Samstag, 12. Juli 2025

Ein Jahr in Australien - Julica Jungehülsing

 

Ein Jahr in Australien?

Oder Meckerrunde in Bondi?

 

Zum Inhalt (Booklet):
 Julica Jungehülsing lebt in dem Land, in dem die Wüste rot ist und die Strände weiß, wo Fahrgäste dem Busfahrer beim Aussteigen danken und die Kinder vor dem Radfahren Surfen lernen: In diesem Buch erzählt sie von ihrem Alltag in Sidney, Abenteuern im Outback, dem Strand vor der Tür und von den unkompliziertesten Menschen der Welt, den "Aussis".

 

Cover:

Das Cover hatte mich gleich angesprochen, da ich bereits einige Bücher der Reihe gelesen habe und diese mir doch recht gut zugesagt haben. Wir sehen hier einen Ausschnitt mit Surfbrettern und das macht natürlich gleich Lust auf Strand und Meer und dann das natürlich mit meinem Lieblingsreiseziel Australien verbunden, was will man eigentlich mehr? Da greift man doch gern zu!

 

Eigener Eindruck:
 Australien, Sehnsuchtsziel von so vielen Reisenden. Doch meist ist nach ein paar Wochen schon wieder Schluss und man muss sich wieder dem Alltag widmen, was würde man doch dafür geben hier wohnen zu dürfen? Diesen Wunsch erfüllt sich die Autorin und nimmt uns mit auf ihre Reise auf der anderen Halbkugel. Es gilt eine Wohnung zu finden, Freundschaften zu knüpfen und das Leben als Aussi zu genießen. So weit so gut und das ist ja auch genau das, was man eigentlich so lesen will. Natürlich erwartet man als Leser auch Storys aus dem Outback und dem Rest von Australien, aber die Autorin drückt sich hauptsächlich nur am Bondi Beach herum, motzt dann später auch mal gern gegen die Touristen und macht sich für mich damit sehr unbeliebt, denn Mädel, du bist auch nur zu Gast. Und auch wenn ich deinen Lebensstil da feire, weil du nicht davor zurück schreckst auch gebrauchte Dinge zu nehmen und alles sehr simpel zu halten, so habe ich doch manchmal das Gefühl, dass dir so etwas eben nicht reicht, das merkt man spätestens an den Kaffeefloskeln, die sich durch das Buch wie ein roter Faden ziehen. Welcher Kaffee mag wohl der beste sein, so kommt es mir jedenfalls vor. Effektiv war das Buch für mich leider eher enttäuschend, der richtige Titel wäre wohl gewesen „Ein Jahr am Bondi Beach“. Dann hätte man sich nicht auf die anderen, nicht erwähnten Erlebnisse so gefreut.

 

Fazit:

Leider konnte mich dieses Büchlein so gar nicht überzeugen. Von Australien bekommt man hier lediglich viel Bondi Beach zu sehen, der Rest fällt hinten runter, obwohl das ja eigentlich mit das Spannende ist! On top meckert die selbst erst zugewanderte Touristin meiner Meinung nach zu sehr über die anderen Touris. Das macht doch sehr unsympathisch.

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783451069130

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 192 Seiten

Verlag: Verlag Herder

Erscheinungsdatum: 16.08.2016

 

 

Freitag, 11. Juli 2025

Gott f*ckt gut von Michael Soze

 

An Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen…

 

Zum Inhalt (Booklet):
 Manchmal hart, doch manchmal vielleicht auch zärtlich? Ein Mann Mitte dreißig flieht aus Venedig und lässt Feuer, Tod und sein früheres Leben hinter sich. Als Fotograf reist er von Ort zu Ort, um Aufträge des mysteriösen Daddy zu erfüllen. Er verliert sich in einem Rausch aus fremden Körpern, Sex und intimen Augenblicken, die sein Leben verändern. Im Sog von Lust und Rastlosigkeit fühlt sich sein Leben absolut und echt an - doch wird er auch zu sich selbst zurückfinden?Ein rasanter Roman wie eine durchzechte Nacht. "Gott fickt gut" vereint Sinnsuche, Sex und die Stimmung eines Thrillers zu einer nachdenklichen, aber auch unterhaltsamen und explosiv-erotischen Mischung.

