Donnerstag, 24. August 2023

Michael Wallner - Blutherz

 

Ein einziger Fehler,

eine kurze Träumerei

und du stehst vor dem Kampf deines Lebens.

 

 

Zum Inhalt:

Sie will den Untoten, sein Bruder ihr Leben.

Die sechzehnjährige Samantha Halbrook verliebt sich in Taddeusz Kóranyi, den ältesten Sohn einer steinreichen Londoner Familie. Sie ahnt nicht, dass Taddeusz einem jahrhundertealten Vampirgeschlecht entstammt. Vergeblich versucht sein Bruder Richard, Samantha vor Taddeusz’ gefährlichem Einfluss zu schützen, aber als sie dem dunklen Geheimnis der Kóranyis auf die Spur kommt, ist es bereits zu spät. Doch Samantha ist nicht bereit, sich in die Klauen des mächtigen Vampirclans zu begeben. Sie beschließt, den Kampf gegen Taddeusz und seine Familie aufzunehmen. Dazu bedarf es jedoch der Kraft des kostbaren Bariactar-Elixiers - und das findet man nur an einem Ort: in Transsylvanien, der Heimat aller Vampire. Verfolgt von Taddeusz, begeben sich Samantha und Richard auf eine gefährliche Reise-…

 

Cover:

Das Cover finde ich damals wie heute noch immer recht ansprechend, besonders dann, wenn man sich für Vampirgeschichten erwärmen kann. Wir sehen hier eine klischeehafte Szene, aber doch ist sie wirkungsvoll. Zu sehen ist der Ausschnitt eines Mädchengesichts , deren Lippen blutrot geschminkt sind und an deren Mundwinkel ein Rinnsal von Blut auszumachen ist. Das schreit ja regelrecht nach Vampiren! Der Rest des Covers ist in Schwarz gehalten, sodass das Cover durchaus edel wirkt.

 

Eigener Eindruck:
Samantha hat eben erst eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, welche sie nur mit Hilfe ihrer strengen Tante bekommen hat. Bereits zu Beginn warnt die Tante sie, dass sie nicht so leichtsinnig sein soll wie ihre Mutter und während der Ausbildung schwanger wird. Samantha stürzt sich schnell in ihre Aufgaben, doch es dauert nicht lang und sie lernt den wohlhabenden Taddeusz kennen, welcher an ihr interessiert scheint. Geschmeichelt von seinem Werben und von dem ganzen Luxus lässt sie sich auf ein Date ein, welches jedoch von einigen bizarren Szenen begleitet wird. So lernt sie Taddeusz Bruder Richard kennen, welcher sie vor seinen Bruder warnt und auch der Abend endet nicht so, wie sie sich das alles vorgestellt hat. Zumindest kann sie sich an nichts mehr erinnern. Doch dann der Schockmoment. Samantha ist schwanger. Doch wie kann das sein? Nach und nach erkennt Samantha, dass etwas mit Taddeusz und seiner Familie nicht stimmt und dass sie dazu auserkoren wurde eine ganz besondere Rolle im Leben der Vampirfamilie zu spielen. Doch Samantha will sich nicht geschlagen geben und macht sich in Begleitung von Richard auf den Weg nach Transsylvanien, um Taddeusz Pläne zu durchkreuzen. Doch auch hier warten auf Samantha Dinge, die sie an sich selbst und ihre eigene Existenz zweifeln lassen…

 

