Mittwoch, 7. Februar 2018

Greg´s Tagebuch #11 - Alles Käse! von Jeff Kinney

Zum Inhalt (Amazon):
Greg steht mächtig unter Druck. Seine Mom möchte unbedingt, dass er sich ein Hobby sucht, um "seinen Horizont zu erweitern". Aber das Einzige, was Greg wirklich gut kann, ist Videospiele spielen. So ein Käse! Doch als Greg im Keller eine alte Videokamera findet, hat er die Idee: Zusammen mit seinem besten Freund Rupert will er einen Horrorfilm drehen und allen beweisen, was für ein großes Talent in ihm steckt. Sein Ziel: eines Tages reich und berühmt zu werden. Aber ob der Plan wirklich aufgeht? 

Cover:
Passend zu der Reihe rund um Greg ist dieses Buch in einem satten rot gehalten, weicht jedoch dahingehend ab, dass der Bund rot/gelb gestreift ist. Auf dem Cover sehen wir Greg mit einem vollgepackten Rucksack, wie er auf einer Treppe schwankt. Das Cover ist durchaus ansprechend, jedoch sagt es dieses Mal nichts über den Inhalt der Geschichte aus. Wer die Reihe liebt, dem springt das Cover wohl sofort ins Auge, ich würde es geflissentlich übersehen, da mich die Reihe nicht wirklich überzeugen konnte und somit neue Cover für mich irrelevant sind.

Eigener Eindruck:
Greg ist wieder einmal in Schwierigkeiten. Während seine Mutter der Meinung ist, dass er unbedingt ein Hobby braucht, ist Greg der Meinung, dass Videospiele vollkommen ausreichen. Außerdem hat er festgestellt, dass nicht alles wahr ist, was die anderen sagen. Bei Rodrick war ihm das ja schon lange klar, aber auch bei seinen Eltern zeichnet sich dieses Schema ab. 

Als Halloween vor der Tür steht und Greg unbedingt mit auf eine Party will, bei der aber nur Kinder eingeladen werden, die in der Schulband spielen, da steht für Greg fest, dass er auch ein Instrument lernen will – zumindest nur bis die Party vorüber ist... Seine eltern besorgen ihm ein Blashorn und so muss Greg nun wohl oder übel mit zu den Proben und zu Hause versuchen überzeugend zu üben – doch das ist gar nicht so einfach, wie er dachte.
Außerdem entdeckt Greg im Keller eine Videokamera und süße Gummiwürmer, die verblüffend echt aussehen. Für Greg ist klar, dass er einen Horrorfilm drehen will. Rupert soll ihm dabei als Schauspieler helfen. Während das Drehbuch noch recht flott geschrieben ist, gibt es aber immer mehr Probleme bei der Umsetzung der Ideen. Und es kommt wie es kommen muss. Greg und Rupert sitzen bald wieder in mächtig großen Schwierigkeiten. So ein Käse!

Der elfte Band der Reige von Gregs Tagebuch aus der Feder von Jeff Kinney war, um es kurz und schmerzlos zu sagen, für mich eine einzige Katastrophe. 
Wie alle anderen Bücher ist auch dieses Buch in Form eines Tagebuchs gestaltet und wird nach jedem Abschnitt mindestens durch ein Comicbild begleitet, damit sich die jungen Leser die Situationen rund um Gregs Leben besser vorstellen und die Leseetappen besser einteilen können. 
Greg und Rupert als Charaktere sind mir mittlerweile wirklich mehr als über. Greg und Rupert entwickeln sich einfach nicht weiter. Sie sind genauso dumm wie immer. Rupert ist weiterhin zu gutgläubig und ein absoluter Schisser, vom stand der Entwicklung her fast noch im Kindergarten – sollte aber im achten Band eine Freundin gehabt haben... Da stimmt doch was nicht?! Greg ist weiterhin das gleiche ekelhafte Kind wie immer. Er ist egoistisch, versucht nur seine Vorteile aus allem zu ziehen und scheint in meinen Augen ganz und gar nicht lernfähig zu sein. Was mich richtig genervt hat, war, als Greg unbedingt ein teures Instrument braucht, nur um auf eine Party eingeladen zu werden und seine Eltern damit angelogen hat. Er hat von vornherein gewusst, dass er das nicht durchzieht, hat aber unbedingt dieses teure Instrument haben müssen. So etwas kann ich ja vielleicht leiden! Und dann im nächsten Zuge wieder Rupert ausnutzen, indem sie sich Greg ein gemeinsames Kostüm ausdenkt, nur damit er unbedingt mit darf. Diese Charakterzüge, die hier in dem Buch verherrlicht werden und dass Greg immer wieder damit durchkommt.. da kann man wortwörtlich sagen, dass einem da das kalte Kotzen kommt. Für mich haben die Bücher keinerlei Vorbildfunktion oder Lehrwerte. Eher im Gegenteil.

Im Großen und Ganzen muss ich anmerken, dass der Serie im Allgemeinen immer mehr der Saft ausgeht. Die Ideen werden immer absurder, die Handlungen von Greg immer dreister und wie bereits erwähnt, er entwickelt sich einfach nicht weiter. Irgendwie hat man das Gefühl, dass er seit den 11 Bänden noch nicht ein neues Schuljahr weiter gekommen ist – trotz der vielen Sommerferien und Herbstferien und Weihnachtsfeste. Dieses Kind ist samt seiner Familie einfach eine absolute Zumutung. Die Eltern setzen sich nicht richtig durch, die Kinder tanzen auf der Nase herum. Der junge Leser denkt wahrscheinlich, dass das so sein muss oder gar cool ist.

Nein, dieser Serie kann ich einfach absolut nichts mehr abgewinnen. Am Anfang war das alles vielleicht noch humorvoll und lustig. Aber selbst humorvolle Szenen oder gar eine emotionale Regung sucht man in diesem Band vergebens. Von mir gibt es aus diesem Grund auch keine Leseempfehlung und für mich endet die Reise mit Greg hier. Ich glaube kaum, dass ich mir noch einen weiteren Band kaufen werde. Ich bin mittlerweile einfach nur genervt von der Reihe.



Idee: 4/5
Charaktere: 1/5
Details: 3/5
Emotionen: 2/5
Logik: 2/5
Spannung: 2/5


Gesamt: 2/5


  • Gebundene Ausgabe: 218 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (4. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833936525
  • ISBN-13: 978-3833936524
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: Diary of a Wimpy Kid 11
  • Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 2,6 x 20,9 cm