Freitag, 12. Januar 2018

Ihr dunkler Engel (Her Angel Romances #1) von Felicity Heaton

Zum Inhalt:
Apollyon, ein seit Jahrhunderten in der Hölle gefangener Engel, ist es leid, den Teufel zu bewachen. Er sehnt sich danach, auszubrechen und den Wind in seinen Federn zu spüren, aber er kann die endlose Dunkelheit nicht ohne Erlaubnis von oben verlassen. Als er spürt, dass jemand ihn ruft, ergreift er die Chance auf Freiheit, aber entdeckt bald, dass der Ruf von einer wunderschönen Frau kam, über die er von der Hölle aus gewacht hatte. Eine Frau, die ihn verzaubert, und die dunkelsten Begierden seines Herzens erweckt. Serenity ist schockiert, als ein überaus sinnlicher, schwarzgefiederter Engel in ihrer Stadt Paris auftaucht und behauptet, dass sie ihn gerufen hat, wo sie doch nur einen einfachen Vergeltungszauberspruch aufgesagt hatte. Er ist kein Geringerer als der Todesengel! Als der ungemein attraktive Krieger anbietet, ihr zu gehorchen und ihr Rache zu verschaffen, kann Serenity der Versuchung nicht widerstehen, aber kann sie sich gegen die verbotenen Gelüste wehren, die der dunkle Engel in ihr erregt?


Eigener Eindruck:
Der Engel Apollyon ist seit Jahrhunderten in den Tiefen der Hölle, um diese zu bewachen. Seine Mitstreiter haben ihn schon vor einiger Zeit verlassen, um sich auf der Erde nieder zu lassen, nicht zuletzt, da sie sich in eine Erdenfrau verliebt haben. Doch davon will der Engel nichts wissen und er kann die Entscheidung seiner Brüder nicht nachvollziehen. Geduldig wartet er darauf, dass sein Herr ihm bald eine neue Aufgabe zukommen lässt und er die Hölle verlassen kann - doch so lang wartet er, das steht für ihn fest. Immer wieder blickt er in den Pool, um den Verlauf der Welt zu verfolgen. Dort sieht er immer und immer wieder eine Frau, die ihn langsam zu interessieren scheint. Wer ist sie und warum sieht sie plötzlich so traurig aus? Doch lange kann er sich nicht auf diese Frage konzentrieren, denn er hört einen Ruf und ist sich sicher, dass sein Herr eine neue Aufgabe für ihn hat. Er folgt dem Ruf und lässt die Hölle hinter sich, nur um festzustellen, dass nicht sein Herr ihn rief, sondern die Frau, die er immer beobachtet hat - und ehe Apollyon sich versehen kann, ist er im Bann dieser Frau gefangen.
Serenity ist eine Hexe. Immer hat sie versucht Gutes zu tun, doch nun hegt sie Rachegedanken. Rachegedanken gegen den Mann, der sie betrogen hat. Ohne es zu wissen ruft ihr Innerstes um Hilfe und ehe sie sich versieht, steht sie dem Engel Apollyon gegenüber. Groß, stark und scheinbar voller Hass. Zuerst ist es Angst, dann ist es Faszination und schließlich merkt Serenity, dass sie sich immer mehr in Apollyon verliebt, je länger sie mit ihm zusammen ist. Doch kann eine Liebe zwischen einer Hexe und einem Engel funktionieren?


"Ihr dunkler Engel" aus der Feder von Felicity Heaton ist der erste Band aus der "Her Angel Romance Seriens" und ist kostenlos auf Thalia zu bekommen. Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben. Man kommt schnell in die Story hinein und man kann sich fix mit den Charakteren identifizieren. Details und Emotionen werden zu Beginn der Geschichte in Massen geliefert. Nebenbei baut die Autorin auch jede Menge humorvoller Szenen ein, die den Leser schmunzeln lassen. Leider bricht die Story aber nach einiger Zeit in sich zusammen. Ab der ersten expliziten Szene geht es nicht mehr um den Engel oder die Hexe sondern nur noch um wildes rumgevögel. Man wartet auf eine spannende Szene, zum Beispiel, dass Apollyon von Gott bestraft wird, weil er seinen Posten verlassen hat oder weil er die Höllenpforte nicht mehr bewacht und zum Beispiel das Böse nun mehr Spiel hat. Stattdessen beißt sich die Autorin immer mehr in die Beziehung der beiden fest - alles herum verblasst. Das finde ich persönlich richtig schade, da ich denke, dass die Story viel mehr Potential hat. Man hätte einfach mehr herausholen können. Auch die Beziehung zwischen den beiden, also ihre Liebe, kann man zum Ende hin einfach nicht mehr wirklich nachvollziehen. Zwar schwärmen sie beide, aber die richtig guten Emotionen werden eben nicht beschrieben und somit kann ihre Liebe zueinander nicht wirklich transportiert werden. Das fand ich wirklich schade.
Leider waren auch manche Szenen für mich unlogisch beziehungsweise nicht nachvollziehbar. Zum Beispiel will Serenity ihren Exfreund eifersüchtig machen und geht mit Apollyon in einen Stripclub, um sich schlussendlich fast in aller Öffentlichkeit von ihm vernaschen zu lassen - das muss ja nun wirklich nicht sein, außerdem denke ich, dass jeder so weit bei Verstand wäre, um so etwas nicht zu tun. Des weiteren ist er ein Engel - Menschen könne ihn nicht so sehen, wie er eben ist und wissen nichts von ihm. Also hat er nichts besseres zu tun, außer mit ihr lauthals im Café über sich und seine Art zu reden... also bitte... entweder ist er total doof oder total eingebildet.


Fazit:
"Ihr dunkler Engel" kann man durchaus mal gelesen haben, wenn man mit nicht all zu großen Erwartungen heran geht. Wer hier auf eine fantastische Liebesgeschichte hofft, der wird wohl ein bisschen enttäuscht werden. Die Story eignet sich als Lektüre für Zwischendurch.