 

Cover:

Das Cover ist ja eigentlich schon Aussage genug, aber ihr kennt mich, ich mache vor Nichts halt…obwohl das hier vielleicht besser gewesen wäre. Wir sehen hier ein schlichtes Cover mit blauem Grund und schlicht und einfach mit dem Titel des Buches in Farbe Gelb war es das dann auch schon. Unspektakulär, von der Wortwahl her provokativ.. 

 

Eigener Eindruck:
 Gleich vorweg… ich es gibt gar nicht so viele Eimer wie ich k*tzen möchte… Selten hab ich solch einen Mist gelesen wie hier, aber gern möchte ich euch meine Meinung erklären. Wer nicht gespoilert werden möchte, der möge jetzt aufhören zu lesen, für die anderen: es folgt ein kurzer Abriss des Abscheulichen und Abstrusen. 

Der Protagonist des Buches startet seine Reise in Venedig, wo er sich erst einmal auf einem Mordopfer einen schüttelt und sein Werk dann in Flammen aufgehen lässt. Was für ein Einstieg in das Buch und hey… das waren noch nicht mal die ersten 20 Seiten. Da fragt man sich ja, kann es noch mehr schockieren? Ja kann es, denn in Folge der nächsten Kapitel reist der Mörder-Protagonist durch die Welt und rammelt sich da in jeglich erdenklichen Weisen durch die Schwulenszene, dass einem wirklich schlecht davon werden kann. Da werden Praktiken vollzogen bei denen du dich schlussendlich einfach nur fragst, ob das hier mal ein HardcorePo**no-Drehbuch werden sollte oder was der Autor uns hier allgemein damit sagen wollte... Nicht gelebte Träume? Ein Hilfeschrei? Zum Ende hin serviert uns der Autor sogar noch den Versuch einer romantischen Dreiecksbeziehung, aber da hängst du eigentlich noch immer mit den Gedanken beim Anfang, wo er sich über die Leiche hergemacht hat. Nein, das muss man nicht haben und ich bin schockiert, dass so etwas verlegt und auch noch verkauft werden darf und durfte. Da schüttelt es wirklich den Hund mit der Hütte. Muss sowas sein? Möge man mir den Eimer reichen… Lieber Autor, schreiben kannst du ja, aber der Inhalt ist einfach nur jenseits des guten Geschmacks. 

 

Fazit:

Es gibt ja so Bücher, bei denen fragst du dich warum man die geschrieben hat beziehungsweise wie man dann auch noch einen Verlag findet der so etwas verlegt. Das hier ist ja schlimmer als jeder Po**ofilm und dann auch noch on top sowas von mit Abgründen der Menschheit behaftet, da fliegen einem echt die Socken weg. Von mir gibt es keine Leseempfehlung. Ich muss meine Augen und meinen Kopf waschen!

 

Idee: 2/5

Charaktere: 1/5

Logik: 1/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 1/5

 

 

Gesamt: 1/5

 

Daten:

ISBN: 9783959852357

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 208 Seiten

Verlag: Bruno Gmünder

Erscheinungsdatum: 01.08.2016

 

 

In China essen sie den Mond von Miriam Collée

 

Eine neue Heimat,

ein neues Leben,

aber ist es wirklich das, was man erwartet hat?

Zum Inhalt (Booklet):
Ein Haus an der Alster, die Schaukel im Garten, die Biokiste vor der Tür – eine junge Familie scheint am Ziel ihrer Träume angelangt. Wäre da nicht das Jobangebot aus China: Miriam, 35, Tobias, 37, und Amélie, 3, ziehen nach Shanghai, wo sie es als einzige Langnasen in chinesischer Nachbarschaft mit Fengshui-Geistern, toten Hühnern auf der Wäscheleine, regnenden Klimaanlagen, schwimmenden Fahrrädern und provisorischen Tupperdosen-Toiletten zu tun bekommen.
Die STERN-Journalistin Miriam Collée erzählt von einem außergewöhnlichen Jahr, das sie mit viel Humor, Liebe, Verzweiflung und Tsingtao-Bier überlebte.

