Freitag, 10. Juni 2016

Obsidian - Band 1: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout

Nach dem Tod ihres Vaters zieht Katy mit ihrer Mutter in ein verschlafenes Nest fernab von Florida. Für Katy steht fest, dass sie am Ende der Welt gelandet ist. Hier gibt es absolut nichts und sie weiß auch noch gar nicht, wie sie die nächste Zeit ohne Internet und ihren Buchblog aushalten soll. Als sie eines Tages beschließt, etwas im Garten zu tun und ihre Mutter sie auffordert, sie könnte sich doch mit den Nachbarskindern anfreunden, fasst sie sich ein Herz und klopft nebenan, um nachzufragen, wo denn der nächste Supermarkt ist. Als sich die Tür öffnet, stockt ihr der Atem. Dort steht er. Göttlich. Selbstsicher. Arrogant. Und sichtlich von ihr angewidert. Daemon. Anstatt ihr einfach zu sagen wo der nächste Markt ist, ist er beleidigend und lässt keine Sekunde aus, um sie spüren zu lassen, was er von ihr hält. Nämlich rein gar nichts. Für Katy steht fest, dass sie Daemon ab jetzt meiden wird und er der größte Vollidiot der Welt ist. Als sie wenig später Daemons Schwester Dee kennen lernt und sich die beiden anfreunden, dauert es nicht lang, bis Daemon auch hierüber seine Meinung verlauten lässt. Katy soll sich von Dee fern halten, da sie angeblich kein Umgang für sie ist. Katy ist sich sicher, dass mit den Geschwistern etwas ganz und gar nicht stimmt. Als Katy und Daemon sich streiten, passiert das Unumstößliche. Sie kommt hinter das Geheimnis der Zwillinge und das ist mehr als unglaublich. Plötzlich befindet sich Katy in Gefahr. Eine Gefahr, von der sie sich nie hätte träumen lassen, dass es diese je geben könnte. Aber nicht nur sie ist plötzlich in Gefahr, sondern auch ihre Freundin Dee und ihr Bruder  Daemon. Und während sich Daemon ihr gegenüber noch immer wie der letzte Arsch benimmt, bröckelt seine Fassade ab und an und Katy muss sich eingestehen, dass sie sich zu diesem Mistkerl hingezogen fühlt.

Ich habe das Buch gelesen, nachdem ich die Bonusgeschichten gelesen hatte, die es kostenlos im Tolino-Shop gab. Sofort hatte mich die Story gefesselt und in ihren Bann gezogen. Jennifer L. Armentrout begeistert mit frischen Ideen und zwei Protagonisten, die man auch als Antihelden bezeichnen könnte. Katy ist oft launisch und hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg, was sie in meinen Augen ungemein sympathisch macht. Und auch Daemon ist nicht ohne, wenn er wieder dabei ist Katy zu sagen und zu zeigen, was er von ihr hält. Er ist manchmal so ätzend und gemein, dass man ihn am liebsten mit erwürgen würde und im nächsten Moment ist er wieder ganz anders. Seine Schwester Dee hingegen ist ein quirliger Charakter, den man einfach lieben muss. Ihre gute Laune ist stets ansteckend, was ich persönlich eine ganz tolle Leistung finde, denn nicht jeder Autor versteht es Gefühle und Charakterzüge so gut zu beschreiben, dass man sie regelrecht greifen kann. Viele vergleichen die Geschichte mit Stephanie Meyers Twilight, doch ich finde, dass die beiden rein gar nichts miteinander zu tun haben, kommen hier doch keine Vampire und Werwölfe vor, sondern sind hier ganz neue Ideen geschaffen und umgesetzt worden. Sicherlich gibt es die Parallele, dass ein Mädchen in eine neue Stadt zieht und der geheimnisvolle Typ ein großes Geheimnis hat, doch das war es dann auch schon. 

Empfehlen kann ich diese Geschichte allen Fans von Liebesgeschichten und Fantasyromanen. Wer sich auf diese Geschichte einlässt, der wird begeistert sein, das verspreche ich euch. Ich habe diesen Roman innerhalb von einem Tag regelrecht aufgefressen und wurde einfach nicht müde ihn zu lesen. Ich bin restlos begeistert und werde mich bald an den nächsten Teil wagen.

Idee: 5/5
Spannung: 5/5
Romantik: 5/5
Fantasy: 5/5
Details: 5/5

Gesamt: 5/5


  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Carlsen (25. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551583315
  • ISBN-13: 978-3551583314
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 3,7 x 22,1 cm

