Donnerstag, 18. März 2021

Bookless 01 - Wörter durchfluten die Zeit von Marah Woolf

 


Zum Inhalt:

Never without a book: Das magische Flüstern! Sie trägt ein mysteriöses Mal in Form eines Buches am Handgelenk und kann hören, was die Bücher ihr zuflüstern. Als die 17-jährige Lucy ein Praktikum in der Londoner Nationalbibliothek beginnt, entdeckt sie Bücher, deren Texte verschwunden sind und an die sich niemand mehr zu erinnern scheint. Als die Bücher sie immer eindringlicher um Hilfe bitten, versucht Lucy dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Und Nathan, von dem sich Lucy unwiderstehlich angezogen fühlt, scheint darin verwickelt zu sein.
 Unglaublich spannende Geschichte mit bibliophilem Thema!

 

 

Cover:

Das Cover an sich finde ich sehr hübsch gestaltet. Es ist einmal etwas anderes. Zu sehen ist hier ein Arm und eine Hand, ähnlich gestaltet, wie wenn im Kindergarten die Kinder ihre Hände nachzeichnen und dann ausmalen. Rundherum sieht man Ranken, welche auch gemalt sind. In der Mitte des Armes befindet sich neben dem Titel auch ein Buch als Zeichen, welches auch hier in der Geschichte eine tragende Rolle hat. Daher passt das ganz gut, wie ich finde. Die beiden Cover der anderen zwei Bücher sind um übrigen genauso gestaltet, haben aber lediglich andere Farben, damit sie sich voneinander unterscheiden.

 

 

Eigener Eindruck:

Lucy ist überglücklich, als sie ein Praktikum in der Londoner Nationalbibliothek absolvieren kann und stürzt sich übereifrig in ihre Arbeit, auch wenn sie von den anderen Mitarbeitern aufgrund der Arbeitslage nicht wirklich beneidet wird. In den Kellergewölben der Bibliothek soll Lucy Bücher katalogisieren. Doch etwas hier unten ist unheimlich. Die Bücher scheinen mit ihr zu sprechen, etwas, was sie jahrelang verdrängt hat. Als sie ein Buch findet, dessen Seiten leer sind und an dessen Inhalt sich niemand zu erinnern scheint. Lucy weiß, dass sie sich das nicht einbildet und das alles nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Nach und nach beginnt sie alles zu hinterfragen und auch ihre eigene Geschichte zu ergründen, von der sie nichts weiß, da sie im Waisenhaus aufgewachsen ist. Denn Lucy gehört zu der Letzten ihrer Art und hat eine wichtige Aufgabe. Und da ist auch noch Nathan, den sie in der Bibliothek kennen gelernt hat und der ein düsteres Geheimnis mit sich herumzutragen scheint…

 

Da diese Reihe so gehyped wurde, habe ich hier beherzt zugegriffen und muss sagen, dass ich doch ganz schön enttäuscht worden bin. Die Autorin schreibt detailliert und man kommt gut in die Geschichte hinein, aber es dauert ewig, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und den Leser schlussendlich doch ein bisschen begeistern kann. Und wenn man dann endlich angefixt ist, dann ist das Buch leider auch schon wieder zu Ende. Es ist zwar interessant langsam an die Thematik mit den Büchern und ihr Verschwinden heran geführt zu werden, aber da der Geschichte der Schwung fehlt, quält man sich doch recht durch die Seiten. Hinzu kommt, dass man schlussendlich doch zu stutzen anfängt, wie die Bücher mit Lucy zusammenhängen und wie das Ganze schlussendlich mit Nathan und seinem Großvater zusammenpasst. Irgendwie fehlt da noch ein großes Stück und ich hoffe, dass das im zweiten Band schließlich geklärt wird. Auch die Hunde des Großvaters scheinen noch eine tragende Rolle zu übernehmen, da sie scheinbar nicht menschlich sind. Aber mehr will ich dazu nicht schreiben, sonst könnte das als Spoiler ausgelegt werden. Lucy ist bisweilen für mich auch ein sehr widersprüchlicher Charakter gewesen. Einerseits kommt sie ein bisschen als graue Maus daher, andererseits vertritt sie auch offen ihre Meinung, was ich an sich nicht schlecht finde, aber irgendwie fehlt ihr dabei aber auch ein bisschen das Feuer. Nathan hingegen kommt mir im Großen und Ganzen als recht schmieriger Charakter daher und ich bin mir noch immer nicht ganz sicher ob ich ihn mögen soll oder nicht. Lucy jedenfalls scheint kaum Menschenkenntnis zu besitzen, denn das ganze Gehabe von Nathan ist mehr als eigenartig und auffällig. Es bleibt abzuwarten, welche Rolle der Herr noch einnehmen wird. Aber ich hoffe für ihn, dass es eine gute Rolle wird.

Effektiv bleibt nur zu sagen, dass die Reihe für mich doch recht enttäuschend angefangen hat, obwohl die Idee wirklich gut ist, aber irgendwie hat es der Autorin an passenden, schlagfertigen Szenen gefehlt. Das Buchdümpelt so langhin. Emotionen? Fehlanzeige. Spannung? Erst zum Ende vorhanden. Logik? Teilweise leider auch nicht vorhanden. Schade eigentlich.

