Dienstag, 10. August 2021

Broken Blade 01 von Yonosuke Yoshinaga

 


Zum Inhalt:

 Die Heimat oder die liebgewonnenen Freunde - was ist wichtiger?! Der Kontinent Cruzon, eine Welt, in der Menschen von Geburt an „magische“ Kräfte besitzen, wird von heftigen Auseinandersetzungen erschüttert. Es dreht sich alles um ein wertvolles, magisches Quarzmineral, dass die Grundlage jedes technischen Geräts sowie der mächtigen Golem-Mechas bildet. Und auch Rygart Arrow, einer der wenigen Talentlosen, wird vom gewaltigen Strudel der heraufziehenden Kriegswirren verschlungen. Die spektakuläre Kriegsgeschichte erzählt vom unerbittlichen Schicksal von vier, in enger Freundschaft verbundenen Menschen!

 

 

Cover:

Das Cover wirkt für den ersten Moment sehr interessant, auch wenn ich mir eigentlich auf den ersten Moment eine historische Rittergeschichte vorgestellt hatte. Zu sehen ist hier der Protagonist Rygart, welcher kampfbereit mit einem Schwert auf dem Boden hockt und dem Betrachter scheinbar gleich entgegenspringen will. Das macht neugierig und so habe ich auch beherzt zugegriffen und mir die Inhaltsangabe durchgelesen, welche vielversprechend schien.

 

Eigener Eindruck:
 In einer Welt voller Magie ist Rygart einer der wenigen „Talentlosen“ und muss ohne magische Hilfe im Leben auskommen. Als er vom König des Landes einbestellt wird, macht er sich auf eine lange, beschwerliche Reise. In der Wüste von Krishna wird er schließlich von einem General aufgegriffen, der ihn zum Palast bringt. Dort trifft er auf die Königin und den König des Landes, welche einst mit ihm zusammen die Schulbank gedrückt haben und die noch immer eine enge Freundschaft verbindet. Rygart soll die beiden unterstützen, denn der Feind ist ebenfalls ein ehemaliger Schulfreund und Gefährt des Trios. Zess fordert die Kapitulation und die Hinrichtung der Königsfamilie, doch das wollen die Freunde und das Volk nicht kampflos über sich ergehen lassen. Doch was soll Rygart ausrichten können, werden die großen Kampfmaschinen und Techniken dieser Welt alle durch Magie gelenkt? Als ein historischer Golem, eine Art Vorgänger der Kampfrobotoren, gefunden wird, scheint Rygarts Stunde gekommen. Doch wie soll er ihn lenken und warum ist ihr Freund Zess eigentlich so sehr darauf besessen seine Freunde umzubringen?

 

Der erste Band zu der Reihe Broken Blade kann sich absolut sehen lassen. Wir bekommen saubere und detaillierte Zeichnungen und obwohl die Welt so fremd scheint, bekommen wir genug Informationen, um uns bald in dieser fremden Welt zurecht zu finden, auch wenn das erst ab circa der Hälfte des Mangas der Fall ist. Die Charaktere sind allesamt wirklich toll ausgearbeitet und sogar bei Nebencharakteren hat der Mangaka auf ganz entzückende Details geachtet, sodass man sich kaum satt sehen kann und immer wieder hofft, dass sie vielleicht doch noch einmal auftauchen. Da es sich bei Rygart um einen Talentlosen handelt, muss man lange überlegen, warum gerade er einbestellt wurde und nicht andere, magische Charaktere. Es dauert dann leider ein bisschen, bis die Situation sich auflöst, aber so lange hat man Zeit die Technik, die Magie und die anderen Zusammenhänge in diesem Band zu begreifen. Ganz perfekt ist der Manga also nicht, aber er verspricht eine wirklich interessante Storyline zu haben. Ich bin jedenfalls auf den Folgeband gespannt und denke, dass wir mit Rygart in einem gewissen Sinne noch unser blaues Wunder erleben werden.

 

Fazit:

Es dauert zwar eine Weile, bis man in die Geschichte hineinfindet, doch dann bekommt man einfach grandiose Zeichnungen und eine recht interessante Storyline, die noch jede Menge Spannung verspricht. Ein Blick in diese Reihe scheint sich also zu lohnen.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 3/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

  • Herausgeber ‏ : ‎ TOKYOPOP; 1. Edition (9. Mai 2012) 
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch 
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 164 Seiten 
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3842004028 
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3842004023 
  • Lesealter ‏ : ‎ 13 - 16 Jahre 
  • Abmessungen ‏ : ‎ 12.6 x 1.7 x 18.7 cm

Meine erste Liebe von Iroha Megu (OneShot)

 


Zum Inhalt:

 Zehn Jahre ist es jetzt her, seit Miyako vor den Gefühlen zu seinem Jugendfreund die Flucht ergriffen hat. Erst die Einladung zu dessen Hochzeit bringt die beiden wieder miteinander in Kontakt. Während Miyako noch versucht, seine unerfüllte Liebe endgültig zu vergessen, tritt plötzlich ein anderer Mann auf den Plan. Yuya, der jüngere und äußerst attraktive Bruder seines Jugendschwarms, gesteht Miyako seine jahrelange Zuneigung und entfacht damit einen Sturm aus alten und neuen Sehnsüchten ...

