Mittwoch, 24. August 2016

BiBi Band 5 von Kyung-Ah Choi

Nachdem sich Nabi Lee und ihre Freundin Sewon auf einer Party in einem Strandhaus am Meer von Seojin richtig stark betrunken haben, um Eunbi in nichts nachzustehen, werden sie Opfer von Eunbis erneutem Rachefeldzug, denn dieses hat Seojin und Yoomin dazu angestiftet Nabi und Sowon zu vergewaltigen und das Ganze auf Videofilm festzuhalten. Jehoo ist indessen damit beschäftigt Eunbi die Abartigkeiten der letzten Zeit gegenüber Nabi nachzuweisen und macht Eunbi klipp und klar verständlich, dass sie sich aus seinem und Nabis Leben herauszuhalten hat. Danach macht er sich auf die suche nach Nabi und erkennt, nachdem er sie nicht finden kann, dass etwas schreckliches passiert sein muss. Als er Nabi endlich findet, sitzt diese ihm tränenüberströmt und nackt gegenüber. Während Sewon und Nabi und Sewon in ihrem Elend fast zergehen und nicht wissen, was sie tun sollen, erhält Jehoo ein Band, welches die vergangene Nacht fest hält, mit der Nachricht, dass er sich von Nabi fern halten soll, wenn er nicht möchte, dass das Band publik gemacht werden soll. Nachdem sich Nabi sogar mit Selbstmordgedanken gequält hat, beschließt diese die schule endgültig zu schmeißen und wieder in ihr altes Leben zurück zu kehren. Jehoo begibt sich darauf hin zu Seojin und Yoomin greift diese mit einem Messer an. Als Jehoo nur mit einer Einigung aus der sache heraus kommt, haben Eunbi und auch Seojin ein erneutes Druckmittel gegen Nabi. Schließlich gerät Nabi nach einem Streit mit ihrer Mutter und der Tatsache, dass deren Laden schlecht läuft erneut in einen Strudel der Verzweiflung, denn endlich beichtet ihr ihre Mutter, wer wirklich ihr Vater ist und somit auch, wer Eunbi eigentlich für sie ist.

Dieser Teil war wirklich ganz schön haarig und ich muss sagen, dass er mich eigentlich ganz schön enttäuscht hat. Dass es sicher Intrigen unter den Schönen und Reichen gibt, das mag ja sein, dass sie vielleicht auch skrupellos sind, mag auch sein. Dass die reichen Bengel nicht viel von einer Frau halten kann ja auch sein, aber in einem Manwha eine Vergewaltigung einzubinden ist schon recht harter Tobak und sehr erschreckend. Das hat mich schon ein bisschen schwer getroffen und hat für mich den Manwha echt versaut. Zwar sind solche Dinge wie die Verzweiflung von Nabi und Sowon nachvollziehbar, aber irgendwie dreht sich der Manga jetzt im Kreis. Jehoo wird zum kopflosen Retter in der Not und somit zum Messerstecher, was ihn mehr Probleme bringt und auch Nabi noch mehr in ihrem Seelenfrieden zusetzt. Das muss ja wirklich nicht sein. Auch, dass das Ganze von Eunbi angeleitet und immer wieder neu ausgenutzt wird, grenzt ja schon an sehr krassen unmenschlichen abgründen. Dass ein Teenager solche Dämlichkeiten im Hirn hat, mag ich zu bezweifeln, denn wer ein Gewissen hat macht so etwas nicht. Eunbi als Charakter wird für den Leser zum puren Hass und man fragt sich, wie die Geschichte wohl noch ausgeht, denn solche Untaten zu verzeihen wird wohl nicht mehr möglich sein und wäre sehr unglaubwürdig. Nabi stattdessen hätte wohl eher zur Polizei gehen und anzeige erstatten sollen sowie einen Psychologen aufsuchen, stattdessen verkriecht sie sich und versucht mit allem allein klar zu kommen. Sehr unglaubwürdig und schon ein bisschen schade. Eine Leseempfehlung kann ich ab diesem Band wohl nicht mehr aussprechen, da ich echt enttäuscht bin. Da helfen auch keine tollen Zeichnungen mehr.


  • Taschenbuch: 214 Seiten
  • Verlag: Egmont EHAPA (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770465970
  • ISBN-13: 978-3770465972
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,4 x 2,2 cm

BiBi Band 4 von Kyung-Ah Choi

Nabi ist am Boden zerstört. Sie hatte mit dem Team F wirklich ein Kunstwerk geschaffen und nun ist es zerstört. Jehoo versucht Nabi zu trösten und auch die anderen versuchen sie zu beruhigen, doch Nabis ist sich sicher, dass ein Hauptteil ihrer Mitschüler sein Mitleid nur heuchelt, allen voran Eunbi. Sie beschuldigt Eunbi, dass ihr Mitleid nicht echt ist und so geraten Jehoo und Nabi in Streit, da er voll und ganz zu seiner guten Freundin Eunbi hält.
Als Eunbi schließlich durch einen erneuten Streit ihrer Eltern zufällig erfährt, dass Nabi die uneheliche Tochter ihres Vaters ist, flüchtet sich diese unter Tränen zu Jehoo und beichtet ihm die Lage, wobei er schwören muss, dass er Nabi vorerst nichts davon erzählt. So kommt es, dass Eunbi ihre Halbschwester in Spe ohne deren Wissen mit ihrem Vater konfrontiert, damit diese ihn über ihren erlogenen Vater ausfragen kann. Währenddessen kommen sich Nabi und Jehoo wieder näher, was Eunbi schließlich gar nicht gefällt und so lässt sie ihre Maske gegenüber Nabi fallen und sagt ihr ins Gesicht, dass sie sie hasst, aber niemand Nabi glauben wird, da sie arm und erst sehr spät zur Schule dazu gestoßen ist. Um seinen Standpunkt gegenüber den Vorurteilen und den Machenschaften unter den Mitschülern entgegen zu treten, beginnt Jehoo damit absichtlich schlechte Noten in der Schule zu schreiben, damit er ins Team F versetzt wird, was natürlich Seojin gar nicht gefällt, da die beiden nach wie vor Erzfeinde sind.

