Montag, 30. Januar 2023

Freihändig von Bettina Belitz

 


Ein Bruder der dich ständig mobbt, wo er nur kann. 

Eltern, die scheinbar blind sind.

Ein neuer Schulsport, der angeblich nur etwas für Mädchen ist…

Und ein Tier, das dir das Gefühl von Freiheit gibt…

 

 

Zum Inhalt:

Warum lässt ihn Micha nicht einfach mal in Ruhe? Immer diese Hänseleien und blöden Anspielungen. Nur in der Reithalle kann Josh alles hinter sich lassen – hier kann ihm keiner was! Freihändig im Galopp auf dem Pferd zu stehen und Sarastros Kraft zu spüren, das bedeutet Freiheit und verleiht ihm Selbstbewusstsein! Starker Roman für pferdebegeisterte Jungs und Mädchen. Ab 12 Jahren

 

Cover:

Das Cover ist auf jeden Fall richtig gut gelungen. Zu sehen ist hier als Schatten ein Junge, der auf einem Pferderücken steht. Das passt super zur Thematik und lässt hier vor allem Freunde der Pferdeliteratur zugreifen. Weniger ist halt manchmal einfach mehr. Klasse gemacht.

 

 

Eigener Eindruck:
 Josh hasst seinen großen Bruder. Keine Sekunde lässt er ungenutzt, um Josh zu zeigen, dass er der Stärkere und Coolere ist. Ob er ihn vor den Eltern blamiert, sich vor seinen Freunden lustig macht oder ihn nun auch in der Klasse regelrecht foltert, seitdem er sitzen geblieben ist – Micha lässt es einfach nicht sein. Als in der Schule Sportgruppen angeboten werden und Josh fürchtet mit Micha auf den Bolzplatz oder dergleichen zu müssen, meldet er sich freiwillig für das Voltigieren, was ganz neu angeboten wird. Obwohl ihn alle auslachen und auch der Vater dagegen ist, beginnt Josh mit dem Unterricht – lässt sogar seine Musikstunden dafür sausen und geht dabei richtig auf. Dabei findet der Einzelgänger endlich Freunde und scheint sich auch ein bisschen zu verlieben, doch schon bald gibt es neue Probleme mit Micha und auch mit den Eltern…

 

Die Geschichte von Josh hat mir an sich gut gefallen. Sie lässt sich leicht lesen, man kommt schnell in die Geschichte rein, man kann sich auch schnell mit den Charakteren „einigen“, aber genauso schnell kommen Fragen auf. Nämlich warum wehrt sich Josh nicht? Warum ist der Vater so übel cholerisch? Warum sind die Eltern so blind? Alles scheint irgendwie unausgesprochen in der Luft zu schweben. Dann kommt noch der ständige Schlagabtausch mit seiner Mitschülerin hinzu und schlussendlich hat sich die Geschichte für mich echt in einer Abwärtsspirale befunden, als es dann auch noch um solche Dinge geht, wie heimliche Nacktvideos von Mädchen aus Joshs Klasse und eben dem Bruder, der damit prahlt. Dann natürlich noch der eine oder andere derbe Spruch. Das war echt nicht so meins. Zwar sind das Dinge die man ansprechen sollte und die auch sensibilisieren sollen, aber für mich war das in der Geschichte alles völlig fehl am Platz und auch, dass sich dann alles so in Wohlgefallen auflöst. Ist zwar schön, wenn plötzlich alle an einem Strang ziehen, aber für mich gab es für den Micha zu wenig Konsequenzen. Gut fand ich wiederum, dass Josh endlich einmal den Hintern hochbekommt, sich gegen Dinge auch wehrt, die er einfach nicht will und seinen eigenen Weg geht. Aber bis dahin ist es wirklich ein steiniger Weg und wie gesagt, ich kann weder die Eltern noch die Tante da verstehen, dass die so blind durch die Welt gehen. 

Sieht man davon ab, bekommt man aber eine ganz interessante und einmal völlig andere Geschichte rund um das Thema Pferd. Es wird mit Ängsten gearbeitet, es wird beschrieben, was es mit dem Voltigieren auf sich hat und man ist ehrlich – Pferdesport kostet nun einmal Geld und das muss man sich auch erst einmal leisten können. So weit gehe ich also in der Geschichte mit. Schön, dass also diese Themen durchaus nicht vergessen wurden neben all dem anderen Drama, was sich da noch aufgetan hat. Mich lässt dieses Buch also recht zwiegespalten zurück und ich bin mir nicht sicher ob ich es nun gut oder schlecht finden soll. Aber diese Art von dem Micha… so ekelhaft können Menschen wirklich sein, einfach nur traurig.

 

Fazit:

Wichtige Themen an sich ganz gut verpackt, aber trotzdem wirkte alles für mich unrund und ein bisschen unglücklich. Keine Ahnung, ob ich das schon einem zwölfjährigen Kind zum Lesen geben würde. Eher nicht so, auch wenn es aufklärend ist. Bei diesem Buch bin ich wirklich hin und her gerissen.