Cover:

Das Cover hat mir eigentlich sehr gut gefallen, es zeigt in einem comicarigem Stil eine Szene, mitten aus dem Leben. Wir sehen hier eine dreiköpfige Familie, bei der die Eltern zu diskutieren scheinen, während die Tochter interessiert in eine Richtung wegrennt. Über der Familie sind leinen gespannt an denen vereinzelt Kleidungsstücke hängen. Erst der Titel und seine Schriftart lassen vermuten, dass es sich hier um eine Geschichte aus den asiatischen Gefilden handelt. Und doch hat es mich angesprochen. Es wirkt frisch, fröhlich und zuversichtlich.

Eigener Eindruck:
Die Autorin berichtet hier aus eigener Erfahrung, was sie bei einem neuen Leben in China erwartet hat und ja, wer solche Bücher kauft, der weiß ja eigentlich schon, dass man hier nicht nur auf Schickimicki trifft, sondern eben auch mit der knallharten Realität konfrontiert wird, wo es dann eben auch einmal chaotisch werden kann oder die eine oder andere Anekdote zum Vorschein kommt. Zumindest hatte ich mir dieses Buch eben auch so vorgestellt. Junge Familie macht eben ihren Weg in China. Was ich hier aber leider schon sehr bald feststellen musste war, dass dieses Buch zwar sehr schön das alltägliche Leben aus China berichtet, wenn man sich hier erst einmal zurecht finden muss, aber scheinbar eben auch eine endlos lange Liste an Jammerei und Katastrophen. Ja, die hätte ich nicht haben wollen, da bin ich ehrlich, aber es ist ja jetzt nicht so, dass man sich das eine oder andere nicht schon vorher hätte denken können oder sich darüber informieren. Stattdessen schlittert die Familie los, scheinbar ziemlich unorganisiert und sehr blauäugig. Das ändert sich dann im Laufe der Zeit und wird zu einer wahren Farce, wenn sich die Kindermädchen ständig die Klinke in die Hand geben oder eben die Bauarbeiter wieder einmal Pfusch am Bau betreiben. Es vergeht kaum eine Seite wo nicht eine Katastrophe wartet und damit verbunden endlos lange Phasen von Jammereien, sodass man sich irgendwann fragt: Mädel, warum hast du deinen Aufenthalt eigentlich verlängert? Warum hast du das dir und vor allem deinem Kind weiter angetan? Totales Unverständnis meinerseits. War das Buch die Art der Autorin um ihren endlosen Frust noch einmal abzulassen? Denn eigentlich gibt es hier kaum positive Dinge die mir im Gedächtnis geblieben sind… Selten habe ich ein Buch erlebt, welches für mich regelrecht ein Stimmungsstaubsauger war. Schade irgendwie, aber das Buch kann ich nicht weiter empfehlen.

Fazit:

Wer ein dickes Fell hat und die ständige Jammerei der Autorin ertragen kann und obendrein noch Schadenfroh ist, der wird hier seine Geschichte finden und viel Spaß daran haben, wer so etwas gar nicht mag, dem rate ich von diesem Buch dringend ab, es nervt einfach nur noch, wenn man einen bestimmten Punkt erreicht hat…

Gesamt: 1/5

Daten:

ISBN: 9783841212115

Sprache: Deutsch

Ausgabe: eBook

Umfang: 267 Seiten

Verlag: Aufbau Digital

Erscheinungsdatum: 15.07.2016

Freitag, 4. Juli 2025

Meine Rezepte gegen Liebeskummer von Vincent Klink

Liebe geht durch den Magen,

Trennungen auch!

Zum Inhalt (Booklet):
Jeder Mensch kennt Liebeskummer, und oft bekämpfen wir ihn mit Frustessen. Nur leider fühlt man sich nach dem Verzehr von Eis in Literbechern in der Regel nicht besser – im Gegenteil!
Deshalb sollte man in Sachen Herzschmerz den Rat des Kochs einholen, der weiß, was in solchen Fällen schmeckt und der Seele guttut: Der lebenserfahrene Vincent Klink verrät in diesem Buch, wie man mit gutem Essen den Liebesschmerz lindern und die Tränen wieder trocknen kann.

Cover:

Das Cover ist sehr simpel, wir sehen hier einen Kochtopf und Besteck und darunter baumelt ein zerbrochenes Herz. Nun, das sagt alles aus und ist somit recht passend, aber vom Hocker haut mich dieses Cover nicht wirklich. Wenn das Buch jetzt nicht unbedingt günstig zu haben gewesen wäre, hätte ich es wohl nicht gekauft.