Die Fortsetzung um Nabi und ihren Traum in der Designerwelt ganz groß hinaus zu kommen ist an sich ganz nett gemacht, jedoch wiederholen sich nun immer mehr Situationen und der Leser ist durchaus schon etwas genervt. So streiten sich Jehoo und Nabi ständig, immer wieder versucht Eunbi ihre perfiden Pläne umzusetzen und dabei ist ihr auch jedes Mittel recht. Dass an einer Kunstschule, wo arm und reich aufeinander prallen sicher Probleme entstehen können, mag ja sein. Aber ich denke, dass es an einer renommierten Schule wohl kaum vorkommen wird, dass sich die Schüler gegenseitig die Arbeiten versauen geschweige denn, dass sich ein Paar wie Nabi und Jehoo nach so viel Missverständnissen und Streitereien wirklich noch zusammen raufen kann. Man weiß mittlerweile, dass die beiden sich im Effekt wieder vertragen und so ist es einfach nicht mehr spannend, wenn die beiden doch einmal aneinander geraten. Auch dass ein Spitzenschüler wie Jehoo sich absichtlich schlechte Noten geben lässt, um in ein schlechteres Team zu wechseln und so gegen die Diskriminierung schlechterer Schüler zu protestieren ist doch eher unwahrscheinlich. Trotzdem begeistert der Manwha weiterhin durch wunderbare Zeichnungen. Ich hoffe, dass er noch einmal die Kurve bekommt, denn bis jetzt hatte er mich eigentlich ganz gut gefallen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. empfehlen möchte ich den Manwha weiterhin allen, die sich für Mode, Romantik und Drama begeistern können.


  • Taschenbuch: 207 Seiten
  • Verlag: Egmont EHAPA (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770464230
  • ISBN-13: 978-3770464234
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,4 x 2,2 cm

Montag, 22. August 2016

Der Fürst der Finsternis (Die Chronik der Vampire Band 2) von Anne Rice

Zum Inhalt:
Lestat de Lioncourt: Er ist schön wie ein gefallener Engel, und wenn er lacht, bersten die Spiegel, doch seine Tränen sind bitter, und sein Lebenselixier ist – Blut. Ruhelos durchstreift der Gentleman-Vampir die Welt, bis er schließlich in New Orleans in einen todesgleichen Schlaf fällt, aus dem er erst in unserer Zeit wieder erwacht …

Lestat, seines Zeichens Sohn einer verarmten Adelsfamilie, bricht im späten 17. Jahrhundert auf, um ein Rudel Wölfe zu töten. Nachdem er mehr als verstört wieder kehrt und nur nach und nach ins Leben zurück findet, begegnet er seinem späteren besten Freund Nicholas. Die beiden durchleben wilde Zeiten, doch sind sie sich einig, dass sie aus ihrem kleinen Dorf ausbrechen wollen. Vor allem Lestat ist es sehr daran gelegen den Fängen seines herrischen Vaters zu entkommen. Mit Hilfe seiner Mutter, die ihm ein wenig Geld überlässt, geht Lestat mit Nicholas nach Paris, um dort am Theater zu arbeiten. 
Eines Tages wird Lestat von dem Vampir Magnus verschleppt und zu einem Geschöpf der Nacht gemacht. Lestat durchlebt seine persönliche Hölle aus Schmerzen, Wut und Verzweiflung. Nachdem sein Schöpfer ums Leben kommt und Lestat somit allein lässt, ist dieser Herr über viel Geld und Diamanten, ein Reichtum, den er vorher noch nie besessen hat. Gönnerhaft kauft er das Theater und wird so zum großen Unterstützer seines Freundes Nicholas. Doch lange währt seine Freude nicht. Denn seine Mutter kommt nach Paris - schwer krank - und Nicholas wird von einem Vampirorden entführt. Lestat muss schwere Entscheidungen treffen.


Die Geschichte rund um Lestat hat mich schon im ersten Roman "Interview mit einem Vampir" interessiert, jedoch kam Lestat an dieser Stelle viel zu kurz und wurde hauptsächlich als Monster dargestellt. Schnell kam für mich die Frage auf, wie er wohl zu diesem geworden ist und so war ich sehr erfreut, als ich den zweiten Teil zu der Serie entdeckt habe. Dass ich natürlich in diesem Buch für die nächsten Romane noch weiter angefüttert werde, das hätte ich so nicht erwartet. Denn die Welt der Vampire von Anne Rice wird hier richtig ausgerollt. Wir begegnen hier erstmals dem Herrscherpaar der Vampire Akasha und Enkil, man erfährt die Vorgeschichte des Vampirs Armand und dessen Schöpfer Marius. Man erlebt erstmals detailliert, wie das Dasein als Vampir einen solchen auch wahnsinnig machen kann. Man begegnet menschlichen (oder eben auch vampirischen) Abgründen. Und man ist beim lesen einfach absolut atemlos. Man wird regelrecht in das Buch hinein gezogen und kann es einfach nicht mehr aus den Händen legen. Spätestens mit dem Roman war mein Interesse für Vampire gänzlich entfacht! Fantastisch! Was mich in diesem Teil jedoch noch mehr begeistert hat, war die Geschichte von Lestats Mutter Gabrielle, die nach ihrer Wandlung gänzlich aufblüht und eigentlich kaum noch eine mütterliche Rolle einnimmt, sondern eher die einer Gefährtin. Anhand der Tatsache, dass Lestat seien Mutter wandelt und sich davor so wegen deren Krankheit quält zeigt, welch enges Band die beiden miteinander verbindet und sie zeigt auch, dass Lestat gar nicht so ein Monster ist, wie in "Interview mit einem Vampir" dargestellt. Lestat ist wahrlich ein Lebemann und probiert sich in seinem Vampirdasein aus, aber er ist trotzdem ein Mann der fühlt. Er sogt sich um seine Mutter, er leidet unter der Tatsache, dass ein Schöpfer ihn allein lässt, er durchsteht Ängste durch die Anfeindungen der anderen Vampire und er durchlebt seine persönliche Hölle, als sein Freund Nicholas entführt und schier wahnsinnig wird. Lestat als Charakter wird plötzlich ganz anders wahrgenommen und man ist erpicht darauf zu erfahren, wie die Geschichte rund um die Vampire weiter geht. Dabei wird man nicht nur auf den Verbleib von Lestat und Gabriela neugierig, sondern man bekommt auch leserlichen Appetit auf die Geschichte von den Vampiren Armand und Marius.


