Montag, 11. Juli 2016

Dragon Ball Band 16: Duell der Giganten von Akira Toriyama


Son Goku befindet sich noch immer im großen Turnier der westlichen Hauptstadt im Kampf gegen Tenshinhan, gegen den er das letzte Turnier verloren hat. Immer wieder begeistert der junge Held durch neue Tricks und vor allem immer mehr Stärke. Als es schließlich zum entscheidenden Showdown kommt, kann Son Goku den Kampf für sich entscheiden. Als Folgekampf tritt der unscheinbare Shen gegen Piccolo an. Während sich der Spross des Oberteufels seiner Sache sicher ist, überrascht Shen den Teufel, indem er das Mafuba anwenden möchte. Doch die Rechnung wurde ohne Piccolo gemacht, denn schnell erkennt er, dass Shen von Gott besessen ist und wendet ein Gegenmafuba an. Zum Entsetzen aller verschlingt Piccolo den Behälter in dem sich Gott befindet. Nun ist es an Son Goku im Kampf gegen Piccolo zu bestehen und so eine Katastrophe zu verhindern. Doch Piccolo wird kein leichter Gegner für den so gut trainierten jungen Mann. Es kommt im wahrsten Sinne des Wortes zum Kampf zwischen zwei Giganten.


Wieder einmal hat Akira Toriyama ein kleines Meisterwerk erschaffen. Es kommt immer wieder zu spannenden Wendungen und dramatischen Szenen, abgerundet mit immer fantsievolleren Kampfszenen. Man fiebert mit dem Helden mit und hofft, dass er gewinnen wird. Während des Kampfes rückt das Turnier immer wieder in den Hintergrund, jedoch hält Son Goku trotz allem an den Grundregeln fest und besteht auf einen fairen Kampf, während seine Freunde mit ihm am Rand des Ringes mitfiebern. Die Szene in der Piccolo das Mafuba abwendet und den Behälter mit Gott verschluckt ist in diesem Band eine der spannensten. Denn nun stellt sich die Frage, was denn wohl passiert, wenn Son Goku Piccolo besieht. Schon einmal deutete Gott an, dass er dann auch verschwindet, weil die beiden einst ein Teil waren. Auch der Cliffhänger zum Ende des Bandes ist wirklich grandios gemacht. Gerade, als es richtig spannend wird, endet der Band und man kann gar nicht anders, als sich den nächsten zur Hand zu nehmen, schließlich möchte man wissen ob Son Goku diesen finalen Angriff durch Piccolo überlebt.

Weiterhin kann ich den Manga allen empfehlen, die die Animeserie mochten und einen guten und abwechslungsreichen Manga lieben. Ihr kommt hier voll und ganz auf eure Kosten. 


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (15. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551733082
  • ISBN-13: 978-3551733085
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 2 x 17,5 cm

Rush of Love - Erlöst (Rosemary Beach Series Band 2) von Abbi Glines

Blaire ist in ihre Heimat nach Alabama zurück gekehrt und möchte alle hinter sich lassen, was in Rosemary Beach geschehen ist. Sie möchte einfach nur vergessen, was ihr Vater ihr angetan hat und vor allem ihre große Liebe Rush. Die Anschuldigungen gegen ihre Mutter sitzen tief und Blaire beschließt nach vorn zu blicken und sich ein neues Leben aufzubauen. Doch gerade, als ihr Leben vielleicht wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden könnte, wird sie erneut vom Schicksal gebeutelt. Denn sie ist schwanger. Und das von keinem Geringeren als ihrer verlorenen Liebe Rush. Als es zu Problemen in Alabama kommt, kommt Blaires Freundin Bethy wie gerufen. Diese nimmt sie wieder mit nach Rosemary Beach, wo sie vorerst mit Bethy eine Wohngemeinschaft bezieht, stets in der Hoffnung, dass sie Rush nicht begegnet und niemand ihr Geheimnis erfährt. Doch der Chef des Golfclubs Woods kommt ihr schnell auf die Schliche und bietet seine Hilfe an, die sie dankbar annimmt. Als Rush erfährt, dass Blaire wieder zurück ist, schöpft dieser Hoffnung und setzt alles daran Blaire wieder für sich zu gewinnen, doch immer dann, wenn er seinem Ziel nahe scheint, geschieht etwas, was die beiden wieder entzweit. Und wieder einmal muss sich Blaire fragen, wo sie im Leben stehen möchte. An Rushs Seite oder fernab der Welt von Rosemary Beach ohne Rush und somit ohne einen Vater für ihr Kind.

