Freitag, 20. Oktober 2023

Ziegen bringen Glück von Anne Fleming

 


Jeder ist seines Glückes Schmied….

Oder doch nicht?

 

 

Zum Inhalt (Booklet):

Als die 11-jährige Kid mit ihren Eltern nach New York kommt, um auf den Hund eines Verwandten aufzupassen, bemerkt sie auf dem Dach des Hochhauses etwas, das aussieht wie eine kleine weiße Wolke. Man munkelt, dass dort oben eine Bergziege leben soll. Aber kann das wirklich sein? Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Will macht Kid sich auf die Suche und sammelt bei den faszinierenden wie schrulligen Hausbewohnern nach Hinweisen – denn demjenigen, der die Ziege sieht, winken sieben Jahre Glück!

 

Cover:

Das Cover war für mich ein Grund hier zuzugreifen. Zu sehen ist im comicartigen Stil eine Hochhausfassade und mitten drin auf einem der Dächer sehen wir eine Ziege. Das passt gut zur Geschichte und auch gut zum Titel – und hey, sind wir mal ehrlich, exotisch ist dieses Cover allemal!

 

Eigener Eindruck:
Die schüchterne Kid fährt mit ihren Eltern nach New York um dort auf den Hund eines Verwandten aufzupassen. Da diese Aufgabe einen längeren Zeitraum umfasst, hat ihre Mutter, eine Schauspielerin, sogleich einen Job am Broadway angenommen und die Familie gibt sich alle Mühe sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Bereits bei ihrer Ankunft bemerkt Kid etwas Eigenartiges in dem Haus und glaubt zu träumen. Doch die Hausbewohner werden ab und an von eigenartigen Vorkommnissen heimgesucht, die nicht aufgeklärt werden können. Bald lernt Kid einen Jungen in dem Haus kennen, mit dem sie sich langsam anfreundet und diesen besser kennen lernt. Er kennt eine wirklich verrückte Geschichte um das Haus, denn hier soll eine Ziege leben und wer diese findet, der soll Glück haben. Kid und ihr neuer Freund machen sich auf den Weg, um das Geheimnis zu lüften und lernen dabei immer mehr der Hausbewohner kennen – und die sind bisweilen wirklich schrullig, aber auch herzensgut.

 

Die Geschichte von der schüchternen Kid beginnt recht gut und man kommt schnell in deren Situation hinein. Schnell formt sich auch ein Bild zu dem Charakter, was ich sehr wichtig bei Jugendbüchern finde. So schnell wie man aber in das Buch reinfindet, so schnell fliegt man auch wieder raus, denn die Erzählweise der Autorin ist sehr sprunghaft und auch wenn die Geschichte einen herzerwärmenden Hintergrund hat, so habe ich mich wirklich schwer getan mit den Sprüngen zwischen den Charakteren und deren Eigenarten. Es war einfach irgendwann zu viel der Eigenheiten und so habe ich das Buch immer und immer wieder abgebrochen, bis ich mich schließlich doch einmal durch die Seiten gequält habe. Die Zusammenhänge sind erst relativ zum Schluss zu begreifen. Auch dieses Herumreiten auf dem 11. September war nicht so mein Ding. Dann die Mutter von Kid, welche sich immer wieder in eine ihrer künstlerischen Krisen gestürzt hat und daraus befreit werden musste und dann schlussendlich die große Anzahl an Personen und zeitweise recht schräge Dialoge. Nein, das war echt nicht meins. Das Buch hat in gewisser Weise schon Tiefe, aber meiner Meinung ist das nicht das, was ein gutes Jugendbuch ausmachen sollte.

 

Fazit:

Da ich es mehrmals angebrochen habe, rate ich lieber von diesem Buch ab.

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 2/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783551319999

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 160 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 26.08.2021

 

Freitag, 13. Oktober 2023

Millie in New York (Band 8) von Dagmar Chidolue

 


Amerika,

ein Land voller Wunder und voller Hoffnungen,

ein attraktives Reiseziel!

Auch für die kleine Millie?

 

 

Zum Inhalt (Booklet):

Auf der Suche nach Miss Libby! So weit war Millie noch nie weg: 6.000 Kilometer entfernt ist New York, sagt ihre Lehrerin. Um so aufregender findet Millie es, dass sie mit ihren Eltern und der kleinen Schwester dorthin fliegt. Allerdings nimmt sie die Stadt ganz anders wahr als die Erwachsenen und findet MacDonalds spannender als das Empire State Building. Begeistern kann sich Millie aber auch für den Glitzerplatz, den ihre Eltern "Times Square" nennen, und natürlich für die geheimnisvolle Miss Libby, von der ihre Lehrerin erzählt hat. Wann treffen sie sie denn nun endlich?