Empfehlen möchte ich den Roman allen Vampirfans, die nach einer wirklich gut ausgearbeiteten und klassischen Vampirgeschichte suchen. Entgegen der ausgelutschten Klischees, die zur Zeit den Markt überschwemmen, findet der Leser hier noch wirklich eine Handlung und viele neue Ideen, die man so einfach nicht voraussehen kann. Man muss die Welt zusammen mit Lestat entdecken, was ich wirklich richtig klasse finde. Vor allem wird aber in der Geschichte hier viel Wert auf das Vampirdasein gelegt und nicht auf X trifft Y und verliebt sich unsterblich. Es geht wirklich noch um das Große Ganze. Nämlich Blut trinken, Vampir werden, sich in die Vampirgesellschaft integrieren, Vampir bleiben. Es gibt keine Glitzerhaut wie in Biss und keine überzogene Heldengeschichte, bei der die holde Maid gerettet werden muss. Die Werke von Anne Rice sind einfach mit nichts zu vergleichen und das macht sie so besonders für mich. Lest sie, ihr werdet sie lieben!

Idee: 5/5
Logik: 5/5
Spannung: 5/5
Emotionen: 5/5


Gesamt: 5/5


  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. (1. September 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442098424
  • ISBN-13: 978-3442098422
  • Größe und/oder Gewicht: 12,2 x 3,3 x 18,7 cm

So schmeckt Israel. Meine Lieblingsrezepte aus der israelischen Küche, gewürzt mit einer Prise Heimat von Tom Franz

Zum Inhalt:

Kochsendungen im Fernsehen boomen weltweit. Auch in Israel. Der Sieger einer der beliebtesten Sendungen in Israel ist Tom Franz. Von Geburt Rheinländer, ein Hüne von Gestalt, blond, mit keckem Pferdeschwanz, einem breiten Lächeln und einem offenen sympathischen Gesicht, ist er der Liebling der Nation. Er hat sich mit seinen Gerichten in die Herzen der Israelis gekocht.
In diesem Buch präsentiert uns Tom Franz seine Lieblingsrezepte: Inspirationen eines Landes, das ob seiner Geschichte in seiner Küche eine ungeahnte Vielfalt vereint. Das Ergebnis ist eine neue und fantasievolle Küche, alltagstauglich und dennoch raffiniert, vor allem aber einzigartig, weil sie gewürzt ist mit der unnachahmlichen Prise der deutschen Heimat.

Um ehrlich zu sein wäre ich nie und nimmer nicht auf den Trichter gekommen mir dieses Buch zu kaufen, da der Inhalt für mich nicht wirklich aussagekräftig ist. Ich kann mir vorstellen, was der Tom Franz für ein Kerl ist, aber der Inhalt sagt nichts über das Buch aus. Jedoch hat sich meine Cousine dieses Buch zum Geburtstag gewünscht und so kam ich nicht umhin, es zu kaufen und natürlich auch hinein zu sehen. Was mich dort erwartet hat, hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Neben Klassikern wie Kohlrouladen und Tomatensalaten wird der Hobbykoch hier mit einer kulinarischen Explosion konfrontiert. Nachdem sich der Leser durch das Vorwort gewagt hat, bei dem sich Tom Franz mit seiner Leidenschaft, dem Kochen, vorstellt, entdeckt der Leser passend zu jedem Gang verschiedene Gerichte. Das Buch unterteilt sich in:

- Vorspeisen und kleine Gerichte zum Verwöhnen
- Überraschungen aus dem Ofen
- Gerichte für jeden Tag
- Gerichte für Gäste und Feste
- Desserts

Zwischendrin begeistern viele Fotografien von diversem Essen sowie eine Zusammenfassung dessen, was die israelische Kochkunst, aber auch deren Kultur ausmacht. So gibt es neben einem gesonderten Thema zu Wein und Öl auch Erklärungen zu israelischen Feiertagen und Warenkunde.

Durch detaillierte Beschreibungen kann der Hobbykoch sich nun also an Gerichte wie zum Beispiel:

- Tomaten-Pfirsich-Gazpacho
- Salat mit Orangen und schwarzen Oliven
- Ceviche
- Pilz- und Fischfalafel
- Sahnehering
- israelisch-rheinischen Sauerbraten
oder
- Reiskuchen mit Aprikosensirup

wagen. Es ist wirklich für alle Geschmäcker etwas dabei. Es ist alltags tauglich und macht vor allem auch etwas her, wenn man Gäste erwartet.

Der Einband des Buches ist im übrigens im Hardcover und matt, was dem Buch einen edlen Touch gibt. Wer dieses Büchlein verschenken möchte ist damit auf jeden Fall ein gern gesehener Gast. Für mich ist das Buch sogar so interessant geworden, dass ich es für mich auch noch einmal bestellt habe und mich regelmäßig damit in meine Küche verziehe. Ein wirklich schönes Werk! Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung.


  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: AT Verlag; Auflage: 1.Auflage (5. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3038007811
  • ISBN-13: 978-3038007814
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 2,5 x 23,5 cm

Ein gefährlicher Gegner von Agatha Christie


Zum Inhalt:

"Zwei junge Abenteurer suchen Beschäftigung. Bereit zu allem, gleich wo. Gute Bezahlung Voraussetzung. Unvernünftige Angebote werden berücksichtigt." Mit dieser Anzeige suchen Tuppence Cowley und Tommy Beresford Arbeit und landen gleich beim britischen Geheimdienst. Beim Untergang des Luxusschiffes S.S. Lusitania gingen hochsensible Regierungspapiere verloren, die die beiden wiederbeschaffen sollen. Gleichzeitig müssen sie auch die mysteriöse "Jane Finn" suchen. Mehrmals gerät das unerschrockene Paar in Gefahr und stößt schließlich auf ein verblüffendes Motiv für die Verschwörung...

