Dienstag, 17. April 2018

Das a-ja Resort in Warnemünde - Teuer, aber das war´s dann auch...

Wir lieben es Kurztrips zu machen und auch, wenn man nur kurz an einem Ort verweilt, dann erwartet man ein bisschen etwas für sein Geld. Besonders bei sehr hohen Preisen für ein Zimmer hat man dann gewisse Ansprüche, die bei unserem Ostsee-Urlaub im Februar leider nicht erfüllt werden konnten. Leider waren wir sehr enttäuscht über das, was hier geboten wird. Das Hotel ist so sein Geld einfach nicht wert. Das grenzt schon an einer Frechheit.

Die Lage des Hotels ist optimal. Direkt am Strand gelegen hat man von den Zimmern durchaus immer die Möglichkeit auf den Strand zu sehen. Außerdem ist man schnell zu Fuß am alten Strom und kann dort die Restaurants/Sehenswürdigkeiten besuchen. Außerdem kann man in die entgegen gesetzte Richtung sehr schön zur Wilhelmshöhe wandern. Besser könnte ein Hotel in Warnemünde wohl nicht liegen.

Die Zimmer sind zwar modern eingerichtet, schauen auf den Fotos gut aus, sind dann aber dich eher enttäuschend. Sie sind doch recht klein - haben eher einen Jugendherbergestil. Das Bad wird lediglich durch eine Glasscheibe vom Zimmer abgetrennt. Beim Zähneputzen oder Duschen blickt man komplett in das Zimmer herein oder anders herum. Dem kann man zwar mit Vorhängen Abhilfe schaffen, aber ehrlich gesagt sahen sie einfach keimig aus. Das war eher unschön. Das nächste Problem eröffnete sich uns beim Duschen. Die Klotür kann zur Duschtür umfunktioniert werden... sollte dann aber auch geschlossen bleiben. Das tat unsere Tür nicht, somit war der kleine Vorraum, wo sich das Miniwaschbecken befindet fix geflutet und der Toilettenraum schwamm auch. Ganz großes Manko, die Bäder haben keinen Abzug, der Wasserdampf etc. entfleucht ins Schlafzimmer. No Go! Das Einzige was mir am Bad gefallen hat war die nette Gabe von einem Nivea-Duschgel. 
Das Zimmer war auch recht beengend. Hier hatte man noch einen kleinen Schreibtisch, einen Würfelhocker sowie eine Art Sofa mit Rolle, welches man sicher als Drittbett umfunktionieren kann. Außerdem gibt es einen eingebauten Kleiderschrank im Flur. Auf den ersten Blick gemütlich, auf den Zweitblick eine Katastrophe: die Rolle war mit hässlichen Flecken übersät. Da hatte man voll Lust sich auf dieses Sofa zu setzen. Außerdem entdeckten wir am Bett ziemlich komische Flecken an der Rückwand... putzen soll helfen. Obwohl wir über eine Kurzurlaubseite gebucht hatten und ein Schnäppchen gebucht hatten, sind wir der Meinung, dass das Zimmer sein Geld nicht wert war (129 € p.P. für 2 Nächte).

Über die Damen an der Rezeption kann man nicht klagen, sie waren nett und zuvorkommend. Als wir jedoch abreisten und ein Herr uns abkassierte und fragte, wie wir den Aufenthalt denn fanden und wir die Mängel des Zimmers aufgeführt hatten, war der so beleidigt und pappig, dass wir wohl hätten im Erdboden versinken müssen. 
Die Gastro hingegen wartet mit gestresstem Personal auf, welches ohne Rücksicht auf Verluste durch die Menge rennt - ausweichen ist kaum möglich, aber dazu später mehr.
Ansonsten haben wir nicht viel vom Personal mitbekommen, was aber anhand unseres kurzen Aufenthalts zu erklären ist.

Ich habe selten ein solches Chaos erlebt wie hier. Zum einen ist es schwer zu den Stoßzeiten (außerhalb der Saison!!!) einen Platz zu bekommen. Wenn du denn dann endlich einen Platz gefunden hast, dann beginnt der eigentliche K(r)ampf! Das Buffet erstreckt sich über den kompletten Raum in einem schmalen Gang, in dem zwei Menschen nebeneinander gehen können. Das führt dazu, dass sich alles staut, von hinten gedrängelt wird und du von gestressten Omis und Opis permanent getreten, geschubst oder mit Essen bekleckert wirst. Der Albtraum eines Erholungsurlaubs. Dazu kommt dann noch, dass alles mit überdimensionalen Pinzetten auf den Teller (Mini) geladen werden soll. Die Dinger sind mega unhandlich - und sind wir mal ehrlich, der Camembert klebt da dran wie Hubatz. Einzig der nette Eierbrater der die Omlette macht, hat mir echt den Tag gerettet. Nett, zuvorkommend - mein Held des Morgens.
Die Auswahl auf dem Buffet ist eine gute Mischung aus allem. Da ist für jeden etwas dabei. Ich hatte die Ehre ein Croissant für mich zu entdecken, was aber so pupstrocken war - trotz Marmelade, dass ich es habe zurückgehen lassen. Bei den Brötchen hatte ich dann mehr Glück.

Das a-ja bietet ein Spa-Bereich an, in dem man Sauna- und Poolbereich nutzen kann. Der Poolbereich ist ein bisschen klein, jedoch ausreichend für den einen oder anderen verregneten Tag (es gibt ein Kinderbecken, ein Becken mit Schwimmbahn sowie zwei Massagebecken und ein Außenbecken, eigentlich ganz cool). Was mich jedoch sehr enttäuscht hat war die Kälte die dort geherrscht hat. Das Wasser in den Massagebecken war zum Bibbern kalt, die Luft im Spa war noch kälter und wer mal die Toiletten aufsuchen musste, der ist wohl auf dem Weg halb erfroren. Es waren Minusgrade draußen, der Flur und die Toiletten nicht ansatzweise ein bisschen warm gehalten - Erkältungsgarantie! 
Was uns auch ein bisschen verwundert hat: Wir hatten ein Paket gebucht, bei dem Bademäntel all in waren, diese wurden und jedoch erst auf Nachfrage ausgehändigt - so etwas hätte gut und gerne schon auf dem Zimmer liegen können. Und Apropos Bademäntel: Kaputt und hart wie Brett, da hat man sich nicht gern mit eingemummelt.