 

Idee: 4/5

Charaktere: 4/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783522201063

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 304 Seiten

Verlag: Thienemann

Erscheinungsdatum: 16.08.2010

Sonntag, 29. Januar 2023

All die schönen Dinge von Ruth Olshan

 


Was, wenn du weißt, dass du sterben wirst?

Was, wenn dein Umfeld damit nicht klarkommt?

Was, wenn du gerade einmal ein Teenager bist?

Was, wenn du dich verliebst, aber eine Liebe keinen Sinn macht?

 

 

Zum Inhalt:

Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.

 

Cover:

Das Cover ist recht einfach gestaltet und zeigt einige Post-It Zettelchen auf denen sich der Titel verteilt. Das sagt jetzt rein optisch noch nicht viel zur Geschichte aus und konnte mich von seiner Aufmachung her auch nicht sonderlich überzeugen. Zugegriffen habe ich hier nur, weil mich der Inhalt dann doch neugierig gemacht hat. Mit einem Grabstein, der hier immer wieder eine Rolle spielt, hätte man wohl etwas Besseres zaubern können.

 

 

Eigener Eindruck:
 Tammie ist mitten in der Pubertät und weiß, dass sie sterben wird. Eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen, aber ein Aneurysma in ihrem Kopf macht sie zur tickenden Zeitbombe und sie weiß, dass sie eines Tages einfach und urplötzlich sterben kann. Es kann überall passieren, jeder Zeit. Und während Tammie es sich zum Hobby gemacht hat nach Grabsteinen zu suchen, die einen wirklich tollen Spruch haben, den sie auch eines Tages auf ihrem Grabstein sehen möchte, geht ihr Umfeld völlig abstrus mit ihr um. Einige meiden sie, andere packen sie in Watte, andere tun so, als wäre alles in Ordnung. Tammie hat sich zurückgezogen, sie macht ihr Ding. Doch eines Tages trifft sie auf einen Jungen der ihre Welt auf den Kopf stellt und der all ihre Ansichten hinterfragt… 

 

Die Geschichte von Tammie liest sich recht interessant und einfach. An sich ist es eines der vielen Bücher, die es nun zu Hauf gibt, bei der sich der Protagonist mit einer tödlichen Krankheit auseinandersetzen muss. Ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema. Mit der Protagonistin Tammie schafft die Autorin auch einen Charakter, den man einfach lieben muss, aber irgendwie konnte mich das Gesamtpaket nicht packen. Ich bin immer wieder von der Geschichte abgekommen, weil sie mich einfach nicht fesseln konnte. Das Hobby von Tammie ist morbide, aber irgendwie auch cool. Die Dialoge sind bisweilen ein wenig verwirrend für mich gewesen. Die anderen Charaktere konnte ich zeitweise auch nicht gut nachvollziehen und ich bin auch ganz und gar nicht mit Tammies Eltern warm geworden. Was mich auch ein bisschen gestört hat waren die Zeitsprünge. Aufstehen, Schule, abends. Puff. Tag durch. Tja und dann dieses ständige Geschwafel rund um Sex und Verhütung – wichtiges Thema, ohne Frage, aber einige Sätze weniger dazu hätten es auch getan. Sieht man von all dem ab, bekommt man eine Geschichte, die zwar in sich rund ist, aber eben eher nur so dahinrollt. Recht unspektakulär, mal ein Buch für Zwischendurch, aber nichts mit wirklichem Tiefgang. Schade irgendwie.

 

Fazit:

Obwohl es ein wichtiges Thema ist und die Protagonistin mit ihrer schrulligen Art sehr sympathisch, konnte mich das Buch dann doch nicht packen. Schade.

 

Idee: 4/5

Charaktere: 4/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783789103711

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 288 Seiten

Verlag: Oetinger

Erscheinungsdatum: 22.02.2016

Samstag, 28. Januar 2023

Wundervolle Welt der Dinosaurier und der Urzeit von Anusuya Chinsamy-Turan

 


Wer waren die Dinosaurier,

was haben sie gefressen,

wann haben sie gelebt?

Fragen über Fragen!

 

 

Zum Inhalt:

Wunderschönes Urzeit-Lexikon für die ganze Familie

 Von einer versteinerten Magnolie über die gepanzerten Knochenplatten eines Polacanthus bis zum perfekt erhaltenen Fell eines Riesenfaultiers – dieses stimmungsvolle Dinosaurierbuch zeigt über 90 Fossilien von Tieren und Pflanzen auf zauberhafte Weise! Beeindruckende Fotografien, Illustrationen und spannende Texte entführen junge Leser*innen in die faszinierende Welt der Urzeit. Das Sachbilderbuch wird dank Lesebändchen, Goldschnitt und Goldfolie auf dem Cover zum perfekten Geschenk zum Vorlesen und Schmökern für die ganze Familie.

 

Cover:

Das Cover kommt richtig edel daher und ist allein schon ein richtiges Highlight. Es zeigt viele Elemente. Neben Dinosauriern gibt es viele Moose, Farne und andere Fossilien in goldener Farbe, die scheinbar in das Cover gestanzt wurden und dem Gesamtbild etwas richtig Edles verleihen. Das allein ist schon ein absoluter Hingucker und hat mich auch sofort begeistert.