Die Geschichte von Samantha liest sich in meinen Augen sehr gut, wenn auch recht wechselhaft von der Qualität des Inhalts. Mal bekommt man frische Ideen, bei der es in der Geschichte richtig vorwärts geht, dann bekommt man wieder Szenen bei denen man sich am liebsten an den Kopf fassen möchte, denn sie sind so sprunghaft und wirr, dass man einfach den roten Faden verliert. Auch das Ende fand ich nun nicht so berauschend, da ich immer dachte, dass es eine Fortsetzung geben wird, aber scheinbar gab es die nicht oder ich habe sie einfach nicht gefunden. Sam als Charakter ist schon eine starke Frau, da kann man nichts sagen, aber bis sie das wird ist sie einfach nur dumm und naiv und man hätte meinen können, dass sie doch ein bisschen mehr Grips hat, besonders, wenn man Warnungen der Tante und dergleichen mit einbezieht. Doch sie lässt sich blenden und wird eigentlich erst wach, als es schon zu spät ist. Das ist zwar wichtig für die Geschichte, aber trotzdem willst du als Leser das Mädchen einfach nur nehmen und durchschütteln. Die beiden Brüder hingegen schieben sich in ihrer Art immer wieder gegenseitig den schwarzen Peter zu und du weisst manchmal nicht, wer denn nun der Böse ist und wer nicht. Das ist raffiniert gemacht. Aber richtig komisch wird die Geschichte schlussendlich bei der finalen Szene, wo Sam jemanden trifft mit dem man wohl so nicht gerechnet hätte. Das war beklemmend, die ganze Geschichte an sich wirkte auf einmal völlig anders und ich bin mir unsicher, ob ich das nun gut oder schlecht finden soll. Und dann noch das recht offene Ende… nein, das war jetzt nicht die Geschichte bei der ich sage, dass ich sie unbedingt jemanden empfehlen müsste.

 

Fazit:

Solide Geschichte über Vampire mit diversen Schönheits- und Logikfehlern. Kann man darüber hinweg sehen, dann hat man seinen Spaß als Vampirfreund, aber man sollte auch wissen, dass einen hier ein offenes Ende erwartet. Von mir gibt es keine Leseempfehlung, da ich noch immer mit der Geschichte hadere ob ich sie nun gut finden soll oder nicht – und das geht nun schon Jahre so.

 

Anmerkung:

Ja, tatsächlich habe ich nun beim exzessiven Stöbern einen zweiten Teil gefunden und ich bin doch versucht ihn mir zu holen.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783570307694

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 317 Seiten

Verlag: cbt

Erscheinungsdatum: 05.01.2012

 

Mittwoch, 23. August 2023

Elisa S. Amore & Kiera Legend - Akademie der Götter - Jahr 1

 


Eine geheimnisvolle Einladung,

ein Leben mit den Göttern

und eine Macht, die dich in den Schatten verfolgt.

 

 

Zum Inhalt:

Dass es Götter gibt ist schon lange bekannt. Seither bekommen alle Jugendlichen zu ihrem 18ten Geburtstag eine Box in der sich Geburtstagsgrüße oder eine Einladung zur Akademie der Götter befinden. Die Waise Melanie ist bei ihrer Tante Sofia aufgewachsen und hat nicht solch eine Einladung, ja, nicht einmal eine solche Box bekommen. Die reiche Familie, auf deren Grundstück Melanie und Sofia mit leben, hofft dies für ihre Tochter Callie auch. Doch die große Feier wird je davon überschattet, dass Callie nur „läppische“ Grüße bekommt und so wird Melanie beauftragt die Box von der Feier zu entfernen. Doch Melanie findet sie so schön, dass sie sie mit nach Hause nimmt, wo sie eine Einladung zur Akademie der Götter entdeckt. Schnell entscheidet sich Melanie dazu mit all ihren Banden zu brechen und ein geheimes Leben an der Akademie zu beginnen, auch wenn sie noch nicht glaubt, dass die Einladung wirklich für sie war. Bald schon befindet sie sich mit anderen Jugendlichen an einem einsamen Pier und muss die erste Hürde nehmen, um an die Akademie zu gelangen, wo sie für das Heer der Götter ausgebildet werden sollen. Doch auch hier scheint sie ein Außenseiter zu sein. Nur langsam findet sie neue Freunde und auch eine zarte Liebe. Was sie hingegen schnell findet sind Neider und durch ihre vorlaute Klappe gerät sie mehr als einmal mit den Göttern aneinander. Als unheimliche Dinge in der realen Welt geschehen, will Melanie der Sache auf den Grund gehen, doch das verstößt gegen die Regeln und könnte sie ihren Platz an der Akademie kosten… Und was hat es damit auf sich, dass sie so anders zu sein scheint als die anderen?

