Dienstag, 29. September 2026

Per Nilsson - So lonely

 Die erste Liebe kann wahrlich enttäuschen…



Zum Inhalt (Booklet):
Als er ihr zum ersten Mal begegnet, ist er sechzehn. Kein Junge mehr, aber auch noch kein Mann. "Sie kam aus dem Nebel. Ihr rotes Haar erhellte meinen Morgen, erhellte mein Leben", schreibt er später in sein Tagebuch, von einem Verlangen erfüllt, das er vorher nicht gekannt hat. Es dauert Monate, bis sie die ersten Worte wechseln, bis seine Sehnsucht einen Namen bekommt: Ann-Katrin. Sie reden und lachen miteinander, sie treffen sich, sie werden Freunde. Und kurz vor den Sommerferien, einen Tag bevor er als Austauschschüler in die USA fliegt, schlafen sie miteinander. Für ihn ist es das erste Mal. Er schickt ihr sehnsuchtsvolle Liebesbriefe. Als er nach vier endlos scheinenden Wochen wieder zu Hause ist, kann er es kaum erwarten, sie wiederzusehen. Aber die Freude ist kurz: denn sie hat inzwischen mit einem anderen geschlafen. Er ist verzweifelt. Denkt an Selbstmord. Vernichtet alles, was ihn an sie erinnert. Lässt sie nicht mehr an sich heran. Irgendwie gelingt es ihr dann aber doch, ihm klarzumachen, was er ihr bedeutet. Vielleicht hat ihre Beziehung doch noch eine Chance. Wer weiß.



Cover:

Das Cover ist recht schlicht gehalten. Es zeigt hauptsächlich einen blauen Grund, darauf ein zerrissenes Foto eines Paares sowie eine Zitrone, was sehr gut zum Inhalt passt, so für mich aber nicht ansprechend war. Der Inhalt lockt, aber der Schein trügt – zumindest für mich.



Eigener Eindruck:

Als er sie zufällig im Bus sieht ist es sofort um ihn geschehen. Fortan kann er an nichts mehr denken außer an sie. Ann-Kathrin, Herztrost, Foxi. Er hat viele Namen für sie. Als sie sich dann endlich näher gekommen sind, scheint es nur noch sie für ihn zu geben, doch dann muss er erkennen, dass eine Reise auch alles verändern kann…



Die Geschichte stammt aus der Feder von Per Nelson und soll eines der besten Werke sein, so behauptet es zumindest die Inhaltsangabe. Ich persönlich bin von dem Werk aber enttäuscht gewesen. Es wird alles aus der Sicht des Protagonisten erzählt. Erst wie er sich an alles erinnert, dann das schrittweise abarbeiten der Szenen wie kennenlernen, näherkommen, schließlich die Sehnsucht, die Erkenntnis, dass nichts für ewig ist… Das Ganze ist mal geschrieben wie ein Nachrichtenverkehr, dann wieder aus seinen Gedanken heraus. Das war an sich nicht schlimm, aber ich bin mit der Art und Weise einfach nicht klargekommen. Richtig derb wurde es dann mit dem Auftritt von „Nazi-Hans“, welcher wohl der „Trennungsgrund“ der beiden war oder auch sein sollte. Das war dann doch befremdlich. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erhofft habe als nur ein paar schräge Teeniegedanken. Ich hatte gehofft, dass das alles vielleicht auch anders gestaltet ist. Einem anderen kann das sicher gefallen, aber für mich war es einfach nicht tragbar.



Fazit:

Tatsächlich konnte ich dem Buch rein gar nichts abgewinnen. Schreibweise, Thematik, Ausdruck, das war mir alles zu viel, zu befremdlich und durch diesen Schreibstil hatte ich wirklich meine Mühe am Ball zu bleiben. Es ist mir persönlich schleierhaft, wie das Buch so gehyped werden kann und konnte. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.



Idee: 3/5

Charaktere: 1/5

Logik: 1/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 2/5





Gesamt: 1/5



Daten:

Ausgabe: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 01.09.2011

ISBN: 9783841501400

Sprache: Deutsch

Umfang: 160 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

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