Eigener Eindruck:
Liebe geht durch den Magen, auch bei Trennungen, denn gegessen wird immer. Mit einigen Lebensweisheiten rund um das Thema Trennung und zu den Abschnitten dazugehörigen Rezepte wartet dieses kleine Büchlein auf. Aber sind wir mal ehrlich, Geschmäcker sind verschieden und jeder geht ja bekanntlich mit Trennungen anders um. So ist das Buch zwar eine nette Idee, aber doch an einigen Stellen vielleicht auch fehl am Platz. Würde man sich das selbst kaufen nach einer Trennung? Wohl eher nicht. Würde man sich als Beschenkter darüber freuen? Grenzwertig…aber eher auch nicht. Nachkochen kann man die Rezepte durchaus, aber ich würde sie jetzt nicht als Allheilmittel gegen Trennungen betrachten. Das Büchlein war ein netter Zeitvertreib ja, einfach um mal andere Meinungen zu solch einem Thema zu erfahren, aber wirklich abgeholt hat es mich nicht. Für mich gehört das Buch so in die Kategorie, kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht.

Fazit:

Leider hat mich das Buch weder von den Weisheiten noch von den Rezepten her abgeholt, daher gibt es von mir keine Leseempfehlung.

Gesamt: 2/5

Daten:

ISBN: 9783499633287

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 64 Seiten

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 17.11.2017

Donnerstag, 3. Juli 2025

Little People, Big Dreams 59: Nelson Mandela von Isabel Sanchéz Vegara

 

Ein Leben für das eigene Volk,

ein Leben als Kämpfer.

 

Zum Inhalt (Booklet):
 Seine Eltern nannten ihn Rolihlahla, in Xhosa, seiner Muttersprache, hieß das Unruhestifter. Als er in die Schule kam, gab ihm die Lehrerin den englischen Namen Nelson. Aber seine rebellische Natur konnte sie ihm nicht nehmen. Ein Leben lang kämpfte er gegen die weiße Vorherrschaft in Südafrika, weshalb er fast 30 Jahre im Gefängnis saß. Nach seiner Entlassung wurde er der erste schwarze Präsident seines Landes. Für sein beispielhaftes Engagement erhielt er den Friedensnobelpreis.

 

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut und passt wieder ganz wunderbar in die Reihe „Little People, big dreams“. Zu sehen ist hier diesmal im comicartigem Stil die Titelfigur Nelson Mandela. Freunde der Reihe werden hier nun also schon wissen, dass es sich hier um eine kindgerechte Biografie des Ausnahmepolitikers handelt.

 

Eigener Eindruck:
 Da sehr viele das Leben des Nelson Mandela kennen, komme ich hier gleich zur Bewertung des Buches. Wer die Reihe kennt, der wird hier einen stetig gleichen Aufbau finden. Wir bekommen mit einfachen Sätzen und anhand eines Zeitstrahls durch das Buch das Leben von Nelson Mandela nähergebracht. Dabei stützt sich das Buch vor allem auch auf alte Fotografien und Darstellungen im comicartigen Stil. Das Ganze ist nicht zu überladen und selbst für die kleinen Knirpse gut verständlich, was ich bei solchen Büchern dann doch immer sehr wichtig finde. Aber auch als Erwachsener kann man hier noch lernen und Neuigkeiten erfahren, wenn man sich noch nicht eingehend mit der Person beschäftigt hat. Eine Win-Win-Situation für jeden Leser, wenn man es so nimmt. Auch lassen sich die Bücher sehr gut vorlesen, sodass man mit seinen Liebsten auch gemeinsam die Geschichte entdecken und lernen kann.

 

Fazit:

Wieder ein sehr gelungenes Buch für Kinder über das Leben einer berühmten Persönlichkeit. Zwar denke ich, dass vor allem die Kleinsten noch nicht so viel damit anfangen können, aber erwachsene Leser können hier durchaus auch ihren Spaß daran haben und ich würde wetten, dass es genug gibt, die diese Reihe als Schmuck sammeln.