Idee: 4/5
Emotionen: 3/5
Charaktere: 3/5
Spannung: 3/5
Logik: 3/5


Gesamt: 3/5


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 390 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 118 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01LWTWSU8

Donnerstag, 11. Januar 2018

Lippen so rot wie Blut von Jaqueline Mercedes

Zum Inhalt:
Ein Tropfen Blut fällt in den Schnee, ein Rabe ruft in der Ferne und das Schicksal eines jungen Mädchens ist besiegelt. Verflucht bis zu ihrem Tode und nur die wahre Liebe kann den Fluch aufheben und ihr Leben retten. Nela´s Schicksal wurde schon als Baby besiegelt. All die Jahre mied sie den dunklen Wald, bis zu jenem Tag, an dem ihre Stiefmutter dem Jäger befielt, Nela genau dorthin zu bringen. Ihre Zeit läuft ab, der Fluch wird aktiv und ihr Leben damit schon bald enden. Jedes Kind kennt die Geschichten des dunklen Waldes, doch niemand glaubt daran, dass sie wahr sein könnten. Nela muss um ihr Leben laufen, immer tiefer in den Wald hinein, bis der Rückweg unmöglich erscheint. Ein Wettlauf gegen einen uralten Fluch beginnt.


Eigener Eindruck:
Nela lebt als Mündel unter der eisernen Hand ihrer Stiefmutter, welche sie wie eine der Bediensteten behandelt und leben lässt. Ihr Leben ist geprägt von Putzen, Waschen und Küchenarbeiten. Einzig ihr guter Freund, dessen Namen sie nicht kennt, sowie ein paar Freunde unter den Bediensteten machen das Leben für Nela erträglich. Doch es ist nicht nur die Stiefmutter vor der Nela Angst hat. Auf ihr liegt ein Fluch und sobald Nela den dunklen Wald betritt hat sie 14 Tage Zeit um ihr Leben zu retten indem sie den Fluch bricht. Dies geht aber nur, wenn Nela ihre wahre Liebe küsst. Doch woran erkennt man die wahre Liebe? 
Als Nela von ihrer Stiefmutter in den dunklen Wald verbannt wird, beginnt für Nela ein Wettlauf mit der Zeit. Denn nicht nur der Fluch trachtet ihr nach dem Leben, sondern auch die Sumpfhexe, die ihn ausgesprochen hat sowie finstere Gestalten, welche in den dunklen Wäldern hausen. Doch Nela ist nicht allein, denn bald findet sie Obdach bei den sieben Zwergen und lernt ein ganz bezauberndes und kämpferisches Mädchen mit einem Wolf kennen...


Für 99 Cent bei Thalia konnte ich bei dem Cover sowie dem Inhalt einfach nicht widerstehen und musste mir dieses ebook kaufen. Die Geschichte rund um Nela beginnt echt stark. Da ist alles dabei, was das Herz begehrt. Detaillierte Beschreibungen, Emotionen und ein Zauber wie er eben in einer Märchenadaption sein sollte. Die Story hat mich wirklich gefesselt und ich hab die erste Hälfte in einem Rutsch gelesen. Leider bricht die Story aber dann auch rapide ein. Es wirkt plötzlich alles so lieblos. Die Geschichte wird hastig abgearbeitet, mir fehlen einfach die Details und vor allem fehlen mir die wirklich großen Emotionen. Nela verliebt sich, einfach so, puff. Das ist für den Leser nicht nachvollziehbar. Außerdem wird sie immer kopfloser und unüberlegter, je weiter die Geschichte fortschreitet. Sie wird gewarnt nicht allein rauszugehen...wer geht allein raus? Richtig, Nela. Sie wird gewarnt niemanden zu vertrauen...wer hält erstmal kurz einen Plausch ohne misstrauisch zu sein? Richtig, Nela. Kurzweilig hatte ich wirklich den Eindruck, dass Nela als Person einfach nur Todessehnsucht hat. 
Was mir persönlich immer wieder sauer aufgestoßen ist, war das plötzliche Auftauchen von neuen Charakteren und dann deren Beweggründe - da gab es plötzliche Verwandschaft mit der Sumpfhexe oder untereinander oder Bekanntschaften/Freundschaften die einfach weggeworfen wurden. Obendrein gab es ein massives Gemeuchel und doch keine wirkliche, echte Trauer, wenn es denn geschehen ist. Das war für mich alles so unglaubwürdig. Zum Ende hin gipfelte dann alles in einem riesengroßen Drama, mit dem ich ganz und gar nicht einverstanden bin, da mir auch hier zuerst die Spannung und dann die Emotionen gefehlt haben. Auch der Zusatzschluss konnte das alles nicht mehr retten.
Trotz angenehmer Schreibweise sind der Autorin in dem Buch öfter Rechtschreibfehler oder Verwechslungen unterlaufen - ein Lektor sollte sich das alles wohl noch einmal zur Brust nehmen. Die Idee zu der Geschichte fand ich nämlich richtig gut und auch fand ich es angenehm, dass so viele Märchen adaptiert wurden. Mit einem Lektorat kann man hier sicher noch einiges rausreißen.


Fazit: 
Ein starker Beginn, aber leider wird die Geschichte immer schwächer. Die Summe an Ungereimtheiten und die fehlenden Details sowie Emotionen haben das Buch für mich leider zu keinem Lesevergnügen gemacht, obwohl ich zum Anfang echt Hoffnung hatte.
Eine Leseempfehlung gibt es von mir nicht, wer sich jedoch an die Story wagen möchte, dem lege ich ans Herz nicht mit zu hohen Erwartungen heran zu gehen, dann wird es nicht so enttäuschend.