Montag, 6. Juni 2016

Bewahrer der Nacht von Mira Bluhm

Die Welt liegt im Dunkel. Seitdem die Dunkelheit über die Länder gekrochen ist, stirbt alles, was sie berührt und wird zu Staub. Ein Leben in der Dunkelheit ist einfach nicht möglich. Die wenigen Menschen, die die Katastrophe überlebt haben, leben im Dunstkreis der Giganten. Denn dort, wo sich einer der fünfzehn Giganten befindet, weicht der Schatten und kleine Dörfer haben sich gebildet, auch wenn keines der Dörfer so recht weiß, wo das andere liegt. Die Menschen wagen es nicht für längere Zeit in die Dunkelheit zu gehen. Denn dort lauert Wahnsinn und der Körper beginnt langsam zu zerfallen. Viele Boten die ausgesandt wurden, kehren nicht wieder heim. So geben sich viele mit dem einfachen Leben zufrieden, das sie führen. Doch auch das Zusammenleben mit einem Giganten hat seinen Preis, den die Menschen jedoch bereit sind zu zahlen, auch wenn nur wenige um diese Geheimnisse wissen. Als der Gigant des Dorfes von Eleazar und Samira plötzlich erkrankt und sagt, dass er sterben wird, muss sich das Dorf entscheiden, ob es eine der seltenen Pflanzen sucht, die ihn retten können oder sich auf den Weg macht, um auf Verdacht eine der anderen Siedlungen zu finden. Ungewollt begibt sich Eleazar auf die Reise, um diese Pflanze zu suchen, als seine Schwester bei einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Elternhaus verschwindet. Sein Ziel ist es, sie zurück zu bringen, um sich dann den anderen Dorfbewohnern anzuschließen, die sich auf die Suche nach einem neuen Dorf machen. Auf seine Rückkehr hoffend bleibt Samira allein im Dorf zurück und beobachtet jeden Tag, wie die Kraft des Giganten gegen die Dunkelheit immer schwächer wird.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, welche sich für mich aber durch einen wunderbaren Australienurlaub etwas verzögert hat. Die Geschichte ist wirklich eine ganz wunderbare Idee und die Autorin schafft eine ganz besondere Welt, in die man sich schnell hinein finden kann. Die Umschreibungen sind zwar recht vage, doch man kann sich die Trostlosigkeit dieser Welt durchaus vorstellen. Ein Leben in ihr scheint schier unmöglich, sodass man sich auch gut in die Situation der Dorfbewohner hinein denken kann, als sie erfahren, dass sie, wenn sie im Dorf ausharren, womöglich sterben werden - eine Reise jedoch auch den sicheren Tod bedeuten könnte, wenn sie nicht rechtzeitig in einem der anderen Dörfer ankommen würden. Diese Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Was ich jedoch nicht so schön fand, waren die Rechtschreibfehler und die dürftige Umschreibung mancher Personen und Situationen. Da bin ich der Meinung, dass die Geschichte wirklich noch stark ausbaufähig ist. Die Beziehung zwischen Eleazar und Samira hätte viel mehr ausgebaut werden können, sodass man die Beweggründe Samiras, weshalb sie zurück bleibt, besser verstehen kann. Auch Eleazars Emotionen bei seiner Reise hätten viel besser dargestellt werden können. Es hätte so ein schönes Spiel zwischen Verzweiflung, Angst und Trauer werden können. Genauso verhält es sich z.B. auch mit der Rückkehr Eleazars. Die Begegnung zwischen ihm und Samira ist einfach nur stumpf. Sie sehen sich und anstatt Freude als Emotion darzustellen, wird erst einmal lustig drauf los gepoppt. Auch die Beweggründe der anderen Charaktere lassen oft viele Fragen offen. Was ich für mich persönlich aber richtig schlimm fand war, dass die Charaktere immer mehr und immer mehr wurden - manchmal nur einmal erwähnt - und dann wurde lustig mit den Namen hin und her geschmissen, sodass man schließlich ganz durcheinander kam. Das war weniger schön.

Samira als Protagonistin ist mutig und sehr entscheidungsfreudig. Ich für meinen Teil wäre nicht an einem Ort zurück geblieben, während meine Familie sich auf die Reise begibt. Dass sie Eleazar liebt und unbedingt wissen möchte, was mit ihm geschieht, ist verständlich. Jedoch ist seine Rückkehr ungewiss - jedoch genauso ungewiss, wie die Reise in ein neues Dorf.
Eleazar zeigt in meinen Augen sehr viel Aufopferungsgabe für seine Familie, als er sich auf den Weg macht, um seine Schwester zurück zu holen. Dass er die Reise schließlich fortsetzt, ist wirklich mutig. 
Livius als ebenfalls wichtiger Mitspieler der Geschichte ist für mich ein sehr undurchsichtiger Charakter gewesen. Einerseits ist er bemüht sein Dorf zu retten, was mich jedoch immer wieder erschüttert hat war die Art, wie er vorgeht. Er zeigt keine Skrupel, wenn es darum geht seine Frau zu betrügen oder eben zu morden oder zu lügen. Als Leser kann man sich oft nur herbei reimen, weshalb der Mann so oder so handelt, doch meiner Meinung nach ist das wirklich erschreckend.
Die Giganten treten für mich sehr facettenreich auf. Einerseits sind sie eine willkommene Möglichkeit, um in der Dunkelheit zu überleben, auf der anderen Seite erfährt man im Laufe der Geschichte ihr wahres Wesen, welches von Machtgier bis Güte reicht. Trotzdem scheint jeder der Giganten in gewisser Weise auch auf die Menschen angewiesen zu sein - wenn auch aus grausamer Natur.

Empfehlen möchte ich diese Kurzgeschichte allen, die gern in völlig neue Welten eintauchen und einmal etwas völlig anderes lesen wollen, als die bereits ausgelutschten Klischees. Jedoch sollte der Leser gewarnt sein, dass die Situationen sich stark überschlagen und Emotionen sehr kurz gehalten sind, wenn überhaupt. Wer über diese Dinge und das akute Namenwirrwarr hinwegsehen kann, wird an dieser Geschichte seine Freude haben.

Idee: 5/5
Logik: 3/5
Emotionen: 2/5
Bildliche Vorstellung: 4/5
Spannung: 3/5

Gesamt: 3/5


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 980 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 129 Seiten
  • Verlag: BookRix (17. Mai 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01A7AMXNE