 

Eigener Eindruck:
 Dieses Buch ist ein Lexikon rund um das Thema Dinosaurier und Urzeit. Es zeigt die verschiedenen Arten Lebewesen und Pflanzen, zeigt eindrucksvolle Fossilien und wie die Wesen und Pflanzen damals ausgesehen haben könnten. Außerdem gibt es zu jedem Thema viele Informationen – unter anderem sogar so etwas wie eine Rassenlehre – welche kindgerecht geschrieben sind, sodass auch kleine Entdecker gut und gern selbst lesen können. Aber auch für Erwachsene ist dieses wunderbar ausgestaltete Buch einfach ein Highlight. Ich konnte mich an den vielen tollen Bildern und den informativen Texten kaum satt sehen – eigentlich war das Buch als Geschenk für meinen Neffen gedacht, nun habe ich es auch im Regal stehen und kann es kaum erwarten, dass meine Kinder so weit sind, dass ich das Buch mit ihnen anschauen und lesen kann. Was an dem Buch leider ein bisschen schade ist, ist, dass es wegen der Fülle an Informationen natürlich mächtig dick und schwer ist. Für kleine Kinderhände ist das natürlich erst einmal schwer zu handhaben und vielleicht schreckt die Masse auch etwas ab, aber wenn die Kinder sich erst einmal eingefuchst haben, dann gibt es leuchtende Kinderaugen bei Dinofreunden. Versprochen!

 

Fazit:

Ein tolles Buch zum Verschenken und auch für Erwachsene eine Entdeckung wert!

  

 

Gesamt: 5/5

 

Daten:

ISBN: 9783831045037

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 224 Seiten

Verlag: DK Verlag Dorling Kindersley

Erscheinungsdatum: 02.08.2022

Freitag, 27. Januar 2023

Wieso? Weshalb? Warum? junior Band 54: Was machen wir an Ostern? von Marion Elskis

 


Bald kommt der Osterhase.

Warum kommt er?

Was machen wir da?

Fragen über Fragen!

 

 

Zum Inhalt:

Hasen basteln, Lämmer backen, Eier färben – Ostern steht vor der Tür!

 Wann kommt endlich der Osterhase? Schon Wochen vor dem eigentlichen Fest spielt Ostern in Kita, Kindergarten und Familie eine große Rolle. Die Kinder erfahren im Buch alles über die Vorbereitungen und die Feier dieses freudigen Festes: Warum feiern wir eigentlich Ostern? Woher kommen die Ostereier? Und was ist ein Osterfeuer? Mit Klappen helfen die Kinder dabei flauschige Küken zu basteln, leckere Osternester zu backen sowie Eier zu bemalen und zu suchen.

 

Cover:

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Zu sehen ist hier kindgerecht eine typische Osterszene, bei der Kinder bunte Ostereier sammeln. Das zeigt also gleich, worum es hier geht und was die kleinen Entdecker erwartet. Einfach spitze und vor allem in seiner Aufmachung her ähnlich den anderen Büchern der Reihe und somit mit einem gewissen Wiedererkennungswert behaftet.

 

Eigener Eindruck:
 Kinder lieben das Osterfest genauso wie Weihnachten. Es gibt viele Traditionen rund um das Fest, aber warum feiert man eigentlich Ostern? Was hat es mit dem Osterhasen auf sich? Was macht man eigentlich an Ostern alles? Fragen über Fragen, welche in diesem Büchlein hier wieder geklärt werden.

Die Reihe der „Wieo-Weshalb-Warum?“-Bücher ist eine beliebte Methode, um Kindern ihre Fragen zu beantworten. Auf vielen illustrierten Seiten wird zum jeweiligen Thema etwas vorgestellt und detailliert erklärt. Aber neben den festen Dingen gibt es noch viel mehr zu entdecken. Außerdem wird das Buch durch aufklappbare Bildchen aufgepeppt und so sieht man wie Eier gesucht werden oder traditionelle Dinge zu Ostern getan werden wie eben das Eier färben oder zu basteln und zu backen. Es gibt wieder viel zu entdecken und die Kinder haben auch über die Osterzeit Spaß an dem Buch. Unseren Knirpsen jedenfalls gefallen die Bücher so gut, dass wir teilweise die Klappbildfunktion schon nachkleben mussten 😉

 

Fazit:

Ein tolles Buch zum Verschenken und auch für Erwachsene eine Entdeckung wert!

 

 

Gesamt: 5/5

 

Daten:

ISBN: 9783473600144

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Spiralbindung

Umfang: 16 Seiten

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

Erscheinungsdatum: 15.01.2022

Donnerstag, 26. Januar 2023

Truly´s Crimes 05: Panic Pixie von Kay Noa


Westford wird langweilig?

Mitnichten, denn endlich darfst du mehr zaubern.

Außerdem kommst du deinem Inspector endlich näher.

Es könnte kaum besser sein.

