Montag, 18. Dezember 2017

Gänsehaut Band 52: Das Geisterpiano von R.L. Stine

Zum Inhalt:
Klavierstunden können lebensgefährlich sein! Jerry zieht mit seinen Eltern in ein großes altes Haus. Als er auf dem Dachboden stöbert, entdeckt er ein wunderschönes Klavier. In der Nacht wird Jerry von einer melancholischen Melodie geweckt. Jemand spielt auf dem Klavier. Jerry beobachtet eine in Nebel gehüllte Frauengestalt, die ihn beschwört, sich von dem Instrument fern zu halten. Trotz der Warnung nimmt Jerry Klavierunterricht bei dem seltsamen Dr. Schreier. Doch es gibt Gerüchte, dass kein Schüler dessen Musikschule jemals wieder lebend verlassen hat ...

Jerome ist mit seinen Eltern in ein altes Haus gezogen. Während des Umzugs versucht er ihnen immer wieder alle möglichen Streiche zu spielen, auf die seine Eltern anfangs auch immer hereinfallen. Als Jerome auf dem Dachboden ein altes Klavier findet ist er sofort fasziniert und kann seine Eltern überreden Klavierstunden zu bekommen. Doch bereits in der ersten Nacht hört er eine leise, klagende Musik vom Dachboden. Wer spielt dort Klavier? Immer wenn Jerry der Sache auf den Grund gehen möchte, dann verstummt die Musik. Doch je näher seine Klavierstunden rücken, desto unheimlicher wird die Sache mit dem Klavier und auch die Musikschule die er bald besuchen soll scheint irgendwie komisch zu sein. Als Jerry seinen Eltern von seinen Beobachtungen erzählen will glauben sie ihm jedoch nicht mehr. Aber Jerry ist sich sicher, dass er einen Geist am Klavier gesehen hat. Doch was hat das zu bedeuten?


Die Geschichte "Das Geisterpiano" ist ein Werk aus der Gänsehaut-Reihe von R.L.Stine. Wie in so vielen Gänsehaut-reihen ist der Aufbau des Buches auch hier gleich. Die Schreibweise des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Zu Beginn stellt er seinen Protagonisten vor und von da an geschehen immer unheimliche Dinge und tragen den Protagonisten von Kapitel zu Kapitel. Zu Beginn lösen sich die Rätsel jedoch meist als Missverständnisse auf. Erst zum Ende hin kommen die richtig gruseligen Szenen, welche jedoch an das Lesealter angepasst sind. Ein junger Leser wird sich wohl gruseln, wir Erwachsenen lächeln wahrscheinlich müde darüber. Trotzdem ist die Story aber interessant und doch recht abenteuerlich zu lesen. Was mir in diesem Band richtig gut gefallen hat war, dass der Autor den Leser irre leitet. Man ist immer der Meinung, dass sich das Buch hauptsächlich um das Klavier drehen wird und das wohl noch irgendetwas gruseliges mit dem Klavier passieren wird. Das ist aber schließlich nicht so. 
Trotzdem hätte ich mir aber auch in diesem Buch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Für mich hat sich die Story trotz der einfachen Schreibweise an manchen Stellen sehr in die Länge gezogen. Auch einige Szenen schienen mir doch sehr übertrieben, so zum Beispiel die Begegnung mit dem Putzroboter in der Musikschule. Die neuen Freunde von Jerry sind mir auch ein bisschen zu kurz gekommen und die Erklärungen die die beiden abgeliefert haben, warum sie dies oder jenes gruselig finden, war dann doch auch ein bisschen dürftig oder blieb ganz aus. Das war schade.


Trotzdem gibt es von mir solide 4 von 5 Punkte und eine Leseempfehlung, besonders für kleine Lesefreunde, die sich ein bisschen gruseln wollen.



  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: cbj (1. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570209326
  • ISBN-13: 978-3570209325
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: Piano Lessons can be Murder
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 1,4 x 18,4 cm