 

Cover:

Das Cover ist wie bei den anderen Büchern aus der Reihe sehr einprägend gestaltet. Wir sehen hier die typische Darstellung der kleinen Millie, wie sie an einem Wolkenkratzer emporblickt. Das passt gut zum Inhalt der Geschichte und macht neugierig, denn Millie reist in diesem Buch nach New York und nimmt Erwachsene und kleine Lesefreunde mit auf ihre Reise.   

 

Eigener Eindruck:
Millie hat schon viel von der Welt gesehen. Dieses Mal geht es mit ihren Eltern nach New York. Dort lebt die Miss Libby… aber wer die ist, das kann sie noch nicht sagen. Außerdem gibt es hier wohl einen großen Apfel und riesengroße Wolkenkratzer zu sehen. Das kann also spannend werden! Klar, dass Millie natürlich wieder etwas völlig anderes versteht als ihre Eltern und dass sie sich bei der einen oder anderen New Yorker Sehenswürdigkeit etwas völlig anderes vorstellt, als es eigentlich ist! Typisch Millie eben!

 

Die Reihe rund um Millie stammt aus der Feder von Dagmar Chidolue und begeistert viele junge Leser, aber auch Erwachsene. Millie geht auch in diesem Buch wieder mit ihren Eltern auf Reisen und besichtigt die HotSpots der Reiseregion mit einigen Verständnisproblemen. So stellt sie sich den großen Apfel natürlich völlig anders vor oder versteht unter der Freiheitsstatue etwas völlig anderes. Mit kindlichem Charme entdeckt Millie die Welt und hat so wieder allerhand lustige Momente dabei. Trotzdem muss ich aber zugeben, dass mir das Buch dieses Mal nicht so sehr zugesagt hat. Das kann zum einen daran liegen, dass ich eh nicht der Fan von New York bin, zum anderen muss ich aber auch gestehen, dass ich mit der Art von Millie und deren Ansichten nicht immer ganz einverstanden war. So ist sie weiß Gott kein Vorbild, auch wenn es vielleicht humorvoll sein sollte, aber darüber lachen konnte ich dann doch nicht. Auch finde ich die Thematik New York in so jungen Jahren etwas fragwürdig – ja klar, es ist ein Buch, aber trotzdem doch für so einen kleinen Menschen effektiv kaum greifbar. Sieht man aber davon ab, bekommt man wieder eine typische Geschichte in Millie-Manier und eins muss man sagen. Es ist gut recherchiert und die Autorin bleibt ihrem Stil stets treu.

 

Fazit:

An sich ganz niedlich gemacht, aber der Input ist hier einfach zu viel und die Einstellung von Millie ist nicht unbedingt immer das beste Vorbild für die Zielgruppe.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783841500793

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 144 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 01.12.2012

 

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Der Sommer auf Usedom von Lena Johannson

 


Ein Besuch auf der Ostseeinsel Usedom,

eine gescheiterte Beziehung

und der Bedarf an Entspannung.

Doch dann gibt es Diebstähle auf der Insel

Und du glaubst den Dieb zu kennen und vielleicht auch zu lieben….?

 

 

Zum Inhalt (Booklet):

Usedom sehen – und sich verlieben Jasmin besucht ihre beste Freundin Gabi, die nach Usedom gezogen ist. Erstens haben sich die beiden Frauen versprochen, sich mindestens einmal im Jahr zu sehen. Und zweitens ist Jasmin Malerin und will einen Bilderzyklus erstellen, der die Sagen Usedoms zum Thema hat. Ihr erstes Ziel ist Lüttenort, wo sie das Atelier des Malers Otto Niemeyer-Holstein besichtigen will. Sie kommt gerade rechtzeitig, um noch an einer Führung teilzunehmen. Nicht nur sie, sondern ein Mann, der offenbar auch allein ist, schließt sich der Führung in letzter Sekunde an. Bei Koserow soll Störtebeker mit seinen Männern ein Versteck gehabt haben. Zwar glaubt Jasmin nicht daran, Spuren der berühmten Freibeuter zu finden, trotzdem sucht sie nach einem Motiv, das etwas mit Piraten zu tun haben könnte. Sie findet nicht nur einen perfekten Platz, an dem sie malen kann, sondern trifft auch den geheimnisvollen Mann aus dem Atelier wieder. Ein interessanter Typ, findet sie. Fortan scheint sie der seltsame Fremde nicht mehr aus den Augen zu lassen. Ob in Peenemünde oder Bansin – immer ist er in ihrer Nähe. Sie flirten sogar ein wenig, ohne dass er ihr seinen Namen verrät, Dann erfährt Jasmin, dass ein Kunstdieb auf der Insel sein Unwesen treibt – und ihr kommt ein schrecklicher Verdacht. Eine amüsante literarische Reise über eine der schönsten Inseln Deutschlands.