Doch dann taucht ein Elfenschatz in Westford auf und wird medial ausgeschlachtet.

Die andere Welt läuft Gefahr entdeckt zu werden…

Und dann gibt es da natürlich auch schon die nächste Leiche!



Zum Inhalt:

Trulys Sorge, dass sie sich nach ihrem London-Trip in Westford langweilen könnte, erweist sich als unbegründet: Denn ein einflussreicher Influenzer behauptet, an Westfords Strand sei ein legendärer Goldschatz zu finden.
Die daraufhin angereisten Horden von Abenteurern und Schaulustigen verärgern Einheimische, Naturschützer und Schattenwesen gleichermaßen und alle sind sich einig: Das muss ein Ende haben!
Sogar der Elfenhof entsendet den Pixie Galam als Kommunikationsberater, was Truly und ihre Öffentlichkeitsarbeit vor große Probleme stellt, denn wie übermittelt man dessen Forderungen an einen frisch beförderten Chief Inspector, der beharrlich behauptet, Hexen, Elfen oder Pixies gäbe es nur im Märchen?
 Als allerdings tags darauf der Influencer tot aufgefunden wird und ausgerechnet Trulys als Helfer angereister Studienfreund Josh in Verdacht gerät, gehen Trulys Probleme erst richtig los. Vor allem, weil ihr Inspector sich als außerordentlich eifersüchtig erweist.


 

Cover:

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut und hatte für mich auch gleich einen absoluten Wiedererkennungswert. Zu sehen sind hier wieder Schattenelemente, die zum einen die Hexe Truly darstellen sowie dieses Mal passend zur Geschichte eine Robbe, ein Rettungsring und maritime Elemente wie die Küste Westfords sowie ein Leuchtturm. Das passt wieder alles sehr gut zusammen und ich freue mich, dass die Autorin ihrem Stil weiterhin treu bleibt.



Eigener Eindruck:
 Truly ist zurück in ihrem Hexenexil in dem langweiligen Städtchen fernab ihres heißgeliebten London. Da sie sich in letzter Zeit gut geführt hat, darf sie nun unter Aufsicht der Hexe Ophelia mehr zaubern. Endlich ein bisschen Freiheit in dem schnöden Örtchen, welches so langweilig und fad sein kann. Doch lang bleibt es nicht so, denn ein berühmter Influenzer aus London gibt an einen Schatz am Strand von Westford gefunden zu haben und so wird der kleine Ort plötzlich von vielen Schatzsuchern überrannt. Das vermeintliche Gold der Elfen, wird zur Gefahr für die Anderswelt, denn nicht weit vom Fundort befindet sich ein Übergang. Nun soll Truly die Wogen glätten und mit ihrem Wissen gegen den Influenzer vorgehen. Doch leider scheint er ihr immer einen Schritt voraus. Doch Truly weiß sich zu helfen. Sie holt sich Hilfe aus Londin in Form ihres medial allwissenden Freundes Josh, welcher ein Vampir ist. Doch auch auf Josh scheint der Influenzer bestens vorbereitet. Als eben jener plötzlich tot aufgefunden wird und Josh von der Polizei verdächtigt wird, ist es an Truly wieder mit ihrem arkanophoben Inspektor zu ermitteln und ihrer Liebe vielleicht doch eine Chance zu geben, denn Inspektor Sinner könnte hier endlich mit der Anderswelt in Verbindung gebracht werden. Es kommen turbulente Zeiten auf Truly zu, nicht zuletzt, weil das Aufsehen rund um den Schatz auch den Elfenhof auf den Plan ruft – und die sind alles andere als amused über die aktuelle Situation.


Das nun schon fünfte Abenteuer von der Hexe Truly knüpft fast nahtlos an die Vorgängergeschichte an. Schnell findet man sich in der Geschichte ein und trifft neben neuen, wirklich toll ausgearbeiteten Charakteren auf viele altbekannte Gesichter, die ihrem Stil treu bleiben. Je mehr Abenteuer Truly in der Welt von Westford erlebt, desto mehr Menschen kommen mit der Anderswelt in Berührung und akzeptieren diese. Nur ihre Flamme, der Inspector Sinner, der scheint sich einfach mit Händen und Füßen gegen diese Welt zu wehren, was immer wieder zu Missverständnissen und nun auch wieder zu keinem Happy End zwischen den beiden führt. Die Streitereien rund um das Thema Magie werden langsam doch ein bisschen langweilig bis nervig und ich frage mich, wie lange die Autorin Truly noch zappeln lassen will. Sieht man aber davon ab, bekommt man wieder eine tolle Portion Emotionen und Spannung, bei der die Autorin auch ab und an mal wieder zum Schwafeln neigt, wenn es darum geht Dinge zu erklären, aber das tut sie nun einmal so detailliert, dass keine Fragen offenbleiben. Bis zum Schluss tappt der Leser auch wieder im Dunkeln, warum es eben zu dem Mord gekommen ist beziehungsweise warum es überhaupt erst zu dem Hype um den Schatz kam. Das Ende ist also wieder sehr unerwartet und man muss immer wieder staunen, welch Fantasie die Autorin an den Tag legt. Meinen absoluten Respekt dafür. Die Bücher rund um Truly muss man einfach gelesen haben, wenn man auf magische Geschichten steht und vielleicht auch schon andere Bücher von Kay Noa oder Lilly Labord gelesen hat, denn immer wieder gibt es auch Berührungspunkte zu anderen Geschichten bei denen man die Geschichten zwar getrennt voneinander lesen kann, jedoch immer wieder auf bekannte Elemente stößt. Es ist einfach Wahnsinn, was die beiden Autorinnen für eine Welt geschaffen haben und ich finde es immer wieder interessant, wie sie miteinander verwoben werden. Einfach genial.