 

Fazit:

Tolle Idee, aber leider sehr schwache Umsetzung. Ich hoffe Band 2 kann mehr überzeugen.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783841504869

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 312 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 20.03.2017

Dienstag, 16. März 2021

Evergrey 01 von Lime

 


Zum Inhalt:

Schon seit ewigen Zeiten tobt ein erbitterter Streit zwischen den Hexen und Vampiren. Fast niemand kann sich noch daran erinnern, warum er überhaupt begann. In den Wirren dieses Kampfes erblüht zwischen der Hexe Kyrania und dem Vampir Szandor eine leidenschaftliche Liebe, aus der ein Kind geboren wird. Dieses Kind, das nichts von seiner Herkunft ahnt, wird Jahre später das Gesicht der Welt für immer verändern ...

 

Cover:

Das Cover fand ich sehr ansprechend. Zu sehen sind hier die Hexe Kyrania und der Vampir Szandor, wie sie sich entgegenblicken. Dabei fällt auf, dass vor allem er sehr blass ist – nicht zuletzt unterstrichen durch seine weißen Haare. Er hebt sich deutlich von ihr ab und das macht neugierig. Die Quälität der Zeichnungen fand ich sehr gut, weshalb ich hier beherzt zugegriffen habe.

 

 

Eigener Eindruck:

Die sechzehnjährige Jessica wird im Traum immer wieder von eigenartigen Visionen heimgesucht. Dort begegnet sie immer wieder einer geheimnisvollen Frau, die ihr scheinbar etwas sagen will. Doch wirklich darauf achten tut sie nicht. Ganz im Gegenteil. In der realen Welt ist sie eher ein Problemkind und hadert immer wieder damit, dass sie ständig die Schule wechseln muss. Als um sie herum eigenartige Dinge passieren und sie sich selbst schon wie die anderen für einen Freak hält, erfährt sie, dass sie kein Mensch ist, sondern aus einer verbotenen Liebe zwischen einer Hexe und einem Vampir entstanden ist. Es dauert auch gar nicht lange, bis sie auf der Straße angegriffen wird und ausgerechnet von einem Dämon Hilfe bekommt…

 

Ich mag ja eigentlich Geschichten rund um Hexen und Vampire, weil man bei denen so schön vor sich hinträumen kann. Aber die beste Idee nützt nichts, wenn die Umsetzung schlecht ist und leider ist das hier der Fall. Die Zeichnungen sind nicht sonderlich ansprechend und die Geschichte ist sehr wirr und sprunghaft, sodass man kaum hinterher kommt beziehungsweise begreifen kann, was hier von statten geht und wie was mit wem zusammenhängt. Mangas bei denen man von Anfang an keinen roten Faden findet haben bei mir von Hause aus schon verloren und das war hier leider der Fall. Diese Reihe werde ich sehr wahrscheinlich nicht weiterverfolgen. Du bekommst hier Situationen und Charaktere einfach dahin geklatscht und sollst dir den Rest wahrscheinlich irgendwie zusammenreimen, bis der nächste Happen hingeworfen wird. Nee, das ist wirklich nicht so mein Fall. Tolle Idee, miserable Umsetzung. Lieber Mangaka, das hättest du weiß Gott besser gekonnt.

 

Fazit:

Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen, weshalb es von mir keine Leseempfehlung gibt. Mir war das einfach alles zu wirr, obwohl die Grundidee echt gut war.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 1/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783865803474

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Seiten: 184 Seiten

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsdatum: 26.09.2006

Blade of the Immortal 01 von Hiroaki Samura

 


Zum Inhalt:

Meister der zwölf Klingen, Mörder von hundert Menschen, Bewohner der Unendlichkeit... Manji ist ein herrenloser Samurai, ein Ronin. Mit Unsterblichkeit gesegnet ... oder eher verflucht? Heilige Blutwürmer, die Kessenchu, halten ihn am Leben, egal, wie schwer er auch verletzt ist.

 

 

Cover:

Das Cover des ersten Bandes fand ich sehr ansprechend. Zu sehen ist der Protagonist Manji, welcher dem Betrachter kampfbereit mit Schwert entgegenblickt und dabei sehr bedrohlich wirkt. Dass das Cover dabei wie eine Bleistiftzeichnung wirkt, finde ich sehr gelungen. Das macht neugierig und hat mich beherzt zugreifen lassen.

 

 

Eigener Eindruck:

Manji ist ein vogelfreier Samurai. Mit dem Mord an seinem Schwager hat er gegen den Ehrenkodex der Samurai verstoßen und wird nun von allen gejagt. Mit seiner scheinbar schwachsinnigen Schwester, die den Mord an ihrem Mann nicht verkraftet hat und in ein kindliches Verhalten zurückgefallen ist, zieht er durch die Lande und kümmert sich um sie. Als seine Schwester entführt und ermordet wird, stellt sich Manji einer Horde Kämpfern und wird dabei schwer verletzt. Eine alte Frau bietet dem Sterbenden an ihn unsterblich zu machen, wenn er im Gegenzug 1000 böse Menschen tötet. Manji geht diesen Deal ein und wird fortan von Blutwürmern am Leben gehalten, welche jede Verletzung heilen, egal wie schwer sie ist.

Währenddessen wird ein Dojo-Meister samt seiner Familie und seinen Schülern von einem ehemaligen Schüler niedergemetzelt, da er einst angeblich einen Fehler begangen hat. Einzig die Tochter – Rin – kann überleben und schwört Rache. Mit Hilfe des sagenumwobenen Manji will sie ihre Familie rächen und beginnt mit ihm eine blutige Reise quer durch Japan, bei der Manji sich endlich beweisen kann.