 

Gesamt: 5/5

 

Daten:

ISBN: 9783458179856

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 32 Seiten

Verlag: Insel Verlag

Erscheinungsdatum: 02.04.2023

Altersempfehlung: ab 4 Jahre

Mittwoch, 2. Juli 2025

Frida und ihre Freunde von Christine Maria Sonnenschein

Auf der Suche nach neuen Projekten bin ich über dieses Büchlein gestoßen und war sofort von den bezaubernden Werken auf dem Cover angetan. Da musste ich als Fortgeschrittener Häkler gar nicht lange überlegen udn was soll ich sagen? Das Buch enttäuscht nicht. Wir bekommen hier zu Beginn eine Einleitung in Materialien, Häkeltechniken und diverses zusätzliches Know-How für die Fertigstellung der Amigurumi-Figuren. Das finde ich persönlich für Anfänger sehr wertvoll. Außerdem gibt es einen kleinen Exkurs zum Lesen der Anleitung mit seinen Abkürzungen. Dinge die für mich nicht neu waren, aber durchaus nett sind. Die Auswahl der Projekte ist herzallerliebst udn es macht Spaß diese nachzuempfinden. Dabei ist auch für jeden Skill etwas dabei, sodass auch blutige Anfänger hier gut ein Ergebnis erzielen können. Was ich bei den Werken besonders toll finde ist, dass einige der Figuren umgezogen werden können und man so natürlich diverse Kleidung anfertigen kann. Der Hit bei kleinen Kindern, aber auch zum Verschenken eine ganz wunderbare Sache. Einzig was mir bei solchen Büchern immer ein bisschen traurig erscheint ist die Materialauswahl - da wäre vor allem für Anfänger immer eine Liste mit alternativen Garnen eine ganz feine Sache, denn nicht immer kann man davon ausgehen, dass die Materialien ewig zu haben sind. Von mir gibt es trotzdem eine absolute Kaufempfehlung!

ISBN: 9783735871305
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Gebundenes Buch
Umfang: 144 Seiten
Verlag: Frech
Erscheinungsdatum: 14.08.2024

Dienstag, 1. Juli 2025

Alle Jahre Widder von Martin Klein

 

Ein brennender Wunsch zu Weihnachten,

ein Hase, der seinen Job überdenken will

und der allgemeine Wahnsinn rund um Weihnachten.

Zum Inhalt (Booklet):
In diesem Jahr herrscht Chaos in der himmlischen Weihnachtsorganisation: Die Rentiere streiken und es müssen Tiere aus der ganzen Welt eingestellt werden, damit die Geschenke pünktlich ankommen. Durch einen technischen Fehler landet auch das winzige, aber sehr verwegene Kaninchen Widur unter den Bewerbern. Bei der Einarbeitung der Gasttiere geht dann auch alles schief. Ob sie es noch rechtzeitig bis Weihnachten schaffen werden?

Cover:

Das Cover fand ich eigentlich recht witzig mit dem Hasen der in weihnachtlicher Umgebung Schlitten fährt. Das hat mich neugierig gemacht und so habe ich hier zugegriffen.

Eigener Eindruck:
Ganz großes Problem kurz vor Weihnachten! Die Rentiere streiken und wollen dieses Jahr keine Geschenke austeilen, da sie der Meinung sind, dass sie mehr Urlaub haben müssten. Da muss sich die Organisation beim Weihnachtsmann etwas einfallen lassen und so dürfen sich alle Tiere bewerben, die denken, dass sie das Zeug als Ersatz-Rentier haben. Unter ihnen ist auch ein verwegener Hase, welcher durch schlagfertige Argumente weiterkommen will. Währenddessen werden auf der Erde noch immer Wünsche ausgesprochen und einer davon ist der eines kleinen Mädchens die sich nichts sehnlicher wünscht als einen Hasen, aber war sie auch artig genug? Und halten sich die Geschenk-Vergabe auch an ihre Vorschriften?