Die Fortsetzung um Blaire und ihren vermeintlichen Stiefbruder Rush ist wirklich gut gelungen und das Buch hat mir sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Jedoch muss ich auch gestehen, dass dieses Hin und Her zwischen Rush und Blaire irgendwann schon ein bisschen nervig wurde und vor allem ihre ganzen Bettgeschichten wurden mir irgendwann einfach zu viel, scheinbar hat die Autorin es sich zur Aufgabe gemacht die beiden wirklich aus allen Winkeln und in allen Situationen zu beleuchten. Trotzdem finde ich die Idee und vor allem die Geschichte zu den beiden wirklich gut gelungen, denn immer wenn du denkst, es kann einfach nicht mehr schlimmer kommen, dann kommt es natürlich schlimmer und das mit Anlauf. Getreu dem Motto, wenn schon Scheiße, dann Scheiße mit Schwung. Endlich erfährt man in diesem Band auch ein bisschen mehr über Blaire, ihre Zwillingsschwester und vor allem aber auch über Rush und seine Vergangenheit. Ich fand es sehr schön, dass die beiden diesmal die erzählenden Protagonisten waren und man so auch Einblick in die Gefühlswelt von Rush hatte - besonders das war auch sehr überraschend für mich, denn eigentlich hatte ich ihn für einen wirklich schlimmen Draufgänger gehalten, doch plötzlich sieht man ihn als Softie, der seiner Blaire richtiggehend hinterhertrauert und sich ein Leben ohne sie einfach nicht mehr vorstellen kann. Neben Blaire und Rush geht es in diesem Band aber auch um die zerrütteten Familienverhältnisse von den beiden, aber auch Rushs Schwester Ann wird näher beleuchtet. So klärt sich endlich auf, weshalb Blaires Vater die Familie verließ und was wirklich hinter seiner Flucht steckt. Rush muss erkennen, dass alles, was er je geglaubt hat ebenfalls eine riesengroße Lüge war und muss nun entscheiden, was er aus diesen Informationen macht und vor allem, wie er von nun an seiner Mutter entgegen treten soll.

Blaire als Protagonistin muss auch in diesem Band wieder sehr viel über sich ergehen lassen. Immer wieder erlebt sie Enttäuschungen, die sie ihre Entscheidungen immer wieder umwerfen lassen. Trotzdem bewahrt sie ständig einen kühlen Kopf und versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Was sie in meinen Augen immer wieder sehr sympathisch macht ist, dass sie versucht auf eigenen Beinen zu stehen und niemanden zur Last zu fallen. Manchmal scheint sie sogar wie besessen darauf zu sein, sich in keine Abhängigkeiten zu begeben. Besonders scheint es Blaire aber auch sehr unangenehm zu sein sich in den höheren Kreisen der Society zu bewegen. Immer wieder stellt sie fest, dass sie für das schillernde, aber oberflächliche Leben der Reichen einfach nicht gemacht ist.

Rush lernt der Leser hier, wie bereits schon erwähnt, in einem völlig neuen Licht kennen. Der Draufgänger scheint zu Beginn des Romans regelrecht vor sich hin zu vegetieren und erst als er erfährt, dass Blaire wieder da ist scheinen seine Lebensgeister und vor allem seine Vernunft wieder zu kehren. Er legt sich sogar mit seiner Familie an, die sonst immer an erster Stelle stand. Er versucht alles Mögliche, um seine Blaire wieder zurück zu bekommen. Doch dabei hat er oft mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihm immer wieder Steine in den Weg legen, besonders dann, wenn er wieder komplett ausrastet.

Woods nimmt in diesem Band die Rolle des guten Helfers ein, was ihn in meinen Augen wirklich immer sympathischer macht. Er verfolgt keine bösartigen Absichten, sondern möchte einfach nur, dass es Blaire gut geht, auch wenn er Rush scheinbar nicht leiden kann. Trotzdem unterstützt er aber auch Rush, um Blaire wieder für sich zu gewinnen. Schließlich ist Rush der Schlüssel zu Blaires Glück.