Freitag, 3. Juni 2016

Zeitalter der Urwesen - Mondlicht im Schatten von Nelly Mason

  • Irene Stevens ist eine leidenschaftliche Fotografin. Dafür nimmt sie es sogar in Kauf mitten im Winter stundenlang durch die Landschaften zu ziehen. Als sie in einem Cafe Pause macht, fühlt sie sich von den Gästen beobachtet und die beklemmende Stille, die sich plötzlich breit macht, ist ihr nicht geheuerlich. Als die Kellnerin sie als Mikain anspricht, ist Irene sichtlich verwirrt und ist sich sicher, dass die Einheimischen einfach nichts mit einer Amerikanerin zu tun haben wollen. Nachdem Irene ihrer Schwester Mina von der Begegnung erzählt, scheint diese dieses unbekannte Wort ebenfalls zu kennen. Etwas scheint ganz und gar nicht zu stimmen. Als Irene am nächsten Tag einen Mord mit ihrer Schwester über die Kamera beobachtet, scheinen sich die Ereignisse plötzlich zu überschlagen. Denn plötzlich werden sie gejagt. Doch was noch viel verwunderlicher ist. Ihre Schwester scheint wie ausgewechselt, scheint genau zu wissen, was sie tut und spricht eine Sprache, die Irene noch nie in ihrem Leben gehört hat. Nachdem ihre Schwester auf der Flucht von den Angreifern verletzt wird, scheint für Irene eine Welt zusammen zu brechen. Am Unfallort sieht sie einen Mann, der sie ganz genau zu beobachten scheint und sie augenblicklich vom Ort des Geschehens flüchten lässt. Zu Hause betrachtet Irene noch einmal die Fotos. Rot glühende Augen - nicht menschlich! Und plötzlich ist der Mann vom Unfallort bei ihr zu Hause und möchte sie mit sich nehmen, da sie sich in Gefahr befindet. Für den Vampir Conrad Lorenz, seines Zeichens Schattenkrieger, ist klar, dass er die hilflose Frau vor den Endleveln - Vampire, die keine Seele mehr besitzen - beschützen muss. Doch so hilflos, wie Conrad erst vermutet, ist Irene gar nicht. Denn nach und nach erkennt Irene, dass das Leben, das sie gelebt hat, nicht das ist, was sie eigentlich kennen sollte. Und dann wird Mina von den Endleveln entführt. Für Irene und Conrad - der sich immer mehr in die junge Fotografin verguckt - beginnt eine Schnipseljagd auf der Suche nach Mina und nach Irenes Vergangenheit, denn die ist ungeheuerlicher, als alles, was sich Conrad in seinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können.

  • Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass mich dieser Roman mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Dei Autorin hat wirklich ganz wunderbare Ideen, aber bei der Umsetzung hat es dann meiner Meinung nach gehapert. Szenen schießen viel zu schnell aneinander vorbei, immer wieder werden Charaktere eingeworfen, die man nicht einordnen kann, weil sie einfach in aussehen und Handlungsposition nicht ausreichend beschrieben werden. Oft fehlen meiner Meinung nach auch Schlüsselszenen, wie z.B. als Seth Irene das erste Mal sieht, da hätte mehr Emotion sein müssen, mehr Freude, dass er sie wieder sieht. Und was macht er, guckt sie nur ein bisschen doof an und das wars. Das ist unglaubwürdig. Hinzu kommt noch, dass das Buch jetzt in der Form, wie ich es zugeschickt bekommen habe, jede Menge grammatikalischer Fehler aufweist, was mich immer wieder aus dem Lesefluss heraus gebracht hat. Auch verwendet die Autorin oft unglückliche Worte und davon ganz schön viel, wie z.B. "Yepp..." oder "Er muss dann jetzt mal....in Ruhe lassen". Das klingt unschön und sollte noch einmal überarbeitet werden.
    Von der Ideenvielfalt der Autorin kann ich jedoch nur schwärmen. Die Grundlage der Geschichte ist wirklich wunderbar und es hat trotz der Schwierigkeiten Spaß gemacht die Geschichte um Conrad und Irene zu lesen. Die beiden waren wie Katz und Maus und habe vor allem durch ihre menschlichen Fehler bestochen. Zum Ende hin war es dann noch einmal anstrengend der Geschichte zu folgen, denn immer wieder haben die Freunde aus dem Nichts Waffen her gezaubert oder Hilfe von Jin bekommen, die meiner Meinung nach gleich alles hätte lösen können, wenn sie so übermächtig ist. Da war für mich die Logik nicht mehr vorhanden.

    Irene als Protagonistin kommt zum Anfang sehr ruhig und schüchtern daher. Doch im Laufe der Geschichte wandelt sie sich ständig. Von wütend zu traurig und und und. Sei ist ein echtes Emotionschamäleon, was ich wirklich klasse fand. Dramatisch ist ihre Geschichte außerdem, sodass man sie einfach gern haben muss.
    Conrad hingegen ist in der Story stets ein kleines Nervenbündel. Erst übervorsorglich in Beziehung auf die Geheimnistuerei, dann sehr uneinsichtig und schließlich herrisch bis wütend, weil er sich Sorgen um Irene macht. Conrad gefiel mir als Charakter ebenfalls sehr gut.
    Allgemein sind die Charaktere sehr vielschichtig, doch die Menge der Charaktere ist einfach erschlagend, besonders, da diese so wenig beschrieben werden, sodass man sie nicht an bestimmten Dingen festmachen kann, was ich sehr schade finde. 

    Im Großen und Ganzen möchte ich das Buch empfehlen, weil es wirklich eine ganz neue Story ist, wenn man denn über meine Kritikpunkte hinweg schauen kann. Sollte an so manchen Dingen noch etwas geändert werden und es kommt zu einer Neuauflage, denke ich, dass das Buch durchaus Potential für einen Bestseller hat. 

    Story: 5/5
    Logik: 3/5
    Emotionen: 3/5
    Ausdruck: 3/5

    Gesamt 3/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 3241 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten
  • Verlag: Eisermann Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01FXKOZOS

Mittwoch, 1. Juni 2016

Dragon Ball - Band 7: Das Labyrinth der Fallen von Akira Toriyama

Nachdem Son Goku nun schon einige Dragonballs gefunden hat, macht er sich nun mit seinen Freunden Kuririn und Bilma auf den Weg, um endlich den Dragonball mit den vier Sternen zu finden, der einst seinem Großvater gehört hat. Dabei müssen sie sich durch ein ehemaliges Piratenversteck bewegen, welches ein Labyrinth aus tödlichen Fallen ist. Doch dort unten lauern nicht nur grauenhafte Fallen, sondern auch General Blue der Red Ribbon Armee, der es sich zur Aufgabe gemacht hat ebenfalls die Dragonballs für seinen Boss zu finden. Als es zu einem Kampf zwischen ihm und den Freunden kommt, muss Son Goku bald feststellen, dass General Blue ein ernst zu nehmender Gegner ist, der sich mit allen Wassern gewaschen hat - denn sein Freund Kuririn hatte nicht einmal den Hauch einer Chance gegen den fiesen General und auch Son Goku hat gegen die fiesen Tricks des Generals ordentlich zu schwitzen.

