im Kofferraum seines Autos gefangen zu halten.

Er ist einsam auf den Straßen Amerikas unterwegs und in jedem Bundesstaat kämpft er mit seinen inneren Dämonen. nicht nur, dass er scheinbar ein Alkoholproblem hat und seinem Kumpel Jack, Jimmy oder Daniel nicht abschwören kann. Er sammelt auch in jedem Bundesstaat junge Mädchen auf, scheinbar unschuldig, bis er deren Verfehlungen erkennt und mit ihnen kurzen Prozess macht. Fein filetiert liegen sie in seinem Kofferraum, Jack fliegt gerade aus dem Fenster und plötzlich ist hinter ihm Blaulicht...

Der Booksnack "Jack" ist zu Beginn etwas verwirrend und ich hatte ehrlich gesagt echt Probleme in die Story hinein zu kommen. Als sie dann endlich für mich Fahrt aufgenommen hat und spannend wurde, da war sie auch schon wieder vorbei und ich war durchaus verwirrt über das, was ich da gelesen habe. Hatte er nun wirklich Mädchen auf dem Gewissen, so wie er geschrieben hat oder hat er nur zu viel getrunken und Wahnvorstellungen gehabt? Die Details der Geschichte waren an sich super und auch die Gedankengänge. aber das offene Ende, das macht mich irgendwie unzufrieden. Trotzdem gut gemacht und sicher auch ein bisschen der Stoff aus dem Albträume gemacht sind.

Idee. 5/5
Spannung: 4/5
Details: 4/5
Charakter: 4/5
Logik: 4/5

Gesamt: 4/5


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 407 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 29 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (1. September 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B074VXMKST

Samstag, 21. Oktober 2017

Gon Band 5 von Masashi Tanaka

Zum Inhalt:
Tyrannosaurier Gon begibt sich auf die Reise durch die Welt der Tiere. Die Erde tut sich auf und verschluckt ihn. So wird Gon unfreiwillig zum Höhlenforscher. Was da unten in der Dunkelheit alles kreucht und fleucht. Nichts für schwache Nerven! Geht mit Gon auf Safari in wunderschönen und atemberaubenden Bildern! Und das ganz ohne Text!

In seinem neusten Abenteuer erleben Gon und seine Freunde die Erdmännchen ein ganz besonderes Abenteuer. Denn während sie friedlich in der Steppe verweilen taucht ein Wolf mit seinem Welpen auf und hat die Rasselbande als Futter auserkoren. Während Gon und seine Freunde sich vor dem Fressfeind in der Erde schützen tut sich die Erde auf und verschluckt die Präriehunde samt Gon und Familie Wolf. Als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre werden der Wolfswelpe und die Familie Erdmännchen von einer riesigen Spinne geschnappt. Gemeinsam machen sich die ehemaligen Feinde auf den Weg um ihre Lieben zu retten und müssen sich dabei der unterirdischen und glitschigen sowie dunklen Welt stellen. Doch Gon wäre nicht Gon, wenn er sich nicht tapfer bis zum Ziel vorkämpfen würde.

Pfui Spinne. Das war einmal ein Manga den ich nicht wirklich mit Liebe gelesen habe, auch wenn er wirklich wieder sehr gelungen ist. Diese Spinne in dem Manga ist aber so detailliert gezeichnet, dass sich mir allein beim Anblick die Nackenhaare schon hoch gestellt haben. Sieht man von der ekelhaften Spinne ab, dann bekommt man wieder ein wirklich fantastisches Abenteuer aus der Tierwelt. Dabei hat der Autor die Welt der Tiere naturgetreu übernommen und die Eigenarten rund um deren Lebensraum und deren Verhalten studiert. Das Lesen macht einfach Spaß und man fiebert mit dem kleinen Tyrannosaurus und seinen Freunden mit - allein schon wegen dem Grusel- und Ekelfaktor Monsterspinne.