Empfehlen möchte ich das Buch allen, die bereits den ersten Band möchten und unbedingt wissen wollten, wie es mit Rush und Blaire weiter geht. Solltet ihr den ersten Band noch nicht gelesen haben, empfehle ich euch, dies schleunigst nachzuholen, da dieser Band auf den ersten aufbaut und direkt nach dem Ende des ersten Bandes anknüpft. 

Liebe: 5/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 3/5
Schreibweise: 5/5

Gesamt: 4/5


  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (16. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492304370
  • ISBN-13: 978-3492304375
  • Originaltitel: Never too far
  • Größe und/oder Gewicht: 12,2 x 2,7 x 18,8 cm

Dragon Ball Band 15: Chichi von Akira Toriyama


Die Freunde können es kaum glauben, aber es ist wahr. Die Brut des Oberteufel Piccolos hat überlebt und tritt nun beim großen Turnier in der westlichen Hauptstadt mit an, um an Son Goku für seinen Vater Rache zu nehmen. Doch bis die beiden Giganten gegeneinander antreten können, muss sich Tenshinhan gegen den tot geglaubten TaoBaiBai behaupten, der vor nichts und niemanden zurück schreckt. Und Son Goku muss gegen die Unbekannte Kämpferin namens Chichi antreten, die augenscheinlich ein Hühnchen mit dem sympathischen Kämpfer zu rupfen hat. Während Son Goku wegen ihrer Person scheinbar im Dunkeln tappt, wird sie deswegen so richtig sauer. Schließlich kommt es zu einem Kampf zwischen Tenshinhan und Son Goku, den beiden so lang entgegen gefiebert haben, nachdem Tenshinhan beim letzten Turnier zwar gewonnen hatte, aber dies mehr mit Glück zu tun hatte. Endlich können die beiden sich im Kampf messen und sehen, wer wirklich der stärkere Kämpfer ist.


- Achtung Spoiler -

Diese Fortsetzung ist wirklich eine der Besten, wie ich finde. Nochmals werden Charaktere aus der Vergangenheit aktiviert und Taten aus teilweise den ersten Bänden werden nun zum Tragen kommen, denn eh sich der Held versieht hat er eine Verlobte. Denn Chichi keine Geringere als die Tochter des Rinderteufel vom Bratpfannenberg. Als sie die Aussage trifft, dass er ihr versprochen hat sie zu heiraten, war ich kurz perplex und musste selbst in den früheren Bänden nachschauen. Aber tatsächlich, so steht es da. Ein kleiner Geneistreich. Ich finde es wirklich klasse, dass der Autor immer wieder auf alte Tatsachen zurück greift. Auch tauchen in diesem Band der Herr der Kraniche wieder auf und dessen vermaledeiter Bruder TaoBaiBai. Ein schöner Abschluss für den Charakter Tenshinhan, denn endlich kann er zeigen, dass er vollends auf der Seite der Guten steht. Dieser Band ist sehr kampflastig, jedoch sind die Dialoge wieder Gold wert. Neben ernsten Szenen schafft der Autor es wieder einmal jede Menge Witz mit einzubauen und so den Manga ungemein aufzulockern. Son Goku ist sich seiner Sache sicher, scheint aber diesmal weniger überheblich. Das neue Design der Figuren gefällt mir noch immer sehr gut und vor allem Son Goku steckt weiterhin voller Überraschungen. Den Manga empfehle ich weiterhin allen, die den Manga schon als Animeserie geliebt haben. Der Klassiker gehört einfach in jedes Regal und macht immer und immer wieder Spaß.


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (22. August 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551733074
  • ISBN-13: 978-3551733078
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 1,5 x 17,7 cm

Freitag, 8. Juli 2016

Dragon Ball Band 14: Piccolos Geheimnis von Akira Toriyama


Son Goku ist wieder da und vor allem stärker denn je. Endlich hat er von dem magischen Wasser getrunken und kann gegen den Oberteufel Piccolo antreten. Doch der Kampf scheint trotz allem fast aussichtslos. Mit letzter Kraft schafft es der kleine Held dem Oberteufel das Handwerk zu legen, doch bevor Piccolo verschwindet, hinterlässt er seine Brut mit dem Versprechen, dass sich diese an Son Goku rächen wird. Doch für Son Goku zählt vorerst nur eins, er will zum Schöpfer der Dragon Balls reisen, um ihn darum zu bitten Shenlong wieder zu erschaffen und somit seine Freunde wieder zu beleben. Und der Schöpfer ist niemand anderes als Gott. Dieser erfüllt ihm seinen Wunsch, hat jedoch eine Bedingung. Son Goku muss im Himmel für seinen nächsten großen Kampf trainieren und darf seine Freunde erst zum nächsten großen Turnier wieder sehen, wo ihn auch gleich die Brut Piccolos erwartet.