 

 

Fazit:

Wieder eine interessante Geschichte aus der Welt von Truly, die vor allem Fans der Reihe aber auch jene, die es werden wollen, begeistert. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.


 

Idee: 5/5

Charaktere: 5/5

Logik: 5/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5


Gesamt: 5/5


 

Daten:

ISBN: B0B36RKVCC

Sprache: Deutsch

Ausgabe: eBook

Umfang: 268 Seiten

Verlag: Publz oHG

Erscheinungsdatum: 04.06.2022

Mittwoch, 25. Januar 2023

Das bunte Meer (Wo ist der Unterschied Band 2) von Nastja Holtfreter

 


Seepferdchen?

Ein Pferd mit Taucherbrille?

Tintenfische in den schillerndsten Farben

Oder bunte Anemonen?

Im Meer gibt es viel zu entdecken!

 

 

Zum Inhalt:

Nanu? In diesem Meer stimmt doch irgendetwas nicht … Seepferdchen haben doch keine vier Hufe. Und zwischen all den Seeigeln hat sich tatsächlich ein richtiger Igel versteckt!
 Findet ihr heraus, wo sich überall Fehler eingeschlichen haben?

 

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Wir sehen hier kindgerecht gestaltet in der Mitte einen Tintenfisch mit rotem Halstuch und einer Fischermütze, umgeben von anderen bunten Tieren aus dem Meer. Das passt sehr gut und macht allein schon wegen der kunterbunten Aufmachung neugierig auf mehr oder doch eher Meer?!

 

Eigener Eindruck:
 Dieses Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren ist der zweite Band einer Reihe rund um Tiere und auch Gegenstände. Auf jeder Seite sieht man ein Lebewesen, welches vielleicht nicht ganz zu den anderen passt oder gleich aussieht. Auf den Seiten werden jeweils verschiedene Fragen gestellt und man kann mit den kleinen Knirpsen eben jene Unterschiede entdecken und besprechen, aber auch noch darüber hinaus eine Menge entdecken. Man kann die Tiere zum Beispiel zählen, Farben besprechen, allgemein die Tiere vorstellen und vielleicht auch noch das eine oder andere über die Tiere erzählen. Mir persönlich haben die Illustrationen in dem Buch sehr gut gefallen und ich musste auch öfter einmal schmunzeln. Das Buch ist einfach ganz großartig gemacht und ich kann euch versichern, dass auch die Knirpse gern zu dem Buch greifen. Weitere Bücher dieser Reihe werden sicher auch noch ihren Weg in unser Regal finden. Schön ist vor allem auch wieder hier, dass die Seiten so schön dick sind, dass das Buch öfter genutzt werden kann und den kleinsten Händen nicht gleich zum Opfer fällt.

 

Fazit:

Ein tolles Kinderbuch zum Entdecken und perfekt zum Verschenken. 

 

 

Gesamt: 5/5

 

Daten:

ISBN: 9783734815126

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Pappbuch

Umfang: 16 Seiten

Verlag: Magellan

Erscheinungsdatum: 17.07.2015

Dienstag, 24. Januar 2023

Gruselfieber: Das Tagebuch des Grauens von R.L. Stine

 


Wetten sind dein Leben,

aber leider verlierst du immer,

bis du ein geheimnisvolles Buch findest, welches dir die Zukunft voraussagt,

nur dieses Buch ist böse…

 

 

Zum Inhalt:

Für den 12-jährigen Alex vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Geldwette. Als er aber eine 100-Dollar-Wette mit Tessa um das bessere Tagebuchprojekt für den Englischunterricht abschließt, entwickelt sein Tagebuch ein ungewöhnliches Eigenleben: Abend für Abend erscheinen, wie von Geisterhand geschrieben, Eintragungen über den nächsten Tag. Unheimlich, schauerlich, unvorstellbar - das Grauen erreicht eine neue Dimension.

 

Cover:

Das Cover gefällt mir ganz gut und orientiert sich meiner Meinung nach recht passend an dem klassischen Gestaltungsstil, wie man ihn von den Büchern von R.L. Stine gewöhnt ist. Wir sehen hier den Protagonisten Alex, welcher mit erschrockenem Blick auf ein Buch starrt, aus dem eine Monsterhand zu kommen scheint, die nach ihm greifen will. Das passt an sich ganz gut, auch wenn die Monsterhand eher nicht zum Tragen kommt. Trotzdem macht es neugierig und ist für Fans von R.L. Stine einfach ein Muss.