 

Cover:

Das Cover dieses ersten Bandes hat mich sofort angesprochen. Wir sehen hier eine Art Olymp im Hintergrund und davor die Hauptperson Melanie in einer typischen Schulmädchenuniform und umgeben von dem Element Feuer, für das sie schon bald eine Affinität entwickeln soll. Das passt sehr gut und ist in meinen Augen ein gelungener Eyecatcher.

 

Eigener Eindruck:
Der erste Band der Reihe rund um die Götter und Melanie liest sich sehr fantastisch – hatte aber für mich auch so einige Elemente, bei denen ich dachte, es könnte wohl von Percy Jackson abgekupfert sein. Die Autoren schaffen hier aber immer wieder die Kurve und präsentieren somit eine recht frische Sicht auf die Götter, das Göttertum allgemein und das Akademieleben. Trotzdem habe ich bei dem Buch doch hin und wieder stutzen müssen – denn wenn Götter bekannt sind und diese zum alltäglichen Leben – bei den einen mehr, bei den anderen weniger – dazugehören, warum kennen manche ihre Geschichten nicht oder ihre Fähigkeiten. Das war dann doch ab und an etwas eigen, aber gut, man kann darüber hinweg sehen. Melanie ist an sich sehr sympathisch, aber sie neigt dazu sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen, was mich nicht nur einmal hat den Kopf schütteln lassen. Zum Ende hin wird sie sogar sehr rebellisch, was ich dann doch ein bisschen nervig fand. Sie war für mich zu schnell oben auf. Mit ihrem männlichen Gegenpart wurde schnell das typische Eifersuchtsdrama aufgezogen, bei der es die Gegenspielerin Revana gibt – nervig, zum Kotzen und meiner Meinung nach auch ab und an in ihrer Rolle mehr als überflüssig, aber wer auf solchen Kindergarten steht, der kommt hier voll und ganz auf seine Kosten.

Wer sich auf diese Reise einlässt bekommt aber auch immer wieder fantastische Einblicke in die Welt der Götter und ihre Eigenschaften. Wer auch noch detailverliebt ist, so wie ich, der wird mit dieser Reihe voll und ganz auf seine Kosten kommen. Emotionen und Handlung lassen sich dadurch sehr gut nachvollziehen und man kann es kaum erwarten, dass man den zweiten Band in den Händen hält, vor allem mit diesem fiesen Cliffhänger zum Schluss. Wirklich gut gemacht, wenn auch mit kleinen Schönheitsfehlern.

 

Fazit:

Ein wirklich gelungener Auftakt, wer Percy Jackson mochte und Abenteuer sowie Akademiegeschichten liebt, der ist hier genau richtig. Das Buch hat Suchtpotential, besonders, da ich es innerhalb einer Nacht regelrecht verschlungen habe.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783948684518

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 260 Seiten

Verlag: Winterfeld Verlag

Erscheinungsdatum: 22.03.2023

 

Freitag, 21. April 2023

Isch geh Schulhof von Philipp Möller

 


Kriegsfeld Klassenzimmer.

Von schönen und unschönen Momenten des Lehrerdaseins.

 

 

Zum Inhalt:

«Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
"Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

 Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

 

Cover:

Das Cover ist recht niedlich gemacht. Wir sehen hier einen Jungen im comicartigen Stil, welcher angestrengt auf einem Handy herumtippt. Das sagt noch nicht viel über das Buch aus, jedoch ist es erst einmal ein Blickfang. Aufschluss über den Inhalt des Buches gibt schließlich erst der Titel und der ist so ganz typisch „Problemschule“ – „Ghettoslang“ etc.