 

 

Cover:

Das Cover zu diesem One-Shot ist recht nichts aussagend. Wir sehen hier das Portrait des Protagonisten Miyako, welcher dem Betrachter nachdenklich entgegen blickt und dabei eine Art Fischerhut trägt. Das sagt rein gar nichts zum Inhalt der Geschichte aus und Betrachter tappen hier voll und ganz im Dunkeln. Es zeigt weder eine Gefühlsregung in Hinsicht auf eine Sehnsucht zu einer Person, noch dass die Hauptgeschichte sich rund um eine Hochzeit dreht, nichts. Außerdem täuscht das Cover über die schlechte Qualität der Zeichnungen im Innenteil hinweg, was für mich schon fast einem Betrug gleichkommt, da ich öfter auch einmal nur nach Cover oder Inhaltsangabe shoppe, ohne einen Blick ins Buch zu werfen.

 

Eigener Eindruck:
 Der junge Mann Miyako ist aufgeregt, denn nach zehn Jahren trifft er seine heimliche Liebe und seinen besten Freund Atsuya wieder. Doch nicht, um ihm endlich seine Gefühle zu gestehen, sondern um dessen Hochzeit mit seiner Verlobten beizuwohnen. Ziemlich hart für ihn, denn noch immer hegt er Gefühle für ihn und noch immer stehen so viele Dinge unausgesprochen im Raum. Das ändert sich schlagartig, als Atsuyas Bruder Yuya auftaucht und Miyako gehörig den Kopf verdreht…

 

Dieser One-Shot-Manga aus der Feder von Iroha Megu hat mich leider auf ganzer Linie enttäuscht. Die Zeichnungen sind sehr schlecht und ähneln eher Skizzen als allem anderen und die Storyline ist recht verwirrend und schlussendlich von der Abhandlung her so lahm, dass man einfach keinen Spaß am Lesen hat. Da kommen kaum neue Ideen und neben der Storyline von gut 50 Prozent, sind die Charaktere dann nur am rumhöckern, worauf ich auch gern verzichten kann. Hinzu kommt für mich, dass der Protagonist für mich sehr flatterhaft erscheint. Verliebt seit 10 Jahren und deshalb auch noch den Kontakt fast abgebrochen, weil er sich deswegen so gegrämt hat und schwupps kommt der Bruder vorbei und schon ist alles Leid vergessen und die beiden müssen auch sofort übereinander herfallen… Nein, das ist dann doch nicht ganz so meine Thematik und mein Geschmack. Da gibt es weiß Gott bessere Romance-Mangas. Vielleicht bin ich auch aufgrund des Titels, welcher eine schöne Liebesgeschichte versprochen hat, mit zu hohen Erwartungen an die ganze Sache heran gegangen, aber effektiv war das hier eine absolute Bruchlandung. Fraglich, ob ich mir überhaupt noch ein Werk des Autors ansehen werde.

 

Fazit:

Geschmierte Zeichnungen und keine fesselnde Storyline. Dieses Werk solltet ihr meiner Meinung nach lieber liegen lassen, wenn ihr euch nicht ärgern wollt.

 

 

Idee: 4/5

Charaktere: 1/5

Logik: 2/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9782889511136

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 186 Seiten

Verlag: KAZÉ Manga

Erscheinungsdatum: 06.06.2018

Blue Exorcist 01 von Kazue Kato

 


Zum Inhalt:

 Rin ist wirklich kein Unschuldslamm. Ständig prügelt er sich und kümmert sich auch nicht um einen Job, wie er sollte. Trotzdem liebt ihn sein Ziehvater, Vater Fujimoto. So sehr, dass er sich für ihn opfert, als eines Tages Rins richtiger Vater vor der Tür steht: der Leibhaftige selbst. Doch sein leiblicher Vater kann Rin gestohlen bleiben. Was hat der schon für ihn getan? Vater Fujimoto, der war ein wahrer Vater. Und deshalb wird Rin alles tun, um ihn zu rächen!


Cover:

Das Cover hat mich neugierig gemacht. Zu sehen ist hier der Protagonist Rin, welcher durch seine verstrubbelten Haare, seine spitzen Ohren, seinen aufmüpfigen Gesichtsausdruck und seine extravaganten Klamotten ins Auge sticht. Dieses Cover schreit regelrecht danach, dass man zugreifen soll und man kann kaum umhin sich wenigstens die Inhaltsangabe durchzulesen. Gut gemacht.