Wieder einmal ist Akira Toriyama eine ganz wunderbare und vor allem spannende Fortsetzung des Mangas gelungen. Immer wieder schafft es Toriyama den Leser in Erstaunen zu setzen. So ist auch in der Welt von Son Goku und seinen Freunden Gott mit dem Teufel sehr eng verbunden, jedoch auf andere Weise, als in unserer christlichen Religion. Mit dem Palast Gottes hat der Zeichner außerdem eine neue Welt geschaffen, in der Son Goku von nun an trainieren darf und dieser erinnert mich irgendwie an einen indischen Tempel. Auch das Wiedersehen der Freunde ist wieder eine absolute Freude. Kuririn, Bulma, Yamchu und sogar Son Goku erleben in diesem Band ein komplettes Neudesign. Son Goku ist also endlich erwachsen und scheint auch gleich eine Verehrerin zu haben - die ihn scheinbar schon länger kennt, er kann sich jedoch nicht daran erinnern. Es bleibt also auch hier spannend, wer die Unbekannte ist. Und natürlich kommt es zum Auftritt der Brut von Piccolo, welche seinem Vorgänger arg ähnelt. Es bleibt spannend und ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Mangaklassikers. Dieses Turnier scheint völlig neue Dimensionen anzunehmen und man fragt sich langsam, ob es überhaupt noch eine Steigerungsform der Kämpfe gibt. Wenn man bedenkt, wie klein Son Goku und Kuririn einst angefangen haben und wie stark sie nun sind, glaubt man, dass dem kleinen Kerl wirklich keine Grenzen gesetzt sind.

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (15. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551733066
  • ISBN-13: 978-3551733061
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 1,7 x 17,5 cm

Mittwoch, 6. Juli 2016

Gefangene Herzen Band 2 von Matsuri Hino



Nachdem Suzuka nun endgültig im Anwesen der Familie Kogami wohnt, flüchtet sie immer wieder vor Megumi, da sie seine Nähe etwas strapaziert und sie nicht weiß, wie sie mit ihm nach dem Kuss umgehen soll. Nachdem Megumi Suzuka endlich gefunden hat und zur Rede stellen möchte, taucht ein junger Mann auf, der um Suzukas Hand anhalten möchte, um sein familiäres Imperium weiter auszubauen und in der Familienerbfolge die Oberhand zu bekommen. Megumi ist entsetzt, kann dem jungen Bengel, der sich Hiru nennt, aber nichts entgegen setzen, denn eigentlich scheint der ganz in Ordnung. Außerdem hat Hiru selbst einen Butler, der entfernt mit Suzuka verwandt ist, was bedeutet, dass der Fluch auch zu dessen Gunsten arbeitet und Megumi ihm ebenfalls zu Diensten sein muss, was dieser auch schamlos ausnutzt. Und dann taucht auch noch Megumis Mutter auf, ihres Zeichnes Agentin bei Interpol und vorrangig für Fälle mit Menschenhandel zuständig, die auf die Mithilfe von Suszuka angewiesen ist. Denn nur Suzuka kann die Männer identifizieren, die sie einst selbst verschleppt haben.