Wieder einmal begeistert Akira Toriyama mit seiner wunderbaren Geshcichte rund um den kleinen Son Goku und die magischen Dragonballs. Neben ernsteren Szenen, die vor allem durch Kämpfe ausgeschmückt werden, schiebt der Autor immer wieder lustige Szenen nach. So muss die Red Ribbon Armee schnell lernen, dass weder mit Muten Roshi, noch mit seiner Haushaltshilfe Lunch gut Kirschen essen ist. Auch die Dialoge zwischen Blue und Son Goku sind sehr witzig gehalten und auch Kuririn und Bulma scheuen nicht davor zurück gepfefferte Kommentare von sich zu geben. Die Idee mit dem Piratenversteck finde ich persönlich klasse. Hier kann der Autor wieder einmal zeigen, was er drauf hat. Die Fallen sind sehr einfallsreich und auch die Gestaltung des Piratenverstecks ist fernab jeglicher romantischer Vorstellungen, sondern schon der Neuzeit angepasst. Ich finde es immer wieder interessant, wie der Autor es schafft, Altes und Neuzeitliches miteinander zu verbinden. 
Son Goku als Protagonist kommt in diesem Band wieder sehr unbeschwert, aber auch sehr vorlaut gegenüber seinen Gegnern daher. Er ist sich seiner Sache wirklich sehr sicher.Trotzdem muss er für sich selbst erkennen, dass er Blue als Gegner nicht ernst genug genommen hat. Für Son Goku steht fest, dass er stärker werden muss. 

Empfehlen möchte ich den Manga weiterhin allen, die Dragonball bis jetzt auch wirklich klasse fanden. Es ist wirklich ein guter Einstieg in die Problematik des Mangalesens und vor allem für Jungen und auch Mädchen sehr gut geeignet. Dragonball ist einfach ein Muss in jedem Bücherregal!


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (15. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 355173299X
  • ISBN-13: 978-3551732996
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2 x 17,5 cm

Dienstag, 31. Mai 2016

Was ist die 17-Tage-Diät

Wir alle kennen das leidige Thema mit den Pfunden die an den falschen Stellen sitzen. Meist muss man das Essen nur angucken und schon kracht es in der Hüfte und wieder sind ein paar Kilo mehr aus die Waage gewandert. Wir sind so in unseren alltäglichen Zwängen gefangen, dass wir wahllos Nahrung in uns hinein stopfen und Sport meist total außer Acht gelassen wird. Wir hetzen von einem Termin zum Anderen. Wir fühlen uns schlapp, abgespannt und wissen oft am Wochenende nicht, wie wir ohne ein Mittagsschläfchen den Tag schaffen sollen, weil wir einfach viel zu müde sind. Kennt ihr das? So war das bei mir, deswegen musste ich dringend etwas an meinem Lebensstil ändern!

Ich arbeite in einem Bürojob. Das heißt, ich sitze den ganzen Tag auf meinen vier Buchstaben, blicke auf meinen PC oder schlage mich mit Papier herum. Das Telefon klingelt ständig, die Kundschaft schläft auch nicht, wenn es darum geht, dass man eine Mittagspause machen möchte. Ständig musst du abrufbereit sein, ständig muss alles schnell gehen. Der Kaffee fließt in Strömen, das Essen wird schnell nebenbei im Schweinegallopp erledigt - und bei Telefoneinsatz unterbrochen. Durch zu viel schnelles essen und vor allem wahlloses essen sowie die mangelnde Bewegung dauerte es gar nicht lang, bis ich bei meinen 1,64 m 80,60 kg auf die Waage gebracht habe. Eindeutiges Übergewicht. Eindeutig Zeit, um endlich was zu unternehmen, bevor es ganz schlimm wird. Innerlich hatte ich den Entschluss schon gefasst. Als dann mein Umfeld auch noch zu mir meinte: "Hui, bist ganz schön breit geworden...", war das mein Startschuss, um endlich voll und ganz etwas zu ändern. Ich habe mich belesen und eine Diät gesucht, mit der ich gut zurecht komme. Früher habe ich schon einmal mit Weight Watchers erfolgreich abgenommen gehabt, doch da habe ich noch mit dem alten Punktesystem gearbeitet. Das Neue war mir viel zu kompliziert und meine alten Kochbücher bzw. Punktelisten waren plötzlich auch nicht mehr verwendbar. Man hätte sich komplett umstellen müssen und hätte, um effektiv in der Gruppe zu arbeiten auch noch zu jedem Treffen Geld hinblättern müssen. Etwas, was ich mir dieses Mal unbedingt sparen wollte, denn nur um auf eine Waage zu steigen war mir das Geld dann doch zu schade. Auch das Programm von Detlef D! Soost fand ich ganz toll, habe mich aber schnell dagegen entschieden, da mir sehr viele Informationen gefehlt haben und auch hier nicht grad wenig Geld verlangt wurde. So habe ich fleißig weiter gesucht, bin von einer Diät zur nächsten gewandert, bis ich schließlich die 17-Tage-Diät von Dr. Mike Moreno gefunden habe. Eine komplette Diät in einem Buch und das für knapp zehn Euro? Das mach ich! Und schwupps war das Buch bestellt und auch schon hier.

Doch was ist die Diät eigentlich und wie funktioniert sie?

Während der Diät durchläuft man 4 Phasen a 17 Tage.

  1. Anheizen
  2. Aktivieren
  3. Austarieren
  4. Ankommen
In jeder der Phasen ernährt man sich mit einem anderen System, sodass der Körper sich nicht an etwas gewöhnen kann und sich fest fährt. Erst in Phase 4 festigt man seine Ernährung. Bevor man aber in die Phase 4 kommt, kann man, wenn man sein Ziel noch nicht erreicht hat, die Phasen 1-3 noch einmal beliebig oft wiederholen und kombinieren.