 

Der Auftakt der 26teiligen Serie „Blade oft he Immortal“ aus der Feder des Mangaka Hiroaki Samura hat es wirklich in sich. Der Mangaka begeistert durch actionreiche Szenen und vor allem durch detaillierte Zeichnungen und Szenen. Genau so muss ein guter Manga sein. Man kommt gut hinterher und die Erklärungen in der Story tun ihr übriges. Die Charakterdesigns des Mangaka sind außerdem absolut fantastisch. Auch wenn er mit Übertreibungen arbeitet und plötzlich magische Elemente mit auftauchen tut das der Geschichte keinen Abbruch. Im Gegenteil. Außerdem schafft es der Mangaka durch seine Geschichte zu fesseln und zwingt den Leser sogar bei der einen oder anderen Szene den Atem anzuhalten, was wirklich große klasse ist. Manji als Charakter wirkt zu Beginn recht verschroben und abweisend, aber je weiter man ihn und Rin auf ihrer Reise begleitet, desto mehr kann er begeistern und man muss ihn einfach ins Herz schließen.

 

 

Fazit:

Ein wirklich interessanter Auftakt und lesenswert für Freunde rund um Samurai-Geschichten. Besonders das männliche Publikum hat hier wohl seinen Spaß, da es neben recht actionreichen auch sehr blutrünstige Szenen gibt.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 5/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

  • Flexibler Einband: 229 Seiten
  • Erschienen bei EMA - Egmont Manga und Anime am 01.07.2002
  • ISBN: 9783898855853
  • Sprache: Deutsch

Desert Coral 03 von Wataru Murayama

 


Zum Inhalt:

Traum und Wirklichkeit verschwimmen immer mehr für Naoto. Scheinbar ist er enger mit Orgos und dessen Lebewesen verbunden, als er es wahrhaben will. War er früher wirklich schon mal hier und hat mit Epsilon und Lotus zusammengelebt? Mi, der Drache, ist der „Schlüssel“ zu seinen Erinnerungen und führt Naoto zurück in sein vergessenes Leben auf Orgos...

 

 

Cover:

Leider konnte ich dem Cover nichts abgewinnen. Qualitativ wirkt die Zeichnung recht übertrieben kindlich – sollte vielleicht cool wirken, hat meiner Meinung nach aber seinen Zweck absolut verfehlt, da ich es sogar ein bisschen lächerlich finde. Zu sehen ist hier der Charakter der Lucia, welche auf einem Stein sitzt und in Bandagen und einen Rock gewickelt ist. Naja, wem es gefällt…

 

 

Eigener Eindruck:

Naoto ist sichtlich irritiert, als er nicht in der Welt Orgos, sondern im Krankenzimmer seiner Schule aufwacht und sich seiner besten Freundin Chisato gegenüber findet. Soll das alles nur ein Traum gewesen sein? Doch überall sieht er plötzlich Monster und ist sich sicher, dass er sofort nach Orgos zurück muss, aber wie? Es gelingt ihm schließlich, doch nun ist sein Leben in Gefahr, denn er erinnert sich plötzlich an sein früheres Leben in dieser Welt und seine Freunde erkennen, dass seine Existenz ihre Freundin Lucia langsam aber sicher tötet. Camus fasst darauf einen perfiden Plan, um diese zu retten…

 

Der dritte Teil der Reihe Desert Coral aus der Feder von Wataru Murayama hat mich schlussendlich noch mehr enttäuscht als seine Vorgängerbände. Getreu dem Motto „Schlimmer geht immer“ haut der Mangaka dem Leser weiter lustig sprunghafte Szenen um die Ohren und verwirrt einfach, indem er den armen Hauptcharakter erst wieder in der realen Welt aufwachen lässt, um ihn dann doch wieder nach Orgos zu schicken und ihm dann schließlich an Leser will, indem er Camus auf ihn hetzt, weil der arme Naoto scheinbar doch schon einmal ein Leben in der Welt Orgos hatte. Das Ganze gipfelt schließlich in der Anspielung, dass Naoto scheinbar ein Gott sein soll… natürlich. Warum mich das überhaupt noch wundert bei den Brocken, die man hier hingeworfen bekommt und bei den übertriebenen Abhandlungen, die die Charaktere durchleben. Hinzu kommt, dass die Zeichnungen auch gefühlt immer schlechter werden und eher wie lieblose Skizzen wirken. Das ist einfach nicht schön anzusehen und zerstört den Charme, den ein Manga eigentlich für mich hatte. Schade. Aber die Story und die Qualität sind so miserabel, dass ich die Reihe hiermit abbreche. Schade um die Zeit, schade um das Geld, schade um das Papier.

 

 

Fazit:

Mit diesem dritten Ban breche ich nun die Reihe vorerst ab, da die Geschichte immer abstruser und verwirrender wird. Schade um die Zeit.

