Mittwoch, 15. November 2017

Schmetterlinge im Dunkeln von Kerstin Ruhkieck (bittersweets)

Zum Inhalt (Booklet):
Herzplatonisch – Sommerflattern – Patchworkliebe … Wie konnte ihre Mutter nur ohne Emma zu fragen mit einem neuen Mann zusammenziehen? Und ausgerechnet mit dem Vater von Emmas erklärtem Erzfeind Justus, einem Mädchenschwarm und Herzensbrecher. Noch ein Grund mehr ihn zu hassen – oder doch nicht? 

Das Buch:
Emma kann es nicht glauben, als sie heim kommt. Da sitzt Justus, ihr Erzfeind, in ihrem Zimmer und ihre Sachen sind plötzlich verschwunden. Ausrangiert in die Abstellkammer, was nun ihr neues Zimmer sein soll. Emma fällt aus allen Wolken, als ihre Mutter ihr eröffnet, dass Justus und sein Vater von nun an mit ihnen zusammen wohnen und ihre Mutter mit Justus Vater seit geraumer Zeit eine Beziehung führt. Nicht, dass Emma ihrer Mutter das Glück nicht gönnen würde. Aber muss es unbedingt Justus sein, den sie nun als Bruder bekommen hat? Justus, der bei allen Mädchen hoch im Kurs steht und scheinbar nichts anbrennen lässt? Für Emma steht fest, dass das die schlimmste Zeit ihres Lebens werden wird... oder doch nicht? Denn plötzlich scheint Emma Gefühle für Justus zu entwickeln.

Eigener Eindruck:
Die Geschichte rund um Emma und ihren neuen, ungeliebten Bruder Justus liest sich schnell und leicht. Die Idee an sich ist keine neue und wurde auch schon in anderen Romanen behandelt. An sich ist sie sehr gut umgesetzt, nur an einigen Stellen komme ich ganz schön ins hapern. Nämlich:
1. Wenn ihre Mutter einen neuen Freund hat, dann bekommt sie das über kurz oder lang mit. Kinder sind schlau.
2. Wird wohl kaum ein Elternteil sein Kind vor vollendete Tatsachen stellen und einfach den neuen Partner samt Kind einziehen lassen – das finde ich an den Haaren herbei gezogen.
3. Wenn er doch so ein Idiot ist, warum lässt sie sich erst auf eine Wette mit ihrer Freundin ein und fragt dann nach einem Date? Das ist für mich völlig unlogisch.
Was mich auch gestört hat war die Art der Emma. Erst stellt sie sich permanent als Opfer dar, dann wird sie selbst zur oberflächlichen Zicke und lernt nicht wirklich daraus, hatte ich das Gefühl. Irgendwie hat sie das für mich ungemein unsympathisch gemacht, genauso wie die anderen Protagonisten, sie lassen Emma so oft im Dunkeln tappen, dass das arme Mädchen ja falsche Annahmen treffen muss! Irgendwie finde ich diese Konstellation unglücklich und deshalb konnte mich die Story nicht wirklich überzeugen.


Cover:
Entgegen den anderen Covern der Reihe finde ich das Cover ganz neckisch gemacht, wenn auch wieder sehr sparsam, da hier lediglich als Hauptfarbe Lila verwendet wurde und Gelb für den Titel der Story. Einzig die Schmetterlinge – ebenfalls in Gelb – rund um den Titel frischen das Cover auf und machen neugierig. Sowohl die Schmetterlinge und die Farben passen jedoch zum Titel.

Daten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1868 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 87 Seiten
Verlag: bittersweet (17. Juni 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00Y2DZRM2


Idee: 4/5 
Charaktere: 3/5
Emotionen: 3/5
Details: 3/5
Logik: 3/5

Gesamt: 3/5