 

Cover:

Das Cover des Büchleins ist sehr einfach und doch wirkungsvoll. Zu sehen ist hier die Dünen- und Strandlandschaft mit dem direkten Blick auf die Ahlbecker Seebrücke. Fans der Insel werden hier sofort innehalten und nach dem Buch greifen, das ist raffiniert gemacht und es passt auch sehr gut zu der Geschichte, welche unter anderem auch in Ahlbeck spielt.   

Bei meiner Weltbildausgabe ist das Cover wieder einmal anders. Dort sehen wir eine Dünenlandschaft sowie einen Leuchtturm. Das macht aber auch Lust auf Ostsee und Urlaub.

 

Eigener Eindruck:
Malerin Jasmin braucht eine Auszeit und besucht so ihre Freundin und Architektin Gabi, welche nach dem Tod ihres Mannes auf die Insel Usedom gezogen ist. Während Jasmin hier die Wunden einer gescheiterten Beziehung heilen will und sich fest vorgenommen hat endlich wieder mehr zu malen, möchte diese auch die neue Heimat ihrer Freundin erkunden. Bereits bei der ersten Station kommt es aber zu einem Zwischenfall, bei dem Jasmin ein schier tollpatschiger Mann auffällt und ihr von da an immer wieder über den Weg läuft. Auch häufen sich Kunstdiebstähle auf der Insel und diese scheinen immer genau dann zu passieren, wenn Jasmin den Unbekannten trifft. Sollte er mit den Diebstählen in Verbindung stehen? Sollte sie ihn bei der Polizei melden? Aber eigentlich ist er ja auch ganz sympathisch und Jasmin beginnt für ihn zu schwärmen…

 

Diese leichte Lektüre von der Sonneninsel Usedom stammt aus der Feder der Autorin Lena Johannson, welche bereits mehrere Inselromane veröffentlicht hat. In dieser Geschichte treffen wir auf die doch schon verzweifelte Jasmin, welche immer Pech mit der Männerwelt hat und sich auf der Insel eine Auszeit nehmen möchte. Dass sie dabei in einen Kriminalfall verwickelt wird, ist zum einen recht lustig zu lesen, ließ mich aber auch öfter einmal den Kopf schütteln, denn die Protagonistin ist manchmal viel zu leichtgläubig und – man möge die Wortwahl verzeihen – schwer von Begriff. Da ich mich mit dem Charakter der Jasmin nicht wirklich anfreunden konnte war es für mich auch schwer Emotionen und Logik zu greifen. Das wurde für mich leider nicht gut transportiert. Auch neigt die Autorin bisweilen dazu ein bisschen zu schwafeln, was die Geschichte für mich in die Länge gezogen hat. Schön waren die Details rund um die Insel, wer die Orte kennt hat hier einen absoluten Wiedererkennungsfaktor und fühlt sich auch gleich wohl. Von daher war das Buch wirklich top recherchiert und punktet mit Details. Trotzdem konnte ich aber mit der Storyline nicht wirklich warm werden, was aber vor allem mit der Begriffsstutzigkeit der Protagonistin zu erklären ist. Und auch die Dialoge zwischen Gabi und Jasmin in Hinsicht auf den Fremden waren für mich manchmal doch ein bisschen weit hergeholt. Das Buch kann man mal gelesen haben, aber wirklich zu empfehlen ist es nicht. Mir hat einfach der WOW-Effekt gefehlt.

 

 

Fazit:

Nette Idee, tolle Location, aber leider sehr schwerfällig verpackt. Wer starke Emotionen und Spannung sucht, der sollte hier die Finger davon lassen. Trotzdem ist es als seichte Strandlektüre geeignet.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 3/5

Logik: 3/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783746633664

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 160 Seiten

Verlag: Aufbau TB

Erscheinungsdatum: 16.02.2018