Dienstag, 21. Februar 2023

Ich bin mal eben wieder tot: Wie ich lernte, mit der Angst zu leben von Nicholas Müller

 


Ängste gehören zum Alltag. 

Ängste sind normal.

Doch was, wenn sie krankhaft werden?

 

 

Zum Inhalt:

Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung und Panikattacken. Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones („Still“), erzählt über seine Umwege aus der Krankheit.

Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor?
 Nicholas Müller kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song „Still“ ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst. Der Sänger macht all den Menschen Mut, die ebenfalls an einer Angststörung leiden.

 

Cover:

Das Cover ist mal was anderes und somit eigentlich auch sofort ein Blickfang. Wir sehen hier ein gestreiftes Muster und zwischen den Streifen allerhand Skelette, was witzig anmutet, aber auch ernst stimmt. Neugierig macht dieses ungewöhnliche Cover also allemal und so greift man ganz automatisch zu, mir gefällt es!

 

Eigener Eindruck:
 Nicholas Müller, auch bekannt als Sänger der Band Jupiter Jones schreibt in diesem Buch seine Biografie, welche sich hauptsächlich mit seinen Ängsten beschäftigt. Er war krank und das gibt er offen zu. Es war keine einfache Zeit, das berichtet er ebenfalls. Und er analysiert, wie er überhaupt erst in diese Angstzustände schlittern konnte, was sie ihn gekostet haben und wie er es doch schlussendlich geschafft hat sich seinen Dämonen zu stellen.

 

Dieses Buch ist ein sehr ehrlicher Bericht zu dem Sänger Nicholas Müller und seiner psychischen Erkrankung, die ihn jahrelang im Würgegriff hatte. Der Sänger geht dabei mit sich selbst ins Gericht und beschreibt dabei schonungslos, wie es dazu kommen konnte und wie er damit umgegangen ist. Dabei sucht er die Fehler nicht nur in seinem Umfeld, sondern vor allem auch bei sich. Wir bekommen also auch seine Biografie zu lesen und switchen wir immer wieder zwischen Erkrankung und Biografie hin und her. Das ist bisweilen ein bisschen verwirrend, manchmal hochinteressant und dann aber auch wieder recht langatmig. Das buch war für mich beim Lesen ein ständiges auf und ab. Einerseits feiere ich den Autor für dieses Buch, denn es zeigt, dass es jeden treffen kann und dass man keinesfalls aufgeben sollte. Es zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur wirklich will. Aber auf der anderen Seite war es dann doch manchmal harter Toback und ich hatte zu kämpfen am Ball zu bleiben. Da mich das Buch nicht wirklich flashen konnte, ich das Thema aber superwichtig finde, möchte ich das Buch neutral bewerten. Ich empfehle es allen, die mit dieser Erkrankung zu tun haben, ob nun selbst oder eben im Umfeld. Es klärt super auf. Aber bringt Durchhaltevermögen mit, denn die Verwirrungen und die Langatmigkeit sind manchmal echt hart.

 

 

Fazit:

Das Buch lässt mich wirklich hin und hergerissen zurück. Ich feiere den Autor für seine Ehrlichkeit, aber leider war sein Schreibstil echt nicht so meins. Deshalb bewerte ich das Buch neutral.

  

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783426789186

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 272 Seiten

Verlag: Knaur Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 02.10.2017

Montag, 20. Februar 2023

Der Biber hat Fieber von Susanne Weber

 

Der Biber ist krank,

schlimm ist das,

aber er hat ja Freunde!

 

 

Zum Inhalt:

O weh, klagt der Biber. Ich glaub, ich habe Fieber! Sofort wollen ihm alle seine Freunde helfen. Das Frettchen schickt ihn ins Bettchen, die Schnecke gibt ihm eine Decke, das Karnickel liefert kalte Wickel und die ganze Truppe kocht ihm eine warme Suppe! Da kann man doch nur gesund werden!

