Mittwoch, 7. Oktober 2020

Die vergessenen Stimmen von Chastle House von Felicity Whitmore


Zum Inhalt:

Das Echo der Vergangenheit

 Dione Dearing – mit 27 Jahren bereits ein international gefeierter Popstar – flüchtet vor ihrem fremdbestimmten Leben nach Chastle House, einen alten Familiensitz im englischen Lake District. Aus Dione wird Diana, die erst einmal lernen muss, mit der neu gewonnenen Freiheit umzugehen. Aber dann verliebt sie sich in das verwitterte Haus am See mit seinen knarzenden Dielen und den zugigen Räumen, sie verliebt sich in den spröden Charme der Landschaft – und in den Farmer Aiden. Bis sie entdeckt, dass in den Mauern von Chastle House ein schreckliches Familiengeheimnis begraben liegt.

 

Cover:

Das Cover hat mir ganz gut gefallen. Zu sehen ist recht hell gehalten ein altes Castle, wie man es sich eben nur in Großbritannien vorstellen kann. Das ist ganz stimmig zur Thematik, denn es handelt sich hier immer wieder um das Castle Chastle House, welches die Protagonistinnen begleitet. Da bekommt man auch gleich Lust auf eine Schlössertour durch Großbritannien.

 

Eigener Eindruck:

Dione Dearing ist ein bekannter und gefeierter Popstar aus den Staaten. Während sich ihre Mutter um ihr Management kümmert ist es Diones Aufgabe im richtigen Moment für einen Skandal zu sorgen oder permanent Leistung zu bringen, um den Rubel rollen zu lassen. Als Dione eines Abends heimlich mit anhören muss, wie ihre angeblichen Freunde und Wegbegleiter über sie und ihre Mutter lästern, erkennt sie, dass sie nur in einer Scheinwelt gelebt hat und möchte am liebsten auch aus dieser ausbrechen, um sich selbst zu finden. Doch wie soll sie ohne ihre Mutter, die sie immer bevormundet hat und ihr ganzes Leben gelenkt und bestimmt hat auskommen? Rettung naht für die junge Frau in Form von einem Londoner Anwalt, der ihr etwas Ungeheuerliches berichtet. Sie hat ein Haus in einem abgelegenen Nest in Großbritannien geerbt und soll hier ihre familiären Wurzeln finden, wenn sie sich traut die Familiengeheimnisse hinter den dicken Mauern von Chastle House zu lösen. Eine Fluchtmöglichkeit die der Himmel zu schicken scheint! Ohne das Wissen ihrer Mutter lässt sich Dione von dem Anwalt nach London bringen, um in Chastle House unter falschen Namen und mit einer neuen Frisur unerkannt abzutauchen. Für Dione beginnt eine Phase der Selbstfindung und die sie kommt zu der Erkenntnis, dass ihre Mutter sie all die Jahre angelogen hat. Mit Hilfe der jungen Haushälterin Claire und dem benachbarten Bauen Aiden beginnt Dione ihre wirkliche Herkunft zu ergründen. Dabei lernt sie nicht nur mehr über sich, sondern auch über ihre Mitmenschen. Und besonders der verheiratete Aiden scheint immer wieder ihren Weg zu kreuzen…

 

Der Inhalt zum Buch und die Idee fand ich nicht schlecht, sodass ich hier gar nicht lange überlegt habe und mir das Buch auf meinen eReader gezogen habe. Die Schreibweise der Autorin war sehr angenehm, sodass ich sehr schnell in die Geschichte hinein gekommen bin. Ein paar Dinge in dem Buch haben mich sogar Schmunzeln lassen, denn zu Beginn, wo Diones Vater auf dem Konzert ist und seiner Tochter zuschaut, da dachte ich im ersten Moment, dass es sich bei ihm vielleicht um einen kranken Stalker handeln könnte, was sich jedoch schnell aufgelöst und schließlich meine Neugier richtig geweckt hat. Dione konnte ich zu Beginn des Buches nicht wirklich leiden, denn ihre Art war einfach unbeholfen und doch hochnäsig. Ich konnte nicht verstehen, wie man sein Leben so aus der Hand geben kann. Doch mit der Zeit ist sie mir doch ans Herz gewachsen und es hat Spaß gemacht ihren Werdegang zu verfolgen. Auch die anderen zwei Protagonisten in ihren jeweiligen Zeitebenen waren recht interessant. Während Kathrine sehr verwegen und amerikanisch abenteuerlustig war und sich zwischen ihr und ihrem Ehemann schließlich doch noch eine wirklich gute Liebe entwickeln konnte, war Hatty ihre Enkeltochter für mich eher wieder unsympathisch und verzogen. Erst zum Schluss, als diese das Familiengeheimnis aufdeckt und schließlich mit den Folgen leben muss, da tat sie mir dann Leid. Was ich in dem Buch jedoch schmerzlich vermisst habe war der „Fluch“ von dem immer wieder die Rede war. Wirklich als „Fluch“ konnte man das nicht bezeichnen, finde ich, auch wenn es schwere Schicksalsschläge waren. Aber anhand der Vorkommnisse gleich so einen Devis zu veranstalten wie die Eltern von Dione, weil sie an einen Fluch geglaubt haben, irgendwie sehr übertrieben und für mich so nicht nachvollziehbar. Fakt ist, dass mir hier in dem Buch die wirklich guten Aha-Momente gefehlt haben. Es fehlte an wirklich packender Spannung und an wirklich glaubhaften Emotionen. Irgendwie war es nicht mitreißend genug, sodass man alles sehr distanziert betrachtet, was ich anhand der eigentlich guten Ideen richtig schade finde. Das Buch ist eine seichte Lektüre für zwischendurch und man kann es meiner Meinung nach durchaus mal gelesen haben, aber man sollte nicht mit all zu hohen Erwartungen heran gehen.