Als sich die alten Freunde Tommy und Tuppence zufällig inmitten einer Menschenmasse wieder treffen, ist die Freude groß. Die beiden gehen zusammen einen Kaffee trinken und schnell ist für die beiden klar, dass sie zwar mit ihrem Leben ganz gut um die Runden kommen, jedoch trotzdem das nötige Kleingeld fehlt. Aus einer Schnapsidee heraus beschließen die beiden von nun an als detektivartiges Team zusammen zu arbeiten. Eine Anzeige ist schnell geschaltet und ein Auftraggeber schnell gefunden. Doch schnell müssen die beiden feststellen, dass ihre Abenteuerlust sie in ganz gefährliche Spähren manövriert hat. Trotzdem ist es immer wieder Tuppence, die Tommy dazu anleitet noch einen Schritt weiter zu gehen und ihrer Aufgabe auf den Zahn zu fühlen, was sie schließlich in Lebensgefahr bringt, denn das Geheimnis, das es aufzudecken gibt ist ungeheuerlich.

Ich mag die Romane von Agatha Christie und muss sagen, dass sie mir immer sehr viel Spaß machen, auch wenn ich zu Beginn die eine oder andere Startschwierigkeit mit der Schreib- und Ausdrucksweise habe. Man darf eben nicht vergessen, dass die Werke von Agatha unter anderem zwischen den 30-50er Jahren herausgegeben wurden und somit Anrede beziehungsweise Lebenssituationen völlig anders waren als heutzutage. Das ist zum einen sehr interessant, kann aber auch sehr langatmig werden. Trotzdem macht es Spaß Tuppence und Tommy zu begleiten. Tuppence ist eine sehr aufgeweckte Frau, die schnell für irgendwelche Dinge zu begeistern ist und sehr feurig an ihre Aufgaben geht, während Tommy eher überlegter und vorsichtiger handelt. Die beiden sind vom Charakter her wie Katz und Maus und trotzdem passen sie für mein Empfinden sehr gut zusammen. Das Detektivpaar arbeitet gut Hand in Hand und es ist immer wieder schön zu sehen, wenn die beiden in ihrem Fall weiter kommen und man aus der Beschreibung der beiden genau analysieren kann, was sie wohl empfinden. Man sieht die beiden regelrecht vor sich sitzen, was ich sehr schön finde, denn das vermögen die wenigsten Romane. Die Geschichte wird im Verlauf immer spannender und der Leser wird von der Autorin angeleitet mit zu kombinieren und zu raten, wer oder was wohl hinter dem Fall steckt. Dabei nimmt die Handlung immer wieder gewiefte Wendungen, die überraschen, aber auch immer logisch und schlüssig sind. Mit dem ersten Teil zu den Romanen von Tommy und Tuppence hat Agatha Christie mich auf jeden Fall gefesselt und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit der quirligen Frau und dem ruhigen Mann.

Idee: 5/5
Spannung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesefluss: 4/5

Gesamt: 4/5


Mittwoch, 17. August 2016

Mederia - Aufziehende Dunkelheit (Band 1) von Sabine Schulter

Was würdest du tun, wenn deine Heimat zerstört wird?
Was würdest du tun, wenn du alles hinter dir lassen musst?
Was würdest du tun, wenn du oft mehr Angst als Mut hast?
Was würdest du tun, wenn plötzlich alle Hoffnungen auf dir liegen?
Du springst über deinen Schatten.
Du findest starke Verbündete.
Und du entfesselst die Macht in dir!

„Es hat begonnen“, sagte David neben Lana. „Unser Plan hat nicht funktioniert.“
Seine Stimme zitterte, was Lana jede Hoffnung nahm und ihr Inneres zu Eis erstarren ließ.
(Die Stadt Ignis Fatuus wird durch die Schattenwesen angegriffen – Lana und ihr Bruder David)

Zum Inhalt:
Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem alles verzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.

„Das ist nicht unbedingt der richtige Ort, um zu reden“, begann er und wandte sich wieder ihr zu. „Warum bist du noch hier? In der Stadt ist es nirgendwo mehr sicher.“
(Die Stadt Ignis Fatuus wird durch die Schattenwesen angegriffen – Gray zu Lana)

In der Welt von Mederia leben die verschiedenen Völker im Einklang miteinander. Doch als sich im Süden Mederias Schattenwesen erheben, müssen neue Helden geformt werden, die sich dieser übermächtigen und bösartigen Armee entgegen stellen. Bereits in jungen Jahren durfte der Dämonenprinz Gray einen Blick auf sein Schicksal werfen. Doch mit der Zeit und der kompletten Zerstörung seiner Heimat, der Marmorfeste, verblassten diese Erinnerungen. Als sich der Dämonenprinz auf den Weg macht, um andere Städte vor der Gefahr der Schattenwesen aus dem Süden zu warnen, trifft er inmitten eines Angriffs auf die Stadt Ignis Fatuus auf die junge Bardin Lana, in welcher er sofort sein Schicksal wieder erkennt. Er verhilft der jungen Frau zur Flucht und rettet ihr somit das Leben. Denn durch eine Magieentladung während des Angriff auf die Stadt sind die Schattenwesen auf ihr magisches Potential aufmerksam geworden und wollen dieses für ihre finsteren Zwecke missbrauchen. Gemeinsam brechen die beiden nach Norden zu den Elben auf, um diese und auch die umliegenden menschlichen Siedlungen vor der Armee zu warnen. Unterwegs lernen die beiden sich immer besser kennen. Und obwohl Lana erkennen kann, dass Gray lieber bei den Überlebenden seines Volkes in Tetra wäre, begleitet er sie immer weiter und wird für sie stets zum Fels in der Brandung, wenn die Dinge sie zu überfordern scheinen. Auf ihrer Reise schließen sich den beiden Freunden bald weitere Weggefährten an. Doch auch deren Kräfte sind begrenzt und die Übermacht aus dem Süden rückt immer näher. Ein Wunder muss geschehen, doch gerade, als Lana alle Hoffnung schon aufgeben will, geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat.