Wieder ist der Autorin ein ganz wunderbares Werk gelungen, was lediglich einen Dämpfer dadurch erhält, dass die Geschichte sich wieder viel zu schnell entwickelt. Die Ideen und die Charaktere die die Autorin verwendet sind weiterhin sehr vielschichtig und haben alle ihre ganz eigenen Macken, was sie in meinen Augen ungemein sympathisch macht. Endlich erfährt man in diesem Band mehr über die Vergangenheit von Suzuka, die ihr wirklich schwer zu schaffen macht. Aber man bekommt auch einen Einblick in die Welt von Megumi und obwohl diese sehr lustig dargestellt wird, muss man doch ein bisschen Mitleid mit ihm haben. Auch in diesem Band kommen sich Megumi und Suzuka wieder etwas näher und man erkennt, dass die beiden doch mehr miteinander verbindet als der Fluch. Suszuka ist sogar bereit sich für Megumi mit Hiru zu verloben, nur damit sie mehr über den Fluch und dessen Auflösung erfahren kann. Wirklich richtig gut gemacht. Und vor allem spannend.

Empfehlen möchte ich diesen Manga weiterhin allen, die gern Mangas mit romantischen und humorvollen Hintergründen mögen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn ich bin wirklich gespannt, wie es mit den beiden Charakteren weiter geht - natürlich hoffe ich auf ein Happy End ;-)


  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1., Auflage (30. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551758662
  • ISBN-13: 978-3551758668
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1,8 x 17,6 cm

Sonntag, 3. Juli 2016

Gefangene Herzen Band 1 von Matsuri Hino



Seit jeher dienen die Ahnen des kleinen Megumi der Familie Kogami als Butler. Nachdem die kleine Tochter der Familie Suzuka geboren wird, verschwinden die Kogamis spurlos und Megumi erbt das gesamte Vermögen mit dessen Vater. Jahre später hat sich Megumi an ein Leben in Saus und Braus gewöhnt, liebt seinen Luxus und widmet sich seinen Studien, als sein Vater erneut aufbricht, um die Familie Kogami zu suchen. Ehe sich Megumi versieht, steht er der mittlerweile erwachsenen Suzuka gegenüber, welche nicht ein einziges Wort japanisch spricht. Sofort scheint Megumi Feuer und Flamme für das Mädchen zu sein, spricht sie mit Mylady an und versucht ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, was dem Mädchen gehörige Angst einjagt. Megumi erkennt sich selbst nicht wieder und erfährt von seinem Vater, dass ein Fluch auf seiner Familie liegt. Einst stahl ein Dieb eine heilige Schriftrolle von den Kogamis und als dieser Dieb die Rolle öffnete, wurde er mit dem Fluch belegt, dass all seine Nachkommen der Familie Kogami zu dienen hätten. Für Megumi bricht eine Welt zusammen, da er sich um seinen Luxus und seine Freiheit sorgt. Doch schnell wird klar, dass Suzuka keinesfalls seine Situation ausnutzen, sondern ihm sogar helfen möchte, den Fluch zu lösen. Nach und nach kommen die beiden sich näher, doch immer wenn Megumi Suzuka in die Augen schaut, scheint der Fluch seine Wirkung zu zeigen und er mutiert zum überfürsorglichen Butler.


Den Manga hatte ich durch Zufall entdeckt und fand die Geschichte ganz lustig beschrieben und auch das Cover ganz ansprechend. Enttäuscht wurde ich nicht. Ganz im Gegenteil war ich sehr überrascht über die Story. Die Charaktere sind vielschichtig gestrickt, haben allesamt ihr eigenen Macken und sind doch ganz herzig. Megumi mit seiner schnöden Art kommt dem Leser zu Beginn sehr verwöhnt und eigensinnig vor, doch als der Fluch zuschlägt wird er für den Leser immer sympathischer. Er hadert oft mit sich selbst und versucht doch das Beste aus seiner Situation zu machen. Auch Suszuka ist ein ganz herziger Charakter, den man einfach ab der ersten Minute gern haben muss. Sie gibt sich Mühe die japanische Sprache zu lernen und nutzt ihre Situation keinesfalls aus. Trotzdem bleibt ihre Vergangenheit bis auf ein paar Hinweise erst einmal im Dunkeln. Die Zeichnungen sind auch sehr gut gemacht und sind ebenfalls breit gefächert. Besonders Spaß machen die Situationen, in denen der Fluch zuschlägt und Megumis Vater seine Auftritte hat. Die Karikaturen und Chibis, die hier dargestellt werden sind einfach der absolute Oberhammer. Einzig die schnelle Abhandlung in der Story dämpft den Lesespaß ein klein wenig, weshalb es auch einen Stern Abzug gibt. Ich hätte mir schon mehr Details gewünscht. Besonders, wenn es um die Vergangenheit von Suzuka und Megumi sowie um den Fluch und deren Beziehung zueinander geht.