 

Fazit:

Eine solide Geschichte über drei Zeitebenen die sich später zu einem großen Ganzen zusammen fügen. Für mich hat der Inhalt mehr versprochen als er halten konnte. Ich hatte mir anhand dieser Thematik mit dem „Fluch“ irgendwie doch ein bisschen mehr versprochen. Trotzdem eine schöne und kurzweilige Frauenliteratur.

 

Gesamt:  

3 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783423218160

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 416 Seiten

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Erscheinungsdatum: 25.10.2019

Haou Airen 05 von Mayu Shinjo


Zum Inhalt:

Nachdem das Mädchen Kurumi von Triadenboss Hakuron nach Honkong verschleppt wurde, fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung, die er ihr entgegenbringt und der Brutalität, mit der er mit seinen Gegnern verfährt. Außerdem muss sie sich mit Hakurons Verlobten Reiran auseinandersetzen, die sich ihr Vertrauen erschleicht und Intrigen um Kurumi spinnt.
 "Haou Airen" ist Mayu Shinjos neueste Serie und seit "Virgin Crisis" und "Kaikan Phrase" wissen ihre zahlreichen Fans, was Sie ihnen zu bieten hat.

 

Cover:

Auch dieses Cover hat wieder einen Wiedererkennungswert für Fans der Reihe. Zu sehen ist hier auch wieder ein Portrait des Charakters Hakuron, welcher dem Betrachter verwegen, ja fast schon bedrohlich, entgegen blickt. Das passt ganz gut ins Schema der bisherigen Cover und kann sich durchaus sehen lassen.

 

Eigener Eindruck:

Kurumi ist unter den Strapazen der letzten Ereignisse zusammen gebrochen und scheint in ihrer eigenen Welt zu leben. An seinem Geburtstag beschließt der Triadenboss Hakuron deshalb, dass Kurumi wieder nach Japan zurückkehren und ihn endgültig vergessen soll. Dafür kauft er ihr ein Ticket in die Heimat. Doch bereits auf dem Weg zum Flughafen passiert das Ungeheuerliche. Kurumi wird von einer der verfeindeten Triaden entführt und Hakuron muss alles daran setzen sie aus deren Klauen zu befreien…

 

Irgendwie ist dieser Manga mittlerweile nicht nur echt derb und meiner Meinung nach gehört der verboten, er ist auch noch fad langweilig, da sich immer wieder ein bestimmtes Schema F in der Geschichte wiederholt. Wird Kurumi also nicht gerade von einem der männlichen Charaktere bedrängt und hüpft halb nackend durch die Szenen, dann wird sie natürlich gerade wieder einmal entführt und Hakuron muss den Retter der Retter heraushängen lassen. Es nervt einfach nur noch. Und wie sollte es auch anders sein, nach der Entführung setzt die Autorin noch einen drauf, indem sie die Charaktere, welche eigentlich Hakurons beste Freunde sein sollten, auch noch charakterlich so formt, dass sie alle nicht von Kurumi abgeneigt sind und das Ganze natürlich wieder einmal in einem großen Drama enden muss… Es reicht wirklich langsam. Auf der einen Seite will der Charakter Hakuron Kurumi in Watte packen und sie wohl behütet wissen und im nächsten Moment ist er ihr gegenüber brutal und scheint sie regelrecht verkaufen zu wollen. Das ist einfach keine Art, auch wenn es eine fiktive Geschichte ist. Und Kurumi, die lässt natürlich mal wieder alles mit sich machen ohne mit der Wimper zu zucken. Totales Stockholmsyndrom im Quadrat. Nervig.

 

Fazit:

Die Geschichte dreht sich im Kreis und wird immer lächerlicher, bisweilen auch recht langweilig. Unglaublich, dass so etwas überhaupt verlegt wurde….

 

Gesamt:  

1 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783770465699

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 192 Seiten

Verlag: Egmont Manga

Erscheinungsdatum: 15.05.2007

Es war vielmal... 01: Biestige Küsse - Eine Schöne und ihr Biest von Daphne Teubner


Zum Inhalt:

Ausgerechnet ein Bad Boy-Prinz!
Verflucht, weil er zu viele Prinzessinnen küsste, selbstverliebt, herrschsüchtig und unhöflich. So würde es in der Kurzbeschreibung der königlichen Chronik stehen, da ist sich Helena sicher.


Mit goldenen Fesseln an das Bett des Prinzen gekettet, in der Absicht, dass sie sich mit Hilfe des Stockholmsyndroms doch noch in ihn verliebt, zweifelt die bürgerlich Helena an ihrer Bestimmung, dass ausgerechnet sie die richtige Schöne sein soll, um dem Biest den Kuss der wahren Liebe zu schenken.
Sie hat doch alles dafür getan, um in ihrer Welt, in der Märchen immer und immer wieder wahr werden, aus diesem Die Schöne und das Biest-Zyklus ausgeschlossen zu werden. Schließlich hat sie realistische Pläne mit ihrem Leben, statt das Trophy-Märchen-Weibchen eines nutzlosen Prinzen zu werden.
Netterweise entpuppte sich der verwunschene Prinz als attraktiver Hingucker, was ihr aber nicht weiterhilft, denn er ist ein überheblicher und garstiger Snob und ihr lockeres Mundwerk hat keinerlei Respekt vor blauem Blut.
Die gegenseitige Verachtung ist unleugbar. Verlieben absolut unmöglich.
 Trotzdem lässt sie sich jeden Tag von ihm küssen. Einerseits um zu prüfen, ob der Fluch nicht vielleicht doch schon gebrochen ist, andererseits weil er dabei den Mund hält. Vielleicht aber auch, weil seine Küsse einfach atemberaubend sind…