 

Eigener Eindruck:
 Herr Möller ist Aushilfslehrer und hat sich vom Direktor der Schule breitschlagen lassen hier sein Arbeitsleben weiter zu bestreiten. Hier ist eine Problemschule inmitten von Berlin – und hier ist das wahre Leben. Herr Möller schildert eindrucksvoll das Leben an der Schule, das bisweilen schon fast durchdrehende Kollegium und er macht sich ein Bild über die Schüler, welche dabei irgendwie recht selten gut davonkommen. Es sind Existenzen, welche zum Scheitern verurteilt sind, es sind Kinder, die einen sozialkritischen Hintergrund haben und es sind die Möchtegerngangster von morgen. Eindrucksvoll bekommt man deren Artikulation in den lustigsten Schreibweisen präsentiert und kann sich dadurch die Handlung einfach vorstellen. Das ist bisweilen mal lustig, aber hat auch ganz oft einen sehr bitteren Beigeschmack, denn Herr Möller scheint sich mehr über seine Schüler lustig zu machen, betrachtet sie manchmal auch arrogant von oben herab und dann hat das Buch irgendwann auch Stellen, bei denen einfach der Pepp fehlt. Da kommt nichts bei rum. Es plätschert alles einfach so langhin und man muss sich durch die Seiten quälen. Da ich neulich erst die Bücher von Frau Freitag gelesen habe, die sich ebenfalls mit der Thematik Schule in Berlin beschäftigt, möchte ich auch hier einen Vergleich ziehen. Während Frau Freitag scheinbar ein Herz für ihren Job hat, denkt man bei Herrn Möller immer wieder: such dir halt was anderes…selber schuld… muss das jetzt sein….heul leise… etc.. Das ist schon irgendwie traurig – aber am schlimmsten ist wie gesagt für mich, dass der Herr Möller in seiner Art zu erzählen einfach so oben auf ist, dass man denkt, er ist etwas Besseres. Schade irgendwie. 

 

Fazit:

Das Buch ist recht schwer zu bewerten, wie ich finde. Es zeigt eindrucksvoll den Tagesablauf eines Lehrers in den Problemzonen Berlins, es beleuchtet Schüler, Lehrer, aber eben auch das Sozialsystem und doch kommt es teilweise so arrogant daher, dass man im Stahl kot*en könnte. Auch der Autor hat seine Macken, darauf wette ich. Von mir gibt es deshalb auch eine neutrale Bewertung. 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783404606962

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 364 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 21.09.2012

Donnerstag, 20. April 2023

Sarahs Traum von Brigitte Blobel

 


Ein Traum, der sehr weit entfernt scheint,

aber du willst dafür kämpfen.

Und ein Schicksalsschlag,

der alles zu zerstören droht.

 

 

Zum Inhalt:

Sarah möchte unbedingt Balletttänzerin werden. Hinter dem Rücken ihrer Eltern bewirbt sie sich bei der Tanzakademie der Hamburgischen Staatsoper darum, vortanzen zu dürfen. Zuerst sind ihre Eltern entsetzt: Tänzerin ist doch kein Beruf! Aber dann darf Sarah doch nach Hamburg fahren. Als sie dem berühmten Ballettmeister vortanzen soll, ihr ist fast schlecht vor Aufregung. Aber sie will es schaffen…

 

Cover:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und zeigt lediglich die Fotografie zweier Füße, welche in Ballettschuhen stecken und zu tanzen scheinen. Sehr passend zu der Geschichte, ansprechend für Freunde des Tanzes und somit doch recht hübsch.