 

Eigener Eindruck:
 Alex liebt es Wetten abzuschließen und besonders macht es ihm Spaß mit der Schülerin Tessa zu wetten, wenn auch er gegen sie kaum eine Chance hat. Als er mit ihr eine Wette abschließt, bei der er um viel Geld wettet, dass er ein viel spannenderes Tagebuch führen kann als sie, scheint schon klar zu sein, dass er verliert. Kurz darauf bekommt er von seinen Eltern einen neuen Schreibtisch geschenkt, in dem er ein altes, aber leeres Buch findet. Er beschließt darin zu schreiben und traut wenig später seinen Augen kaum, als das Buch plötzlich doch beschrieben ist und zwar mit den Geschehnissen des darauffolgenden Tages. Alex kann fortan alle Wetten für sich gewinnen und scheint vom Glück geküsst. Doch als das Buch schreckliche Dinge vorhersagt und diese auch geschehen, beginnt für Alex eine regelrechte Horrorzeit.

 

 Die Geschichte von Alex ist der fünfte Band der Reihe „Gruselfieber“ aus der Feder des Jugendkultautors R.L. Stine. In seinem urtypischen Schreibstil schickt der Autor den Jungen auf ein Abenteuer, das sich gewaschen hat und sogar erwachsene Leser begeistert. Mit jedem Kapitel schreibt der Autor eine spannende Passage, die in einem Schockmoment endet, zumeist aber im nächsten Kapitel aufgelöst wird, bis zum Ende des Buches dann wirklich kuriose Dinge passieren. Das hält junge Leser bei der Stange und man schwingt sich von einem zum nächsten Kapitel, um zu wissen, was denn mit den Figuren in der Geschichte passiert. Das ist raffiniert gemacht und ehe man sich versieht, hat man das Buch auch schon beendet. Einige Passagen sind in dem Buch recht vorhersehbar, aber trotzdem macht es eine Menge Spaß dieses Buch zu verfolgen. Einfach wieder klasse gemacht.

 

Fazit:

Wieder ein ganz tolle Jugendgeschichte aus der Gruselwelt von R.L. Stine, welche Fans und jene, die es werden wollen begeistert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 3/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783570215340

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 124 Seiten

Verlag: cbj

Erscheinungsdatum: 24.05.2005

Montag, 23. Januar 2023

Hund Müller von Hilke Rosenboom

 


Du bist knapp bei Kasse

Und besserst dein Taschengeld mit Gassi gehen auf.

Der Hund ist aber totlangweilig…

Bis er richtig viel Geld findet und du plötzlich mitten in einem gemeingefährlichen Kriminalfall steckst.

Und dein Gassihund trägt eine schusssichere Weste…

Der ist wohl doch nicht so todlangweilig!

 

 

Zum Inhalt:

Mannomann, ist das ein merkwürdiger Hund! Er trägt eine kugelsichere Weste, schnüffelt überall herum und findet Geldscheine unter jedem zweiten Gebüsch. Eigentlich soll Helmut diesen Hund namens Müller ja nur ein wenig Gassi führen. Aber Müller zerrt ihn mitten in einen gemeingefährlichen Kriminalfall hinein. Und wenn Helmut und vor allem Hund Müller nicht so feine Spürnasen hätten, dann hätte die Sache auch ganz schön schiefgehen können!

 

Cover:

Das Cover ist in einem comicartigen Stil gestaltet und zeigt den Helden der Geschichte – Helmut – mit seinem Gassigehhund Müller, der den Jungen an der Leine scheinbar durch den Park schleift. Das passt ganz gut. Außerdem hält Müller einen Hunderteuroschein im Maul, was vor allem eine schöne Assoziation auf seine Fähigkeiten ist. Mir gefällt das Cover sehr gut.

 

Eigener Eindruck:
 Es sind Ferien und Helmut ist allein unterwegs, denn er hat kein Handy, um sich mit den anderen zu verabreden und seine Eltern sind auch nicht mit ihm in den Urlaub gefahren. Ein Handy wäre wirklich nicht schlecht, aber es fehlt ihm an den geldlichen Mitteln. Als die Nachbarin ihm vorschlägt mit dem Hund ihres Sohnes Gassi zu gehen und sich etwas dazu zu verdienen, sagt Helmut zwar zu, bereut seine Zusage aber bald, denn Müller ist jetzt nicht das, was man einen Hingucker nennt. Er wirkt plump, er trägt eine karierte Weste und allgemein macht er nicht viel her. Das ändert sich aber, als Müller plötzlich einen Hunderteuroschein findet und Helmut sich plötzlich vor dem Polizeirevier wiederfindet. Der Traum vom großen Geld ist schnell wieder futsch, aber warum kennen die Polizisten den Hund? Als Müller bald darauf wieder eine große summe Geld findet, steckt Helmut plötzlich inmitten eines Kriminalfalles der sich gewaschen hat. Und ganz nebenbei… Müller trägt keine normale karierte Weste, sondern eine schusssichere Weste! Aber pst!