 

Eigener Eindruck:
 Der Jugendliche Rin lebt bei Pastoren und handelt sich immer wieder eine Menge Ärger ein, so als könnte er einfach nicht anders. Vater Fujimoto fungiert als sein Vormund, hat für ihn aber wirklich so etwas wie eine Vaterrolle übernommen, auch wenn die beiden scheinbar immer wieder aneinander geraten. Außerdem hat Rin eine besondere Gabe. Er kann erkennen, wenn Menschen von einem Dämon befallen sind. Dann sieht es so aus, als wären sie von einer Art Asche umgeben. Als Rin angegriffen wird, geschieht jedoch das Unfassbare. Aus Rin bricht eine Art blaue Flamme aus und somit ist klar, dass Rin nicht ganz menschlich ist. Er muss die Pastoren verlassen. Doch der nächste angriff durch den Höllenfürsten höchstselbst lässt nicht lange auf sich warten, denn dieser hat ganz eigene Interessen an Rin, soll der doch schließlich dessen Sohn sein. Um Rin die Flucht zu ermöglichen opfert sich Vater Fujimoto und Rin schwört Rache. Mit Hilfe des Schwertes Kurikana und seinem Stiefbruder Yukio,  Mephisto Pheles soll er zum Exorzisten ausgebildet werden und besucht fortan auch eine Schule dafür…

 

Die Geschichte von Rin liest sich dynamisch und schnell. Die Ideen zu dem Werk sind einmalig und es macht Spaß in eine völlig neue Welt einzutauchen. Dabei fallen vor allem die sauberen Zeichnungen auf, welche das Lesevergnügen steigern. Einziger Wermutstropfen sind die Charaktere, welche zwar sehr vielschichtig sind, jedoch in meinen Augen ein bisschen zu übertrieben dargestellt werden und dadurch Emotionen weniger glaubhaft machen. Während der Beginn des Mangas noch wirklich interessant und fesselnd ist, bekommt man jedoch ab dem Punkt, wo Rin die Schule besuchen soll, einen Spannungsdämpfer. Irgendwie ist dem Mangaka der Übergang nicht so ganz gelungen, denn wird fallen von spannenden und actiongeladenen Szenen in eine Art Kleinbruderkrieg, der wahrscheinlich humorvoll und dynamisch sein soll, aber irgendwie recht kindisch wirkt. Sieht man aber davon ab, bekommt man eine ganz solide Geschichte mit Potential nach oben. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie es weiter geht und kann euch den ersten Band durchaus empfehlen. Wahrscheinlich spricht der Manga mit seiner Art eher das männliche Klientel an, da es hier hauptsächlich um Kämpfe geht, seien es Überlebenskämpfe, Schwertkämpfe oder Machtkämpfe untereinander – romantische und verspielte Elemente findet ihr hier definitiv nicht.

 

Fazit:

Eine wirklich interessante und dynamische Geschichte, die meiner Meinung nach aber noch eine Menge Potential nach oben hat. Ich werde die Reihe weiter beobachten.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9782889400003

Sprache: Deutsch

Ausgabe: E-Buch Text

Umfang: 202 Seiten

Verlag: KAZÉ Manga

Erscheinungsdatum: 12.03.2015

Vampir Miyu 03 von Karumi Kakinouchi

 


Zum Inhalt:

Miyus Mittschülerin Yukimi wird von einem Puppendämon verfolgt. Miyu beginnt Nachforschungen anzustellen und findet heraus, dass ihr Mitschüler Itsuki nicht ganz unschuldig an der Situation ist. Denn er scheint den Puppendämon auf Yukimi angesetzt zu haben. Doch noch eine andere, große Macht in Form der Eiskönigin Reika mischt sich in die Geschehnisse ein. Außerdem bekommt Miyu eine neue Mitschülerin welche jedoch ganz genau zu wissen scheint wer Miyu ist und von dem sie begleitet wird…


Cover:

Das Cover ist wieder sehr hübsch anzusehen. Wir sehen hier die Protagonistin Miyu in einem Seitenprofil, während sich hinter ihr die Eiskönigin bedrohlich aufzubauen scheint. Das passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte und macht definitiv neugierig.

 