 

Eigener Eindruck:
 Die Geschichte von Sarah ist fantastisch und traurig zugleich. Man kommt sehr schnell in die Geschichte rein und kann sich auch sehr schnell mit Sarah und ihrem Wunsch, aber auch ihren Problemen identifizieren. Sie möchte so gern tanzen, aber ihre Eltern wollen das nicht verstehen. Doch Sarah bleibt ehrgeizig und setzt alle Hebel in Bewegung, um doch nach Hamburg zu dürfen. Dass ihr das schließlich gelingt freut den Leser dann auch sehr. Doch ihre Reise wird bald durch einen Schicksalsschlag fast jäh unterbrochen und da kam ich als Leser und Mama von zwei Kindern dann doch ins Stocken. Dass die Mutter Sarah dann allein in Hamburg lässt, das war schon irgendwie heftig zu lesen – da merkt man eben doch, dass das Buch aus einer völlig anderen Generation stammt, bei der man so etwas noch machen konnte – wahrscheinlich?! Auch was dann passiert, als sie wieder heimkommt, hat mir als Leserin den Boden unter den Füßen weggezogen und doch schafft es Sarah ihren Traum zu leben, jedoch dann mit einem sehr bitteren Beigeschmack, wie ich finde. Das war mir persönlich schon ein bisschen zu krass und zu dramatisch – und somit auch nicht so ganz nachvollziehbar. Sieht man aber davon ab, bekommt man eine schöne Geschichte rund ums Tanzen mit einer Priese alltäglicher Familienprobleme. Das ganz normale Leben halt. 

 

Fazit:

Für junge Leserinnen, welche sich für das Tanzen interessieren bestens geeignet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783505080982

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 157 Seiten

Verlag: SchneiderBuch

Mittwoch, 19. April 2023

Der kleine Vampir #2: Der kleine Vampir zieht um von Angela Sommer-Bodenburg

 

Anton hat einen geheimen Freund,

einen Vampir, von dem niemand etwas wissen darf,

aber warum stinkt es plötzlich im Keller so doll?

Vampir Rüdiger ist eingezogen und das Geheimnis scheint aufzufliegen!

 

Zum Inhalt:

Anton kann es noch immer nicht glauben. Er hat echte Vampire als Freunde. Doch das muss natürlich streng geheim bleiben. Doch was ist das? Als Anton in den Keller geht, beginnt es fürchterlich zu stinken, denn der kleine Vampir Rüdiger ist dort eingezogen und will scheinbar auch nicht mehr gehen. Das ist schlimm, denn es darf ja niemand wissen, dass es Vampire gibt, aber hier unten kann Rüdiger schnell gefunden werden. Anton muss sich etwas einfallen lassen!

 

Cover:

Das Cover finde ich sehr passend gestaltet. Es zeigt den kleinen Vampir Rüdiger, wie er in einem Kellerraum in seinem Sarg sitzt und es sich scheinbar gut gehen lässt. Das passt gut zum Inhalt der Geschichte und ist vor allem für kleine Vampirfans schnell ein Blickfang.

 

Eigener Eindruck:
 Die Geschichte vom kleinen Vampir begeistert seit Generationen viele junge, aber auch erwachsene Leser. Dies hier ist der zweite Band der Reihe. Die Geschichte ist einfach und verständlich geschrieben, sodass sie auch die jüngsten Leser schnell verstehen können. Dabei macht es vor allem spaß Anton zu begleiten, der immer wieder versuchen muss seine Eltern und andere davon abzuhalten in den Keller zu gehen und auch immer wieder versucht Rüdiger zum Auszug zu bewegen, ohne ihm dabei ein unwillkommenes Gefühl zu vermitteln. Anton steht also wortwörtlich zwischen den Stühlen und muss sich echt etwas einfallen lassen, um sein Geheimnis zu wahren und das ist schwieriger als gedacht. Was für kleine Lesefreunde spannend daher kommt, lässt den erwachsenen Leser schmunzeln, aber gut gemacht ist es allemal. Die Geschichten haben einfach einen ganz besonderen Charme, den man kaum umschreiben kann. Der kleine Vampir begeistert einfach. Er ist kindgerecht und doch schaurig schön. Auch die Freundschaft zwischen Rüdiger und Anton wird hier thematisiert, was ich besonders schön finde. 