 

 

Idee: 2/5

Charaktere: 2/5

Logik: 1/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 1/5

 

 

Gesamt: 1/5

 

Daten:

ISBN: 9783865803238

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 173 Seiten

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsdatum: 01.02.2006

Montag, 15. März 2021

Go! Virginal 02 von Mizuto Aqua

 


Zum Inhalt:

Kaum hat Tomoe die schicksalhafte Nachricht erreicht, dass ihre Familie bei einem Unfall ums Leben kam, klingelt auch schon ein windiger Anwalt an der Tür und rechnet ihr den hinterlassenen Schuldenberg vor . Damit steht sie nicht nur plötzlich ganz allein da, sondern auch vor DER Aufgabe ihres jungen Lebens: Wie arbeite ich in einem eher zweifelhaften Etablissement meine Schulden ab, ohne mich selbst aufzugeben?! Dass Tomoe das schafft, ist keine Frage - wie, muss man gelesen haben!

 

 

Cover:

Das Cover konnte mich jetzt nicht so wirklich überzeugen. Zu sehen ist hier der Charakter des Aono, welcher für mich eher wie ein Mädchen daher kommt und so gar nichts von dem coolen Yakuza-Sprössling hat, den er angeblich darstellen soll…

 

 

Eigener Eindruck:

Nachdem Tomoe erkannt hat, dass ihr Schulkamerad und heimlicher Schwarm Aono bei der Yakuza ist und seine Finger ebenfalls mit in den Machenschaften des Bordells hat, drängt dieser sie dazu von dort zu fliehen, was Tomoe jedoch nicht tut. Stattdessen versucht sie weiterhin Kriminellen das Handwerk zu legen und der Polizei zuzuarbeiten. Die Lage spitzt sich jedoch bald zu als Tomoe adoptiert werden soll und erfährt, dass ihre Mutter ebenfalls eine Kurtisane gewesen sein soll. Um Tomoe vor der Adoption zu retten sieht Aono nur eine Möglichkeit…

 

Schlimmer geht immer. Mit diesem Motto scheint die Mangaka an diesen zweiten und Gott sei Dank scheinbar auch letzten Bad heran gegangen zu sein. Die Zeichnungen sind qualitativ weiterhin richtig grottig und haben mich auf ganzer Linie enttäuscht. Aber auch die Storyline lässt weiterhin zu wünschen übrig, bei der noch immer eine Minderjährige in einem Bordell arbeiten soll. Da hilft es auch nichts, dass die beiden Charaktere sich vor dem relativ offenen Ende noch schnell verloben. Da ist einfach Hopfen und Malz verloren. Schlechte Story, sprunghaft, unlogisch und moralisch voll daneben. Unglaubhafte Emotionen und recht schlechte Charakterdesigns. Das hätte man sich wohl sparen können. Schade um die Zeit. Und auch die Bonusstory zum Ende hin ist einfach nur schlecht.

 

Fazit:

Der erste Teil war schon fragwürdig, aber immer wenn du denkst es geht nicht schlimmer, geht es eben doch. Lasst bloß die Finger von diesem Manga!

 

 

Idee: 2/5

Charaktere: 2/5

Logik: 2/5

Spannung: 1/5

Emotionen: 1/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

  • Herausgeber : EMA - Egmont Manga und Anime (1. Juni 2005) 
  • Sprache : Deutsch 
  • Taschenbuch : 192 Seiten 
  • ISBN-10 : 3770462319 
  • ISBN-13 : 978-3770462315 
  • Lesealter : 10 - 12 Jahre 
  • Abmessungen : 11.6 x 2 x 17.9 cm

Go! Virginal 01 von Mizuto Aqua

 


Zum Inhalt:

Kaum hat Tomoe die schicksalhafte Nachricht erreicht, dass ihre Familie bei einem Unfall ums Leben kam, klingelt auch schon ein windiger Anwalt an der Tür und rechnet ihr den hinterlassenen Schuldenberg vor . Damit steht sie nicht nur plötzlich ganz allein da, sondern auch vor DER Aufgabe ihres jungen Lebens: Wie arbeite ich in einem eher zweifelhaften Etablissement meine Schulden ab, ohne mich selbst aufzugeben?! Dass Tomoe das schafft, ist keine Frage - wie, muss man gelesen haben!

 

 

Cover:

Das Cover ist eigentlich sehr niedlich und farbenfroh gestaltet. Zu sehen ist hier der Charakter der Heldin Tomoe, welche dem Betrachter freundlich entgegenblickt. Das sagt zwar wenig über den Inhalt aus, ist aber trotzdem hübsch anzusehen und macht neugierig.

 

 

Eigener Eindruck:

Als ihre Familie bei einem Auslandsbesuch tödlich verunglückt, steht die junge Schülerin Tomoe plötzlich ganz alleine da. Wäre das alles noch nicht schlimm genug, steht wenig später der Anwalt der Familie vor der Tür und rechnet dem jungen Mädchen die Schulden der Familie vor, die sie unmöglich bezahlen kann. Ehe sich Tomoe versieht, wird sie von ihrem Anwalt in ein Bordell verkauft, wo sie ihre Schulden fortan abarbeiten soll. Doch Hilfe bekommt Tomoe von dem jungen Yakuza-Sohn und ihrem Mitschüler Aono, welcher sich in die junge Heldin verliebt hat und sie mit allen Mitteln schützen will, dies jedoch im Verborgenen tut. Durch Zufall gelingt es Tomoe bei der „Arbeit“ einen Kriminellen zu fassen, auf den ein ordentliches Sümmchen Kopfgeld ausgesetzt ist. Sollte das ihre Chance sein ihre Schulden ausmerzen zu können? Die Polizei jedenfalls hofft auf ihre Hilfe und händigt ihr weitere Steckbriefe aus…

