Mittwoch, 9. November 2016

Es wächst und beißt! (Fear Street Schattenwelt) von R.L. Stine

Als Scott in einem Magazin blättert, entdeckt er eine Anzeige über kleine Wassermonster, denen man selbst das Leben schenken und sie bei ihrem Wachstum beobachten kann. Sofort ist er Feuer und Flamme. Das wäre genau das, um endlich auch einmal etwas in der Schule erzählen zu können. Schließlich ist allen rund um die Fear Street schon etwas aufregendes oder skurriles widerfahren, nur eben Scott kann noch gar nichts berichten und das wurmt ihn. Er überredet seinen Freund Glen gemeinsam mit ihm in die Wassermonster zu investieren und dieser gibt seinen Teil wiederwillig dazu. Als das Paket endlich da ist, ist die Freude recht schnell verflogen, denn das Paket sieht gar nicht so aus, wie in der Anzeige und man braucht zum Ansetzen destilliertes Wasser, was die beiden nicht haben. Scott kommt die zündende Idee. Das Wasser aus dem Teich nahe des Fear-Street-Waldes sollte genau das sein, was richtige Wassermonster brauchen. So machen sich die Freunde auf den Weg und besorgen es. Nachdem sie die Kristalle der Tiere ins Wasser gegeben haben, beginnt das Wasser zu brodeln und kurz darauf entdecken sie viele kleine Wassertierchen, eines jedoch ist besonders groß und scheint ihnen immer zuzuwinken. Was Scott und Glen zu Beginn noch begeistert verwandelt sich aber immer mehr in ein Grauen, das ihnen das Leben zur Hölle macht.

R.L. Stine hat mit dieser Geschichte wirklich ein schönes Jugendbuch geschrieben. Es ist spannend die Geschichte von Scott, Glen und ihrem Wassermonster Mac zu verfolgen. Es ist zwar nicht wirklich gruselig, aber es ist witzig und dadurch, dass man nie weiß, was Mac wohl als nächstes tun wird, muss man es einfach immer weiter lesen. Bereits, als die Jungen zu dem Teich im Wald gehen, ahnt der Leser schon, dass das alles kein gutes Ende nehmen wird oder mindestens etwas sehr gruseliges passiert. Zu Beginn ist man zusammen mit den Jungen begeistert, was sich da in dem keinen Aquarium tut, doch spätestens, als die Jungen die Sache dann nicht mehr kontrollieren können, wird einem beim lesen schon ein bisschen mulmig, da man auch Mitleid mit den beiden Jungen hat. Trotzdem ist es auch ein bisschen eigene Dummheit was die beiden da machen. Sie wissen, dass unheimliche Dinge geschehen, wenn man sich dem Gruselwald und der Fear Street nähert und doch legen sie es darauf an, nur damit sie auch etwas zu erzählen haben - allen voran aber Scott. Dass er damit nicht nur sich, sondern auch seine Familie in Gefahr bringt scheint dem Jungen zu Beginn gar nicht klar zu sein.
Die Idee, auf der die Geschichte beruht ist an sich gar nicht so schlecht. Jeder von uns hat schon einmal in einer Zeitschrift eine Anzeige oder eine Beigabe für Urzeittierchen gehabt - welche ja immer als die Dinosaurier des Aquariums bezeichnet werden. Ein Teenie, der so etwas schon einmal mit erlebt hat, der weiß, wie fasziniert man von den kleinen Wesen ist und wie man sich freut, wenn diese wachsen. Somit kann man sich also gut in die Protagonisten hinein versetzen. Und wer mit der Geschichte richtig mitfiebert, der wird sich auch, wenn er noch einmal so ein Glas züchtet, noch einmal an die Geschichte zurück denken. Das finde ich richtig stimmig.

Empfehlen möchte ich das Buch allen Jugendlichen, die mutig sind und sich gern gruseln, aber auch allen Erwachsenen, die eine witzige Geschichte für Zwischendurch suchen.

Idee: 4/5
Gruselspaß: 3/5
Spannung: 4/5
Charaktere: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Loewes Verlag,Bindlach (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785548249
  • ISBN-13: 978-3785548240
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,8 x 1,8 cm

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