Diese kleine Geschichte stammt aus der Feder von Martin Klein und ist im Carlsen Verlag erschienen, welcher kurze Geschichten auch gern im Mini-Format veröffentlicht. So ist man hier schnell durch das Büchlein gewuppt und kann diese als netten Zeitvertreib verbuchen. Leider konnte mich die Geschichte aber nicht abholen. Auch wenn die eine oder andere Stelle durchaus amüsant ist, so hat mir hier irgendwie das gewisse Flair gefehlt. Weder der Witz noch der Versuch weihnachtlicher Stimmung konnten mich hier abholen, was den Lesefluss für mich ungemein gehemmt hat. On top hatte ich auch meine Probleme überhaupt erst in der Geschichte anzukommen. Die Geschichte war für mich irgendwie zu chaotisch, zu flach und leider eben dadurch so gar nicht meins. Schade.

Fazit:

Ich fand es einfach blöd, so ehrlich muss ich es sagen. Ich konnte weder mit der Geschichte noch mit der Schreibart warm werden. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.

Idee: 3/5

Charaktere: 2/5

Logik: 2/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

Gesamt: 2/5

Daten:

ISBN: 9783551312730

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 112 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 01.10.2013

Freitag, 27. Juni 2025

Andrea Erne - Der Traktor

 Der Traktor!

Faszination für Klein und Groß,

aber was macht der eigentlich so?


Zum Inhalt (Booklet):
Der Traktor kann fast alles: Felder pflügen, Anhänger ziehen, Lasten heben und einiges mehr. Dieses Buch vermittelt spielerisch mithilfe vieler Bewegungsklappen erstes Sachwissen über das wichtigste Fahrzeug auf dem Bauernhof. Welche Geräte kann man an den Traktor anschließen? Was macht er nachts auf dem Feld? Sogar beim Tanken, Reparieren und Reifenwechsel können Kinder in diesem Buch zuschauen.
Wieso? Weshalb? Warum? junior
Die Sachbuchreihe für Kinder von 2-4 Jahren


Cover:

Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Kindgerecht wird hier im comicartigem Stil ein Traktor dargestellt und das war auch das, was unserem Jüngsten sofort ins Auge gesprungen ist und somit führte auch kein Weg mehr an diesem Büchlein vorbei. Damit reiht sich dieser Band aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ ganz wunderbar in die Serie mit ein. Unverkennbar auch hier wieder die typische Aufmachung. Wer ein Buch der Reihe kennt, der weiß somit, auf was er sich hier einlässt.


Eigener Eindruck:
Traktoren stehen derzeit bei unserem Jüngsten hoch oben im Kurs und so kamen wir nicht an diesem Büchlein vorbei. Kindgerecht wird hier alles rund um das Thema Traktor dargestellt. Dabei gibt es kurze und knackige Sätze, welche sich ganz wunderbar vorlesen lassen und passend dazu auf jeder Seite ganz wunderbare Illustrationen, welche zusätzlich noch mit Aufklapptürchen versehen sind und so Vorgänge rund um die Landmaschine besser darstellen. Was mir an der Reihe ganz besonders gut gefällt sind die dickeren Seiten, sodass auch kleine Finger beherzt zugreifen können, ohne das Buch gleich zu zerstören. Diese Büchlein machen immer und immer wieder Spaß und es ist schön zu sehen, wie auch die Jüngsten so spielerisch die Welt entdecken können. Sei es die Arbeit des Traktors auf dem Feld oder gar im Wald oder als Gabelstapler. Da leuchten Kinderaugen.


Fazit:

Für mich wieder ein ganz toller Band aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“. Von mir gibt es eine klare (Vor)Leseempfehlung!


Gesamt: 5/5


Daten:

ISBN:9783473328154

Sprache:Deutsch

Ausgabe:Spiralbindung

Umfang:16 Seiten

Verlag:Ravensburger Verlag GmbH

Erscheinungsdatum:01.01.2010

Altersempfehlung:ab 24 Monate

Freitag, 13. Juni 2025

Die Insel - Steen Langstrup

Deine Verlobte ist tot,

gestorben, weil ihr auf einer einsamen Insel zurückgelassen wurdet.

Doch auf der Insel ging auch nicht alles mit rechten Dingen zu.

Ist sie wirklich tot?

Und bist du schuld an der Tragödie?