 

 

Der erste Band der Reihe „Go! Virginal“ aus der Feder von Mizuto Aqua (übrigens ein Pseudonym) konnte mich leider ganz und gar nicht überzeugen. Ich bin es ja von so manchem Manga gewöhnt, dass diese auch bei realen Themen zu Übertreibungen neigen, aber das war dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Ein Anwalt, der sich des Menschenhandels schuldig macht, indem er ein Mädchen einfach an ein Bordell verkauft… na klar… und dann auch noch so ein Thema bei einem Manga, welcher für Kinder ab zehn Jahren sein soll, das ist dann doch schon recht harter Toback. So weit so gut. Weiter kommt es ja zu keinen Abhandlungen in dem Bordell, weshalb man vielleicht darüber hinweg sehen könnte, aber bei mir klingeln da alle moralischen Alarmglocken. Nun versucht das Mädchen einen Spagat zwischen Schule und Bordell und ihr Mitschüler entpuppt sich effektiv auch noch als knallharter Gangsternachwuchs von der Yakuza. Und die Polizei findet auch noch Gefallen an ihr, weil sie einen gesuchten Kriminellen hinter Schloss und Riegel bringt, anstatt sie aus ihrer Lage zu befreien – so rein menschlich und moralisch betrachtet. Na welch ein Zufall. Ironie aus. So was kann ich nicht für Ernst nehmen. Hinzu kommt, dass mir die Qualität der Zeichnungen auch nicht sonderlich der Burner sind, sodass ich den Manga schlussendlich nur noch halbherzig beachtet habe. Den zweiten Band habe ich leider da, weshalb ich mir den wohl auch noch geben werde, aber ich glaube dann werde ich diese Reihe abbrechen. Das ist mir echt zu doof.

 

Fazit:

Inhalt und Altersfreigabe lassen mich doch ein bisschen stutzen, zumindest, wenn es darum geht, dass sich die Heldin in einem Bordell verdingen soll… Von mir gibt es im Allgemeinen so oder so aber keine Leseempfehlung, da mich Inhalt und Zeichnungen nicht überzeugen konnten.

 

 

Idee: 3/5

Charaktere: 3/5

Logik: 2/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

  • Herausgeber : EMA - Egmont Manga und Anime (1. März 2005) 
  • Sprache : Deutsch 
  • Taschenbuch : 192 Seiten 
  • ISBN-10 : 3770461517 
  • ISBN-13 : 978-3770461516 
  • Lesealter : 10 - 12 Jahre 
  • Abmessungen : 11.6 x 2.5 x 17.8 cm

Twinkle Stars 02 von Natsuki Takaya

 


Zum Inhalt:

Sakuya fällt aus allen Wolken! Der geheimnisvolle Chihiro, in den sie sich vor wenigen Tagen an ihrem Geburtstag verliebt hat, soll ihr neuer Klassenkamerad sein?!
 Chihiro will allerdings nichts mit ihr zu tun haben - bis Sakuya bei einer Infoveranstaltung der Schule von allen ausgelacht wird und den Tränen nahe auf der Bühne steht...

 

 

Cover:

Das Cover passt sehr gut zum Manga. Zu sehen ist hier der Charakter des Chihiro, welcher recht desinteressiert dreinblickt. Das passt sehr gut zu seinem Verhalten in diesem Band.

 

 

Eigener Eindruck:

Während sich Sakuya scheinbar heimlich in Chihiro verliebt hat, ist sie aber leider auch der festen Überzeugung, dass er sie hasst. Als er in ihre Klasse kommt, hofft Sakuya, dass sie ihn vielleicht doch ein bisschen besser kennen lernen kann, wird jedoch von ihm gebeten ihn zu meiden, was sie schockiert und verletzt, weil sie seine Reaktion nicht verstehen kann. Bei einem Infotag zu den Schul-AG´s stellt Sakuya voller Begeisterung ihre Astronomie-Ag vor, wird jedoch von ihren Mitschülern nur ausgelacht. Hilfe bekommt sie ausgerechnet von Chihiro, der der AG auch prompt beitritt…

 

Der zweite Teil der Reihe „Twinkle Stars“ aus der Feder von Natsuki Takaya konnte mich leider nicht überzeugen. Die Zeichnungen sind qualitativ leider nicht mein Fall und die Storyline ist für mich nicht sonderlich interessant. Irgendwie fehlt mir das gewisse etwas. Die Storyline ist für mich leider nicht spannend gewesen und war bisweilen sogar ein bisschen nervig, weil ich das Gejammer um die Situation von Sakuya nicht sonderlich erträglich finde. Außerdem hat der Chihiro für mich so einen miesen und unerträglichen Charakter, dass ich am liebsten im Strahl kotzen möchte und nicht verstehen kann, was Sakuya an ihm finden soll. Er ist abweisend, arrogant. Kein Charakterzug scheint an ihm gut zu sein, da verwundert seine Reaktion bei dem Infotag durchaus. Aber auch wenn er sich verstellt, dann ist sein Verhalten einfach daneben. Und auch den Zwischensequenzen wo Gedanken der besten Freundin und des Freundes zum Tragen kommen sind nichts Halbes und nichts Ganzes. Dieser Manga ist für mich doch recht in Rätseln geschrieben und hat mir so die Lust am Weiterlesen genommen. Hinzu kommt eben noch der Ätzcharakter von Chihiro. Ich glaube nicht, dass ich die Serie weiter verfolgen werde. Wir werden sehen…