Phase 1 meiner Diät in der Übersicht. Es funktioniert und kann sich doch sehen lassen, oder?
In dem Buch erklärt der Autor detailliert, was sich im Körper tut und warum, wenn man denn einmal mit der Diät begonnen hat und es bleiben keine Fragen offen. Detailliert erklärt er auch, was man in welcher Phase wie und wann essen darf. Dazu reicht er einen kompletten Menüplan für die jeweiligen 17 Tage hinzu, an dem man sich problemlos orientieren kann. Dieser kann auch nach Belieben verändert werden, doch wer gleich direkt durchstarten möchte kommt mit dem vorgelegten Plan auch bestens klar. Wichtig ist nur, dass man sich an die festen Regeln hält.

Auch regt der Autor an, endlich mit dem Sport zu beginnen, am besten jeden Tag und in einer Zeitspanne, die jeder am Tag aufbringen kann. Damit wird die Abnahme noch mehr gefördert. Ich persönlich hatte während der ersten Phase sehr schwere Rückenschmerzen und konnte noch keinen Sport machen, habe aber trotzdem sehr viel abgenommen, sodass ich mit voller Überzeugung sagen kann, dass diese Diät auch funktioniert, wenn man ein Sportmuffel ist! Außerdem geht der Autor auch auf spezielle Problematiken ein, wie z.B. auf Frauen, die unter PMS leiden und Menschen, die in Schichten arbeiten und so ihren Speiseplan ändern müssen. 

Die Diät ist zusammenfassend gesehen sehr simpel, erzielt aber innerhalb kürzester Zeit wirklich traumhafte Ergebnisse. In den Nachfolgenden Artikeln stelle ich euch die einzelnen Phasen der Diät noch näher vor und beschreibe euch, wie es mir während der Diät ergangen ist und welche Ergebnisse ich in dieser Zeit für mich erzielen konnte.

Wer von euch meinen Werdegang mit erleben möchte, kann mein Livetagebuch auf Instagram verfolgen. Ihr findet mich dort unter dem Username: bodychangeexperiment

LG Chrissi

Freitag, 27. Mai 2016

Das Schattenreich der Vampire - Band 3: Eine Burg aus Sand von Bella Forrest

Eigentlich müsste Sofia sehr glücklich sein. Endlich ist sie mit Derek Novak, dem Prinzen der Vampire, zusammen und nichts scheint die beiden voneinander trennen zu können. Doch dann taucht Dereks Vater auf und alles scheint im Chaos zu versinken. Denn nun, ein Jahr nach der Ankunft Sofias auf der Insel muss sich Derek entscheiden, was mit ihr und den anderen Mädchen passiert. Ein Gesetz sieht vor, dass sie entweder zu den Natürlichen in die schwarzen Katakomben zum arbeiten müssen oder sie sich alle in Vampire wandeln lassen. Für Derek scheint die Wahl klar, doch Sofia sträubt sich dagegen und geht in die Katakomben, wo sie bald erfahren muss, dass eine Auslese bevor steht, da die Vampire ihre Blutreserven aufgebraucht haben. Doch das wollen die Bewohner der Katakomben nicht auf sich sitzen lassen und planen einen Aufstand, der sie alle ins Unglück stürzen könnte. Sofia ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe Derek und den Menschen, die sie unbedingt beschützen möchte. Und dann ist da plötzlich wieder Ben, der sich den Jägern angeschlossen hat und der weiß etwas, was ihr Leben noch viel mehr zerrütteln könnte. Wir er ihr sagen, dass ihr Vater der Anführer der Jäger ist? Und wie wird es Sofia verkraften, wenn sie sich ihrer Mutter gegenüber sieht?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich lange mit mir gehadert habe, ob ich der Serie noch eine Chance gebe. Die ersten zwei Bände waren für mich der blanke Horror, wenn es darum ging Logik oder gar Details zu finden. Doch ich muss sagen, dass sich meine Überwindung gelohnt hat. Der dritte Teil der Reihe ist endlich fesselnd und hat einen wirklich guten Handlungsstrang, der diesmal auch sehr gut umgesetzt wurde. Trotzdem fehlen mir noch immer Details und ich bin etwas enttäuscht, dass die Szenen noch immer so dahin fliegen. Die Autorin mag es mit Leben zu spielen. In diesem Teil sterben viele Personen, meiner Meinung nach grundlos. Die Dramatik die die Autorin aufbauen möchte, schafft sie nicht immer umzusetzen. Trotzdem ist dieser Teil wirklich lesenswert. Endlich kommt richtig Schwung in die Sache und einige Dinge klären sich auf - auch wenn ich diese Mutter-Tochter und Vater-Tochter-Konflikte an einigen Stellen etwas sehr überzogen fand.

Sofia leidet für mich jedoch noch immer unter einem ganz krassen Fall von Stockholm-Syndrom. Sie begibt sich immer wieder in Gefahr und liebt den, der ihr eigentlich die ganze Suppe eingebrockt hat. Sie ist außerdem viel zu gutmütig und vertraut viel zu schnell, was ihr durchaus fix das Genick brechen könnte.
Derek hingegen avanciert in diesem Teil zu einem echten Emotionsbündel. Er ist sanft, wütend, mal verzweifelt, mal voller Hass und dann wieder hoffnungslos, dann wieder mutig. In seiner Haut möchte ich echt nicht stecken.
Ben als bester Freund von Sofia scheint endlich zu erkennen, dass er einen falschen Weg gewählt hat und will Sofia nun helfen, indem er sie und Derek rettet. Das ist an sich eine ganz noble Geste, aber warum der Sinneswandel kam, war mir für meinen Geschmack zu wenig ausgeschmückt.
Welcher Charakter mir seit drei Bänden so richtig auf die Nuss gegangen ist, ist die Rolle der Claudia. Immer wieder verrät sie alle und benimmt sich wie das letzte Miststück und trotzdem wird sie immer und immer wieder verschont, was ich einfach nicht verstehen kann. Anstatt sie endlich zu bestrafen zeigen alle immer wieder Mitleid mit ihr, etwas, was sie in meinen Augen nie und nimmer nicht verdient hat.