 

Cover:

Das Cover dieses Pappkinderbuches ist niedlich gestaltet und hat vor allem von seiner Aufmachung her von Freunden der „kleinen Eule mit der Beule“, einen absoluten Wiedererkennungsfaktor. Zu sehen ist hier der Titelheld des Buches, der Biber, der eben gar nicht glücklich drein schaut, weil er krank ist. Das passt sehr gut zum Inhalt und gefällt mir gerade deswegen auch sehr gut, da auch die Kleinsten schnell erfassen können, worum es hier geht. 

 

Eigener Eindruck:
 Der Biber ist krank und fühlt sich gar nicht gut. Seine Freunde haben allerlei Tipps, wie es ihm besser gehen kann. Und so geht es dem Biber auch bald besser. Es ist doch schön Freunde zu haben!

 

Dieses Pappkinderbuch dreht sich, wie bereits schon erwähnt um das Thema „krank sein“ und soll vor allem Kinder aufmuntern die eben auch krank sind oder Erfahrungen damit gemacht haben. Besonders für kleine Patienten finde ich das Buch sehr tröstlich, da sie hier die eine oder andere Thematik aus der eigenen Krankheit aufgreifen können – zum Beispiel die Suppe, das Zudecken etc. Das ist durch passende Reime und Illustrationen schön veranschaulicht und macht auch den kleinsten Kindern Spaß, weil das Pappbuch so schön stabil ist, dass sie hier getrost selbst blättern können.

 

Fazit:

Toll für die Kleinsten, auch zum Verschenken.



Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783770701049

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 24 Seiten

Verlag: Ellermann

Erscheinungsdatum: 22.01.2018

Sonntag, 19. Februar 2023

Dein liebliches, eiskaltes Ich (Band 1) von Moka Azumi

 


Zwischen Intrigen und Drohungen

Muss eine Liebe bestehen können,

oder doch nicht?

 

 

Zum Inhalt:

Frankreich zur Zeit des Absolutismus: Der junge Adlige Antoine und sein Liebhaber Jules, ein junger und aufstrebender Künstler, haben mit den Intrigen am Hofe des Sonnenkönigs zu kämpfen. Vor allem Antoines Cousin macht große Schwierigkeiten. Weil er selbst verliebt in Antoine ist, versucht er immer wieder, sich zwischen die beiden zu drängen. Ob die wahre Liebe Bestand hat...?

 

Cover:

Das Cover ist an sich ganz hübsch anzusehen. Wir sehen hier die beiden Liebenden Antoine und Jules – dem Betrachter wird hier also gleich angezeigt, dass es sich bei diesem Werk um Gay-Romance handelt. Hier kann der geneigte Interessent also entscheiden, ob er zugreift oder nicht, was ich persönlich sehr gut finde. Die Zeichnung ist qualitativ sauber und macht Lust auf mehr – und sie verspricht nicht zu viel, denn die Qualität bleibt gleich.

 

Eigener Eindruck:
Zur Zeit des französischen Sonnenkönigs bekommen der hübsche Antoine und seine Schwester – eine ehemalige Prinzessin, eine abgehakte Hand übersandt. Auf der Suche nach dem Grund und dem Übeltäter müssen sich Antoine und sein Geliebter, der Künstler Jules nicht nur fragen, wer sie anfeinden könnte und warum, sondern auch, ob ihre Liebe Bestand hat, denn nicht nur Antoines Cousin scheint eifersüchtig auf die beiden zu sein, sondern auch andere Menschen in ihrem Umfeld scheinen nicht ganz uninteressiert an den jungen Männern.

 

Außerdem findet sich in der Bonusgeschichte ein angehender Mönch in einem Strudel aus Intrigen wieder, die sein Leben für immer verändern könnten.