 

 

Fazit:

Leider finde ich den Charakter des Chihiro so schlimm, dass ich den Manga wahrscheinlich abbrechen werde, deshalb kann ich diesem Band auch nur eine neutrale Bewertung geben und es nicht weiterempfehlen.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783551782045

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 192 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 27.05.2011

New York Titans 04: Verbotene Küsse in der Halbzeit von Poppy J. Anderson

 


Zum Inhalt:

Erin Hamilton hat klare Zielvorstellungen vor Augen und weiß, wohin ihr Weg gehen wird ... wären da nicht ständig Komplikationen, die ihr das Leben erschweren. Zum einen gibt es da ihre jüngere Schwester, deren überdimensionale Hochzeit jeden vernünftigen Rahmen zu sprengen droht, dann treibt ihre sexuell orientierungslose Mitbewohnerin sie beinahe in den Wahnsinn und Geldsorgen hat Erin auch noch. Zu allem Überfluss muss sie mit dem verantwortungslosen und arroganten Tom Peacock klarkommen, der sie als Kindermädchen für seine vierjährige Tochter engagiert, damit er sich nicht selbst um die Kleine kümmern muss. Der berühmte Footballspieler ist es gewöhnt, seinen Willen durchzusetzen und das zu bekommen, was er haben will. Doch bei Erin beißt er auf Granit, denn sie ist alles andere als beeindruckt von ihm und zeigt dies deutlich. Sie zwingt ihn dazu, Zeit mit seiner süßen Tochter zu verbringen. Ob Tom gegen so viel Weiblichkeit um ihn herum eine Chance hat?

 

 

Cover:

Das Cover fand ich jetzt nicht sonderlich spektakulär. Zu sehen sind hier lediglich auf weißem Grund ein paar Kussmünder in Pink und ein Footballhelm. Zwar weiß man hier gleich, dass es sich um eine Liebesgeschichte rund um den Sport Football handelt, trotzdem sagt das Cover nicht mehr aus und gibt auch optisch nicht mehr her, was ich schade finde. Irgendwie wirkt es doch recht lieblos gestaltet.

 

 

Eigener Eindruck:

Tom Peacock liebt das leichte Leben bei dem er neben seinem Job als Footballer der New York Titans gerne einmal mit seinen Teamkollegen auf den Putz haut und das eine oder andere Mädchen mit nach Hause nimmt. Als seine Exfreundin ihm seine vierjährige Tochter für zehn Wochen vor die Nase setzen will, ist er schier überfordert, denn er weiß nicht, was er mit dem kleinen Mädchen anfangen soll. Die Lösung soll ein Kindermädchen sein, von dem er sich hofft, dass sie ihm alle Arbeit mit der Kleinen abnimmt. Dass er das potentielle Kindermädchen zuerst vergrault, weil er sie für eine Stripperin hält, ist dabei jedoch nicht gerade förderlich…

 

Erin Hamilton hatte viel Pech in ihrem Leben und versucht sich als professionelles Kindermädchen über Wasser zu halten und ihren Wunsch, ihr Studium zu beenden hat für sie höchste Priorität. Dass sie ihren Eltern dabei nicht auf der Tasche liegen will und unbedingt nach Stanford will, zwingt sie dazu immer einen Job zu haben. Als sie bei dem berühmten Footballspieler Tom Peacock vorstellig werden soll, hat sie sich das Vorstellungsgespräch jedoch völlig anders vorgestellt Wutentbrannt lässt sie den Mann abblitzen und ärgert sich später, dass sie nun ohne Job dasteht. Doch sie als Stripperin hinzustellen? Der spinnt wohl?! Als Tom sie jedoch noch einmal bittet vorbei zu kommen, lässt sie sich von ihm breitschlagen, als Kindermädchen für seine Tochter Zoey zu arbeiten. Nur um bald feststellen zu müssen, dass der Mann absolut keine Ahnung von Kindern hat und scheinbar Hopfen und Malz bei ihm verloren ist. Für explosiven Zündstoff sorgt der junge Vater jedenfalls regelmäßig und Erin muss sich fragen, ob es wirklich nur seine Aktionen sind, die ihr Blut in Wallung bringen oder Tom selbst…

 