Lana sah hinab, wo der felsige Gang nach einigen Metern in der Dunkelheit versank. „Ich hoffe das ist wirklich eine gute Idee. So wie du schon sagtest, kann es auch sein, dass sie uns einfach auffrisst.“ - „“Wir werden es herausfinden müssen. Jetzt umzukehren wäre mehr als Verschwendung.“
(Lana und Gray auf ihrer gemeinsamen Reise)

Die Geschichte von Lana und Gray ist der Auftakt einer Trilogie, die noch sehr viel Spannung und auch Wunder verspricht. Sabine Schulter hat es wieder einmal geschafft mich innerhalb weniger Minuten restlos zu fesseln und mich in eine völlig neue Welt zu entführen. Die Schreibweise der Autorin besticht nur durch den guten Lesefluss, sondern vor allem durch Feingefühl wenn es um Emotionen und Details geht. Die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Protagonisten, aber auch zu ihren Weggefährten entwickelt ist einfach phänomenal und man könnte glatt neidisch auf diese wunderbare Beziehung werden. Man fiebert mit den Charakteren mit, man kann sich super in sie hinein versetzen und man bangt stets darum, dass alle dieses Abenteuer heil überstehen.
Da es sich hier um einen High-Fantasy-Roman handelt, begegnen wir in diesem Roman den fantastischsten Wesen.
Wir haben hier zum einen die Ignis, zu deren Volk die Bardin Lana gehört. Diese Rasse kann sich der göttlichen Magie bedienen, jedoch zeigt sich das Magietalent bei den Ignis stets unterschiedlich stark, sodass jeder Ignis seine ganz eigenen Fähigkeiten hat. Was die Ignis jedoch alle gemeinsam haben ist, dass sie in ihrem Körper ein Irrlicht beherbergen können und ich muss sagen, dass mir Lanas Irrlicht – Sinsa – wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Nicht nur, dass er sehr nützlich in der Dunkelheit ist, er ist auch ein sehr guter Freund von Lana, der immer ein offenes Ohr für sie hat.
Dann haben wir da noch die Dämonen, zu denen Prinz Gray gehört. Sie ähneln Menschen, haben aber spitze Krallen und spitze Zähne. Wenn sie rasend sind glühen ihre Augen rot und sie sind sehr geschickt in der Kriegskunst. Außerdem ist es den Dämonen durch Flügel möglich zu fliegen. Die Dämonen können sich keiner Magie bedienen, machen dies jedoch durch ihre Geschicklichkeit im Kampf wieder wett.
Dann gibt es da noch die Elben, ein stolzes Volk, welches sich geschickt im Kampf erweist. Sie sind mehr für sich, sind aber am Handel zwischen den Völkern und dem Weltgeschehen interessiert.
Außerdem gibt es noch die Menschen, welche sich der Magie bedienen können, sonst aber eher wirklich menschlich sind. Auch haben wir in dem Roman Drachen, welche wahrscheinlich die höchste Konzentration an Magie haben und sehr stark, aber dafür fast ausgestorben sind.
Auf der gegnerischen Seite findet man die Schattenwesen. Es sind Wesen, welche aus Blutopfern geschaffen wurden und nicht so leicht zu besiegen sind. Sie erinnern an einen wallenden Nebel und wo sie sind, scheint es kein entrinnen mehr zu geben. Sie sind seelenlos und folgen nur den Befehlen ihrer Meister. In diesem Falle handelt es bei diesem um die Heeresführerin Cyanea, eine Banshee.
Durch die Vielfalt der Wesen hat der Leser immer wieder neue Dinge, die er entdecken kann und die Geschichte wird trotz der detaillierten Ausführungen einfach nicht langweilig. Eher wird man noch neugieriger auf das, was die Helden der Geschichte in den anderen Bänden noch erwarten wird.
Lana als Protagonistin ist mir persönlich sehr ans Herz gewachsen. Man muss sie einfach lieben, man kann einfach nicht anders. Sie steht als Bardin mit beiden Beinen fest im Leben und schreckt nicht davor zurück ihre Gefühle und Meinungen offen zu zeigen. Oft wirkt sie in ihrer Art unsicher, doch immer wieder schafft sie es, neuen Mut zu schöpfen und tapfer ihrem Schicksal ins Auge zu blicken. Sie wächst dabei über sich selbst hinaus und muss oft lernen, dass sie doch mehr schaffen kann, als sie sich selbst zutraut. Dass sie ein sehr einfühlsamer und harmonieliebender Mensch ist, bemerkt man immer wieder daran, dass sie Leid für andere vermeiden möchte und stets mit sich hadert, wenn sie kämpfen soll. Doch wenn es darauf ankommt ist sie zur Stelle.
Gray als ihr Begleiter ist ihr Ruhepol. Bei ihm kann sie immer wieder Kraft schöpfen. Er hilft ihr bei wichtigen Entscheidungen und versucht sie stets in die richtigen Bahnen zu lenken. Dass er in Lana sein Schicksal gefunden hat, muss er geheim halten, doch versucht er immer wieder ihr Probleme abzunehmen und ihr so ihr Los zu vereinfachen. Oft ist er hin und her gerissen, weil er sich grämt, dass er sein Volk so lang allein lassen muss. Doch er weiß, dass er und auch Lana eine Aufgabe zu erfüllen hat, die keinen Aufschub duldet. In schwachen Momenten lässt Gray seiner Wut freien Lauf, doch dies geschieht meist nur, wenn er sein Schicksal vor der Gefahr aus dem Süden retten muss.
Zu den beiden Protagonisten gesellen sich bald die unterschiedlichsten Wegbegleiter dazu. So haben wir unter anderem den Elbenprinz Tesha, der in Lana und Gray wahre Freunde findet und mit ihnen zusammen an seinen Aufgaben wächst. Er wirkt noch sehr kindlich, doch weiß er genau, wie er mit Gefahren umzugehen hat. Richtig ins Herz geschlossen habe ich auch die Elbin Kimire, welche die Freunde als Führerin durch die Berge begleitet und besonders zu Lana eine ganz besondere Freundschaft aufbaut. Sie ist schlau und zeigt sich stets kämpferisch, wenn es darauf ankommt. Trotzdem hat sie einen sehr ruhigen Charakter und war für mich in jeder Situation einfach nur faszinierend. Auch Mihana, die Wächterin, fand ich sehr gut ausgearbeitet. Durch ihren kriegerischen und rauen Charakter konnte ich sie am Anfang nicht leiden, doch auch bei ihr war das Eis recht schnell geschmolzen. Getreu dem Motto harte Schale, weicher Kern, macht sie Lana zu Beginn das Leben schwer, doch nach und nach knüpfen auch die beiden eine zarte Freundschaft, aus der meiner Meinung nach auch noch etwas ganz Großes werden kann.
Auf der Gegenseite haben wir die Banshee Cyanea, welche skrupellos scheint. Doch wenn man sich in die Geschichte hinein gefuchst hat, erkennt man schnell, dass Cyanea nur so handelt, weil sie kaum eine andere Wahl hatte. Dass ihre Schwester Yanis ihr immer wieder Steine in den Weg legt, zeugt davon, dass die Banshee eigentlich kein so bösartiges Volk sein können, wie man zuerst glaubt. Allein durch Fueno, den Anführer des Heeres aus dem Süden ist Cyanea das, was sie eben ist. Eigentlich schreckhaft und darauf bedacht am Leben zu bleiben. Fueno kommt als grausamer Herrscher daher, der aber auch nur Befehle entgegen nimmt. Er ist ein aufbrausender, grausamer Kerl, der vor nichts zurück schreckt und dem jedes Mittel recht ist, um seine perfiden Pläne zu verwirklichen. Diese Vielfalt der Charaktere macht das Buch zu einem wahren Lesevergnügen.