Eigener Eindruck:
 Der dritte Teil der Reihe rund um die Vampirin Miyu und ihren dämonischen Diener Lemures beinhaltet zwei Geschichten, welche jedoch auch eng miteinander verknüpft sind. Zum einen haben wir den Fall rund um den Puppendämon und die Eiskönigin, welche die Herrscherin der dritten Grenze ist. Und wir haben die Dämonen, welche sich zusammentun, um Lemures zu entführen und versuchen Miyu aus dem Weg zu räumen. Die Grundidee der beiden Geschichten ist durchaus spannend und erfrischend. Jedoch hat es der Mangaka wieder einmal geschafft die Story so fad zu verpacken, dass es eher ermüdend ist. Dabei bleiben durch sprunghafte Szenen außerdem wieder wichtige Faktoren wie Logik, Spannung und Emotionen voll und ganz auf der Strecke, was wirklich traurig ist, denn die Grundidee hat einfach Potential. Weiterhin muss ich ehrlich zugeben, dass mir der Zeichenstil immer mehr missfällt, auch wenn er für sein Alter entsprechend sehr aktuell und modern war, aber ich finde ihn mittlerweile recht lieblos – effektiv genau wie die Storyline. Mir erschließt sich noch immer nicht, wie aus so einem faden Thema so ein erfolgreicher Anime entstehen konnte – man hat hier viele sprunghafte Lücken gestopft, das ist die einzige Erklärung für mich. Schade ist das jedoch für den Manga, welcher in der Qualität einfach nur schlecht ist und somit meine hohen Erwartungen einfach nicht mehr erfüllen kann. Somit breche ich die Reihe vorerst ab und widme mich Themen, die mich mehr fesseln und begeistern können.

 

Fazit:

Weiterhin nicht wirklich fesselnd und sehr verwirrend in seiner Story. Leider kann ich hierfür keine Leseempfehlung aussprechen.

 

 

Idee: 4/5

Charaktere: 2/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 1/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783551754035

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 200 Seiten

Verlag: Carlsen

Montag, 9. August 2021

Missile Happy! 04 von Miki Kiritani



Zum Inhalt:

Ro hat seine Prüfung bestanden! Jetzt sollte eigentlich alles gut werden... Doch der romantische Urlaub zu zweit entpuppt sich als Ausflug mit Familie und Freunden, bei dem Mikako ihrem Freund aus dem Weg geht. Kaum ist der Urlaub überstanden, folgt der nächste Schock: Ro soll tatsächlich schon Vater sein...

 

Cover:

Das Covergefällt mir überhaupt nicht, auch wenn es vielleicht verspielt wirken soll. Jedoch trifft es so ganz und gar nicht meinen Nerv, weil es mir von der Optik her nicht gefällt. Wir sehen hier auf dem typischen Hintergrund Mikako, welche freudestrahlend auf den Betrachter zuzuspringen scheint und dabei eine Waffe in der Hand hält. Irgendwie recht verstörend und sehr unpassend.

 

Eigener Eindruck:
 Ro und Mikako unternehmen mit der Familie einen Ausflug ans Meer in das Ferienhaus von Ros Familie. Hier scheint es zu spuken und was hat es mit dem geheimnisvollen Raum auf sich den Mikako auf keinen Fall betreten soll? Außerdem taucht ein Kind bei Ro und Mikako auf, das felsenfest behauptet, dass Ro sein Vater ist! Und dann kommt es noch zum Supergau, als Ro plötzlich als Ersatzlehrer an Mikakos Schule unterrichten soll und die beiden ihre Beziehung verheimlichen müssen! Wird ihnen das gelingen?

 

Auch im vierten Band entführt uns der Mangaka wieder in die Welt von Mikako und Ro, bei denen es einige Probleme zu lösen gilt und bei der vor allem die Eifersucht wieder im Vordergrund steht, denn allein durch die Geheimniskrämerei an der Schule muss Mikako immer wieder mit ansehen, wie ihr geliebter Ro von ihren Mitschülerinnen angeschmachtet wird. Im Großen und Ganzen sind die Kurzgeschichten die hier rund um das Paar präsentiert werden recht unspektakulär. Zwar werden verschiedene Themen angeschnitten, aber es fehlt hier auch wieder an wirklich glaubhaften Emotionen und auch die Spannung bleibt wieder mehr als nur ein bisschen auf der Strecke. Wer nicht viel nachdenken will und nicht viel erwartet, der kann hiermit sicher glücklich werden, aber für mich sind diese Passagen zumeist recht enttäuschend, auch wenn der Mangaka versucht alle Situationen auch humorvoll zu verpacken. Es ist wie gesagt ganz nett, aber überragend eben auch nicht. Hinzu kommen wieder die teilweise skizzenartigen Designs die meiner Meinung nach auch hätten besser ausgearbeitet werden können. Schade.

 

Fazit:

Man darf weiterhin nicht zu viel erwarten. Durch die vielen Kurzgeschichten wirkt das Werk recht unrund.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783551771643

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 187 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 01.10.2005

Othello 04 von Satomi Ikezawa


Zum Inhalt:
 Die sechzehnjährige Yaya hat es nicht gerade einfach! Zu Hause hält sie ihr Vater an der kurzen Leine und in der Schule fühlt sie sich isoliert und einsam. Ewiges Opfer von Hohn und Spott ihrer "Freundinnen" Seri und Moe, bricht es ihr schließlich fast das Herz, als sich ihre Lieblingsband JULIET auflöst . Doch dieses ganz normale Teenie-Drama hat eine ungewöhnliche Wendung parat! Sieht die unscheinbare, hilflose und schüchterne Yaya in einen Spiegel, verwandelt sie sich in ihr komplettes Gegenteil: Nana! Nana ist das schlaue starke Supergirl und heizt nicht nur den beiden Zicken Seri und Moe gehörig ein!! Bei Othello geht es um die Veränderung der Persönlichkeiten, um Verwirrspiele und Verkleidungen. Mit doppelbödiger Ironie und ihrer eigenen Art von Humor schickt uns die Autorin auf eine Reise zwischen den Welten.