 

Die Hauptgeschichte und der Bonus bestechen vor allem durch eins, nämlich die Zeichnungen. Und das war es dann leider auch schon, denn die Geschichten an sich sind recht sprunghaft und verwirrend – man braucht also eine Weile, bis man dahinter gestiegen ist, wer mit wem und warum. Das ist leider nicht sonderlich förderlich gewesen, denn das hat den Lesespaß ungemein gemindert. Gefühlt auf jeder Seite kam man ins Stocken, musste erst einmal zusammenreimen, was denn da nun los ist und essentielle Fragen sind gleich einmal hinten runtergefallen wie ich fand. Sieht man davon ab, bekommt man neben den Zeichnungen noch eine Gay-Romance geboten, bei der man quasi mitten drin einsteigt. So kann man Emotionen kaum nachempfinden und auch die Liebe und den Zusammenhalt der beiden Protagonisten mehr erahnen als erfahren. Das war irgendwie doch recht enttäuschend. Hinzu kommt, dass ich lange nicht wusste, dass dieses hier der erste Band ist, sondern, wegen der verschiedenen Titel erst mal mit dem dritten Band begonnen hatte. Na, man kann halt nicht alles haben, nicht? Aber enttäuschend fand ich das Werk schon. 

Fazit:

Konnte mich leider nicht überzeugen, weil es mir viel zu verwirrend war. Von mir gibt es keine Leseempfehlung für dieses Werk.

 

 

Idee: 4/5

Charaktere: 2/5

Logik: 2/5

Spannung: 2/5

Emotionen: 2/5

 

 

Gesamt: 2/5

 

Daten:

ISBN: 9783551788719

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 177 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 31.07.2008

 

Samstag, 18. Februar 2023

Please love me Band 01 von Aya Nakahara

 


Von einem großen Fehler auf in ein neues Fettnäpfchen,

oder in eine Romanze die sich gewaschen hat?

 

 

Zum Inhalt:

Jung, naiv und pleite... Eine tollpatschige Heldin wagt einen Neustart!

Michiko ist arbeitslos und knapp bei Kasse. Trotzdem trägt sie die Sonne im Herzen – sieht sie doch ihr ganzes Glück in der Beziehung zu ihrem Freund. Michikos wunderbare Welt kracht zusammen, als sie mitbekommt, dass er nur wegen des Geldes mit ihr zusammen ist. Deprimierter Single mit Geldproblemen wollte sie in ihrem Alter eigentlich nicht mehr sein und deswegen macht sie sich auf die Suche nach einer neuen Stelle... und nach einem neuen Freund?

 

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Titelheldin, welche in den ganzen bunten Farben zwar ein bisschen verkitscht daherkommt, aber es wirkt niedlich und ist somit doch ansprechend, auch wenn es recht wenig über den Inhalt der Geschichte aussagt. Trotzdem mag ich es aber, vor allem, weil es erfrischend munter wirkt.

 

Eigener Eindruck:
Shibata Michiko ist komplett pleite, da sie all ihr Geld in einen berechnenden Toyboy gesteckt hat. Als Supergau ist auch noch ihre Firma Konkurs gegangen und so steht sie ohne etwas da. Bei einem Vorstellungsgespräch trifft sie auf den gemeinen Ayumi, der einst ihr Abteilungsleiter war und sie nicht einmal nett behandelt hat. Ihm erzählt sie in einer schwachen Minute von ihrem Unglück. Als dann auch noch eine ihrer Kolleginnen vor ihr heiratet, beginnt Michiko an ihrem Toyboy Yunta zu zweifeln. Für sie scheint alles auswegslos. Beim Einkaufen trifft Michiko wieder auf ihren ehemaligen Abteilungsleiter der sie mit in das Restaurant seiner kranken Großmutter nimmt und dort für sie kocht. Ehe sie sich versieht bekommt sie von ihm ein Angebot, das sie kaum ausschlagen kann. Gemeinsam wollen die beiden das Restaurant neu eröffnen, doch der Weg bis dahin ist steinig, denn Michiko muss sich noch etwas wegen ihren Schulden einfallen lassen…

 