„Was hast du getan?“, fragte sie mit bebender Stimme.
„Ich habe dir das Leben gerettet“, versuchte er zu erklären […]
„Ich habe dich aber nicht darum gebeten!“, schrie sie ihn an und eine Träne rann ihr über das Gesicht. […] Die Qual in ihren Augen verletzte Gray tief.
(Lana und Gray auf ihrer gemeinsamen Reise)

Empfehlen möchte ich das Buch allen, die gute und detailreiche Fantasygeschichten mögen. Das Buch ist spannend, emotional, aber vor allem entführt es bildgewaltig in eine völlig neue Welt, die man eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte. Wer sich gut in Romane hinein versetzen kann, der wird hier definitiv seinen Spaß haben – ich habe sogar gefroren, als die Szenen im Schnee beschrieben wurden. Wer andere Romane von Sabine Schulter kennt und sie mochte, der wird diese Trilogie einfach lieben!

Idee: 5/5
Details: 5/5
Charaktere: 5/5
Logik: 5/5
Emotionen: 5/5

Gesamt: 5/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 3885 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 353 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01J1A5L76

BiBi Band 3 von Kyung-Ah Choi

Nabi und Jehoo sind endlich ein Paar und versuchen sich nicht nur gegen die Vorurteile der anderen zu stellen, sondern sind auch damit beschäftigt die Macken des anderen zu akzeptieren. Eunbi versucht unterdessen mit allen Mitteln die beiden auseinander zu bringen und schreckt dabei vor keinem Mittel zurück. Außerdem versucht das intrigante Mädchen noch immer herauszufinden, warum ihr Vater plötzlich ein Gönner ihrer Erzfeindin ist. Nabi muss sich neben den Intrigen und der Liebe zu Jehoo jedoch auch um ihren Werdegang an der Designerschule kümmern und das ist gar nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat. Den aufgrund eines verlorenen Wettbewerbs ist sie nun im Team-F, bei Hoffnungslosesten der Hoffnungslosen an der Schule. Als die anderen Mitglieder des Teams erst mit ihr zusammen arbeiten wollen, wenn sie es schafft den Teamleader wieder dazu zu bewegen in die Schule zu kommen, fasst Nabi den Entschluss, dass sie erst ruhen wird, bis dies geschehen ist. Als der Teamleader Seojin Yoo Wind davon bekommt, dass Nabi die Freundin von Jehoo ist, ist er sofort Feuer und Flamme und taucht tatsächlich wieder auf, jedoch nicht ohne eigene Hintergedanken, denn Jehoo ist sein größter Erzrivale.

Die Geschichte um Nabi und ihre Herkunft sowie die Verwirklichung ihres Traumes wird immer interessanter. Auch die Mittel und Wege die Eunbi an den Tag legt, um Nabi und Jehoo das Leben schwer zu machen werden immer perfider und man merkt immer mehr, dass das Mädchen Nabi abgrundtief hasst. Die Vermutung, dass es sich bei Eunbis Vater ebenfalls um Nabis Vater handelt verhärten sich bei Eunbi immer mehr und sie ist mehr denn je daran interessiert Nabi das Leben zur Hölle zu machen, da diese ihr angeblich alles weg nimmt. Während Jehoo immer wieder versucht Nabi aufzubauen und ihr Halt zu geben, scheint Eunbi immer mehr Verbündete zu finden, die sich gegen das junge Paar stellen. Die Lügen die Eunbi dabei spinnt sind wirklich gut durchdacht und scheinen doch direkt aus dem Leben gegriffen zu sein. Wieder einmal werden die Kluften zwischen arm und reich in dem Manwha besonders hervor gehoben. Während in den ersten beiden Teilen die Gedanken von Nabi noch ganz unscheinbar und unwissend waren, beginnt sie sich nun auch langsam zu fragen, wie und warum sie zu all den neuen Möglichkeiten gekommen ist. Leichtgläubig lässt sie sich noch immer abspeisen, doch ich denke, dass sie bald dahinter kommen wird, wer ihr das Leben schwer macht und dann bin ich echt gespannt, was sie daraus machen wird.
Die Zeichnungen von Kyung-Ah sind weiterhin in Traum, auch wenn sie sich in diesem Teil mehr den Chibi-Figuren widmet. Trotzdem begeistert der Manwha weiterhin mit knalligen und vor allem ausgefallenen Designs und detaillierten und wunderschönen, großen Augen.