Idee: 4/5
Emotionen: 2/5
Charaktere: 2/5
Spannung: 2/5
Logik: 2/5


Gesamt: 2/5 Sterne


  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: epubli; Auflage: 1 (23. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3745005686
  • ISBN-13: 978-3745005684
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren

Mittwoch, 10. Januar 2018

Sinabell - Zeit der Magie von Jennifer Alice Jäger

Zum Inhalt:
Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…

Eigener Eindruck:
Sinabell ist eine von fünf Töchtern des König Argass, welcher sein Land mit eiserner Faust regiert. Sie scheint das liebste der fünf Kinder zu sein und doch ist das Verhältnis zu ihrem Vater leicht zerrüttet. Während die anderen Schwestern versuchen durch ihre Talente hervor zustechen, ist es Sinabell, welche lieber träumt und sich in die Welt der Bücher fantasiert. Als ihr Vater beschließt, dass alle seine Töchter verheiratet werden sollen, veranstaltet er Bälle bei denen sich die Töchter einen Mann aussuchen sollen. Während die Älteste schnell einen geeigneten Anwärter findet bleibt bei den anderen ein geeigneter Kandidat aus. Das ändert sich erst, als Sinabell auf einen Unbekannten trifft, der sie sofort in seinen Bann zieht. Doch die Liebe zwischen ihr und Farin wird schon schnell auf eine harte Probe gestellt, denn König Argass entlarvt Farin als Prinzen eines verfeindeten Königreichs und lässt ihn ins Verließ werfen. Sinabell versucht ihm so gut es geht zu helfen. Da kommt es ihr gerade recht, dass eine der jüngsten Schwestern ihr ein Geheimnis gezeigt hat, denn unten in den Kerkern des Schlosses lebt ein verwunschenes Einhorn das Wünsche erfüllt. Doch je mehr Sinabell versucht Farin zu helfen, desto mehr hängt ihr eigenes Leben am seidenen Faden und plötzlich ist es Farin, der um Sinabells Leben kämpfen muss...


"Sinabell" ist eine Märchenadaption aus dem Carlsen Verlag und stammt aus der Feder von Jennifer Alice Jäger. Da das Märchen so hoch gelobt wurde habe ich es mir schließlich auch als ebook gekauft, weil ich wirklich neugierig war. Die Story begann wirklich gut. Man hat sich schnell in die Geschichte hinein gefunden und konnte sich gut mit den Figuren identifizieren. Der Storyverlauf war wirklich fesselnd und einfach magisch. Doch ab der Hälfte brach die Geschichte für mich plötzlich in sich zusammen. Es wurden Situationen und Dialoge hinein geworfen, die für mich einfach keinen Sinn ergeben haben. Und je weiter sich das Ende abzeichnete, desto weniger hatte ich Lust die Geschichte noch weiter zu verfolgen, da mir so vieles einfach an den Haaren herbei gezogen schien. Die Story konnte mich einfach nicht mehr überzeugen, was ich bei dem starken Beginn wirklich sehr schade fand. Mir hat sich oft nicht erschlossen, warum die Figuren so gehandelt haben wie sie eben handeln oder warum Dialoge stattfanden die einfach für mich ein sinnloses Nichts ergeben haben - ganz besonders schlimm fand ich es zum Ende hin als das Einhorn mit der Drachenfrau gesprochen hat und Farin noch einmal auf alle drei Wesen getroffen ist, die mit seinen Aufgaben zu tun hatten. Es war zum Schluss einfach so gekünstelt und übertrieben, dass ich sogar ein bisschen gehofft habe, dass sich vielleicht zum Ende doch noch alles irgendwie auflöst. Aber nichts... die Geschichte endete einfach. Plopp. Vorbei. Das hat mich als Leser ungemein unzufrieden zurück gelassen. Was mir auch ein bisschen aufgefallen ist war, dass die beiden Figuren zum Ende hin immer mehr in Selbstmitleid versinken, das hat sie in meinen Augen unsympathisch gemacht.


Fazit:
Die Geschichte kann man durchaus mal lesen, wenn man denn tapfer durchhält. Wer wie ich wert auf Logik und Details legt, der sollte hier besser die Finger davon lassen, denn zum Ende hin wird es einfach nur noch verwirrend und der Lesespaß wird absolut genommen.


Idee: 4/5
Charaktere: 2/5
Logik: 2/5
Spannung: 2/5
Emotionen: 2/5


Gesamt: 2/5


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2025 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 222 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 355130064X
  • Verlag: Impress (7. Januar 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B018XTH2XW

Dienstag, 9. Januar 2018

Karibische Morde #1 - Todesursache: Flitterwochen von Jaden Skye

Zum Inhalt:
In TODESURSACHE: FLITTERWOCHEN (Buch #1 der Serie Karibische Morde) genießen Cindy und Clint am wilden, rauen Ostufer von Barbados die Flitterwochen ihrer Träume – doch das Paradies verwandelt sich in eine Hölle. Cindys frisch angetrauter Liebster ertrinkt unter seltsamen Umständen im Meer. Die örtliche Polizei erklärt schnell, dass es sich um einen Unfall gehandelt hätte, behauptet, eine plötzliche Unterströmung hätte ihn erfasst. Aber Cindy ist davon nicht überzeugt. Cindy muss nun allein in das Haus in New York zurückkehren, das Clint und sie gerade erst gekauft hatten, und Clints Familie gegenübertreten, die immer gegen diese Ehe war und nichts unversucht gelassen hat, ihr die Verlobungszeit und die Hochzeit zu verderben. Sie muss die Verleumdungen, das Tratschen und die unausgesprochenen Vorwürfe dieser Frauen ertragen, während sie doch erst einmal selbst mit ihrer Trauer umzugehen lernen muss – und herausfinden, was wirklich mit Clint geschehen ist. Cindy findet in der Post ein Foto von einer Frau, die sie nie getroffen hat, anonym an Clint adressiert. Um herauszufinden, was es mit der mysteriösen Sendung auf sich hat, fängt sie an, Clints E-Mails und Akten durchzuarbeiten. Dabei erkennt sie, wie viele Geheimnisse aus seiner Vergangenheit Clint vor ihr versteckt hat. Cindy wird klar, dass sie den Mann nicht wirklich kannte, den sie so geliebt hat. Und ihr wird auch klar, dass Clint ermordet wurde. Sie bohrt weiter, in die Tiefen von Clints mächtiger Firma DGB Oil. Als sie beginnt, Informationen aufzudecken, die dafür nicht vorgesehen sind, geht sie zu weit. Bald ist ihr eigenes Leben in Gefahr. Auf der Flucht erkennt sie, dass es nur einen Weg gibt, Antworten zu finden und ihr eigenes Leben zu retten: Sie muss wieder nach Barbados, dorthin, wo alles begann. Als sie die dunkle Seite der Insel erkundet und die einheimischen Dörfer, erfährt sie schockiert, was damals in den Flitterwochen wirklich mit ihrem Mann geschah. Aber da kann es schon zu spät sein …