 

Die Geschichte von Helmut liest sich erst einmal recht einfach, wenngleich die Geschichte ein wenig braucht, um Fahrt aufzunehmen. Zuerst bedauert sich Helmut selbst, weil er kein Geld für ein Handy hat, dann bedauert er sich, weil er so einen langweiligen Hund Gassi führen muss und schlussendlich platzt dann doch der Knoten und der Leser wird neugierig, was es denn mit dem Hund auf sich hat. Dabei nimmt die Geschichte immer wieder unerwartete Wendungen, bleibt aber dabei kindgerecht und vor allem wird neben dem Kriminalfall noch ein ganz anderer Aspekt beleuchtet, nämlich, dass Freundschaften wichtig sind und dass Freunde einander helfen, wenn es darauf ankommt. Eine schöne Geschichte mit einem Happy End und einer ordentlichen Portion Humor, besonders für erwachsene Leser. Denn ein bisschen schräg ist der Herr Müller ja schon.

 

Fazit:

Eine schöne Geschichte für junge Krimifans und Hundeliebhaber, mit einer gehörigen Portion Übertreibung, aber es ist einmal etwas anderes und daher meiner Meinung nach durchaus lesenswert.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 3/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783551316486

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 128 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 26.05.2017

Sonntag, 22. Januar 2023

Weil es mir Spaß macht von Jan Simoen

 


Rache ist süß,

aber was, wenn die Rache zu weit gegangen ist?

Was, 

wenn du dieses Mal für deine Taten geradestehen musst?

 

 

Zum Inhalt:

Welches Geheimnis hütet Nathan, der Junge mit den blonden Locken und dem Engelslächeln? Ein nervenzehrendes Verhör auf dem Polizeirevier lässt die hübsche Fassade bröckeln und entlarvt Nathan als skrupellosen Gewalttäter.

 

Cover:

Das Cover ist recht einfach gehalten. Neben dem Titel sieht man das Gesicht eines Jugendlichen, aus dem man jetzt nicht sonderlich viel ableiten kann, da er meiner Meinung nach recht neutral dreinschaut. Wenn man die Geschichte kennt, dann ist es recht passend, der unscheinbare Junge, der es faustdick hinter den Ohren hat. Kennt man die Geschichte nicht, wird man damit jetzt nicht sonderlich viel anfangen können und eher nicht zugreifen.

 

Eigener Eindruck:
 Nathan weiß, dass er Mist gebaut hat. Er weiß aber auch, dass er auf alles vorbereitet ist. Bis jetzt hat es ja immer geklappt, dass er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen konnte. Aber jetzt? Jetzt sitzt er in einem Verhörraum bei der Polizei und er weiß nicht, ob die Geschichte, die er dem Polizisten aufgetischt hat, ausreicht. Er weiß nicht, ob seine Mutter ihm beistehen wird und er weiß auch nicht, ob seine Freunde dichthalten. Je länger er hier sitzt, desto mehr Zweifel kommen ihm, er kann seine Gefühle nicht mehr kontrollieren, er tickt aus. Und was ist mit Elke? Was ist passiert? Warum wird er immer wieder nach ihr gefragt?

 

Die Geschichte von Nathan liest sich zuerst recht einfach. Schnell erfasst man die Situation und nach und nach bekommt man auch heraus, dass Nathan ein verwöhnter Anticharakter ist, der durchaus berechnend daherkommt, aber eben auch lernen muss, dass sich schlussendlich doch nicht alles nur um ihn dreht und dass man auch für seine Taten einstehen muss. Das bekommt auch er schnell mit und je mehr sich die Schlinge um seinen Hals zuzieht, umso unberechenbarer wird der Junge und man muss sich als Leser schon fragen, was mit ihm nicht richtig gelaufen ist. Aber allgemein scheinen die Charaktere in diesem Buch irgendwie irgendwann falsch abgebogen zu sein – sie haben alle in einer gewissen Weise Dreck am Stecken und tun Dinge, auf die würd wohl der Normalmensch einfach nicht kommen – Prügeln auf dem Jahrmarkt, Gewalttaten untereinander und eben geplante Überfälle. Dass also der Nathan in seiner Art nicht mehr weiter kommt geschieht ihm ganz recht und somit hat die Geschichte auch einen lehrhaften Charakter. Was mir aber schlussendlich nicht gefallen hat ist, dass die Story rund um Elke nach hinten viele Fragen aufwirft, die einfach nicht beantwortet werden. Hat sie das nun absichtlich getan? Wie geht es mit ihr weiter? Was passiert eigentlich mit dem Jungen? Viele Fragen, keine Antworten. Schade und nervig ist das. Dabei hätte das buch so von seinem Aufbau aus dem Verhörzimmer heraus und den ganzen Erinnerungen wirklich gut sein können.