Empfehlen möchte ich den Manwha weiterhin allen, die sich für Romantik und Mode begeistern können. Wer hier knallige Effekte und große Spannung erwartet, sollte wohl eher die Finger davon lassen. Jedoch denke ich, dass alle jungen Mädchen diesen Manwha absolut lieben werden.


  • Taschenbuch: 210 Seiten
  • Verlag: Egmont EHAPA (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770462300
  • ISBN-13: 978-3770462308
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,4 x 2 cm

Montag, 15. August 2016

BiBi Band 2 von Kyung-Ah Choi

Nabi kann es nicht fassen, sie ist an der Modeschule angenommen worden, doch das ist gar nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat. Nicht nur, dass sie eine Menge an Schulstoff nachzuholen hat und erst einmal lernen muss, wie an richtig designt, sie muss auch sehr schnell lernen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. So hält sie ihr Team bei den Arbeiten auf, indem sie sich tollpatschig anstellt oder andere Schüler ihr versuchen Steine in den Weg zu legen. Doch immer wieder ist Jehoo an ihrer Seite, um sie aufzufangen und ihr die Richtung zu weisen. Obwohl sie es nicht will, muss sie bald feststellen, dass sie sich in Jehoo verliebt. doch nicht nur sie scheint ein Auge auf den jungen Designer geworfen zu haben, sondern auch ihre Freundin Enubi, die ihr scheinbar immer mehr Steine in den Weg legt, anstatt ihr zu helfen. Das hat vor allem damit zu tun, dass Enubi eine ungeheuerliche Vermutung hat, die das Leben der beiden Mädchen immer mehr durcheinander wirbelt.

Die Fortsetzung um die Manwha-Reihe ist wirklich sehr gut gelungen. In diesem Band kommt man viel besser in die Geschichte herein und erkennt wieder einmal die Kluft zwischen arm und reich und was es bedeutet, wenn man wirklich Talent hat und die anderen einen den Erfolg nicht gönnen. Nabi muss sich immer mehr gegen die Anfeindungen ihrer Mitschüler behaupten und man merkt als Leser immer mehr, dass Nabi nur nach außen hin so stark wirkt. Im Inneren ist sie eine ganz verletzliche Pflanze, die sich alles zu Herzen nimmt. Dass Nabi immer mehr zum Spielball der Ereignisse wird bemerken auch ihre neuen Freunde und vor allem fällt dabei auch auf, dass sich Enubi doch nicht so um die Freundschaft zu Nabi kümmert, wie sie es am Anfang getan hat. Sie scheint immer mehr zu versuchen Nabi das Leben zur Hölle zu machen. Zwar kann man ihren Frust auf das Mädchen in gewisser Weise verstehen, jedoch ist ihre Art damit umzugehen sehr hinterlistig und ich vermute, dass es in den nächsten Bänden richtig haarig zwischen den Mädchen zugehen wird. Besonders da ich eine fundamentale Vermutung in Hinsicht auf Nabi und ihren Vater habe - eigentlich kann man den Wink mit dem Zaunpfahl nicht übersehen.

Empfehlen möchte ich diesen Manwha weiterhin allen, die sich durch eine modeorientierte Geschichte und zauberhafte Zeichnungen begeistern lassen können. Die Figuren wirken noch immer wie Püppchen, jedoch macht das den Stil von Manwhas aus und ich muss sagen, dass mir dieses Design sehr gut gefällt. Besonders die Augen der Charaktere haben es mir sehr angetan, da diese auffallend groß und sehr detailliert dargestellt werden.


  • Taschenbuch
  • Verlag: Saphira (16. November 2006)
  • Sprache: Französisch
  • ISBN-10: 275220194X
  • ISBN-13: 978-2752201942
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 2 x 13,5 cm

Freitag, 12. August 2016

BiBi Band 1 von Kyung-Ah Choi

Nabi lebt mit ihrer Mutter in recht armen Verhältnissen. Trotzdem treiben sich die beiden regelmäßig in Designershops herum, um die Orginale später für ihren Markt zu kopieren. Dabei ist Nabi Lee stets dafür verantwortlich die Designs auf's Papier zu bringen. Als die beiden wieder einmal auf einem Kopierzug sind, begegnen sie dem jungen Mädchen Eunbi und ihrer Mutter, die die beiden sofort als Trägerinnen von Fake-Klamotten enttarnt. Ein herber Schlag für Nabi und ihre Mutter. Doch das hält die beiden nicht davon ab am nächstbesten Designerwettbewerb teilzunehmen, bei dem sie dem jungen Designer Jehoo begegnen, der mit wenigen Handgriffen Nabis Kleid noch besser designt und auch noch das hat, wovon Nabi schon immer geträumt hat - einen Lehrplatz an einer der begehrtesten Designerschulen der Stadt. Design ist Nabis Leben, doch das Geld für eine gute Ausbildung kann ihre Mutter nicht aufbringen. Als Nabi mit ihrem Kleid bis zur Endrunde vorrückt, soll sie wegen der Mithilfe von Jehoo disqualifiziert werden. Doch der junge Designer sträubt sich gegen das Urteil und setzt sich für Nabi Lee ein, was sie schließlich dazu veranlasst, dass sie sich an der Designerschule von Jehoo bewirbt. Doch bis sie aufgenommen werden kann, muss Nabi sich einer praktischen Prüfung unterziehen. Jehoo nimmt das Mädchen unter seine Fittiche und Nabi taucht erstmal in die Welt der Reichen, Schönen und Markenklamotten ein.