Eigener Eindruck:
Cindy ist glücklich. Trotz eines schweren und langen Weges ist sie nun am Ziel ihrer Träume angekommen. Endlich kann sie Clint ihren Ehemann nennen, da konnten nicht einmal die bösen Machenschaften seiner Familie etwas daran ändern. Auf Barbados wollen die beiden die Flitterwochen verbringen und alles scheint mehr als idyllisch, obwohl sie sich für die raue, doch recht unbekannte Seite der Insel entschieden haben. Clint als erfahrener Surfer ist sich jedoch sicher, dass er hier am besten surfen kann. Alles scheint einfach perfekt. Doch dann ertrinkt Clint unter mysteriösen Umständen und Cindy muss sich seiner Familie stellen, die ihr ungeheuerliche Vorwürfe macht. Durch die Vorwürfe wird Cindy eines klar. Clint kann unmöglich einfach so ertrunken sein. Jemand muss ihn umgebracht haben. Aber wieso? Und wer sollte so etwas tun? Die Rechercheassistentin der Zeitung beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und sticht bald in ein gewaltiges Wespennest. Bald muss Cindy nicht nur um ihr eigenes Leben bangen, sondern auch um das ihrer Familie...


Dieses Buch ist für mich persönlich eine absolute Katastrophe. Die Geschichte beginnt gut, aber nicht so, dass man sagen würde, dass man ab der ersten Seite gefesselt war. Details und Emotionen werden zu Beginn zwar aufgebaut, werden im Verlauf aber immer weniger beziehungsweise richtig undurchsichtig. Die Idee zu der Story ist in meinen Augen nicht die schlechteste, aber die Gesamtumsetzung war für mich einfach ein absolutes No Go. Die komplette Geschichte rund um Cindy wirkt ab einem bestimmten Punkt einfach nur gekünstelt. Zwar gibt es diese Geschichten in denen die Familie des Ehemannes die Braut nicht leiden kann, aber hier scheinen sich scheinbar alle gegen Cindy verschworen zu haben und ihr muss scheinbar innerhalb von 150 Seiten alles passieren, was in einer Seifenoper über Jahre hinweg durchgekaut wird. Da haben wir die hassende Familie, einen Schwager der scheinbar auf Cindy steht und noch durchtriebener ist als der Rest, ein weiterer Schwager der Cindy immer für alles die schuld gibt, eine Frau die Clint scheinbar doch ein bisschen besser gekannt hat als eben nur ein bisschen und dann haben wir Freunde und Kollegen, welche ihr ebenfalls Steine in den Weg legen wollen. Kurz, Cindy steht alleine da. Und anstatt etwas überlegter vorzugehen, posaunt Cindy ihre Meinungen und Vermutungen immer wieder heraus, wo sich der Leser einfach fragt, wie dumm sie eigentlich ist. Viele Dinge, die sie getan hat, habe ich in Frage gestellt und auch viele Dinge, die der Autor rund um Barbados und die Welt von Cindy behauptet hat, denn so korrupt kann nicht eine ganze Insel sein. 
Richtig lächerlich wird die Geschichte ab dem Punkt, wo Cindy noch einmal nach Barbados reist um den Mord rund um Clint aufzudecken. Viel zu heldenhaft, viel zu schnell abgehandelt und vor allem effektiv dann doch viel zu einfach - scheinbar hatte der Gegner dann doch nicht mehr so viel Elan Cindy zu beobachten und zu verfolgen, da hatte er sich am Anfang wirklich mehr Mühe gegeben. 
Vielleicht wäre mir die Geschichte beim Lesen auch leichter gefallen und ich hätte mich mehr auf sie einlassen können, wenn diese Story nicht vollgestopft wäre mit Rechtschreibfehlern. Dass einem Autor und seinem Lektorat mal ein bis zwei Fehler passieren kann ich ja noch verschmerzen, aber das hier war reinste Folter für den Leser. Da heisst Ralph plötzlich Richard, bei Dialogen werden Clint und Cindy so oft vertauscht, dass man nicht mehr weiß, wer nun was gesagt hat oder dass straff behauptet wird, dass Cindy tot ist. Dann gibt es doppelte Wörter, es tauchen Wörter auf, die ohne Sinn und Verstand eingeworfen werden und man fast schon denken könnte, dass die Geschichte auf dem Handy getippt wurde und das T9 sich verselbständigt hat. Dann fehlen da Wörter auch einmal komplett. Diese Fehler werfen den Leser immer wieder aus dem Fluss und machen das Lesen zu einer echten Qual, weil man oft doppelt oder dreifach lesen muss, um zu verstehen, was der Autor nun will. Einfach nur schrecklich. 
Cindy als Person mochte ich am Anfang. Jedoch verlor sie immer mehr Punkte bei mir durch ihre unüberlegte und zickige Art. Sie wurde in meinen Augen immer unerträglicher, bis ich sie einfach nicht mehr leiden konnte. Man konnte sich einfach nicht in sie hinein versetzen, allein die Szene mit Heather. Gott, das war so schrecklich. Sie erfährt ein Geheimnis und sitzt noch ganz cool da und tröstet Heather, anstatt selbst Gefühle zu haben, die man nachvollziehen kann. Auch ihr Wandel von der Witwe zur Ermittlerin war einfach nicht nachvollziehbar für mich.
Was mich auch noch richtig gewurmt hat waren die offenen Fragen zum Schluss und diese Überleitung zum zweiten Buch. Ihre Freundin Helene (oder doch Helen... diese Rechtschreibfehler immer..) ruft an, weil sie Hilfe braucht und aus der Zeitung weiß, dass Cindy gut ermitteln kann...? Also bitte... Da wäre es doch viel interessanter gewesen noch einmal auf die Familie insbesondere ihren Schwager zu treffen, wie sie sich in ihrer Schuld suhlen. Stattdessen bleiben die Anschuldigungen einfach ungeklärt. Schade.