 

Fazit:

Ein interessanter Anticharakter, aber leider zu viele offene Fragen. Durchaus lesenswert, um zu zeigen, dass man für seine Taten einstehen muss, aber leider recht unglücklich verpackt.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 2/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783473583577

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 128 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag

Erscheinungsdatum: 01.08.2011

Samstag, 21. Januar 2023

It was always love von Nikola Hotel

 


Eine verhängnisvolle Partynacht,

eine Flucht weg von allem.

Der Bruder der besten Freundin

Und vielleicht doch ein Lichtblick?

 

 

Zum Inhalt:

Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, in den Kofferraum und flieht zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire. Dort will sie nichts anderes, als sich die Decke über den Kopf ziehen und an nichts mehr denken. Nicht an diese Nacht. Nicht an die Party. Und vor allem nicht an das Foto, das seitdem von ihr im Internet kursiert. Doch das funktioniert nicht. Denn statt ihrer Freundin trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder. Mit seiner impulsiven, aber überraschend sensiblen Art ruft Noah Gefühle in ihr hervor, die sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Und die sie trotzdem mit sich reißen wie ein Sturm …

 

Cover:

Das Cover ähnelt von der Aufmachung dem Cover des ersten Bandes. Auch hier sehen wir den Titel in der Art des Handletterings in goldener Schrift, jedoch auf beerenfarbenem Grund. Das ist von der Optik her recht hübsch anzusehen, sagt aber nicht viel über den Inhalt des Buches aus. Meiner Meinung nach hätte man sich da mehr einfallen lassen können, aber das ist ja bekanntlich auch Geschmackssache.

 

Eigener Eindruck:
 Aubree befindet sich auf der Flucht. Die Flucht vor einer Partynacht an der sie sich nicht erinnern kann, aber sehr wohl da Internet, denn es gibt ein wirklich schlimmes Video von ihr. Das ist schlecht. Schlecht, weil ihre Mutter im Rampenlicht steht und das für miese Schlagzeilen sorgen kann. Schlecht, weil sie nicht weiß, was mit ihr gemacht wurde. Und schlecht, weil sie wegen eben jenem Video das durch das Netz geht ihren Platz an der Uni verloren hat. In ihrer Verzweiflung lässt sie sich anonym untersuchen und kann bald aufatmen, denn ihre schlimmsten Befürchtungen sind nicht wahr geworden. Trotzdem muss sie sich aber mit den Konsequenzen und dem Gefühl herumplagen, dass etwas gegen ihren Willen geschehen ist. Noch dazu, weil sie nicht weiß wer es war und warum und wie. In ihrer Verzweiflung flüchtet Aubree in die Wohnung ihrer besten Freundin, die ihr diese breitwillig überlässt. Doch auch hier muss sich Aubree ihren Ängsten stellen und dann ist da auch noch Noah, der flapsige, aber auch ernste Bruder ihrer Freundin, der ihr auf den Fleck weg den Kopf verdreht, aber auch sein eigenes Päckchen zu tragen hat…

 

Der zweite Teil der Reihe aus der Feder von Nikola Hotel liest sich recht einfach und man ist schnell in der Geschichte drin. Schnell kann man sich in Aubree hineinversetzen, wenn auch man aber auch ziemlich schnell zu dem Schluss kommt, dass sie alles unnötig verkompliziert. So kann man nicht nachvollziehen, warum sie sich so weigert ihrer Mutter von der Sache zu erzählen und auch die Sache nicht versucht aufzuklären durch z.B. Polizei oder oder. Stattdessen versinkt sie in Selbstmitleid, lügt auch noch ihre Freunde an und katapultiert sich in ein neues Drama. Und da sind wir leider auch schon am nächsten Punkt. Ich konnte mich weder für Aubree, noch ihre neuen Freundschaften, noch für Noah wirklich erwärmen. Da waren meiner Meinung nach viele Kunstprobleme dabei und wenn die Charaktere wirklich so tough sind, wie sie manchmal dargestellt werden, dann muss ich mich schon fragen, warum es dann doch wieder anderes gemacht werden muss. Auch kann ich mich noch immer nicht mit der Beziehung von Ash und seiner Schwester anfreunden, das geht mir einfach zuwider, auch wenn sie nicht blutsverwandt sind etc. Effektiv bekommen wir hier ein Buch, welches vor sich langhin plätschert, welches offene Fragen hinterlässt und welches logisch nicht immer nachvollziehbar ist. Auch die Emotionen zwischen den Charakteren waren für mich nicht immer glaubhaft. Einzig was das Buch wieder aufgepeppt hat waren die wunderschönen Handletterings im Innenteil, wobei ich aber auch noch nicht so ganz den Hype darum verstehen kann, beziehungsweise wieso man so etwas macht – oder besser gesagt, die Situationen dazu fand ich nicht immer passend. 

 

Fazit:

Ein wichtiges Thema leider für mich einfach nur unverständlich verpackt, weil ich die Handlung der Charaktere bisweilen einfach nicht nachvollziehen konnte. Viel Drama, viele offene Fragen. Leider gar nicht mein Ding.

 

 

Idee: 4/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783499003158

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 464 Seiten

Verlag: ROWOHLT Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 15.09.2020