 

Fazit:

Ein schöner Leseschmaus aus der Welt vom kleinen Vampir. Die Geschichte macht einfach Spaß und spricht besonders kleine Grusel- und Vampirfreunde an.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: B004XT17N8

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Sonstige Buchform

Verlag: Weltbild Verlag

Erscheinungsdatum: 01.01.2002

Dienstag, 18. April 2023

Ponyhof kleines Hufeisen #7: Babuschka bleibt bei uns von Andrea Pabel

 


Babuschka soll ihren Lebensabend auf dem Ponyhof verbringen,

denn ihre Zeit als Turnierpferd ist vorbei,

doch plötzlich gibt sich das Pferd völlig anders

und die Pferdefreunde haben bald einen schlimmen Verdacht.

 

 

Zum Inhalt:

Die schwarze Traberstute Babuschka kommt als Gastpferd auf den Ponyhof. Die jungen Reiter sind begeistert von dem edlen Pferd! Aber um Babuschka ist ein Geheimnis. Und bald geschehen seltsame, unerklärliche Dinge auf dem Hof. Sabine und ihre Freunde sind wild entschlossen, die Rätsel um die schwarze Stute zu lösen!

 

Cover:

Das Cover ist typisch für die Zeit in der die Bücher rund ums Pferd so richtig geboomt haben. Wer bereits Bücher der Reihe kennt, der wird hier auch schnell zugreifen, denn sie sind von der Aufmachung her immer recht gleich gehalten und haben so einen Wiedererkennungswert. Wir haben hier einmal das typische Logo von der Reihe rund um den Ponyhof sowie eine Szene aus dem Buch. Hier sehen wir die Protagonisten mit der schwarzen Rappstute Babuschka, welche sich auf der Pferdeweide befindet. Eine Szene, die vor allem Pferdefreunde schnell anspricht und deshalb auch sehr passend ist.

 

Eigener Eindruck:
 Mit dem Turnierpferd Babuschka zieht ein neues Pferd auf dem Ponyhof ein. Das Pferd soll hier seinen Lebensabend verbringen, denn der Leistungssport ist für das Pferd zu viel. Die Mädchen auf dem Hof sind hellauf begeistert. Doch schon bald benimmt sich Babuschka völlig anders und den Mädchen kommt ein schlimmer Verdacht. Sollte das Pferd, was sie vor sich haben plötzlich gar nicht mehr die richtige Babuschka sein? Doch wenn ja, wo ist Babuschka nur hin und wieso?

 

Der siebte Band aus der Reihe „Ponyhof Kleines Hufeisen“ ist gewohnt einfach, aber gut geschrieben. Schnell findet sich der Leser in der Geschichte ein und auch junge Leser können den Ablauf schnell begreifen. Das Buch kommt ohne große Übertreibungen und Drama aus und ist deswegen für mich ein kleiner Goldschatz. Hier dreht sich alles hauptsächlich rund um das Thema Pferd und das war auch das, was mich damals als Kind sehr begeistert hat. Schließlich will man ja eine Pferdegeschichte und keine Liebesgeschichte mit nur einem Hauch von Pferd oder Ähnliches. Der Ablauf der Geschichte ist in sich auch logisch und viele Charaktere kennt man bereits aus anderen Bänden, was das Lesen zu einem schönen Wiedersehen macht. Trotzdem muss ich sagen, dass mir bei den Büchern die Emotionen doch ein bisschen zu kurz kommen – so etwas wie Schockmomente wären noch ausbaubar gewesen, zum Beispiel, als man feststellt, was mit Babuschka nicht so recht stimmt. Dadurch bleibt leider auch ein bisschen die Spannung auf der Strecke. Sieht man aber davon ab, bekommt man wieder eine sehr solide Geschichte.

 

Fazit:

Ein solides Kinderbuch aus dem Reich der Pferde und vor allem kommt es auch ganz ohne großartige Übertreibungen aus. Wirklich schön für Pferdefreunde und junge Leser.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783505103667

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 128 Seiten

Verlag: SchneiderBuch