Empfehlen möchte ich das Buch Vampirfans, die ein bisschen auf Dramatik stehen und die Kraft haben über zwei schlechte Vorgängerbände hinweg zu sehen. Dieser Band lohnt sich wirklich und ich hoffe, dass sich das jetzt so fortsetzt.

Liebe 5/5
Emotionen 4/5
Logik 4/5
Spannung: 4/5
Dramatik 4/5

Gesamt 4/5

  • Taschenbuch: 362 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (12. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517311233
  • ISBN-13: 978-1517311230
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 2,3 x 22,9 cm

Die Buffy Chroniken - Band 2: Durchgeknallt von Joss Whedon


Nachdem sich die Wege von Buffy und Pike in Las Vegas getrennt haben, kehrt Buffy nach Los Angeles zu ihren Eltern zurück. Doch dort erwartet sie eine böse Überraschung, denn ihre kleine Schwester Dawn hat ihr Tagebuch gefunden und ihren Eltern präsentiert. Diese sind nun verzweifelt und wissen nicht, was mit ihrer Tochter los ist. Sie nehmen ihr das Versprechen ab sich wieder zu dem jungen Mädchen zu ändern, das sie einst so geliebt haben. Doch Buffy kann nicht mehr aus ihrer Haut und rettet weiterhin Menschen, die von Vampiren oder Dämonen angegriffen werden. Ganz zum Leidwesen ihrer Eltern und Dawn. Denn für alle steht bald fest, dass Buffy nichts anderes ist als durchgeknallt. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die junge Jägerin wird in einer Irrenanstalt eingewiesen. Buffy versucht sich dort möglichst unauffällig zu verhalten. Doch bald wird ihr klar, dass dort nichts mehr mit rechten Dingen zugeht. Es wird Zeit zu handeln, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich nicht so verhält, wie die Ärzte in der Anstalt es gern hätten...

Im zweiten Band der Buffy Chroniken füttert Joss Whedon uns wieder mit wertvollen Informationen rund um die Vorgeschichte der Jägerin. So erfahren wir, wie ihre Eltern mit der Tatsache umgehen, dass ihre Tochter im vorherigen Band abgehauen ist. Auch sehen wir, dass ihre Eltern keinerlei Verständnis für ihr Leben haben, sondern eher denken, dass sie durchgeknallt ist und sie somit in eine Psychatrie einweisen lassen. Was nicht nur für Buffy schlimm wird, sondern auch für Dawn die ihre Schwester vermisst und unter den Hänseleien in der Schule zu leiden hat. Auch hier taucht Angel als ihr Schatten wieder auf, bekommt diesmal jedoch nur eine Randposition. Auch Rupert Giles muss sich wieder beweisen. Er muss erneut zeigen, dass er würdig ist ein Wächter zu werden. Außerdem gibt es zu Beginn des Comics einen Sequel der zeigt, dass Dawn sehr wohl weiß was Dämonen sind. Ihr Teddy ist ein verfluchtes Objekt, doch anstatt der Jägerin und ihrer Familie Schaden zuzufügen, so wie es für den kleinen dämonischen Teddy gedacht war, verwandelt sich der Teddy immer dann in einen Monsterbären, wenn Dawn Wünsche hat oder sie in Gefahr ist. Zum Ende des Comics treffen wir zum ersten Mal auf Spike und seine irre Freundin Drusilla, welche es sich 1900 auf einer der Weltausstellungen gemütlich machen, um dort ihren Opfern das Blut auszusaugen. Dabei treffen sie nicht nur auf Feinde aus der Vergangenheit, sondern auch auf einen verrückten Professor, den sie fortan mit sich nehmen.



Empfehlen kann ich diesen Band allen, die Buffy als Serie geliebt haben und noch mehr Informationen zu der Jägerin erhalten wollen. Auch für Neueinsteiger in die Serie ist der Comic absolut gut geeignet, da er weder spoilert, noch zu viel zu der Serie verrät. Fakt ist, dass der Comic Appetit auf mehr macht. Die Zeichnungen sind gewohnt locker gehalten und zu Beginn und zum Ende des Comics sind detaillierte Kunstzeichnungen zu sehen. Der Schreibstil ist gewohnt locker und witzig. Wirklich empfehlenswert.


  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Panini (9. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866070837
  • ISBN-13: 978-3866070837
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 1,7 x 26,2 cm

Die Buffy Chroniken - Band 1: Der erste Stich von Joss Whedon


In Los Angeles lebt die fünfzehnjährige Buffy Summers mit ihren Eltern und ihrer Schwester Dawn ein ganz unbeschwertes Leben. Die einzigen Probleme, die sich für die Jugendliche regelmäßig auftun sind die neusten Klamotten, die hipsten Schuhe oder die besten Partys in der Stadt. Buffy und ihre Freunde wissen ganz genau, wie es sich leben lässt und das kosten dies in vollen Zügen aus. Als Buffy mit ihrem Freund Jeffrey auf Pike trifft, ist für sie klar, dass der Rocker mit seinem Kumpel Ben einfach nur oberpeinlich ist. Die beiden geraten aneinander und Buffy wünscht sich, dass sie diesen Idioten nie wieder sehen muss. Doch dann wird Buffy eines Tages von einem Unbekannten angesprochen, der ihr sagt, dass sie die neue Auserwählte - die Jägerin - ist. Für Buffy schier ein schlechter Witz. Doch dann geschehen immer mehr Dinge in ihrem Leben, die der Unbekannte eigentlich gar nicht wissen kann und so lässt sich Buffy darauf ein, ihre Aufgabe als Jägerin anzunehmen. Buffys Leben ändert sich dramatisch, ihre Freunde schwinden, ihre Eltern streiten sich und dann ist da plötzlich wieder Pike, der ihr aus der Klemme hilft.