Ich hab den Manwha eher zufällig entdeckt und dachte mir, dass es wohl nicht schlecht wäre ihn zu lesen, da mich das Cover und der Inhalt angesprochen haben. Die gewählte Thematik ist nicht einfach umzusetzen und ich muss sagen, es hat schon eine Weile gedauert, bis ich in der Geschichte drin war und mich mit den Charakteren identifizieren konnte. Die Zeichnungen sind für Manwhas typisch übertrieben und die Figurdesigns ausgesprochen hübsch. Die Charaktere gleichen Puppen anstatt normalen Menschen, aber ich finde gerade das macht einen Manwha aus. Nabi und Eunbi sind dabei besonders oft in Szene gesetzt und wirken an manchen Stellen sogar übertrieben hirnlos, doch da kann man drüber hinweg sehen, denn die meiste Zeit wundert man sich eh über diese wunderschön ausgearbeiteten Augen. Dass sich natürlich auch dramatische Szenen in der High Society abspielen, bleibt nicht aus. Da sind Jehoo und seine Freunde wirklich eine Wohltat für Nabi, was ihr aber nicht nur Freunde, sondern automatisch auch Feinde einbringt. Schnell werden die Fronten zwischen Arm und Reich sowie Orginal und Kopie geklärt. Nabi befindet sich am Ende der Nahrungskette und hat mit sehr vielen Vorurteilen zu kämpfen. Dass dem Ganzen dann noch eine Krone aufgesetzt wird, indem sie sich mit dem Schicksal von Eunbi verwebt, macht die ganze Sache dann doch interessant, denn die anfängliche Freundschaft zwischen den beiden Mädchen wird scheinbar auf eine harte Probe gestellt und das nicht zuletzt, weil scheinbar Eunbi und auch Nabi sich in Jehoo verguckt haben.

Empfehlen möchte ich diesen Manwha allen, die Freude an Design und vor allem Mangas haben. Zeichner beziehungsweise Mangaka kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Die Bilder sind stets detailliert ausgearbeitet. Wer Spannung, Drama und tiefgehende Thematiken erwartet, der sollte besser die Finger von dem Manga lassen. Der erste Band zieht sich wirklich sehr in die Länge. Trotzdem bin ich neugierig, wie es wohl mit Nabi an der Designerschule weiter geht und ob sie ihren Traum verwirklichen kann.


  • Taschenbuch: 201 Seiten
  • Verlag: Egmont EHAPA (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770462289
  • ISBN-13: 978-3770462285
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,4 x 2,6 cm

Mittwoch, 10. August 2016

Dragon Ball Band 30: Die Gruppe Z von Akira Toriyama


Nachdem die Freunde um Son-Goku endlich die Basis von Dr. Gero entdeckt haben, wollen sie verhindern, dass er die Cyborgs aktiviert, die die Zukunft von Trunks in Schutt und Asche gelegt haben. Doch sie kommen zu spät und müssen nicht nur zusehen, wie die Cyborgs C17 und C18 ihren Schöpfer in die ewigen Jagdgründe schicken, sondern müssen auch noch mit erleben, wie die beiden einen weiteren Cyborg zum Leben erwecken, den Trunks gar nicht kennt. Sein Eingriff in die Zukunft scheint doch schwerwiegendere Folgen zu haben, als er dachte. Denn C16 gibt es in der Zukunft nicht. Während die Freunde und vor allem Vegeta vergeblich versuchen die Cyborgs zu vernichten, kämpft Son-Goku gegen die ausgebrochene Herzkrankheit an. Als die Freunde besiegt sind, verschonen die Cyborgs deren Leben, weil sie zuerst nach Son-Goku suchen wollen. Das ist die Chance für die Freunde Son-Goku zu Muten Roshi auf die Schildkröteninsel in Sicherheit zu bringen! Währenddessen macht sich Piccolo auf den Weg zu Gottes Palast, denn es gibt nur eine Chance gegen die Cyborgs anzukommen. Er muss stärker werden, indem er sich mit Gott wieder vereinigt, doch dazu muss er ihn erst einmal überzeugen. Und dann entdeckt Bulma eine Zeitmaschine, die der von Trunks zum verwechseln ähnlich sieht und scheinbar noch etwas viel Schlimmeres als die Cyborgs beherbergt hat.


Der dreißigste Teil der Mangareihe rund um die Abenteuer des Kämpfers Son-Goku ist wieder voller Spannung und unerwarteter Wendungen. Nicht nur, dass sich die Zukunft rund um Trunks immer mehr verschiebt und verändert, sein Auftauchen scheint noch stärkere Gegner auf den Plan gerufen zu haben. Wenn man vorher dachte, dass es nicht mehr stärker und noch gewaltiger geht, der hat sich geirrt. Obwohl die Freunde trainiert haben und die stärksten Kämpfer der Erde sind, sind sie einfach chancenlos gegen die Cyborgs. Ihre Grausamkeit stellt Toriyama in der Ermordung von Dr. Gero und deren Drang mit den Kämpfern zu spielen dar. Um den Cyborgs etwas entgegen bringen zu können macht sich der Teufel Piccolo auf den Weg zu Gott, um wieder eins mit ihm zu werden. So erhofft er sich stärker als ein Supersaiyajin zu sein. Es bleibt fraglich, was dann wohl aus den Dragon Balls wird. Auch Vegeta lernt in den Cyborgs seinen Meister kennen. Ist er am Anfang noch überheblich, muss er bald erkennen, dass er gegen diese Wesen keine Chance hat, was natürlich wieder unbändig an seinem Ego kratzt. Ich bin gespannt, was sich der Prinz der Saiyajins einfallen lässt, um ihnen erneut gegenüber treten und gewinnen zu können. Zum Ende hin entdeckt Bulma Trunks Raumschiff und gleich danach eine Insektenhülle die scheinbar mit der Raumkapsel angekommen ist. Das Wesen das daraus entstanden ist ist grausam und wird den Freunden wohl noch mehr Schwierigkeiten bereiten.


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (15. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551735700
  • ISBN-13: 978-3551735706
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 2 x 17,5 cm