Cover:

Das Cover ist an sich nicht schlecht, spricht mich persönlich aber leider nicht an. Wir sehen hier die Protagonistin wahrscheinlich als Nana, wie sie auf den Betrachter regelrecht herabschaut und irgendwie sehr psychopathisch wirkt. Das ist echt nicht mein Fall. Schade.

 

Eigener Eindruck:
 In der Schule entbrennt ein Machtkampf zwischen Hano und Nana. Während die Oberzicken Seri und Moe Hano verraten, was es mit Nana beziehungsweise mit Yaya auf sich hat, versucht Hano immer wieder Nana/Yaya vorzuführen ist aber schlussendlich selbst die gelackmeierte. Hano erkennt die Schizophrenie von Yaya immer mehr und schmiedet einen neuen Plan, obwohl diese sie vor großem Unheil bewahrt…

 

Ja also nein, das kann man so nicht mehr ertragen. Verwirrend war die Reihe ja sowieso schon, aber dass irgendwie das Pferd von hinten aufgezäumt wird, das nervt einfach nur, denn effektiv braucht Hano vier Anläufe, um darauf zu kommen, dass Yaya schizophren ist. Einmal bekommt sie das von den Oberzicken gesteckt, dann noch zweimal als sie Nana vorführen will und dann schließlich wegen eines banalen Kratzers kommt sie dahinter dass Yaya Nana ist… Nun, okay, manche sind eben schwer von Begriff, aber das war doch etwas zu langatmig und lahm. Spannung und Humor sucht man in diesem Band vergebens, stattdessen bekommt man in dem sowieso schon kaum zu durchblickenden Verwirrspiel immer noch einen drauf gesetzt, sodass man wirklich nicht mehr durchblicken kann. Was das nun wieder bringen soll, das erschließt sich mir nicht, außer, dass man als Leser genervt feststellen muss, dass man die Reihe wohl besser abbricht. Sinn und Zweck der Übung war das sicher nicht, aber der Manga hat für mich qualitativ so sehr nachgelassen, dass für mich mit diesem vierten Band vorerst einfach Schluss ist. Schade um das Geld und die Zeit. 

 

Fazit:

Leider ist es mittlerweile noch verwirrender geworden und ich breche die Reihe vorerst ab. Daher kann ich auch keine Leseempfehlung mehr aussprechen.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783898859196

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Verlag: Egmont Manga und Anime Europe

Erscheinungsdatum: 01.10.2004

Othello 03 von Satomi Ikezawa

 


Zum Inhalt:

 Die sechzehnjährige Yaya hat es nicht gerade einfach! Zu Hause hält sie ihr Vater an der kurzen Leine und in der Schule fühlt sie sich isoliert und einsam. Ewiges Opfer von Hohn und Spott ihrer "Freundinnen" Seri und Moe, bricht es ihr schließlich fast das Herz, als sich ihre Lieblingsband JULIET auflöst . Doch dieses ganz normale Teenie-Drama hat eine ungewöhnliche Wendung parat! Sieht die unscheinbare, hilflose und schüchterne Yaya in einen Spiegel, verwandelt sie sich in ihr komplettes Gegenteil: Nana! Nana ist das schlaue starke Supergirl und heizt nicht nur den beiden Zicken Seri und Moe gehörig ein!! Bei Othello geht es um die Veränderung der Persönlichkeiten, um Verwirrspiele und Verkleidungen. Mit doppelbödiger Ironie und ihrer eigenen Art von Humor schickt uns die Autorin auf eine Reise zwischen den Welten.


Cover:

Das Cover gefällt mir wieder recht gut. Es zeigt die Protagonisten Nana/Yaya, welche dem Betrachter wieder sehr herausfordernd entgegen blickt und kampfbereit scheint. Auffällig ist hierbei, dass Nana/Yaya hier mit schwarzen Haaren daher kommt und einen völlig neuen Style präsentiert und doch hat die Art und Weise des Zeichenstils eine gewisse Wiedererkennungsmarke.