Fazit:
Finger weg, wenn ihr euch nicht ärgern wollt. Dieses ebook ist zwar auf dem Thalia kostenlos erhältlich, aber einfach nicht lesenswert. Schlecht ausgearbeitete Charaktere und Rechtschreibferkeleien treffen auf eine interessante Geschichte und werden zu einer Katastrophe. Ich empfehle dem Autor mal dringend einen Lektor zu suchen oder ihn zu wechseln, denn das geht gar nicht! Überarbeitet ist sicher etwas aus der Geschichte herauszuholen. Außerdem empfehle ich den Inhalt einzukürzen, sonst weiß man im groben die Geschichte schon und braucht sich das Buch gar nicht mehr durchlesen. Außerdem empfehle ich dringend das "Bestseller" aus der Beschreibung zu nehmen, denn das ist definitiv keiner.
Mehr als schade.


Idee: 3,5/5
Charaktere: 2/5
Emotionen: 2/5
Logik: 1/5
Spannung: 1/5
Rechtschreibung: 0/5


Gesamt: 1/5 Sterne


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1911 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 172 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00JHMX4T6

Montag, 8. Januar 2018

Kochen wie die Halblinge - Von der schönsten Kunst von Patzy Llaleena aus dem Ilmental

Zum Inhalt (Booklet):
Schlemmen wie ein Halbling? Das Familienkochbuch von Patzy Llaleena aus dem Ilmental bietet jede Menge Rezepte für Leckermäuler.

• mehr als 50 Gerichte (vom ersten Frühstück bis zum deftigen Abendmahl)
• liebevolle, handgezeichnete Abbildungen
• zahlreiche Halblingsweisheiten und allgemeine Küchentipps

Mit Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst ist der Leser jederzeit auf überraschende Besuche vorbereit und kann ihnen blindlings in gefährliche Abenteuer folgen. nach einer ausgiebigen Mahlzeit.


Cover:
Das Cover wird wohl jeden Fan von J.R.R. Tolkiens Welt sowie jeden kochbegeisterten Leser neugierig machen. Zu sehen ist ein Mann – gezeichnet und für den Fantasykenner durchaus schon bei den Ohren interessant – welcher in Kochkleidung zu sehen ist und im Hintergrund erblickt man sogleich den Kochkessel. Das macht neugierig, schon ohne die Überschrift. Im Buchladen wäre mir dieses Buch auf jeden Fall in die Hände gefallen, da es mich als Fantasyfan und als Kochfreund durchaus direkt anspricht.


Das Buch und mein Eindruck:
Zu Beginn des Buches treffen wir auf den Hobbit Patzy Llaleena aus dem Ilmental, welcher uns als Schüler der Kochkunst begrüßt und uns ein paar wichtige Hinweise zum Buch und zur Küche auf Reisen gibt – auch der Hinweis zum hier oft genutzten Dutch Oven ist gegeben, sodass der Leser gleich weiß, auf was er sich einlässt. Hinten im Buch befinden sich des weiteren zusätzliche Hinweise zu Mengenangaben und dem Dutch Oven.

Mit Petzy kann der Leser in detaillierten Rezepten die Speisen der Halblinge nachempfinden. Dabei hat jedes Rezept die Mengenangaben für 4 Personen in einer Rezeptliste und dann eine detaillierte Beschreibung, was man genau mit den Zutaten zu tun hat, um an das gewünschte Ergebnis zu kommen – Petzy gibt hin und wieder durch Randnotizen weitere Tipps und Tricks oder flunkert mit dem „Schüler“ ein bisschen.

Bei den Rezepten ist für jedermann etwas dabei. Seien es zum Beispiel Sauerteigbrötchen oder ein Bauernfrühstück zum Frühstück oder eine Käse-Lauch-Suppe oder eine Knoblauchsuppe für Zwischendurch oder Nudeln in allen Formen und Varianten oder ein Stinkebrot für eine Hauptmahlzeit. Hier kommen Freunde des herzhaften und des süßen Essens auf ihre Kosten. Einige Rezepte scheinen sehr speziell, doch ich muss sagen, dass eben diese Rezepte das gewisse Etwas haben. Mittlerweile habe ich einige Rezepte aus dem Buch probiert und muss sagen, dass sie mir richtig gut gefallen und auch meinen Lieben richtig gut gemundet haben.

Richtig klasse finde ich die Illustrationen die das Buch begleiten sowie die erklärenden Passagen – so zum Beispiel die Pilzkunde. Die Rezepte sind so gehalten, dass man sie wohl auch auf Reisen gut probieren könnte, doch ich fühle mich beim kochen in meiner heimischen Küche am wohlsten ;-) Trotzdem hat man beim Kochen so ein Feeling – als ob gleich ein grauer Zauberer um die Ecke kommen würde und sich für das zweite Frühstück einladen würde oder ein Waldläufer und vier Halblinge zum Mittagessen bleiben. Das Buch ist wirklich klasse. Vor allem für Fans der Reihe „Herr der Ringe“ ist es wohl ein absolutes Muss in der Küche. Außerdem eignet es sich perfekt als Geschenk – durch die Illustrationen und die liebevolle Aufmachung macht das Buch optisch richtig was her.


Daten:
Gebundene Ausgabe: 104 Seiten
Verlag: Zauberfeder Verlag; Auflage: 1 (18. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3938922427
ISBN-13: 978-3938922422
Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 1,5 x 21,5 cm

Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Gelinggarantie: 5/5
Details: 5/5
Tipps und Tricks: 5/5

Gesamt: 5/5 Sterne


Sonntag, 7. Januar 2018

Greg´s Tagebuch 7: Dumm gelaufen! von Jeff Kinney

Zum Inhalt:
Greg steht vor neuen Herausforderungen. Der Valentinstag rückt näher, und er hat immer noch keine Tanzpartnerin für den Schulball. Kein Wunder, denn Greg macht bei Mädchen einfach alles falsch, was man falsch machen kann. Dass es seinem Freund Rupert genauso geht, ist da nur ein schwacher Trost. Und dass es in seiner Klasse mehr Jungs als Mädchen gibt, entspannt die Lage auch nicht gerade. Keine rosigen Aussichten für Greg! Er muss sich dringend etwas einfallen lassen, damit es hinterher nicht heißt: Dumm gelaufen!