 

Cover:

Das Cover fand ich richtig klasse. Es wirkt schon so Märchenhaft und ist in meinen Augen eine schöne Assoziation zu dem Märchen „Die Schöne und das Biest“ – wer erinnert sich nicht an die Szene in der die Belle mit dem goldenen Kleid durch den Ballsaal schwebt. Zu sehen ist auf diesem Cover also eine Frau, die dem Betrachter den Rücken zugewandt hat und ein solches Kleid trägt. Das macht natürlich neugierig und wer Märchenadaptionen liebt, der wird hier beherzt zugreifen.

 

Eigener Eindruck:

Helena lebt in der Märchenwelt in der irgendwann in fast jeder Generation ein Märchen auf ein Dorf fällt und erfüllt werden muss, wenn man Dürren und Kriege vermeiden will. So lebt Helena also in dem Dorf in dem sich das Märchen „Die Schöne und das Biest“ immer und immer wieder abschließt. Das heißt, alle Mädchen haben in ihrem Namen den Bestandteil „Belle“, weil alle Eltern hoffen, dass ihre Tochter das Märchen erfüllen kann und bereits in der Schule werden die Mädchen auf „Prinzessin“ getrimmt. Das ist ganz sicher nichts für Helena, welche sich lieber in ihrer Bibliothek aufhält und von einer Schulpflicht für alle Kinder träumt. Helena ist sich sicher, dass sie auf keinem Fall die Schöne aus dem Märchen ist, denn sie hat einen On-Off-Freund, der sie immer bei allem unterstützt und ihr Vater ist nie auf Reisen, denn er betrinkt sich lieber in der benachbarten Kneipe, seit ihre Mutter verstorben ist. Dass Helena aber plötzlich doch die Schöne sein soll und von allen im Dorf als jene auserwählt wird und sich in den dunklen Wald begeben muss, nachdem ihr Vater verschwunden ist und auch noch ihr Freund Ted sie für diesen Posten vorgeschlagen hat, haut Helena dann doch aus den Socken. Wiederwillig macht sie sich auf den Weg, um das Märchen zu erfüllen, in der Hoffnung dann wieder in ihr geregeltes Leben zurückkehren zu können, doch sie hat ihre Rechnung ohne den Prinzen gemacht. Der ist zwar verflucht und lebt allein in einem scheinbar sonst verlassenen Schloss, aber biestig sieht er nicht aus, ganz im Gegenteil. Und während Helena sich wundern muss, was in diesem Märchen falsch läuft, beschließt der Prinz die widerspenstige Helena, die auch so gar nicht seinen Vorstellungen entspricht, durch eine goldene Fußfessel und erzwungene Küsse dazu zu bringen sich doch endlich in sie zu verlieben, um ebenfalls in ein geregeltes Leben zurück kehren zu können…

 

Also ich bin ja wirklich ein absoluter Freund von Märchenadaptionen und freue mich eigentlich auch immer, was sich die Autoren so einfallen lassen, um eine Adaption mit Romantik oder Humor oder gar Dramatik zu verpacken. Und auch diese Idee war meiner Meinung nach nicht schlecht. Helena als Schöne war einmal etwas ganz anderes – fast hatte sie schon etwas von dem kratzbürstigen Biest und der schnöselige, eingebildete, selbstverliebte Prinz war auch nicht unbedingt von schlechten Eltern. Aber die Art der Umsetzung hat die Geschichte für mich kaputte gemacht. Dabei war der Beginn echt gut. Tolle Details, tolle Beschreibungen. Man fand sich schnell herein und die Seiten flogen nur so dahin. Aber dann plötzlich: der Prinz taucht auf und es geht schon los. Erzwungene Küsse, sinnlose Diskussionen, welche vielleicht witzig sein sollten, es dann aber doch nicht sind. Es wird geflucht und beleidigt. Ja, da muss ich auch mal sagen, verfluchte Drachenrotze. Es hätte mit ein bisschen mehr Schmackes und halb so langen Dialogen vielleicht doch noch gerettet werden können. So hat man aber das Gefühl, dass die Autorin krampfhaft versucht hat Seiten zu produzieren und so finden wir uns in doch recht zähflüssigen Dialogen wieder bei denen entweder beleidigt und gemotzt wird oder darüber philosophiert, warum man den Fluch lösen muss, warum man so einen blöden Partner an der Seite hat in den man sich eh nicht verlieben kann und ob man sich nun probehalber noch einmal küssen sollte, vielleicht lässt sich der Fluch ja schon lösen obwohl man sich noch nicht von ganzen Herzen liebt. Das Ganze gipfelt dann noch in dem Vergleich des Prinzen diesen Fluch mit Hilfe des Stockholmsyndroms zu lösen und einer Diskussion ob man nun wegen der Fußfessel ins Bett Pippi macht oder nicht. Dann tauchen plötzlich noch eine Hexe, eine richtige Belle und eine Fee auf und das Ganze wird noch einmal gestreckt, indem die richtige Belle von den beiden quasi „betrogen“ wird. Ziemlich schräg – vor allem die Auflösung des Ganzen. Aber nun gut. Die Idee war gut, die Umsetzung naja. Durch die vielen Dialoge und die Schleppende Story fehlt es der Geschichte an Spannung. Das Fazit daraus ist, dass man über dem Buch mehrmals einpennt und irgendwie dann doch ganz dankbar ist, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Schade.