 

Eigener Eindruck:
 Nach Nanas grandiosen Auftritt will der Musikproduzent Shingyoji diese unbedingt kennen lernen und Moriyama soll dies organisieren. Doch schon bald erkennt der Produzent ihr schizophrenes Ich und versucht sie einzuwickeln. Doch Moriyama ist schnell zur Stelle um dies zu verhindern. Doch bevor es zu weiteren Vorkommnissen kommt, taucht Yaya wieder an der Oberfläche auf und kann sich natürlich nicht mehr daran erinnern was geschehen ist. Viel Zeit zum Aufatmen bleibt Yaya aber nicht, denn sie bekommt noch einen neuen Mitschüler in ihre Klasse. Hano ist ebenfalls Musiker und versucht Yaya schlecht zu machen wo es nur geht. Klar, dass Nana da nicht lange auf sich warten lässt und Hano eine Abreibung verpasst. Nun hofft dieser in Yaya eine Verbündete gegen Nana zu finden…

 

Verwirrend geht es im dritten Band weiter und ich muss ehrlich gestehen dass mir das ganze Hin und Her zwischen Nana und Yaya immer schwerer fällt und deswegen auch lustige oder spannende Szenen für mich ihren Reiz verlieren. Es wird wirklich mühsam zu verstehen in welcher Rolle das Mädchen nun auftaucht, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass ihre Persönlichkeiten miteinander verschwimmen. Anstrengend wird auch, dass Yaya scheinbar immer wieder Opfer diverser Mobbingangriffe wird und scheinbar alle Gefallen daran finden ihr das Leben schwer zu machen und auch noch alle anderen rundherum einfach nur zusehen. Das ist mies, das macht keinen Spaß und vor allem ist diese Situation aufgrund der vielen Vorkommnisse abgedroschen und langweilig. Durch den stetigen Wechsel zwischen den Persönlichkeiten leiden für mich auch Emotionen und Logik, sodass die Geschichte einfach nur noch so langhin plätschert und für mich jeweiligen Reiz verloren hat. Schade. Ich habe zwar keine Hoffnung mehr, dass der Manga noch einmal einen Aufschwung erlebt, aber ich werde mir dennoch den nächsten Band holen, vielleicht habe ich ja Glück.

 

Fazit:

Da es immer verwirrender wird, verliere ich langsam die Lust am Lesen und kann diesen Manga somit auch leider nicht mehr weiter empfehlen. Schade.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783898859189

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 170 Seiten

Verlag: Egmont Manga und Anime Europe

Erscheinungsdatum: 01.08.2004

Othello 02 von Satomi Ikezawa

 


Zum Inhalt:

 Die sechzehnjährige Yaya hat es nicht gerade einfach! Zu Hause hält sie ihr Vater an der kurzen Leine und in der Schule fühlt sie sich isoliert und einsam. Ewiges Opfer von Hohn und Spott ihrer "Freundinnen" Seri und Moe, bricht es ihr schließlich fast das Herz, als sich ihre Lieblingsband JULIET auflöst . Doch dieses ganz normale Teenie-Drama hat eine ungewöhnliche Wendung parat! Sieht die unscheinbare, hilflose und schüchterne Yaya in einen Spiegel, verwandelt sie sich in ihr komplettes Gegenteil: Nana! Nana ist das schlaue starke Supergirl und heizt nicht nur den beiden Zicken Seri und Moe gehörig ein!! Bei Othello geht es um die Veränderung der Persönlichkeiten, um Verwirrspiele und Verkleidungen. Mit doppelbödiger Ironie und ihrer eigenen Art von Humor schickt uns die Autorin auf eine Reise zwischen den Welten .


Cover:

Das Cover gefällt mir wieder recht gut. Es zeigt die Protagonisten Nana/Yaya, welche cool in modischen Klamotten post und dem Betrachter aufmüpfig entgegenblickt. Das passt sehr gut zum Wandel des Charakters, auch wenn es recht wenig über den Inhalt der Geschichte aussagt.

 

Eigener Eindruck:
 Ein neues Schuljahr beginnt und die beiden Oberzicken Seri und Moe wollen sich an Yaya rächen und spielen ihr einen Streich am Karpfenteich. Dumm nur, dass kurz darauf Yayas zweites Ich die Macht übernimmt und den beiden Zicken ordentlich einheizt. Außerdem trifft Yaya ihren heimlichen Schwarm Moriyama wieder und kann kaum glauben, dass sie fortan in eine Klasse gehen sollen. Wäre da eben nur nicht das Problem, dass sie sich regelmäßig in Nana verwandelt und sich nach ihren Eskapaden an rein gar nichts erinnern kann. Als Yayas Cosplayfreunde ihre coole Aktion mit dem Zug noch einmal erleben wollen, taucht dort auch Seri auf und versucht Yaya herunterzuputzen. Doch wer steht ihr nun gegenüber Yaya oder Nana? Außerdem rettet Nana das Konzert von Moriyama, als dieser nicht singen kann. Doch damit enttarnt sie sich selbst und ihr Umfeld und sie selbst müssen sich fragen, ob sie mit den ständigen Veränderungen klarkommen, die Yaya/Nana durchläuft.