Ich mag die Bücher von Poppy J. Anderson und hatte bereits den zwölften Teil der New-York-Titans-Reihe gelesen, weshalb ich hier auch beherzt zugegriffen habe. Wer die Reihe nicht kennt, wird von der Autorin detailliert in die Reihen der Titans eingeführt, sodass kaum Fragen offen bleiben – kurz, man kann die Bücher alle unabhängig voneinander lesen. Jedoch wird man bei der großen Anzahl an Charakteren oft durcheinanderkommen, wenn man noch nicht alle kennt. Es gibt doch die eine oder andere Sequenz, wo so viele Charaktere aufeinandertreffen, dass einem der Kopf schwirrt, was ich ein bisschen schade fand, aber die Autorin versucht zu allen etwas zu erklären und das passt dann schon irgendwie wieder. Die Geschichte von Erin und Tom liest sich also sehr entspannt langhin und macht vor allem durch schlagfertige Dialoge oder kleine Fremdschämmomente richtig Spaß. Ich musste oft schmunzeln und das passiert bei Büchern nicht immer. Also ein absoluter Pluspunkt für die Autorin. Erin als Charakter ist bisweilen wirklich recht zugeknöpft und man fragt sich, was ihr wohl wiederfahren ist, dass sie versucht alles an sich abprallen zu lassen. Besonders mit ihrer Schwester Holly, die bisweilen recht nervig werden kann und die man am liebsten erwürgen würde hat sie ein schweres Los gezogen, da sie und ihre Hochzeit immer wieder im Mittelpunkt stehen wollen. In Hinsicht auf die Tochter von Tom – Zoey – ist mir Erin aber immer wieder sofort sympathisch gewesen, weil sie sofort erkennt, was das Kind braucht und Tom ordentlich den Kopf wäscht. Tom mochte ich hingegen zum Anfang nicht wirklich, weil er einfach nicht Verantwortung übernehmen wollte und sich scheinbar auch keinen Kopf um nichts macht. Das wurde jedoch im Laufe der Geschichte mit Hilfe von einigen anderen Charakteren besser und schlussendlich mochte ich ihn dann doch. Der Lernprozess mit Tom war interessant und auch lustig. Als Nebencharakter in diesem Buch hat mir im Übrigen der Spieler Dupree sehr gut gefallen, weil er sich trotz seines massigen und bedrohlichen Charakters quasi ab der ersten Sekunde mit um die kleine Zoey gekümmert hat. Ich bin gespannt, in welchem Teil er seinen großen Auftritt bekommen wird.

Tja, was bleibt mir noch zu sagen, außer, dass dieses Buch einfach Spaß macht. Wir haben neben tollen Charakteren viele humorvolle, aber auch ernste Szenen und auch die Zwischensequenzen bei denen die kleine Zoey zum Zug kommt sind einfach toll geschrieben. Es gibt ein Happy End und damit bin ich eigentlich vollkommen zufrieden, denn so muss eine Liebesgeschichte sein. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Teil, den ich mir auf mein Ebook geladen habe.

 

 

Fazit:

Eine wirklich tolle Geschichte die Spaß macht. Wir haben hier Liebe, wir haben Humor und wirklich herzige Charaktere. Fast perfekt und deshalb durchaus weiterzuempfehlen.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 5/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9781492845621

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 400 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Erscheinungsdatum: 28.09.2013

Freitag, 5. März 2021

Plötzlich Fee 01 - Sommernacht von Julie Kagawa

 


Zum Inhalt:

Eiskalt, wunderschön und gefährlich - Julie Kagawas Feen ziehen dich in ihren Bann!
Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs, und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sichs versieht, verliebt sie sich in den jungen Ash - den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?

 

 

Cover:

Das Cover finde ich ja mal megaklasse gestaltet, auch wenn es an sich recht einfach ist. Wir sehen hier lediglich ein Auge, welches von bunt geschminkt ist und fantastisch bunte Wimpern hat. Die Farben gehen nahtlos auf den Rest des Covers über. Das war es. Einfach und doch so effektiv. Klasse. Auf jeden Fall ist das ein Eyecatcher im wahrsten Sinne des Wortes.

 

 

Eigener Eindruck:

Meghan lebt das Leben einer Außenseiterin. Ihr Vater verschwand auf tragische Weise und nun lebt sie mit ihrer Mutter, deren neuen Mann und ihrem kleinen Halbbruder in einem abgelegenen Haus, was ihr Spott und Häme einbringt. Einzig ihr bester Freund kann sie immer wieder aufbauen. Doch seit einiger Zeit benimmt er sich ihr gegenüber eigenartig, besonders, seit es kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag ist. Als Meghan auf dem Weg zur Schule plötzlich der Meinung ist einen Mann mitten in den sumpfigen Landen gesehen zu haben, wird ihr Freund noch eigenartiger. Und auch rund um sie geschehen immer mehr eigenartige Dinge. So scheint sich das Gesicht des Mädchens, welches sie immer gemobbt hat, immer mehr zu einer Schweineschnauze zu verändern. Doch kann das möglich sein? Als dann auch noch ihr Bruder von einem Mann im Schrank berichtet und einige Tage darauf wie ausgewechselt scheint, ist für Meghan klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Und sie soll recht behalten. Denn ihr Bruder wurde von Feen verschleppt und sein Platz durch einen Feenbastard eingenommen, der fortan die Familie terrorisiert. Meghan erkennt dies und bittet ihren Freund Robin um Hilfe, der sich ebenfalls als Fee Puck entpuppt und ihr eröffnet, dass es seine Aufgabe war, auf sie aufzupassen, da sie die Tochter von Feenkönig Oberon ist. Meghan geht das Risiko auf eine Reise ohne Rückkehr ein und reist mit Puck in die Welt der Feen, um dort ihren Bruder zu finden und nach Hause zu holen und das Geheimnis um das Verschwinden ihres Vaters könnte auch gelöst werden, wäre da nicht der attraktive Ash, welcher plötzlich Jagd auf sie und Puck macht…

 

