Sonntag, 18. März 2018

Verträumt von S.T. Kranz

Zum Inhalt:
Die labile Cathy Hart steht vor 
den Trümmern ihrer Ehe, deren Steine 
weiter abbröckeln vom plötzlichen 
Verschwinden ihres 4-jährigen Sohnes. 
Von niemandem umarmt, scheint der 
Alkohol weiterhin ihr einziger Trost 
zu sein, der ihr jedoch die Sinne zu 
weit öffnet und sie somit ihre Träume 
ernster nimmt als die Wirklichkeit. 
Während ihre Traumwelt immer mehr 
von Bedeutung bekommt, zerbricht sie 
in der Realität sichtbar, wodurch ihr 
fürchterliche Konsequenzen 
zu drohen scheinen. 
Die Suche nach ihrem Sohn beginnt
sie somit anders, als man es sich 
denken könnte…


Cover:
Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Es passt sehr gut zum Titel. Es wirkt wirklich richtig verträumt und verspricht für mich eine Geschichte voller Gefühl und Liebe. Dass es dann doch ganz anders kam, hat mich dann doch ein bisschen aus der Bahn geworfen, denn auch vom Inhalt her hatte ich doch etwas ganz Anderes erwartet.


Eigener Eindruck:
Cathys Leben liegt in Scherben. Mit dem Verschwinden ihres Sohnes Luca scheint ihr Leben endgültig still zu stehen. Während die hoch angesehene Familie versucht den Jungen wieder zu finden, scheint Cathy immer mehr an der Situation zu zerbrechen, denn sie leidet nicht nur unter dem Druck der perfekten Familie, sie ist seit einiger Zeit auch sehr nervös und alkoholabhängig. Während sich ihre Umwelt immer mehr von ihr abschottet und ihre Ehe zu scheitern droht, flüchtet sich Cathy immer mehr in den Alkohol und die dadurch entstehenden Träume, sicher, dass sie auf diesem Weg ihren Sohn Luca finden wird.


Die Geschichte aus der Feder von S.T. Kranz war kostenlos im Tolino-Shop zu haben. Die Geschichte beginnt sehr ergreifend und man findet durch den einfachen Schreibstil schnell in die Geschichte herein. Man kann richtig gut mit Cathy mitfühlen und hofft mit ihr, dass sie ihren Sohn wieder findet. Doch je mehr die Geschichte voran schreitet, desto verwirrender wird sie und man hat wirklich Mühe bei der Sache zu bleiben. Während ich am Anfang ihre Träume noch recht interessant fand, wurden sie mir dann auf Dauer doch zu absurd und abstrakt. Dass Cathy alkoholabhängig ist, war der Sache nicht unbedingt förderlich, eher im Gegenteil, je mehr sie sich hat gehen lassen, desto weniger konnte ich sie leiden und auch verstehen. Auch dieses übertriebene Konstrukt rund um sie selbst war mir irgendwann zu heftig. Eine Schwester, die etwas weiß, aber nichts sagen will, sich anstatt lieber an den Ehemann der eigenen Schwester heranmacht und auch noch deren Alkoholsucht fördert. Ein Nachbar, der die Sache scheinbar auch zu gern fördert, anstatt sie zu unterbinden. Dann eine Mutter die eher auf ihr Kind sauer ist, anstatt zu versuchen ihm zu helfen. Ein Mann, der nur aufs Äußere bezogen ist. Das war mir dann alles doch zu krass und einfach zu viel, sodass ich mich mehr und mehr durch die Geschichte gequält habe, je weiter sie fortgeschritten ist. Irgendwie konnte mich das Gesamtkonzept einfach nicht überzeugen. Durch die verwirrenden Träume war man immer wieder von der realen Story weit entfernt. Mir haben wirklich tiefgreifende Emotionen gefehlt und vielleicht noch die eine oder andere Hintergrundinformation, warum es überhaupt so weit gekommen ist. Aber das bleibt doch mehr im Hintergrund, zumindest für mich. Schade.


Empfehlen möchte ich das Buch nicht, weil es einfach nicht mein Fall war. Dies ist aber meine eigene Meinung, weswegen ich darum bitte auch noch andere Meinungen zu berücksichtigen.


2 von 5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 378.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 98 Seiten
  • Verlag: neobooks (2. Mai 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B071HHCK32