 

Der zweite Teil von „Othello“ kann sich wieder einmal richtig sehen lassen. Es gibt wieder jede Menge toller Zeichnungen und auch eine Story, die sich gewaschen hat. Humor steht hier an erster Stelle, wenn Nanan/Yaya sich prügelnd und strafend durch die Welt bewegt und an allen Rache nimmt, die ihrem schüchternen Ich ans Leder wollen. Außerdem bekommen wir viel Emotionen, wenn es darum geht, dass Yaya sich heimlich in Moriyama verliebt hat und diesem ja so gern näherkommen möchte, was wiederum für Nana kein Problem darstellt. Einzig was mich an diesem Manga wirklich nervt ist der ständige Wechsel zwischen den Persönlichkeiten von Yaya zu Nanna und umgekehrt. Man verliert irgendwann wirklich den Faden und dann ist man sich nicht mehr so sicher, wer denn hier was erlebt. Aber das macht nicht nur dem Leser zu schaffen, auch Nana/Yaya muss sich damit konfrontieren, dass sie immer wieder die Persönlichkeit wechselt und sie muss für sich entscheiden wie sie damit klarkommt. Und auch ihr Umfeld muss erkennen, dass Yaya ein Problem hat – mehr oder minder. Es bleibt also spannend, wie es weiter geht und ob Yaya jemals ihr zweites Ich unter Kontrolle bekommen wird.

 

 

Fazit:

Humorvoll, aber doch leicht verwirrend. Trotzdem kann ich es wieder empfehlen, denn hier werden die Lachmuskeln definitiv gefordert.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783898859172

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Verlag: Egmont Manga und Anime Europe

Erscheinungsdatum: 01.04.2004

Happy Marriage?! 04 von Maki Enjoji

 


Zum Inhalt:

 Nach dem Neujahrsessen bei Hokutos Familie bleiben die beiden in einem Hotel, doch entgegen Chiwas Erwartungen schläft Hokuto nicht mit ihr. Als Chiwa am nächsten Morgen den Grund wissen will, kann Hokuto ihre Aufregung nicht verstehen. Sie stürmt wütend aus dem Hotel und betrinkt sich. Als es fast zu einer Aussprache zwischen ihr und Hokuto kommt, wird dieser wie so oft dringend in die Firma bestellt. Chiwa will geduldig auf ihn warten, doch als sie sich etwas zu essen kaufen geht, wird sie auf offener Straße entführt ...


Cover:

Das Cover ähnelt den anderen dieser Reihe und zeigt wieder das Paar Chiwa und Hokuto, was durchaus passend ist und somit einen absoluten Wiedererkennungsfaktor hat. Fraglich ist hierbei nur, ob die beiden sich in diesem Band nun endlich näherkommen oder nicht, denn vom Cover her sieht das wirklich danach aus.

 

Eigener Eindruck:
 Nach der Familienfeier denkt Chiwa, dass sie und Hokuto sich endlich näherkommen. Doch weit gefehlt. Denn Hokuto schläft nicht mit ihr. Als sie am nächsten Morgen mit ihm darüber sprechen will, lässt er sie auch noch einfach stehen, weil er einen wichtigen Anruf bekommt. Zu viel des Guten. Chiwa betrinkt sich und ertrinkt darauf fast in der Badewanne, was ihr megapeinlich ist. Sie nimmt sich vor auf Hokuto zu warten und dann mit ihm ein klärendes Gespräch zu führen. Doch als sie zum Supermarkt geht, wird sie entführt! Schnell wird klar, dass Hokutos Cousin hinter der Sache steckt und das Abenteuer endet mit einem Ausflug im Krankenhaus, wo Chiwa ein Gespräch belauscht aus dem sie schließt, dass sie Hokuto nur im Weg steht. Sie will die Scheidung!

 

Die Romanze zwischen den beiden unfreiwilligen Eheleuten Chiwa und Hokuto geht also in die nächste Runde. Mit gewohnt guten Zeichnungen präsentiert der Mangaka den vierten Teil der Reihe „Happy Marriage?!“. Mit einer guten Portion Humor aber ebenso viel Liebe zum Detail und einer ordentlichen Portion Emotionen werden wir hier durch die Geschichte geführt. Dabei fällt leider aber vor allem auf, dass die beiden Protagonisten sich das Leben unnötig schwer machen und die eine oder andere Reaktion doch recht kindisch ist. Sieht man davon ab, bekommt man aber wieder eine sehr solide und dynamische Geschichte, die die beiden Eheleute durchleben. Dabei muss sich vor allem Chiwa wieder die Frage stellen, ob es das ist, was sie will und wie sie ihr Leben weiter gestalten will. Die Rolle Hokuto ist weiterhin recht bedeckt und kommt erst zum Ende des Bandes mit seinen Absichten und seinen wirklichen Gefühlen daher. Nun darf man also gespannt sein, wie es mit den beiden Charakteren weiter geht und welche Probleme sie wohl noch zu bewältigen haben, denn mit 10 Gesamtbänden scheint hier noch einiges zu passieren. Hoffentlich bleibt uns die Spannung erhalten und die Mangaka neigt nicht dazu die Geschichte nun zu verkitschen.