 

Fazit:

Tolle Idee, aber irgendwie viel zu langatmig umgesetzt. Mit weniger Text aber mehr Schmackes wäre das Buch wahrscheinlich echt gut geworden. Scheinbar hat man hier krampfhaft versucht Seiten zu produzieren indem man langatmige und teilweise doch recht schräge Diskussionen erfunden hat.

 

Gesamt:  

2 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: B081HGTFZY

Sprache: Deutsch

Ausgabe: E-Buch Text

Umfang: 345 Seiten

Verlag: Independently published

Erscheinungsdatum: 29.11.2019

Haou Airen 04 von Mayu Shinjo


Zum Inhalt:

Die Mafia und das Mädchen
Nachdem das Mädchen Kurumi von Triadenboss Hakuron nach Honkong verschleppt wurde, fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung, die er ihr entgegenbringt und der Brutalität, mit der er mit seinen Gegnern verfährt. Außerdem muss sie sich mit Hakurons Verlobten Reiran auseinandersetzen, die sich ihr Vertrauen erschleicht und ihr eines Tages einige Jungen aus der Schule auf den Hals hetzt, um ihr Gewalt anzutun.
 "Haou Airen" ist Mayu Shinjos neueste Serie und seit "Virgin Crisis" und "Kaikan Phrase" wissen ihre zahlreichen Fans, was Sie ihnen zu bieten hat.

 

Cover:

Das Cover an sich gefällt mir ganz gut. Zu sehen ist hier der Protagonist Hakuron in einem weißen Hemd mit schwarzer Krawatte sowie schwarzen Anzug und einen schwarzen Mantel gehüllt. Das Ganze wird durch einen roten Hintergrund unterstrichen und wirkt auf den Betrachter bereits bedrohlich. Die Cover haben mittlerweile einen Wiedererkennungsfaktor und scheinen allesamt immer mehr den männlichen Protagonisten zu thematisieren. Wer den Inhalt der Geschichte kennt, der erkennt hier schnell eine passende Assoziation zu der Thematik „Mafia“.

 

Eigener Eindruck:

Da Leilan versucht hat Kurumi und Hakurin zu schaden und somit seine Gunst ihr gegenüber verwirkt hat, tötet Hakuron das niederträchtige Mädchen, was ihn in Kurumis Augen zu einem kaltblütigen Mörder macht. Da sie sich immer mehr von ihm zu entfernen scheint, beschließt Hakuron härtere Mittel zu ergreifen, um sie an sich zu binden und vergewaltigt sie mehrfach. Kurumi jedoch gelingt es zu flüchten und bekommt Rettung durch einen Jungen, welcher sehr mit Kurumi sympathisiert. Doch ihre Flucht dauert nicht lang an, bis sie schließlich gefunden wird und ein neues Martyrium beginnt…

 

Achtung Spoiler, jedoch muss ich irgendwie meine Meinung erklären.

 

Nein! Nein! Nein! Ich dachte es geht nicht mehr schlimmer, aber doch, es geht! Hört, hört! Das Niveau sitzt nicht mal mehr unter dem Bett und wimmert, es ist schlicht und einfach seit Band 4 zu Grabe getragen. Ich meine ernsthaft?! Was hat der Verlag sich nur dabei gedacht, als er das veröffentlicht hat? Was ist mit Leuten nicht richtig die diesen Manga auch noch feiern und empfehlen? Das ist so kranker Mist, da will man am liebsten nur noch einen Eimer neben sich stehen haben…

Die Story fällt immer mehr in sich zusammen und dreht sich in einem Strudel aus Gewalt und Sex. Dass die falsche Freundin Leilan ihren Verrat an Hakuron mit dem Leben bezahlt ist wohl kaum verwunderlich, jedoch ist das ein Cut in der Beziehung zwischen Hakuron und Kurumi. Während sie wahrscheinlich doch langsam ihr Hirn einschaltet und dadurch fast wieder ein bisschen sympathisch wurde, greift Hakuron also zu härteren Mitteln, um das Mädchen an sich zu binden, indem er sie mehrfach vergewaltigt. Na herzlichen Glückwunsch – das ist ja auch genau der richtige Weg. Ironie aus. Sie flüchtet daraufhin und versucht sich irgendwie durchzuschlagen und bekommt Hilfe von einem jungen Bengel der sich scheinbar auch ein bisschen in sie verliebt – das machen ja aber irgendwie fast alle in der Reihe… Jedenfalls wird sie gefunden und der Bengel und sie werden weiter drangsaliert, indem der Bengel zusehen muss, wie sie erneut vergewaltigt wird … Ich mein ernsthaft? Ist das in diesem Band das Lieblingsthema der Autorin? Auch unter der Prämisse, dass es sich hier um einen Adult-Manga handelt ist es einfach nur derb und gehört für mich nicht verlegt. Das ist – Achtung, ich sag es gern noch einmal – KRANK! Da ist es also kaum verwunderlich, dass Kurumi in den Schlussszenen dann doch irgendwie nur Mensch ist und zusammen bricht, während Hakuron erkennen muss, dass Leilan schließlich doch ihr Ziel erreicht hat und die beiden ein zerrüttetes Verhältnis haben … - Ach was?! Nein, also bei aller Freundschaft. Verbrennt den Manga. Das ist echt zu derb.

