Dienstag, 2. August 2016

Whisper von Isabel Abedi



Noa kann es nicht fassen, als sie tatsächlich im Auto mit ihrer Mutter und deren besten Freund sitzt. In einem kleinen verschlafenen Nest hat ihre Mutter ein Haus ausfindig gemacht, in dem sie sich erholen möchte, fernab der ganzen Publicity. Denn Noas Mutter ist Schauspielerin und solche müssen sich eben auch einmal richtig erholen. Als Noa und ihre Begleiter im Dorf ankommen, scheinen sie von allen Seiten argwöhnisch beäugt zu werden. Schnell ist für Noa klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, besonders, als sie vom Verschwinden eines Mädchens viele Jahre vor ihrer Zeit erfährt. Immer wieder hat sie das Gefühl, die Anwesenheit des Mädchens zu spüren und ist sich sicher, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Schnell hat sie ein paar Verdächtige gefunden und ist umso schockierter, als die beiden Männer sich auch noch für ihre Mutter interessieren und gegeneinander scheinbar einen Konflikt austragen. Auf ihrer Spurensuche hilft ihr der attraktive Junge David, zu dem sie sich nach einiger Zeit hingezogen fühlt. Doch je mehr sie in die Vergangenheit blickt, desto mehr zieht sich die Schlinge um ihren Hals zu. Noa befindet sich in Lebensgefahr.

Ich habe das kleine Büchlein gekauft, nachdem ich Lucian gelesen hatte und hellauf von der liebevollen Geschichte gefesselt war. Schnell stand für mich fest, dass wohl auch andere Werke der Autorin gefallen könnten. Doch so ganz überzeugen konnte mich das Buch dieses mal nicht. Zwar spielt die Autorin hier mit Emotionen, aber diese kochen nicht so schön über, wie bei Lucian. Was der Autorin aber sehr gut gelungen ist, ist die perfide Geschichte rund um das ermordete Mädchen und seine die Zusammenhänge zu den noch verbliebenen Personen im Dorf. Es war interessant mitzurätseln, wer denn wohl der Täter war und was mit ihr genau geschehen ist. Schnell schafft es die Autorin einzelne Personen in den Fokus zu rücken, sodass man definitiv die falsche Person verdächtigt. Die Geschichte an sich ist rund. das einzige was mich dann doch ein bisschen genervt hat war, dass ihre Mutter so ein durchgeknalltes, eigenes Wesen hat und sich scheinbar immer wieder an die Männer schmeißen muss, was ihnen mehr oder minder noch mehr Probleme schafft.

Noa als Protagonistin war mir persönlich sehr sympathisch. Sie scheint auf dem Boden geblieben zu sein und ist ab und an von ihrer Mutter genervt, was man bei dem ganzen Hype um sie durchaus verstehen kann und was eben für einen Teenager in dem Alter wahrscheinlich auch normal ist. Sie hat ganz alltägliche Probleme, so zum Beispiel, in dem sie schlecht Anschluss bei den Kindern im Dorf findet. Stattdessen scheint sie sich für David zu interessieren und das recht schnell und auch er scheint von ihr bereits zu Beginn nicht unbedingt abgeneigt zu sein. Dass die beiden sich schließlich finden, hofft der Leser, jedoch steht die Beziehung der beiden ein wenig im Hintergrund, da man sich ja hauptsächlich mit dem mysteriösen Verschwinden des anderen Mädchens befasst.

Für dieses kleine Buch gibt es definitiv eine Leseempfehlung. Das Buch eignet sich durchaus, um es für zwischendurch zu lesen. Es ist kurzweilig, ist spannend und macht Spaß.

Story: 5/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 4/5
Abschluss der Geschichte: 4/5
Schreibweise: 5/5

Gesamt: 4/5

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Arena (1. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401029991
  • ISBN-13: 978-3401029993
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 2 x 18,8 cm

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