Die Buffy Chroniken erzählen in Comicform die Geschichte der Jägerin außerhalb der Jugendserie aus den 90ern und 200ern. Buffyfans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten und werden nicht nur mit weiteren Informationen gefüttert, sondern können auch endlich einen Zusammenhang zwischen der erfolgreichen Serie und den damals jämmerlich gefloppten Film herstellen. Die Rolle des Pike tauchte nach dem Film nie wieder auf und man fragte sich, was wohl aus ihm geworden ist. Hier bekommt man die Antwort und erfährt auch, dass Angel bereits ebenfalls seit einiger Zeit auf Buffys Fährte war. Außerdem gibt es jede Menge Informationen über bereits verschwundene Jägerinnen und auch Rupert Giles - Buffys Wächter aus der Serie - hat hier seinen ersten großen Auftritt, als er sich beweisen muss, ob er wirklich als Wächter einer Jägerin geeignet ist. Dabei erfährt der Leser auch, dass Rupert gar nicht so ein ungeschriebenes Blatt ist, wie er scheinbar in der Serie immer ist. 
Im Comic taucht Dawn als Schwester von Buffy auf, obwohl diese ja eigentlich erst später künstlich in die Familie integriert wurde. Joss Whedon tat dies mit Absicht, um die Manipulation rund um Buffy und ihre Familie glaubhafter zu machen. Außerdem beschreibt Whedon in seinem ersten Werk rund um Buffy, wie es dazu kam, dass Buffy ohne einen Vater mit ihrer Mutter nach Sunnydale kommt.

Die Zeichnungen im Comic sind sehr einfach gehalten und werden meist nur in Schlüsselszenen detailliert. Zu Beginn und zum Ende des Heftes werten sehr schön illustrierte Kunstzeichnungen den Comic auf. Die verwendete Sprache ist nachvollziehbar und es bleiben keine Fragen offen. Szenenwechsel sind flüssig und ebenfalls sehr gut nachvollziehbar. Auch an der Logik mangelt es nicht. Lediglich eine Szene habe ich zu beanstanden, weil mir einfach nicht in den Sinn will, wie das funktionieren soll. Buffy bekämpft unter anderem einen Vampir, der eine siamesische, menschliche Schwester hat. Soweit ich mich erinnere haben siamesische Zwillinge einen gleichen Blutkreislauf. Folglich hätte der siamesische Zwilling ebenfalls ein Vampir sein müssen, als ihr anderer Zwillling gebissen und gewandelt wurde. Aber das sind Dinge über die kann man einmal hinweg sehen.

Empfehlen möchte ich diesen Comic allen Buffyfans, die noch mehr zu der Serie erfahren möchten. Aber auch für Neueinsteiger, die sich lediglich an Vampiren interessieren und die Serie noch nicht kennen, ist dieses Werk durchaus sehr attraktiv. Es ist definitiv ein sehr schöner Einstieg in die Buffy-Serie.

  • Broschiert: 168 Seiten
  • Verlag: Panini (17. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866070829
  • ISBN-13: 978-3866070820
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 1,7 x 26,2 cm

Donnerstag, 26. Mai 2016

Die Entdeckung der Neuen Welt von Claudia Zentgraf

Als der zwölfjährige Antonio - Toni - Lopez einen letzten Blick auf seine spanische Heimat wirft, ist er voller Wehmut und Angst. Durch einen Brandunfall ist sein Lehnsherr umgekommen und Toni flüchtet vor dessem Neffen Javier, welcher ihm den Tod an seinem Onkel anlasten möchte. Was Toni allerdings nicht weiß ist, dass Javier es nicht auf ihn, sondern auf dessen Tasche abgesehen hat, die er einst von Javiers Onkel bekam. In ihr vermutet Javier den Schlüssel zu seinem Glück. Während Toni sich die anderen Mitreisenden betrachtet, fällt sein Blick auf zwei Herren, die sein Interesse erwecken. Einer von ihnen ist niemand geringeres als der Forscher Baron Alexander von Humboldt, welcher Toni sofort bemerkt und ihn trotzt wiederstrebender Haltung seines Freundes Aime den Vorschlag macht, die beiden bis zu seinem Zielort zu begleiten und als sein Assistent zu fungieren. Fortan entdeckt Toni mit seinen beiden Begleitern die Welt und lernt die unterschiedlichsten Arten der Feldforschung kennen. Dabei entdeckt Toni immer mehr Wunder der Welt, als sie zum Beispiel einen Vulkan besteigen oder sich durch den Dschungel schlagen. Obwohl Toni sich bei den beiden richtig wohl fühlt, sitzt ihm immer wieder ein Schatten im Nacken. Überall denkt er Javier zu sehen. Und er fürchtet sich vor dem Tag, an dem ich die Wege der Freunde trennen sollen.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass mich die Geschichte wirklich begeistert hat. Sie ist sehr liebevoll und flüssig geschrieben. Für mich hätten es durchaus mehr Details sein können, jedoch wird die Reise sehr gut nachempfunden und mit zu vielen Details wäre das Buch wohl für Jugendliche ein wenig zu dick geworden. Es macht Spaß die Freunde zu begleiten und man findet viele spannende, aber auch humorvolle Szenen. Aber auch werden die Zustände der damaligen Zeit dargelegt. Es geht unter anderen um Seeüberfahrten und deren Gefahren vor Angriffen oder Krankheiten sowie Stürme. Es geht um Sklabenhandel und das Zusammenleben der Missionare mit den Indianern. Es ist wirklich von allem etwas dabei und der Leser bekommt so einen Abriss aus der Geschichte rund um Spanien, Großbritannien und dem amerikanischen Kontinent.
Alexander von Humboldt wird in dem Buch als freundlicher und herzensguter Mensch dargestellt, der sich an den kleinsten Dingen erfreuen kann, jedoch ganz genau weiß, was er in seinem Leben erreichen möchte. Er ist in seinen Aufzeichnungen sehr akribisch und schreckt nicht davor zurück Mühen auf sich zu nehmen, um seine Ziele zu erreichen.
Sein Freund Aime hingegen ist zu Beginn der Reise ein sehr undurchsichtiger Charakter. Besonders, wenn es um Toni geht, scheint Aime keinen Spaß zu verstehen. Seine Abneigung gegenüber dem Jungen ist immer wieder heraus zu lesen. Doch auch Aime baut irgendwann mit Toni eine Freundschaft auf, auch wenn er dies zu Beginn noch nicht für wahr haben möchte und sich hinter einer griesgrämigen Maske versteckt.
Toni als junger Held der Geschichte wächst zwischen Feldforschung und Abenteuern zu einem Jugendlichen heran. Er weiß genau, was er tun muss, um sich für die Forscher interessant zu machen. Er ist blickig und genau wie Alexander ein herzensguter Mensch. Er wird immer wieder von Ängsten heimgesucht die mit Javier zusammen hängen, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Toni stürzt sich in seine neuen Aufgaben und zeigt, dass man viel erreichen kann, auch wenn man nur aus den einfachsten Verhältnissen stammt. Man muss nur seine Gelegenheit am Schopfe packen und das Beste aus allen Situationen machen.