 

Fazit:

Und immer wieder setzt die Mangaka noch einen drauf… Der Manga rutscht noch tiefer als tief. Tiefer geht es wohl kaum noch. Das ist mir echt zu derb.

 

Gesamt:  

1 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783770465682

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 185 Seiten

Verlag: Egmont Manga

Erscheinungsdatum: 14.02.2007

Haou Airen 03 von Mayu Shinjo


Zum Inhalt:

Die Mafia und das Mädchen
Nachdem das Mädchen Kurumi von Triadenboss Hakuron nach Honkong verschleppt wurde, fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung, die er ihr entgegenbringt und der Brutalität, mit der er mit seinen Gegnern verfährt. Außerdem muss sie sich mit Hakurons Verlobten Reiran auseinandersetzen, die sich ihr Vertrauen erschleicht und ihr eines Tages einige Jungen aus der Schule auf den Hals hetzt, um ihr Gewalt anzutun.
 "Haou Airen" ist Mayu Shinjos neueste Serie und seit "Virgin Crisis" und "Kaikan Phrase" wissen ihre zahlreichen Fans, was Sie ihnen zu bieten hat.

 

Cover:

Das Cover an sich gefällt mir ganz gut. Zu sehen ist hier der Protagonist Hakuron in einem weißen Hemd mit schwarzer Krawatte und einen schwarzen Mantel gehüllt. Das Ganze wird durch einen dunklen Hintergrund unterstrichen und wirkt auf den Betrachter bereits bedrohlich. Wer den Inhalt der Geschichte kennt, der erkennt hier schnell eine passende Assoziation zu der Thematik „Mafia“.

 

Eigener Eindruck:

Da sie sich von ihm hintergangen fühlt, schmiedet das Mädchen Leilan einen perfiden Plan. Während sie sich mit Kurumi scheinheilig anfreundet, steht für sie fest, dass sie diese und Hakuron lieber tot sehen würde als glücklich zusammen. Aus diesem Grund verkauft sie sich an ihre Mitschüler und rutscht immer mehr ab. Doch ihr ist jedes Mittel recht, um ihre Mitschüler auf Kurumi zu hetzen und sie so in Gefahr zu bringen.

Kurumi währenddessen ist glücklich einen unbeschwerten Tag mit Hakuron in einem Freizeitpark verbringen zu können. Doch auch da lässt das finstere Leben des Mafiabosses ihn nicht in Frieden. Ein Auftragskiller lauert ihnen auf und Kurumi muss erkennen, dass es zwei Seiten in Hakurons Leben gibt. Eine liebevolle Seite und eine, die so grausam ist, dass sie zu Zweifeln beginnt.

 

Achtung Spoiler, jedoch muss ich irgendwie meine Meinung erklären.

 

Was soll ich sagen? Der erste Band versprach viel. Eine Romanze zwischen einem Mafia-Boy und einem unschuldigen Mädchen. Dass es zu gewalttätigen Anspielungen oder Szenen kommen könnte, gut, damit musste man unter der Prämisse des Adult-Stempels wohl rechnen. Aber das hier ist mir dann doch ein bisschen zu derb. Wir haben hier den dritten Band und die Protagonistin wurde nun schon zweimal entführt und mindestens genauso oft wurde versucht sie zu vergewaltigen. So etwas würde den normalen Menschen ja wahrscheinlich verstören. Aber Kurumi himmelt Hakuron noch immer an und selbst als dieser brutal Menschen tötet ist sie noch immer Feuer und Flamme für ihn, auch wenn sie dann doch langsam beginnt mal ein bisschen nachzudenken. Dann wird die Geschichte für mich an der Stelle noch unsympathischer als man als Leser merkt, dass Hakuron ja eigentlich eine Verlobte hat, welche natürlich todestot-eifersüchtig wird und nichts Besseres zu tun hat, außer sich perfide bei Kurumi einzuschleimen, um sich schließlich dann zu prostituieren, um die Möglichkeit zu haben, potentielle Vergewaltiger auf Kurumi loszulassen. Das ist doch krank! Und unter der Maßgabe, dass es noch so viele Bände gibt, will ich eigentlich gar nicht wissen, was der Protagonistin noch alles wiederfahren soll. Aber wahrscheinlich muss man hier bald mit dem Schlimmsten rechnen. Nein, diese ausufernde Gewalt und das ganze Drumherum ist echt nicht mein Ding und ich bin ehrlich gesagt wirklich schockiert. Da bringt es auch nichts, dass die Mangaka noch so gut zeichnen kann.

 

Fazit:

Ich hätte nicht gedacht, dass es noch schlimmer geht, aber dieser dritte Band strotzt nur so vor sinnloser Gewaltszenen und dergleichen. Schade, aber für mich ein absolutes No Go. Der Manga greift mir einfach zu viele Themen auf, die mir sauer aufstoßen.

 

Gesamt:  

1 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783770465675

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 167 Seiten

Verlag: Egmont Manga

Erscheinungsdatum: 15.11.2006

Dienstag, 6. Oktober 2020

Haou Airen 02 von Mayu Shinjo


Zum Inhalt:

Das Mädchen und der Gangster
"Haou Airen" (dt.: Mein geliebter Herrscher) ist die neueste Serie der EMA-Bestsellerautorin Mayu Shinjo ("Virgin Crisis", "Kaikan Phrase").
 Sie erzählt die Geschichte des Mädchens Kurumi, dem auf dem Heimweg von der Arbeit ein verletzter Mann begegnet. Kurumi versorgt seine Wunde, und ehe sie sich versieht, hat sie sich auch schon ein wenig in den starken Fremden verliebt ... Doch so schnell er aufgetaucht ist, so schnell verschwindet er auch wieder. Ihre nächste Begegnung lässt allerdings nicht lange auf sich warten: Kurumi wacht auf einmal in Hakurons (so der Name des Fremden) Privatjet auf. Man verschleppt sie nach Hongkong ...! Wer ist dieser Hakuron? Und was will er von ihr?