Die Geschichte von Meghan liest sich an ich sehr angenehm. Jedoch muss ich ehrlich gestehen, dass einige Passagen dann doch recht langweilig waren, welche jedoch durch spannende Zwischensequenzen wieder aufgewertet wurden. Es war interessant die Welt der Feen mit Meghan zu erkunden und mit ihr die Tücken der Feen und deren doch recht skurrile Gesetze kennen zu lernen. Schade fand ich, dass der Charakter der Meghan doch recht naiv war. Es ist halt ein Jugendroman und das merkt man leider auch. Meghan soll mutig und erwachsen wirken, aber irgendwie kommt das durch ihre teilweise wirklich dämliche Art nicht herüber. Ganz im Gegenteil, sie scheint sogar einen kleinen Hang dazu zu haben sich umbringen zu wollen. Und leider war auch diese so gehypte Beziehung zu dem Feenbengel Ash nicht so emotional nachvollziehbar, dass man sagen hätte können, dass das die Liebe schlechthin werden könnte. Warum er also sein Leben fast für sie opfert, das bleibt ein Geheimnis. Die superknisternden Momente, die so viele beschrieben haben, blieben schlichtweg aus. Und wenn ich die Geschichte so im Ganzen für mich betrachte, war sie vom Verlauf und von der Abhandlung dann doch eher so lala. Das Buch konnte mich nicht so packen. Vielleicht habe ich wegen den guten Bewertungen zu viel erwartet, ich weiß es nicht. Nun habe ich mir ja in einem Anfall von kleinem Wahnsinn wieder die ganze Reihe gekauft und bin mir nun gar nicht mehr so sicher, ob das denn eine gute Idee war. Sonderlich erpicht auf den nächsten Teil bin ich nicht. Schade irgendwie.

 

Fazit:

Warum das Buch beziehungsweise die Reihe so exzessiv gehyped wird, ist mir ein Rätsel. Zwar ist die Geschichte ganz nett zu lesen, aber wirklich vom Hocker gehauen hat sie mich nun auch nicht.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783453528574

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 512 Seiten

Verlag: Heyne

Erscheinungsdatum: 10.11.2014

 

Donnerstag, 4. März 2021

BeWitchED 10 - Zauberhaft gesucht von Serena S. Murray

 


Zum Inhalt:

Alix Hale hat einen Pakt mit dem Tod geschlossen. So weit, so gut. Dass sie jetzt allerdings seine Hilfe braucht, weil sie als Wächterin von allen zwielichtigen Kreaturen der anderen Welt gesucht wird, passt ihr dagegen gar nicht. Denn als Hexe weiß sie sich schon selbst zu wehren. Doch leider sieht der Tod zum Anbeißen aus und manchmal ist es doch schön, sich an einer starke Schulter anzulehnen. Wären da nicht diese verflixten Verfolger, die sie immer wieder in ihrer Zweisamkeit stören.

 

 

Cover:

Das Cover hat mir an sich gut gefallen. Zu sehen ist hier in comicartigem Stil eine Hexe, die einen Spitzhut trägt und dem Betrachter entgegenblickt, während man im Hintergrund den Schemen des Todes ausmachen kann. Durch die dunklen Farben ist das auch sehr passend gestaltet. Mir jedenfalls hat es gut gefallen.

 

 

Eigener Eindruck:

Als die Hexe Alix in der Unterwelt unterwegs ist, hat sie sicher nicht damit gerechnet, dass sie bald von den Kreaturen der Unterwelt gejagt werden würde. Hilfe bekommt sie ausgerechnet vom Tod, mit dem sie einen Pakt hat. Doch so schlimm wie es klingt, scheint es dann doch nicht zu sein, denn der Tod schützt ironischerweise nicht nur ihr Leben, er scheint sich auch für die junge Hexe zu interessieren. Und auch sie scheint nicht unbedingt abgeneigt zu sein… Doch kann so etwas gut gehen?

 

Der zehnte Band der Reihe „BeWitchED“ aus der Feder von Serena S. Murray ließ sich zu Beginn wieder sehr angenehm lesen. Da ich vom Vorgängerband schon wusste, was mich von der Qualität in etwa erwartet, hatte ich auch nicht sonderlich viele Erwartungen, wenn ich ehrlich bin. Und das war auch gut so. Die ist klasse, keine Frage. Aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Auch hier haben wir wie im Vorgängerband wieder recht sprunghafte Szenen, sodass man kaum greifen kann, wieso das eine oder andere geschieht. Man wird schon ein bisschen schnell in die Geschichte hineingeworfen und vor vollendete Tatsachen gestellt. Mehr Details und Hintergrundinformationen wären nett gewesen und hätten die Geschichte sicher schöner ausgeschmückt. So kommen die beiden bei ihrer Flucht schlussendlich bei ihrer Familie an und werden von den vielen – gefühlt tausend – Charakteren überrannt, die erfreulicherweise aus allen Winkeln der paranormalen Welt kommen, aber wirklich genießen kann man das nicht, denn auch hier bekommt man wieder nur Fetzen hingeworfen. Durch die recht ruppige Schreibweise kommt die Geschichte lahm und emotionslos daher. Die liebe zwischen Alix und dem Tod kann man nicht glauben. Schade.

 

Fazit:

Leider konnte mich auch dieser Band nicht überzeugen, obwohl er schon etwas mehr Pfeffer hatte, als sein Vorgänger. Aber leider ist auch hier das Problem, dass alles sehr sprunghaft ist.

 

 

Idee: 4/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783957641175

Sprache: Deutsch

Ausgabe: E-Buch Text

Umfang: 79 Seiten

Verlag: Hallenberger Media Verlag

Erscheinungsdatum: 05.04.2015