Empfehlen möchte ich das Buch allen Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die Abenteuergeschichten mit historischen Hintergrund mögen. Die Autorin beschreibt die Szenen sehr bildlich, sodass man sich sehr gut in die Geschichte hinein versetzen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Buch besonders für Eltern sehr ansprechend ist, wenn sie gemeinsam mit ihren Kindern etwas lesen möchten. Zum Einen lernt man als Kind und auch als Erwachsener etwas dazu und die Neugier mehr über den Forscher und seine Reise zu erfahren wird während des Lesens geweckt.

Spannung: 5/5
Entdeckungen: 5/5
Schreibweise: 5/5
Hintergrund: 5/5
Emotionen: 5/5

Gesamt: 5/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1466 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 234 Seiten
  • Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS (10. Februar 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01BLQBCI0

Mittwoch, 25. Mai 2016

Biss zum Abendrot von Stephanie Meyer

Im Dritten Band der Twilight-Reihe von Stephanie Meyer ist Bellas Leben in Gefahr, denn Viktoria stellt eine Vampirarmee zusammen, um sich an den Cullens und ihr für den Verlust ihres Partners zu rächen. Doch in dieser schweren Zeit stehen ihr nicht nur die Cullens zur Seite, sondern auch die Quileute - Jacobs Clan und somit die Werwölfe. Jedoch ist das nicht das einzige Problem, welches es zu lösen gilt. Denn Bella muss zu einem Vampir gemacht werden, wenn sie bei den Cullens bleiben will. So haben es die Volturi beschlossen, sonst werden sie die Cullens unwiderruflich jagen und auslöschen. Und dann steht Bella auch noch zwischen dem Vampir Edward und dem Werwolf Jacob. Obwohl sie sich einst für Edward entschieden hat, liebt sie auch Jacob. Und der scheint alles daran zu setzen sie endlich aus dem Bann der Vampire zu befreien. Zwischen Angst und Liebe beginnt Bella an ihren Entscheidungen zu zweifeln.

Um ehrlich zu sein ging mir der Band ein wenig auf den Keks. Dieses Hin und Her zwischen Edward und Jacob - diese Unentschiedenheit von Bella - hat mich echt Nerven gekostet. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dadurch der hauptsächliche Teil - rund um die Vampire und Werwölfe - irgendwie nach hinten gefallen war. Pluspunkte gibt es jedoch für die Geschichte von Jasper und Rosalie. Die war einfach nur superklasse. Endlich gab es wieder mehr Informationen rund um die Wandlung der anderen Vampire. Somit kann man sich besser in Rosalie und auch Jasper hinein versetzen. Das rundet die ganze Sache ungemein ab.


Bella ist in diesem Buch für mich noch undurchsichtiger geworden. sie liebt Edward abgöttisch und doch scheint sie sich auch in den Werwolf Jacob verguckt zu haben. Sie zweifelt an ihren Entscheidungen und macht daraus auch kein wirkliches Geheimnis. Dieses Hin und Her ist einfach keine Sache. Für mich hat sie als Protagonistin mit den beiden wirklich gespielt, was ich einfach unfair finde.
Edward hingegen scheint auch noch Verständnis für seine große Liebe Bella zu haben. Auch wenn er Jacob nicht leiden kann, scheint es für ihn nicht schlimm zu sein, dass sich Bella zu seinem Rivalen hingezogen fühlt. zum einen wird Edward noch immer von Schuldgefühlen geplagt, weil er wahrscheinlich nicht will, dass Bella für ihn ihr menschliches und somit sterbliches Leben aufs Spiel setzt. Einerseits eine sehr edle Handlung, auf der anderen Seite für mich vollkommen unverständlich. Die beiden haben die Chance für immer zusammen zu bleiben, da sollte er schon ein bisschen eigennütziger handeln, oder?
Jacob hingegen scheint die Situation genau zu überblicken und erhofft sich, dass er Bellas Meinung noch ändern kann. Der arme Kerl. Er kann einem wirklich sehr, sehr leid tun.


Empfehlen möchte ich dieses Buch allen, die auf eine gute Liebesgeschichte erpicht sind und trotzdem ein bisschen über diverses Gejammer und Unentschlossenheit hinweg sehen können. Der Schreibstil von Stephanie Meyer ist gewohnt flüssig und sehr umschreibend, sodass man keine Probleme hat der Geschichte zu folgen. Wer die beiden Vorgängerbände mochte, wird diesen Band ebenfalls lieben.

  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: Carlsen (1. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3551358052
  • ISBN-13: 978-3551358059
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Eclipse
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 4,7 x 18,7 cm