 

Cover:

Das Cover an sich gefällt mir ganz gut. Zu sehen ist hier der Protagonist Hakuron in typisch chinesischer Kleidung. Das Cover und die Kleidung sind rot und seine blasse Haut und die dunklen Haare stechen dadurch sehr hervor. Das ist ganz hübsch anzusehen und hat einen Wiedererkennungsfaktor, wenn man den ersten Band bereits kennt.

 

Eigener Eindruck:

Kurumi wurde von Hakuron nach Hongkong verschleppt, damit sie fortan bei ihm leben soll. Während Kurumi sich bereits in den teilweise sehr abweisenden und schweigsamen Hakuron verliebt hat, hat das Eintreten in sein Leben für Kurumi weitreichende Folgen, denn sie weckt das Interesse der White Tiger Society, welche in Konkurrent mit Hakurons Mafia steht. Kurumi wird entführt und Hakuron kann sie gerade noch retten, bevor ihr schlimme Dinge passieren. Fortan soll Kurumi noch mehr in seiner Nähe sein und so findet sich das Mädchen plötzlich auf seiner Schule wieder, wo sie Fuoran kennen lernt, einen Jungen, welcher sich in der Schule als Mädchen verkleidet und scheinbar eifersüchtig auf Kurumi ist…

 

Mir war ja klar, dass eine Geschichte rund um die Triaden in China nicht ohne Gewalt und irgendwelche sonstigen Anspielungen auskommen kann. Aber irgendwie war mir der Hergang der Geschichte dann doch wieder einen Zacken zu stumpf. Sie wird entführt, er rettet sie, nachdem man als Leser erfahren hat, dass er scheinbar noch eine andere Freundin hat (ganz der Gangsterboss eben – Badboy deluxe oder sowas…). So weit so gut. Nun erwartet man ja als Leser und normal denkender Mensch, dass sie da einfach einen Knacks weg haben müsste, denn innerhalb kürzester Zeit wurde sie nun das zweite Mal entführt (ihre unfreiwillige Ankunft in Hongkong nämlich mitgerechnet!) und sie ist ganz knapp einer Vergewaltigung entkommen! Das steckt niemand so einfach weg. Und was macht Kurumi? Himmelt Hakuron noch immer an, als wäre nichts gewesen und geht mit ihm brav zur Schule – nicht mal ein Mü oder Möff, kein Versuch ihrem Entführer im Sinne der Figur Hakuron zu entkommen. Sie bleibt da, sie hadert nicht wirklich mit ihrem Schicksal. Das ist doch krank! Da kann man als Leser nichts gut finden. Einzig die Qualität der Zeichnungen überzeugt noch immer. Aber ich glaube mit der Geschichte werde ich nicht mehr warm… und Elend, natürlich habe ich mir wieder die ganze Reihe gekauft… Verdammt!

 

Fazit:

Leider geht es mit der Geschichte arg bergab und die Logik bleibt immer mehr auf der Strecke. Wer eine Geschichte rund um ein stumpfes Stockholm-Syndrom mag, der kann hier beherzt zugreifen, für mich ist die Geschichte einfach nur ein Graus geworden.

 

Gesamt:  

2 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783770465620

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 154 Seiten

Verlag: Egmont Manga

Erscheinungsdatum: 15.08.2006

Luna Wunderwald 1: Ein Schlüssel im Eulenschnabel von Usch Luhn


Zum Inhalt:

Luna Wunderwald – so nennen die Tiere des Waldes die Tochter des neuen Försters. Doch kann sie mit ihrer Zauberflöte den weißen Hirsch Arto vor Wilderern retten? Nur wenn Luna ihren ganzen Mut zusammennimmt und alle Tiere ihr helfen, wird sie es schaffen!

 Luna kann mit Tieren sprechen – denn sie besitzt eine Zauberflöte! Wenn Luna tief im Wald auf dieser spielt, hören ihr alle Tiere zu. Sie wissen: Nur wer sie versteht, kann ihnen helfen. „Luna Wunderwald“ – eine magische Mädchenbuch-Reihe voller Musik!

 

Cover:

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Zu sehen sind hier Luna und ihre Zauberflöte, während man oberhalb ihres Kopfes eine Eule mit einem Schlüssel im Schnabel sowie hinter ihr einen weißen Hirsch sehen kann. Das Ganze ist auf grünem Grund abgebildet, welcher einen Wald darstellen soll. Wirklich hübsch gemacht und mit richtig viel Liebe zum Detail. Das ist auf jeden Fall etwas für junge Leser, spricht aber auch erwachsene Leser sofort an.