Empfehlen möchte ich das Werk allen Fans von guten Mangazeichnungen. Hier kann man sich definitiv ein Auge holen und so manchen Trick abluchsen. Wirklich genial gemacht.

5 von 5 Sterne.


  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Kodansha Comics; Auflage: Tra (24. April 2012)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 1612620175
  • ISBN-13: 978-1612620176
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,4 x 19 cm

Freitag, 20. Oktober 2017

Ponyhof Apfelblüte – Lotte und Goldstück: Band 3 (Ponyhof Apfelblüte) von Pippa Young

Zum Inhalt:
Für Lotte bricht eine Welt zusammen. Ihre Eltern können sich den Unterhalt für ihr geliebtes Pony nicht mehr leisten und wollen es verkaufen! Und schon stehen die ersten möglichen Käufer auf dem Hof – was soll Lotte nur tun? Fieberhaft sucht sie einen Weg, ihr Pony doch noch behalten zu können …

Lena lebt nun schon eine Weile auf dem Land und hat sich auf dem Ponyhof Apfelblüte ihren Traum erfüllt. Endlich kann sie auf Ponys reiten und sie hat auch ganz wunderbare Freundinnen gefunden. Es macht Spaß sie am Nachmittag auf dem Hof zu treffen, mit ihnen zusammen noch mehr über Pferde zu lernen und Ausritte zu genießen. Als Lena an diesem Tag auf den Hof kommt, kommt sie genau richtig, um beim Beschlagen der Pferdehufe zuzusehen. Dabei lernt sie auch Lottes Eltern kennen, die die Rechnung für das Hufbeschlagen von Lottes Pferd Goldstück bezahlen.
Als Lena später mit dem Nachbarshund Nacho spazieren geht, trifft sie auf die todunglückliche Lotte, die ihr erzählt, dass ihre Eltern Goldstück verkaufen wollen, da die Familie bald Zwillinge erwartet und sich das Pony so nicht mehr leisten kann. Lena ist untröstlich, denn Interessenten für Goldstück sind schneller da, als den Freundinnen lieb ist. Doch da hat Juli plötzlich eine Idee...

Der dritte Teil rund um den Ponyhof Apfelblüte und die durchaus sympathische Protagonistin Lena ist Pippa Young wieder grandios gelungen. Sie schafft es die Faszination junger Leserinnen für die Vierbeiner gut einzufangen und dabei auch noch eine Menge Wissen zu vermitteln. Dass der Besitz eines Pferdes kein Zuckerschlecken ist und durchaus auch geldintensiv, das behandelt die Autorin in diesem Band. Auch greift sie gut die Emotionen auf die Lotte betreffen. Sie ist traurig, dass sie ihr Pferd abgeben soll, doch sie versucht sich in die Entscheidung ihrer Eltern zu fügen, da sie das Problem versteht. Dass Juli schließlich beginnt gegen die Käufer zu arbeiten und sogar zu lügen, damit Lotte ihr Goldstück behalten kann, das findet Lena zum einen faszinierend, aber auf der anderen Seite plagt sie das schlechte Gewissen, da man ja bekanntlich nicht lügen soll.
Die Werte, die die Autorin hier vermittelt, finde ich sehr gut und auch die Art, wie sie die Figuren miteinander umgehen lässt. Lena ist so eine sympathische und liebe Protagonistin, man muss sie einfach gern haben. Ich finde, Lena gibt eine richtig gute Vorbildfunktion ab und vielleicht guckt sich die eine oder andere Leserin etwas von ihr ab.

Empfehlen möchte ich das Buch weiterhin allen pferdebegeisterten Lesern, ob jung oder alt. Für Leseanfänger ist das Buch durchaus geeignet, da die Kapitel recht kurz gehalten sind und immer wieder durch Illustrationen aufgefrischt werden.

5 von 5 Sterne und ein Zuckerschock deluxe


  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 2 (11. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785579365
  • ISBN-13: 978-3785579367
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2 x 20 cm