Mittwoch, 17. Februar 2016

Broken Heart 2: Ein Vampir zum Dinner von Michele Bardsley



Zum Inhalt:

Blut statt Schokolade, Selbstbräuner statt Sonnenlicht: Die Welt von Single-Mom Evangeline steht Kopf, seit sie vor drei Monaten zum Vampir wurde. Da fällt ihr ausgerechnet der Mann zu Füßen, der ihr Leben auf dem Gewissen hat: Lorcan O'Halloran, Vampir und Druide und für seine 4.000 Jahre immer noch ziemlich sexy! Gegen ihren Willen gerät Evangeline bald immer stärker in seinen Bann. Aber kann Lorcan sie auch beschützen? Vor dem unbekannten Bösen, das über ihre Heimatstadt Broken Heart hereinbricht..

Eva lebt mit ihrer Tochter in einer schönen alten Villa samt Bibliothek. Sie fristet nach einem Vampirangriff ihr Leben als Untote, schläft während des Tages und ab und an gönnt sie sich ein bisschen Blut bei einem ihrer Spender - der sie durchaus sehr attraktiv findet und wirklich alles tun würde, damit sie ihm endlich richtig Beachtung schenkt. Sie liebt Bücher und ihre Tochter über alles. Seit dem Angriff scheint sie außerdem ein Händchen für Tiere zu haben und besonders der Wolf Lucky hat es ihr schwer angetan. Als ihr eines Tages genau der Vampir vor die Füße fällt, der für ihr neues Dasein verantwortlich ist, ist sie hin und weg, denn der Vampir Lorcan verdreht ihr mit seiner Art schlichtweg den Kopf. Es beginnt sich eine zarte Verbindung zwischen den beiden aufzubauen, die plötzlich von der Entführung Evas und einer Ansteckung mit der tödlichen Krankheit Kontaminus überschattet wird - die Krankheit, die Lorcan einst zu einer wilden Bestie machte und ihn Amok laufen ließ, bei der auch Evangeline ihr normales Leben einbüßen musste.

Ich persönlich fand den Handlungsstrang an sich nicht schlecht, aber eben wieder stumpf umschrieben. Man hätte da meiner Meinung nach viel mehr draus machen können, anstatt von einer Szene in die nächste zu hetzen - und mit hetzen mein ich auch hetzen, denn wer hier nicht den ersten Band kennt hat mehr als nur ein bisschen das Problem in der Story noch mitzukommen. Die eingeschobenen Geschichten von Lorcan sind zwar nett, hätten aber auch schöner geschrieben sein können. Wenn schon Märchen, dann richtig. Märchen müssen etwas Magisches haben und sollten nicht einfach nur lieblos hingeknallt werden. Was ich persönlich ziemlich krass finde ist, dass die Protagonistin sofort verzeihen kann. Ziemlich unglaubwürdig, wenn ihr mich fragt. Würde mir so etwas passieren, diese Person würde ich wahrscheinlich bis an das Ende meines Lebens hassen - und was macht sie, fängt sofort von ihrem Mörder an zu schwärmen und verliebt sich... na klar! Ich glaube das nennt man akutes Stockholmsyndrom. Wer hier wirklich Emotionen sucht und auf eine grandiose Liebesgeschichte wartet, der muss hier enttäuscht werden. Getreu dem Motto: Hallo, ich bin´s dein Killer, lass uns in die Kiste springen - ach huch, jetzt sind wir übrigens verheiratet...

Evangeline als Charakter war mir eigentlich ganz sympathisch. Bücherwurm, liebende Mutter, eben einfach normal geblieben, wenn man davon absieht, dass sie eben doch recht untot ist. Sie mag es Witze zu reißen und der eine oder andere Insider begeistert nur, wenn man die Bücher "Per Anhalter durch die Galaxis" kennt. Auch erntet Eva bei mir sehr viel Ansehen, da sie sich als tierlieber Charakter erweist. Völliges Unverständnis jedoch facht beim Leser auf, wenn man die Begegnungen mit Lorcan bedenkt. Sie verfällt ihm ab der ersten Sekunde, kann ihm sofort verzeihen. Man zweifelt einfach an ihrem Verstand.
Lorcan als Gegenspieler ist für mich auch eine richtige Nullnummer. Weinerlich und demütig kommt er zu Kreuze gekrochen, bettelt um Gnade und ist seines Lebens überdrüssig. Ein göttliches Bild von einem Romanhelden, einem Vampir und einem Mann ... nicht! Man kann und will ihn einfach nicht ernst nehmen.

Im Großen und Ganzen kann man das Buch sicher mal zwischendurch lesen, wenn man nichts mit Anspruch haben möchte. Ansonsten rate ich dringendst davon ab, bei diesem Band kann einem durchaus die Leselust vergehen.

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: MIRA TASCHENBUCH IM CORA VERLAG; Auflage: 1. (1. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899415639
  • ISBN-13: 978-3899415636
  • Originaltitel: Don't Talk Back To Your Vampire
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3 x 18,8 cm


1 Kommentar:

  1. Oje, das klingt ja nicht so gut. Ich muss die Reihe auch irgendwann weiterlesen. Band 1 fand ich auch nur so lala, die Idee ist aber toll. Ich hoffe, dass sich die Reihe noch steigert :)

    LG Katharina

    AntwortenLöschen