 

Eigener Eindruck:

Da ihr Vater eine Stelle in einem abgelegenen Forsthaus bekommen hat, zieht Luna samt ihrer Familie in eben jenes inmitten des Waldes. Für Luna eine ordentliche Umstellung, jedoch versucht sie das Beste daraus zu machen. Schon bald findet sie auf dem benachbarten Bauernhof einen ersten Freund und auch mit ihrem Flötenunterricht kann es weiter gehen, auch wenn der Lehrer alt und irgendwie gruselig ist. Als Luna beschließt in ihrem noch nicht fertigen Zimmer zu übernachten, landet eine Eule in ihrem noch nicht fertigen Dachfenster und lässt einen sonderbaren Schlüssel auf ihr Bett fallen. Es dauert nicht lange, bis Luna das passende Schloss dazu findet und in ihrem Zimmer eine geheime Tür öffnet, wo sie alte Sachen, aber auch eine wunderschöne Flöte entdeckt. Begeistert beginnt sie auf dieser zu Spielen und plötzlich geschieht das Unfassbare. Sie kann verstehen was die Tiere im Wald sagen und sich sogar mit ihnen unterhalten! Und das passiert keinen Moment zu früh, denn Wilderer haben sich im Wald breit gemacht und bedrohen das Leben des seltenen weißen Hirsches Arto! Für Luna ist sofort klar, dass sie helfen muss! Gemeinsam mit den Tieren schmiedet sie einen Plan…

 

Ach Gott, was war das für eine niedliche Geschichte. Die war so zuckersüß geschrieben, dass man fast Zahnweh davon bekommen kann. Die Geschichte liest sich sehr einfach und ist wirklich sehr kindgerecht gestaltet. Neben den magischen und fantasievollen Aspekten greift die Geschichte aber auch alltägliche Probleme auf. So zum Beispiel, dass man sich als Kind in einer neuen Umgebung auch erst einmal zurecht finden muss, dass man auch Ängste hat und dass eben nicht alles, was die Eltern gut finden einem selbst gefallen muss. Dass die Protagonistin ein Faible für Musik hat, gefiel mir auch ganz gut, denn ich denke, dass das durchaus ein Anstoß für Kinder sein kann auch ein Instrument lernen zu wollen. Begleitet wird die liebevolle Geschichte rund um Luna und die Waldtiere durch tolle Illustrationen, welche ab und an in dem Buch auftauchen. Das lockert das Lesen auf verbildlicht die eine oder andere Szene sehr gut. Von ihrer Art her ist die Protagonistin sehr angenehm und es macht Spaß sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Auch die Tiere haben wirklich tolle Charakterzüge. Es ist einfach stimmig. Ich kann es kaum erwarten noch mehr Abenteuer von Luna und ihren Freunden zu lesen.

 

Fazit:

Eine schöne Geschichte für junge Leserinnen, welche Wälder und Tiere lieben. Einfach klasse gemacht.

 

Gesamt:  

5 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783473403509

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Fester Einband

Umfang: 192 Seiten

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

Erscheinungsdatum: 14.02.2018

Othello 01 von Satomi Ikezawa


Zum Inhalt:

Zwei Seelen schlummern in mir . Die sechzehnjährige Yaya hat es nicht gerade einfach! Zu Hause hält sie ihr Vater an der kurzen Leine und in der Schule fühlt sie sich isoliert und einsam. Ewiges Opfer von Hohn und Spott ihrer "Freundinnen" Seri und Moe, bricht es ihr schließlich fast das Herz, als sich ihre Lieblingsband JULIET auflöst . Doch dieses ganz normale Teenie-Drama hat eine ungewöhnliche Wendung parat! Sieht die unscheinbare, hilflose und schüchterne Yaya in einen Spiegel, verwandelt sie sich in ihr komplettes Gegenteil: Nana! Nana ist das schlaue starke Supergirl und heizt nicht nur den beiden Zicken Seri und Moe gehörig ein!! Bei Othello geht es um die Veränderung der Persönlichkeiten, um Verwirrspiele und Verkleidungen. Mit doppelbödiger Ironie und ihrer eigenen Art von Humor schickt uns die Autorin auf eine Reise zwischen den Welten .

 

Cover:

Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen. Zu sehen sind hier auf Schachbrettmuster zwei Mädchen in Schwarz und Weiß, welche durch ein rotes Band scheinbar aneinander gefesselt sind. Wer die Geschichte kennt, der erkennt hier schnell die Anspielung auf die zwei „Persönlichkeiten“, welche sich in Nana/Yaya wiederspiegeln. Von dem Punkt aus gesehen ist das Cover also doch ganz gut gelungen.

 

Eigener Eindruck:

Seit dem Tod ihrer Mutter und durch einen überstrengen und peniblen Vater ist Yaya ein sehr schüchternes und verschlossenes Mädchen. Trotz dessen, dass ihre Freundinnen sie immer wieder mobben, scheint das Mädchen nicht zu merken, was um sie herum geschieht – oder sie traut sich nicht dagegen vorzugehen. Als Yaya Post von ihrem früheren „Ich“ bekommt, bei dem sie ihre Träume und Wünsche von damals noch einmal nachlesen kann, erkennt sie, dass sie früher ganz anders war. Da wollte sie gern Sängerin werden und im Mittelpunkt stehen. Doch das war früher und heute ist heute. Lediglich beim heimlichen Cosplay am Sonntag kann Yaya anders sein. Als ihre Freundinnen sie beim Cosplay sehen, versuchen sie sie vorzuführen, doch plötzlich ist Yaya nicht mehr Yaya, sondern Nana und die hat es faustdick hinter den Ohren. Nana schlägt ihre Feinde mit ihren eigenen Mitteln, singt sich die Seele aus dem Leib und schreckt nicht einmal davor zurück irgendwelche Typen zu verprügeln. Dumm nur, dass Yaya nicht bewusst ist, was sie da als Nana tut, denn mit einem Schlag auf den Kopf ist sie wieder Yaya und kann sich an nichts erinnern, bis sie schließlich wieder durch einen Schlag auf den Kopf zu Nana wird und wieder das Leben ihrer Mitmenschen aufmischt….