Eigener Eindruck:
Greg kann es nicht fassen. Die Familienidylle und vor allem die Gammeltage vor dem Fernseher sind gezählt, denn sein Onkel steht urplötzlich vor der Tür und bittet um Obdach. Obwohl das weder Greg noch seinem Vater schmeckt, lässt seine Mutter den Onkel mit einziehen und plötzlich ist alles ganz anders im Hause Heffley. Ständig ist die Couch besetzt, der Onkel schläft dort, wo Gregs Bruder normaler weise seinen Sonntag verbringt und Taschengeld bekommt der Onkel auch noch, obwohl dieser sich im Haushalt null beteiligt. Für Greg ist klar, dass das ein echtes Problem ist. 
Außerdem steht in der Schule ein Schulball an, bei denen die Kinder vorher noch tanzen üben sollen. Bei mehr Mädchen als Jungen kommt es, wie es kommen muss und Greg hat einen anderen Jungen als Tanzpartner. Zeit, sich bei Zeiten um eine Tanzpartnerin zu kümmern. Dabei helfen soll ihm sein Kumpel Rupert. Doch dann brechen in der Schule die Windpocken aus und alles steht auf Messers Schneide. Nicht nur sein Date wird zur Katastrophe, sondern auch seine Geldreserven werden mächtig angekratzt. Greg ist einfach ein Pechvogel durch und durch.


Auch dieser Teil der Reihe rund um den tollpatschigen Greg konnte mich nicht überzeugen. Zwar sind die Tagebucheinträge einfach geschrieben, sodass sie leicht verständlich sind und werden durch Comics aufgelockert, sodass vor allem junge Leser sehr einfach mit dem Buch voran kommen, aber mich persönlich stört die Art, wie der Autor Greg - seinen Protagonisten - darstellt. Greg entwickelt sich einfach nicht weiter. Er ist nun schon seit sieben Bänden einfach ein Trottel. Er träumt viel und hat immer viel vor, was an sich nicht schlecht wäre, würde er nicht immer nur seinen Vorteil daraus ziehen wollen. Greg ist immer in Geldnot und versucht irgendwie an Kohle zu kommen. Er ist geizig, was ich wirklich schrecklich finde und er versucht weiterhin immer und immer wieder seinen Freund Rupert die ganze arbeit machen zu lassen, während er sich entspannt zurück lehnen will. Dass es zum Ende hin so kommt, wie es kommt finde ich sogar richtig gut, denn so lernt Greg endlich einmal eine Lektion fürs Leben. Was mich an dem Buch dieses mal auch gestört hat war, dass die Feier der Kids durch die Rentner torpediert wird und diese sich auch noch bei den Kids bedienen. Das ist wirklich nicht die feine Art und finde ich vom Autor vollkommen übertrieben und überflüssig. Man merkt richtig, dass ihm langsam die Ideen ausgehen und er krampfhaft versucht etwas witziges zu schreiben. Leider hing das mächtig nach hinten los. 
In einem Anfall von Wahnsinn habe ich mir alle Bände damals gekauft, weshalb ich sie wohl oder übel auch noch lesen werde. Aber um ehrlich zu sein langweilen mich die Bücher mittlerweile und diese Art von Greg finde ich einfach echt zum kotzen, dass muss mal so gesagt sein. Er ist so egoistisch, er hat keinerlei Vorbildfunktion und er ist einfach nicht witzig. Es ist mir noch immer ein Rätsel, wie es diese Bücher auf die Bestsellerliste geschafft haben.


Fazit: 
Von mir gibt es absolut keine Leseempfehlung, auch wenn eingefleischte Fans hier sicher empört aufschreien. Aber diese Reihe hat für mich nichts humorvolles und ist in meinen Augen auch nicht pädagogisch wertvoll. Einfach nur schade um die Zeit.


Idee: 3/5
Humor: 2/5
Charaktere: 2/5
Logik: 3/5
Spannung: 2/5


Gesamt: 2/5 Sterne


  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus) (23. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833936312
  • ISBN-13: 978-3833936319
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: The third wheel
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 2,5 x 21,3 cm

Freitag, 5. Januar 2018

Hegarty, Patricia: Alle sind willkommen!

Zum Inhalt:
Die kleine Maus will ein Haus bauen. Ein großes, schönes Haus! Da kommt der Frosch vorbei. Er ist traurig, weil er sein Zuhause verloren hat. »Sei nicht traurig!«, tröstet die Maus. „Mach dir keine Sorgen, Frosch, bleib einfach hier bei mir. Du wirst schon sehn, alles wird gut – das versprech ich dir!“ Gemeinsam machen sie sich ans Werk und schon bald stoßen immer mehr heimatlose Tiere dazu. »Aber«, so sagt die kleine Maus, » „alle sind bei uns willkommen! Groß und Klein, von fern und nah, sollen sich hier zuhause fühlen, und sicher sein vor der Gefahr.“« Und so bauen die Tiere sich zusammen ein gemütliches, warmes und sicheres Haus! 

Die kleine Maus will ein Haus bauen. Gemütlich soll es werden. Doch als sie damit beginnen möchte, da trifft sie den Frosch, dessen Teich ausgetrocknet ist. Somit hat er kein zu Hause mehr. Die Maus lädt ihn ein mit ihm zu bauen und so machen sie sich ans Werk. Nach und nach laden sie immer mehr Tiere zu sich ein, die ihr Heim verloren haben, darunter unter anderem ein Bär und Vögel. Jeder leistet beim Bau seinen Beitrag und so schaffen sich die Tiere gemeinsam ein Heim, bei dem ein jeder Willkommen ist, der Hilfe braucht.


Dieses niedliche Kinderbuch habe ich bei meinem kleinen Neffen gefunden und muss sagen, dass ich von der Geschichte und den supersüßen Illustrationen ganz hin und weg bin. Die Tiere sind alle freundlich zueinander, obwohl sie im wirklichen Leben vielleicht auch Fressfeinde wären. Das ist eine schöne Anekdote zu zu der Thematik der Zuwanderung die uns aktuell betrifft. So kann man den Kindern Toleranz spielend lernen, was ich wirklich sehr wertvoll finde. Die Illustrationen sind auch sehr schön und detailreich gestaltet. Durch große und kleine Seiten, durch Gucklöcher und durch andere Details gibt es auch neben der Geschichte viele tolle Dinge zu entdecken. Es wird dem Kleinen einfach nicht langweilig.
Wirklich toll gemacht.


Für supersüßen und wertvollen Lesespaß gibt es von mir 5 von 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung!