Der erste Band von „Please love me“ ist ein wirklich grandioser Auftakt der Lust auf mehr macht. Es gibt jede Menge Informationen die erst einmal geordnet und verarbeitet werden müssen, doch wenn man erst einmal in der Geschichte drin ist, macht sie einfach nur Spaß – nicht zuletzt, weil der Autor wirklich nicht an humorvollen, aber auch ernsten Szenen gespart hat. Die Figur der Michiko ist ja an sich schon ein gebeuteltes Kind, aber sie will auch einfach nicht aus ihren Fehlern lernen, was den Leser bisweilen doch ein bisschen in die Verzweiflung treibt – aber auch eindrucksvoll zeigt, wie man es eben nicht machen sollte. Man kann also durchaus auch ein bisschen was über die Abgründe der Menschheit lernen und, dass man nicht immer gleich den Kopf in den Sand stecken sollte, denn es gibt immer einen kleinen Lichtblick. Dass sich zwischen Ayumi und Michiko wahrscheinlich recht schnell eine Romanze entwickeln wird, daran zweifle ich nicht. Ich bin nun also gespannt, wie es weiter geht und was die beiden Charaktere bis zu ihrem Ziel noch erleben werden. Die Zeichnungen sind übrigens ganz hübsch anzusehen, auch wenn ich der Meinung bin, dass da durchaus noch ein bisschen Luft nach oben ist. Aber in der Summe ist dieser erste Band einfach nur toll.

 

Fazit:

Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht. Freunde der romantischen Mangakultur kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 4/5

Emotionen: 4/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783551746276

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 192 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 28.05.2019

 

Freitag, 17. Februar 2023

Das Schlaf von Flix

 

Luca will nicht schlafen,

doch da taucht plötzlich das Schlaf auf,

pupst erst mal in seine Decke und fordert ihn heraus!

 

 

Zum Inhalt:

»Ich bin dein Schlaf für heute Nacht.« - »Schlaf? Wie dumm bist du denn? Das muss Schaf heißen. Schon mal in den Spiegel geguckt?«
Der Klassiker in jeder Familie. Schlafenszeit, aber die Augen wollen einfach nicht zufallen. Nichts zu machen. Für solche Fälle gibt es das Schlaf. Kommt auf Bestellung und hat seine Tricks.

 

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt eine Zeichnung von dem Schlaf, wie es an einer Traube Ballons hängend durch die Luft schwebt. Das macht neugierig und ist absolut passend zu der Geschichte.

 

Eigener Eindruck:
Alle schlafen bereits, nur Luca, der schaut aus dem Fenster und hat allerhand Schabernack im Sinn. Plötzlich öffnet sich seine Tür und ein Schlaf – im Anzug mit Aktenkoffer – betritt den Raum. Es macht es sich in seinem Bett bequem und pupst lustig in seine Decken, während es Luca immer wieder herausfordert, bis der schließlich doch eingeschlafen ist…

 

Die Geschichte vom Schlaf ist niedlich gemacht und macht vor allem kleinen Kindern wahrscheinlich deswegen Spaß, weil das Schlaf immer mal in Lucas Bett pupst. Die Sätze sind einfach und Kleinkinder können dem Verlauf durch die Illustrationen auch gut greifen. An sich ist es einfach perfekt, aber leider gefallen mir die Dialoge an zwei Stellen nicht besonders, nämlich da, wo es darum geht, dass Luca sich mit drei Kindern gleichzeitig geprügelt hat – sowas sollte nicht noch cool wirken oder geschönt sein – und als er dem Schlaf noch mit seiner Zwille eine verpasst – auch nicht nett. Sieht man aber davon ab, bekommt man eine bunte, kindgerechte Geschichte, die auch die eine oder andere Zote für einen Erwachsenen bereithält. Gern darf es mehr von diesen Büchern geben.

 

Fazit:

Niedlich gemacht und durchaus vorlesenswert. Unsere kleine Kröte möchte es derzeit jeden Abend zweimal hören.

 

 

Idee: 5/5

Charaktere: 4/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 4/5

 

Daten:

ISBN: 9783848910168

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Gebundenes Buch

Umfang: 32 Seiten

Verlag: Aladin Verlag

Erscheinungsdatum: 14.03.2014