 

Dieser Manga ist wirklich gut gemacht. Die Story ist schön dynamisch und wartet mit allerhand lustiger Szenen auf. Während man zu Beginn der Geschichte noch Mitleid mit dem Charakter der Yaya hat und das Mobbing ihrer angeblichen Freundinnen kaum ertragen kann, ist man umso schadenfroher, wenn Yaya als Nana allen zeigt wo der Hammer hängt. Dabei bleibt kaum ein Auge trocken. Bisweilen ist dieser Wechsel von Nana zu Yaya oder Yaya zu Nana doch ein bisschen verwirrend, aber man gewöhnt sich mit der Zeit an das ganze Hin und Her und dann macht die Geschichte einfach Spaß. Dass Yaya/Nana natürlich nicht nur mit ihren unliebsamen Freundinnen auskommen muss und versucht sich selbst zu finden, nein, es gibt in der Geschichte natürlich auch noch einen Schwarm, dem ebenfalls gehörig Hören und Sehen vergeht, wenn Nana wieder einmal kein Auge trocken lässt. Wirklich fabelhaft gemacht diese Geschichte und absolut wert weiter verfolgt zu werden. Einzig der Zeichenstil ist nicht so mein Ding, weshalb ich einen Stern abziehen muss.

 

Fazit:

Ein schöner Girlie-Manga, welcher es voll in sich hat. Starke Dynamik und jede Menge Humor mit einer Prise Liebe. So muss ein guter Manga sein. Einzig der Zeichenstil ist nicht so mein Ding.

 

Gesamt:  

4 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783898859165

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 164 Seiten

Verlag: Egmont Manga und Anime Europe

Erscheinungsdatum: 01.01.2004

Haou Airen 01 von Mayu Shinjo


Zum Inhalt:

Das Mädchen und der Gangster
"Haou Airen" (dt.: Mein geliebter Herrscher) ist die neueste Serie der EMA-Bestsellerautorin Mayu Shinjo ("Virgin Crisis", "Kaikan Phrase").
 Sie erzählt die Geschichte des Mädchens Kurumi, dem auf dem Heimweg von der Arbeit ein verletzter Mann begegnet. Kurumi versorgt seine Wunde, und ehe sie sich versieht, hat sie sich auch schon ein wenig in den starken Fremden verliebt ... Doch so schnell er aufgetaucht ist, so schnell verschwindet er auch wieder. Ihre nächste Begegnung lässt allerdings nicht lange auf sich warten: Kurumi wacht auf einmal in Hakurons (so der Name des Fremden) Privatjet auf. Man verschleppt sie nach Hongkong ...! Wer ist dieser Hakuron? Und was will er von ihr?

 

Cover:

Das Cover fand ich sehr ansprechend. Zu sehen sind hier die Protagonistin Kurumi, wie sie in einem chinesischen, roten Kleid dem Betrachter entgegen lächelt. Im Hintergrund sieht man die Skyline einer Stadt, wahrscheinlich Honkong. Außerdem wird auf dem linken Teil des Covers das Gesicht des Protagonisten Hakuron abgebildet, welcher eine Waffe gezückt hält. Das macht natürlich neugierig, was es damit auf sich hat und so greift man gern zu dem Manga, um sich weiter zu der Geschichte zu informieren.

 

Eigener Eindruck:

Kurumi ist eine fleißige Schülerin aus Japan. Da es ihrer Mutter nicht so gut geht, versucht sie diese immer und überall mit den beiden Brüdern zu unterstützen. Um ihr Leben zu finanzieren arbeitet das Mädchen hart, denn Medikamente und Lebensmittel sind teuer. Eines Tages trifft Kurumi auf einen verletzten Mann und hilft diesem indem sie ihn mit nach Hause nimmt. Er stellt sich als Hakuron vor und ist am nächsten Morgen auf mysteriöse Weise verschwunden. Während Kurumi sich noch Gedanken macht, was mit ihm geschehen sein könnte und warum er einfach verschwunden ist, wird sie auf dem Weg zur Schule entführt und findet sich wenig später in einem Privatjet wieder der sie nach Hongkong bringt. Kurumi erfährt so, dass Hakuron ein einflussreicher Triaden-Chef ist und fortan bei ihm bleiben soll…

 

Der erste Band des Mangas „Haou Airen“ begeistert mit detaillierten Erklärungen zur Person „Kurumi“ sowie tollen Zeichnungen, welche mit viel Liebe zum Detail gestaltet sind. Außerdem ist die Story an sich lesenswert, auch wenn ich finde, dass sie an der einen oder anderen Stelle nicht unbedingt logisch daher kommt. So will mir einfach nicht in den Kopf, wie Kurumi die Tatsache, dass sie entführt wurde doch recht kalt lässt. Nein, stattdessen scheint sie sich vom Fleck weg in den Charakter des „Hakuron“ zu verlieben. Irgendwie doch ein ziemlich starker Fall von Stockholm-Syndrom. Lässt man aber diese Logikfehler bei Seite, so verspricht der Manga doch recht spannend zu werden, denn die Thematik rund um die chinesische Mafia ist mal was Neues und ich bin gespannt welche Abenteuer die beiden erleben werden.

 

Fazit:

Ein ganz spannender Auftakt und durchaus lesenswert, auch wenn die Geschichte nicht unbedingt logisch daher kommt. 

 

Gesamt:  

4 von 5 Sterne

 

Daten:

ISBN: 9783770465323

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 171 Seiten

Verlag: Egmont Manga

Erscheinungsdatum: 15.06.2006