  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Ars Edition (18. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845823720
  • ISBN-13: 978-3845823720
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 1,2 x 26,8 cm

Donnerstag, 4. Januar 2018

Greg´s Tagebuch Band 6: Keine Panik! von Jeff Kinney

Zum Inhalt:
Greg ist in großen Schwierigkeiten. In der Schule wurden Dinge beschädigt, und er ist in Verdacht geraten, der Schuldige zu sein. Dabei ist er unschuldig - zumindest irgendwie. Droht ihm trotzdem eine fette Strafe? Zu allem Übel werden die Heffleys von einem Schneesturm überrascht und eingeschneit. So bleibt die Familie im Haus gefangen. Der Strom fällt aus, das Essen wird knapp und alle gehen sich kräftig auf den Wecker ... Stellt sich die Frage: Gibt es eine schlimmere Strafe, als mit der eigenen Familie eingesperrt zu sein? Da heißt es: Nerven behalten. Bloß keine Panik!


Eigener Eindruck:
Greg ist wieder einmal knapp bei Kasse und ist sich sicher, dass er gut Geld verdienen kann, wenn er bei anderen Leuten die Einfahrt von Schnee befreit. Dass das aber wieder nach hinten losgeht scheint spätestens ab dem Punkt vorprogrammiert als der Rasenmäher den Schnee nicht mehr aufnehmen will und die Idee mit der Bewässerung der Einfahrt eine spiegelglatte Schicht hinterlässt. Außerdem steht ja auch bald wieder Weihnachten vor der Tür und der gruselige Kobold der dem Weihnachtsmann hilft, taucht überall im Haus auf - Zeit sich an vergangene Geschenke - besonders eine alte Puppe zu erinnern. Als dann auch noch ein Schneesturm die Heffkeys einschneit und die Heizung ausfällt sowie das Essen immer knapper wird, steht für Greg fest, dass er die Nerven behalten muss und dann ist da ja auch noch das Problem mit der Schulmauer die er und Rupert in einem Anflug einer genialen Idee verschandelt haben... Greg sitzt wieder einmal in der Patsche.


In einem Anflug von Wahnsinn habe ich mir damals alle Bücher (!) der Reihe gekauft, weil alle so davon geschwärmt haben. Die ersten zwei Bücher waren auch ganz nett zu lesen, aber seit dem ersten Buch zieht sich ein roter Faden durch die Geschichten, nämlich: Greg ist einfach ein unausstehlicher Zeitgenosse - zumindest in meinen Augen. Er ist immer knapp bei Kasse, will aber auch nichts tun, um das zu ändern, denn er gibt sein Geld regelmäßig für irgendwelchen Schwachsinn aus. Selbst bei Weihnachtsgeschenken für die Familie ist er knauserig und nicht kreativ. Dann ist er immer darauf bedacht wortwörtlich mit dem "Popo an der Wand lang zu kommen". Wenn er Mist baut, dann steht er nicht dazu beziehungsweise versucht er seinen Freund Rupert in die Bredouille zu reiten. Rupert ist hingegen zu Greg aber ein Engel in Person - zeitweise ein bisschen schwer von Begriff, aber er weiß, was richtig und was falsch ist.
Das komplette Buch ist wieder im Tagebuchstil geschrieben, bei dem hinter beziehungsweise mitten im Eintrag Comics aus Sicht von Greg mit eingebaut sind. Das ist sicher gut für junge Leser, damit Situationen besser erfasst werden und Abschnitte besser eingeteilt werden können. Jedoch finde ich die Massage, die das Buch vermittelt einfach fraglich. Greg hat keinerlei Vorbildfunktion. Lernen kann man daraus wohl kaum was. Dass das Buch dann auch noch so gehyped wird, das entzieht sich meinem absoluten Verständnis.
Einzig wo ich dann doch schmunzeln musste war, als Gregs kleiner Bruder Manni die komplette Familie mehr oder minder auflaufen lässt. Trotzdem kann ich über viele Situationen einfach nur den Kopf schütteln. Man möchte doch meinen, dass Greg nun langsam in dem Alter ist, wo er wissen müsste, was seine Ideen unter anderem ausrichten können. Über so viel geballte Dummheit möchte ich am liebsten aufschreien.


Fazit:
Eingefleischte Fans werden es mögen, aber ich empfehle die Finger davon zu lassen.
Schade.


Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Logik: 2/5
Humor: 2/5
Vorbildfunktion: 0/5


Gesamt: 2/5

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch) (16. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843210772
  • ISBN-13: 978-3843210775
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Originaltitel: Diary of a wimpy kid - Cabin fever
  • Größe und/oder Gewicht: 13,1 x 2,5 x 18,7 cm

Mittwoch, 3. Januar 2018

Gänsehaut #7: Es summt und brummt ... und sticht! von R.L. Stine

Zum Inhalt:
"Nimm Urlaub von dir selbst!", flimmert es Gary eines Abends vom Bildschirm seines Computers entgegen. Begeistert von dieser Idee, lässt er sich auf ein gewagtes Experiment ein. Doch dann kommt alles anders als erwartet. . . 

Gary ist genau das, was er selbst gern als Looser bezeichnet. Egal was er anfässt, es geht einfach immer und immer wieder schief. Er schrottet sein neues Fahrrad, seine Schwester und seine Eltern lachen über ihn und die Schlägertruppe der Straße hat es auch immer wieder auf ihn abgesehen. Selbst der Nachbar mit seinen Bienen nutzt es immer wieder aus, um Gary einen Streich zu spielen, da er genau weiß, dass der Junge eine Heidenangst vor Bienen hat. Als es Gary eines Tages zu bunt wird, da sieht er auf seinem Computer eine Anzeige, die verspricht, dass man für eine Woche seinen Körper mit einem anderen Kind tauschen kann. Das hört sich verlockend an und so macht sich Gary auf den Weg, um seinen Körper mit einem anderen Kind zu tauschen, aber als es so weit ist, passiert der Frau, die den Tausch vornimmt ein fataler Fehler, denn Gary findet sich nicht im Körper eines anderen Jungen wieder sondern ist das, was er am meisten hasst! Eine Biene! Von nun an beginnt für Gary ein Wettlauf mit der Zeit.