 

Zum Inhalt (Booklet):
Du erwachst in einer paradiesischen Umgebung, auf einer kleinen tropischen Insel. Warmer Sand, Palmen, das glasklare weite Meer vor dir. Wie bist du hierhergekommen? Du fühlst dich nicht gut. Hast Schmerzen. Dann kommt die Erinnerung. Ein Tauchgang. Ihr seid vom Boot abgetrieben worden. Du - und deine Freundin Selina. Du siehst sie, nur wenige Meter entfernt. Sie ist schwer verletzt. Ihr Atem versiegt. Du kannst nichts tun. Sie stirbt in deinen Armen. Es wird Nacht. du bist ganz allein mit einer Toten. Oder?

 

Cover:

Das Cover gefällt mir ganz gut. Es ist recht schlicht gehalten. Wir haben hier hauptsächlich einen schwarzen Untergrund bei dem dann das Schemen einer Insel blau heraussticht. Das passt ganz gut zum Inhalt der Geschichte und macht durchaus neugierig. Nicht zu viel, einfach und doch wirkungsvoll.

 

Eigener Eindruck:
Als der Protagonist dieser Geschichte nach und nach seine Erinnerungen bei einem Gespräch mit einer Polizeibeamtin wieder erlangt, da ist er sich noch sicher, dass der Tod seiner Verlobten die Schuld von betrügerischen Einheimischen ist. Doch je mehr er berichtet, desto mehr Erinnerungen kommen wieder hoch und schlussendlich ist er sich gar nicht mehr sicher, ob sie wirklich tot war oder ob alles wirklich so geschehen ist, wie er berichtet. Kann es sein, dass er doch ihr Ableben zu verschulden hat? Doch was hat es dann mit dieser rätselhaften Nacht auf der Insel auf sich und warum sind die Personen, die sie auf die Insel gebracht haben nicht mehr auffindbar… was ist wahr, was ist falsch?

 

„Die Insel“ stammt aus der Feder von dem Autor Stehen Langstrup. Man kommt sehr schnell in die Geschichte herein und kann sich auch schnell mit dem Protagonisten anfreunden, welcher die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Dabei wechseln wir immer wieder zu Erinnerungspassagen und dann wieder zu einer Verhörzelle, in der er sich gegenwärtig befindet und versucht seine Unschuld zu beweisen. Es dauert ein bisschen bis die Geschichte wirklich in Gang kommt, aber dann muss ich sagen haben mir die Details sehr gut gefallen und auch die Art, wie der Autor Emotionen verarbeitet. Das hat schon was. Trotzdem war die Geschichte aber leider auch recht enttäuschend, denn sehr schnell habe ich für mich den Verlauf vorhersehen können und auch da Finale war nicht unbedingt spannend. Das Ende beleibt recht offen, jedoch bedient es sich hier einem recht klassischen Klischee aus der Horrorwelt. Schade, da hätte für mich noch mehr Zündstoff kommen können, aber so plätschert die Geschichte von Anfang bis ende einfach dahin. Viel Potential ist vorhanden, warum das Buch angeblich so gefeiert wurde, wie beschrieben das ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Es ist ein guter Durchschnitt, aber überragend ist es keinesfalls. Irgendwie fehlt immer das gewisse Etwas.

 

Fazit:

An sich eine nette Idee, jedoch auch sehr vorhersehbar, wenn man schon die eine oder andere Zombiegeschichte kennt. Trotzdem macht es Spaß, wie der Autor mit den Emotionen des Protagonisten gespielt hat. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für ein paar entspannte strandtage mit Buch. Hier muss man nicht viel nachdenken, einfach nur geschehen lassen.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783453439573

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 320 Seiten

Verlag: Heyne

Erscheinungsdatum: 13.05.2019

 

 


Donnerstag, 12. Juni 2025

Dein Blut auf meinen Lippen von Claudia Gabel

 

Du bist kurz vor deinem 16ten Geburtstag

Und du weißt, dass du ab da ein Leben führen musst,

welches du kategorisch ablehnst.

Aber was willst du tun, wenn du ein Vampir bist

und dein Schicksal vorbestimmt ist?

Und kann man als blutsaugendes Monster überhaupt lieben?