 

Fazit:

Eine recht solide Fortsetzung des Mangas, auch wenn das ganze Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten langsam etwas kindisch wird. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weiter geht und ob die Geschichte ihren Spannungsbogen wieder aufrechterhalten kann. 

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783842027251

Sprache: Deutsch

Ausgabe: E-Buch Text

Umfang: 192 Seiten

Verlag: TOKYOPOP

Erscheinungsdatum: 18.08.2016

Der Clan der Wölfe 01 - Donnerherz von Kathryn Lasky

 


Zum Inhalt:

 Der kleine Faolan wird mit einer leicht verdrehten Pranke geboren und von seinem Clan verstoßen. So verlangt es der Brauch der Wölfe: Welpen, die anders sind, werden ausgesetzt. Überleben sie, werden sie wieder in den Clan aufgenommen. Faolan hat Glück im Unglück, denn eine Grizzlybärenmutter nimmt sich seiner an. Doch dann verschwindet die Bärin nach einem Erdbeben spurlos und Faolan macht sich auf, sie in den Frostlanden zu suchen.


Cover:

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Das Haupthema dieses Covers ist die Farbe Blau. Wir sehen hier im oberen Teil den Kopf eines silberfarbenen Wolfes und unterhalb des Covers einen Wolf, welcher an einem Meer oder See entlang rennt, ebenfalls in silbergrau. Vermutlich soll es sich hierbei um Faolan, den Protagonisten des Buches handeln. Das passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte.

 

Eigener Eindruck:
 Da er mit einer missgebildeten Pfote geboren wird, werden Faolan und seine Mutter aus dem Clan ihres Rudels verstoßen. Während seine Mutter sich einen neuen Clan suchen muss, wird Faolan von der Obea des Rudels zum Sterben ausgesetzt, so will es das Gesetz. Doch durch Zufall überlebt Faolan seinen ersten Überlebenskampf und wird von der Braunbärin Donnerherz aufgenommen, welche seine Ankunft als Zeichen ihrer Götter sieht. Obwohl Bären und Wölfe grundverschieden sind, versucht Donnerherz den kleinen Wolf auf das Leben vorzubereiten und erzählt ihm alles, was sie weiß. Faolan könnte sich nicht glücklicher schätzen. Doch eines Tages ist Donnerherz verschwunden und Faolan begibt sich auf die Suche nach ihr durch gefährliches Land. Er ist sich sicher, dass seiner Ziehmutter etwas zugestoßen sein muss und nun muss er wieder einmal mehr um sein Leben kämpfen…

 

Die Geschichte von Faolan liest sich sehr angenehm von der Schreibweise her. Man kommt sehr schnell im Buch voran und wird nur an wirklich langatmigen Stellen aufgehalten. Es ist interessant das Leben aus Sicht von Faolan und Donnerherz zu erleben und so die wilde und raue Welt der Wölfe zu entdecken. Zeitweise waren die Gebärden und die Art und Weise der Tiere wirklich befremdlich, aber wenn man sich dann in Erinnerung gerufen hat, dass es sich hier eben um Tiere und nicht um Menschen handelt, dann war man schnell wieder in seinem Element. Die Autorin versteht es mit Spannungsmomenten und Emotionen zu arbeiten und geht dabei sehr detailliert vor, sodass kaum Fragen offen bleiben. Trotzdem schafft sie es aber auch, dass sich das Buch an einigen stellen recht zieht, zum Beispiel, als Faolan in der Höhle ist und die Geschichte der Wölfe entdeckt. Das war dann doch unnötig in die Länge gezogen. Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt ist das Ende recht offen, was man aber verknusen kann. Ich für meinen Teil bin schon gespannt, wie es weiter geht und hoffe, dass Faolan vielleicht sogar in dem Clan, wo er schlussendlich landet, einen höheren Posten erlangen kann. Traurig stimmt mich noch immer das Schicksal von Donnerherz, das beschäftigt mich noch lange nach dem Buch. Aber ich glaube, dass ich bereits gesehen habe, dass die Autorin nicht nur über die „Wächtereulen“ und die „Clanwölfe“ geschrieben hat, sondern, dass es auch eine Reihe mit Bären gibt. Vielleicht trifft man Donnerherz ja da noch einmal wieder.

 

Fazit:

Eine wirklich interessante und lesenswerte Geschichte, wenn man Tiere als Protagonisten mag und vielleicht sogar auf Geschichten steht, die von Wölfen handeln. Ich für meinen Teil kann hier eine absolute Leseempfehlung geben. Das ist mal etwas anderes. 

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783473525621

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 256 Seiten

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

Erscheinungsdatum: 17.06.2016