Empfehlen möchte ich diesen Manga allen, die gern humorvolle, aber auch romantische Mangas lesen. Ihr kommt hier definitiv auf eure Kosten. Ich für meinen Teil freue mich schon auf die Fortsetzungen, denn die Geschichte zwischen Megumi und Suzuka scheint recht interessant zu werden.


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1., Auflage (23. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551758654
  • ISBN-13: 978-3551758651
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2 x 17,7 cm

Squib Feeling Blue (Oneshot) von Arina Tanemura



Das junge Mädchen Kajika ist Mitglied eines Ninja-Clans, bei dem ihr seit Kindesbeinen an eingetrichtert wird, dass sie ihre Fähigkeiten verbergen soll, um feindlichen Clans nicht in die Hände zu fallen. Außerdem trainiert sie hart mit dem "Familiengeheimnis" und der "Geheimwaffe" ihres Clans. Ihr Freund und Schulkamerad Yuga ist heimlich in das Mädchen mit dem akuten Helfersyndrom verliebt, doch sie hat nur Augen für den Schulschwarm Fujisaki. Als dieser von ihr verlangt, dass sie mädchenhafter werden soll, willigt Kajika ein, was Yuga und ihrem Großvater ganz und gar nicht gefällt. Und dann fällt Kajika fast auf einen sehr gemeinen Trick herein, muss aber auch erkennen, dass ihr Herz nicht wirklich für Fujisaki schlägt, sondern für jemand ganz anderes.

Die Hauptgeschichte in Squib Feeling Blue dreht sich um Kajika, jedoch tauchen hier auch noch drei weitere Geschichten rund um die Liebe auf. An sich sind die Geschichten wirklich toll, jedoch nicht gut genug ausgebaut. Obwohl es sich hier um einen One-Shot handelt, hätte ich doch mehr von Arina Tanemura erwartet, kenne ich schließlich auch viel liebevoller gestaltete Geschichten von ihr. Die Zeichnungen der Autorin sind in gewohnt guter Qualität, was dem Manga wieder mehr Pluspunkte einheimst, jedoch macht es die schnelle Abfolge der Story und die etwas lieblos dahin geklatschten Szenen nicht wieder wett. Um ehrlich zu sein bin ich von diesem Manga ganz schön enttäuscht. Schade eigentlich. Auch die Ähnlichkeiten der Charaktere mit den aus anderen Reihen ist wieder sehr auffällig. Ich hätte mir neuere Charaktere gewünscht, zumindest vom Aussehen her. Besonders bei Mangas hat man sehr viel Möglichkeiten Charaktere zu schaffen. Man könnte meinen, dass Arina nur standardmäßig diese eine Art von Charakteren beherrscht.

 

3 von 5 Sterne


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Egmont Manga; Auflage: 6 (15. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898859150
  • ISBN-13: 978-3898859158
  • Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1,5 x 18 cm

Samstag, 2. Juli 2016

Dystopia - Love At Last Sight von Judith Park

Dionne und Lyon sind Bruder und Schwester. Während Lyon das Herzstück der Familie zu sein scheint, ist Dionne immer nur der Prellbock. Scheinbar können sie und ihre Eltern keinen Draht zueinander finden. Um Dionne Halt zu geben ist Lyon immer für seine kleine Schwester da und somit ihre engste Bezugsperson. Oft wird Dionne von Albträumen gequält, in denen Lyon aus ihrem Leben verschwindet. Als sich ihre Freundin Shikku für Lyon interessiert ist Dionne Feuer und Flamme. Doch was so schön beginnt, endet für die beiden Mädchen in einem Albtraum, als Lyon bei einem Verkehrsunfall verunglückt. Und plötzlich ist da jemand in Dionnes Familie, der Lyon zum verwechseln ähnlich sieht... Dionne kann es einfach nicht glauben.