Der siebte Teil der Gänsehaut-Reihe aus der Feder von R.L. Stine liest sich gewohnt einfach und hat wie die anderen Teile den Aufbau, dass es zum Ende hin einen gruseligen Höhepunkt gibt, welcher im nächsten Kapitel zu Beginn immer als falsche Annahme aufgelöst wird. Erst zum Ende hin kommt es zu "gruseligen Stellen". Leider ist diese Story von R.L. Stine aber recht flach. Für mich kam so gar keine Gruselstimmung auf und die Story hat sich für mich ewig langhin gezogen. Spannende Momente habe ich hier wirklich vermisst genau wie die wirklich guten Szenen, die auch jungen Lesern eigentlich Gänsehaut machen sollten. Wirklich gruseln wird sich hier jedoch nur derjenige Leser, der wohl wie Gary Angst vor Insekten - speziell Bienen - hat. Man kann in diesem Teil aber auch ein bisschen etwas lernen, nämlich über das Imkerwesen und die kleinen fleißigen Insekten - es gibt Informationen zu Struktur und Lebensweise der Bienen und wie sie nutzbar gemacht werden. 
Gary als Hauptfigur kann einem schon Leid tun, er ist wirklich ein ganz armes Würstchen - und wenn man ihn nicht bemitleidet, dann muss man leider müde über ihn lächeln. Man kann sich mit Gary nicht wirklich identifizieren, was ich bei solchen Geschichten wirklich schade finde.


Das Cover des Buches ist wie bei den anderen Büchern der Reihe stimmig an die Geschichte angepasst. Wir sehen hier das Gesicht eines Jungen, der auf dem Körper einer Biene sitzt. Der Inhalt der Geschichte wird so schon ein bisschen verraten.


Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. 3 von 5 Sterne für mittelmäßigen Lesespaß.


  • Taschenbuch
  • Verlag: Omnibus Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570240401
  • ISBN-13: 978-3570240403
  • Verpackungsabmessungen: 13,8 x 10,4 x 1,4 cm

Montag, 1. Januar 2018

Gänsehaut #24: Wer die Geistermaske trägt von R.L. Stine

Zum Inhalt:
Die Erstklässler deren Fussballtraining der 12jährige Steve betreut, machen ihm das Leben zur Hölle. Steve nimmt sich vor, es ihnen heimzuzahlen. Während er sich noch den Kopf darüber zerbricht, wie er ihnen zu Halloween einen gehörigen Schrecken einjagen kann, läuft ihm Carla über den Weg. Sie hatte ein Jahr zuvor mit einer furchtbaren Maske Angst und Schrecken verbreitet. Trotz Carlas Warnung besorgt sich Steve die hässliche Maske eines uralten Mannes. Als er sie aufsetzt, fühlt er sich plötzlich so schwach und gebrechlich wie ein Greis - und zu kraftlos, um sich zu rächen. Aber absetzen lässt sich die Maske auch nicht mehr, denn Carlas Methode versagt!

Weil Steve Mist gebaut hat, muss er zur Strafe die Fußballmannschaft der Erstklässler trainieren, doch immer wieder spielen ihm die Biester Streiche oder behandeln ihn wie den letzten Husten. Um den Kindern ein für alle mal Respekt zu lehren, will sich Steve so richtig gruselig zu Halloween verkleiden und ihnen das fürchten lehren. Als er zufällig Carla auf dem Heimweg trifft, da kommt ihm eine Idee, denn Carla hatte aus dem Gruselladen in der Nähe der Schule eine furchterregende Maske die verblüffend echt aussah. Trotz Carlas Warnung nicht den  in den Gruselladen zu gehen, macht sich Steve mit seinem besten Freund auf den Weg, um die gruseligste Maske zu kaufen. Doch als die beiden an dem Laden sind, müssen sie feststellen, dass er geschlossen ist. Doch da entdecken sie eine offene Kellerluke und finden im Keller Masken über Masken. Steve entscheidet sich für die Maske eines alten Greises und als er sie an sich nimmt, muss er verblüfft feststellen, dass sie sich ganz echt und warm anfühlt. Doch es kommt noch schlimmer, als er sie aufsetzt, lässt sie sich nicht mehr abnehmen und Steve fühlt sich ganz alt und schwach...


"Wer die Geistermaske trägt" ist der 24te Band aus der "Gänsehaut"-Reihe von R.L. Stine. Als Leser kommt man wie gewohnt sehr gut in die Geschichte rein - einzig die Art wie Steve über die Erstklässler redet und wie sie bisweilen mit ihm umgehen ist etwas befremdlich, aber der Autor vermittelt: Steve will es den Kindern einfach heimzahlen und das zu recht. Dass er dafür sogar klaut, das finde ich wiederum weniger gut und das macht Steve in meinen Augen auch wirklich unsympathisch. Trotzdem bekommt man mit dem Bengel dann doch ein bisschen Mitleid, als die Sache mit seiner Maske so furchtbar schief geht und man muss sich bei den Umschreibungen schon ein bisschen gruseln, wenn er die Maske als warm und scheinbar fast echt bezeichnet. Da kann man auch als älterer Leser durchaus eine Gänsehaut bekommen. Ansonsten hält sich der Autor weiterhin an seinem Schema, dass die Story so aufgebaut ist, dass man in jedem Kapitel ein scheinbar schauriges Ende hat, welches sich zu Beginn des nächsten Kapitels als harmloser Streich oder Missverständnis aufdeckt, bis es schließlich doch zu den gruseligen und verhängnisvollen Stellen kommt.


Das Cover des Buches ist wie die anderen Cover der Reihe stimmig zur Geschichte gehalten. Was ich hier richtig gut finde ist die gruselige Maske mit dem Stummelzahn und dem durchaus fiesen grün, das macht auf jeden Fall neugierig.


Fazit: Für Kids ist das Buch ein absoluter Gruselleckerbissen, wir Erwachsenen schmunzeln sicher darüber, aber es macht trotzdem Spaß die Geschichte zu lesen. 


4 von 5 Sterne


  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: cbj (1. August 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357020460X
  • ISBN-13: 978-3570204603
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Verpackungsabmessungen: 18,3 x 12,6 x 1,2 cm