 

Zum Inhalt (Booklet):
Es war die Fledermaus und nicht die Lerche. Im fernen Transsilvanien kämpfen zwei Dynastien um die Macht: Die Capulets, sie sind Vampire, jagen die Montagues ihres kostbaren Blutes wegen. Im Gegenzug versuchen diese, sie auszurotten. Die Feindschaft der Sippen hat schon unzählige Opfer gefordert. Auch ein Pakt zwischen Lord Capulet und König Radu bringt nicht den erhofften Frieden. Da geschieht etwas Unerhörtes: Die Tochter Lord Capulets, Julia, weigert sich, standesgemäß zu heiraten. Den Grund darf sie nicht nennen: Sie ist in Romeo verliebt. Einen Menschen ...Die berühmte Geschichte von Romeo & Julia mit Vampiren.

 

Cover:

Das Cover finde ich sehr gut gelungen. Wir sehen hier ein recht düsteres Ambiente, welches regelrecht nach Vampir schreit. Wir sehen außerdem auf meinem Cover ein Liebespaar sowie das Schemen einer alten Burg, passend zum Inhalt der Geschichte. Wir bekommen hier also die Grundinformationen zum Buch geliefert und Freunde der dunklen Literatur werden hier gern zugreifen.

 

Eigener Eindruck:
Transsilvanien. Vlad der Pfähler musste seinem Konkurrenten König Radu weichen und mit ihm seine blutrünstige Schar Vampire, welche ihm einst zur Macht verhalfen. Viel aus den glanzvollen Zeiten ist den Vampiren nicht geblieben, außer einer Burg und einem Pakt, welcher sie und die Jäger zu einem Waffenstillstand zwingt. Julia lebt ein recht einsames Leben auf der Burg ihrer Eltern und soll zu ihrem 16ten Geburtstag endlich ein vollwertiger Vampir werden, was ihr jedoch sehr missfällt. Doch das soll noch nicht das Schlimmste sein, denn schon bald soll sie zwangsverheiratet werden und das mit dem scheinbar schlimmsten Ekel den die Vampirwelt zu bieten hat. Die Capulets versuchen indessen ihre Macht wieder auszuweiten und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Vor allem der Pakt mit den Montagues ist ihnen ein Dorn im Auge, aber anders herum hält sich die Begeisterung der Jäger ebenfalls in Grenzen. Hier lebt der verträumte Romeo, welcher von seinen Mitstreitern eher belächelt wird. Als er auf die junge Julia trifft scheint es um die beiden schnell geschehen, doch es ist eine Liebe, die nicht sein darf und die beiden in einen Strudel aus Verzweiflung, Intrigen und ganz viel Drama zieht.

 

Tja, da haben wir sie wieder. Eine Neuinterpretation einer Geschichte, der man kaum das Wasser reichen kann und deren „Neuauflage“ durchaus eine Herausforderung ist. Die Autorin hatte hier wirklich viele Ideen, die sie auch recht anschaulich umgesetzt hat. Der Schreibstil besticht allemal und ich war begeistert, wie schnell ich in die Geschichte hineingekommen bin. Aber leider wurde es an vielen Stellen holprig, denn szenenweise ist man hier regelrecht durch die Geschichte gehechtet. Dann wiederum wurde es auch einmal richtig öde, denn es fehlte einfach an neuen, frischen Ideen. Zudem wurde sich einiger plumper Mittel bedient, die immer wieder in solchen Geschichten vorkommen und doch hätten neu verpackt werden können, gar andere Wendungen wären doch möglich gewesen! Zwar bekommen wir hier ein Happy End, was für mich dann doch wieder ein ganz großer Pluspunkt war, aber für mich hat leider das Gesamtpaket nicht wirklich gestimmt. Mit mehr Details hätte man Emotionen noch mehr transportieren können, man hätte viel mehr mit dieser neuen Liebe spielen können. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen, wer weiß... aber wenn man sich schon an einem solch großen Vorgänger wagt, so sollte man solchen Erwartungen doch gerecht werden. So war das Buch für mich ein netter Zeitvertreib, aber leider nicht überragend.

 

Fazit:

Konnte mich leider so ganz und gar nicht überzeugen, vor allem, weil es eben nur eine Adaption zu Romeo und Julia ist und mir hier einfach der richtig spannende Esprit gefehlt hat. Die Grundlage der Geschichte war von Anfang an klar und es ist schwer solch einer Geschichte ein Krönchen aufzusetzen. Schade.

 

Idee: 4/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783688108732

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 238 Seiten

Verlag: ROWOHLT Repertoire

Erscheinungsdatum: 24.01.2018