 -Achtung Spoiler -


Ihr kennt das sicher. Ihr kauft ein Buch oder ein Manga, weil euch das Cover gefällt und dann die pure Ernüchterung.  Die Zeichnungen in dem Manga sind nicht unbedingt schlecht, sind mir aber zu simpel und zu überkitscht - schon mal nen Familienvater gesehen, der aussieht wie 16, sein Hemd oben offen trägt und ne Krawatte drüber? Nee? Aber sowas zeichnen... Auch die Geschichte finde ich weniger ansprechend. Die Liebe zwischen Shikku und Lyon hätte viel besser ausgebaut werden können und auch die Bruder-Schwester-Verbindung mehr beleuchtet. Und dann kam irgendwann der absolute Oberknaller, bei dem ich dachte, dass ich vom Glauben abfalle. Ein Klon? Von Lyon? Weil dieser einen Herzfehler hatte und sie einen Organspender brauchten? Wie krank ist das denn bitteschön? Erst einmal die Eltern, die bereit sind ein Leben für ein anderes auszulöschen und dann, weil der Goldjunge tot ist, den Klon als Ersatz nehmen? Der ist dann auch plötzlich da, keiner weiß wo er war, was er so lange gemacht hat etc. - hat der in einem Gefrierschrank gelagert oder was? Das ist so an den Haaren herbei gezogen... und dann noch die Freundin von Dionne - Shikku. Verliebt sich in Lyon, dann bricht ihre Welt zusammen und dann kommt der Klon daher und sie ist wieder Feuer und Flamme? Ganz glatt ist die aber auch nicht nein? Und je verzwickter die Situation wird, desto unerträglicher wird der Charakter der Dionne. Sie zickt, sie übertreibt und innerhalb von Sekunden ist alles wieder tuttifrutt. Das ist nicht dein Ernst liebe Autorin? Wenn man schon die Thematik Klone als Ersatzteillager einführt, sollte man das auch sensibler behandeln, und weiter ausbauen - besonders wenn der Bengel dann auch noch in die Familie soll, die ihn ja eigentlich geopfert hätte. Für mich geht dieser Manga ganz und gar nicht. 

Empfehlen kann ich dieses Werk keinesfalls und ich kann auch nicht verstehen, wie so ein gequirlter Quark in die Daisuki kommen konnte. Ich habe die Daisuki als Jugendliche immer gern gelesen, weil man dort Klassiker gefunden hat wie z.B. God Child, Fruits Basket etc. Das hatte ja noch Sinn und Verstand, aber Dystopia? Absolutes no go. Da kann man noch so gut zeichnen wie man will, wenn die Story nicht stimmt, ist es einfach vertane Liebesmühe. Schade eigentlich. 

1 von 5 Sterne


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Carlsen (22. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551774420
  • ISBN-13: 978-3551774422
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 1,7 x 17,6 cm

Die kleine Fußballmannschaft - Der Schrecken der Kreisliga von Jackie Niebisch

Große Aufregung im Gerichtssaal des Sportgerichts. Angeklagt: Die kleine Fußballmannschaft. Fühlen sie sich schuldig? Nein! Gewiss nicht, schließlich fühlen sie sich noch wie die Helden der Kreisliga. Aber niemand entkommt den strengen Ausführungen des Richters. Die kleine Fußballmannschaft muss sich erklären und das aus gutem Grunde. Denn der FC ist nicht etwa durch gutes Können, sondern durch ganz miese Tricks zum Sieg in der Kreisliga gekommen. Nicht einmal vor den Schiedsrichtern wurde mit ihren Machenschaften Halt gemacht. Da geht es um Trikotklau und -manipulation, übergroße Torhüterhandschuhe, Trillerpfeifen-Sabotage, verwirrende Trikotnummern und Decknamen sowie Elfer-Erschleicher und unerlaubten Schokoladentransfer zu anderen Mannschaften. Begleitet Hirni, Klinsi und Co. dabei, wie sie nach und nach ihre gemeinen, ausgebufften und durchaus witzigen Tricks offenbaren müssen.

Ich habe das Buch eher durch Zufall durch eine Fehllieferung bekommen, fand es dann aber vom Cover her so niedlich, dass ich es zum Verschenken behalten habe, da wir fußballbegeisterte Kinder in unserem Bekanntenkreis haben. Jedoch verschenke ich nichts, was ich vorher nicht kenne. Deshalb habe ich es gelesen und ich muss sagen, mir sind die Tränen gelaufen vor Lachen. Es ist wirklich klasse geschrieben, dass muss man schon sagen. Selbst als nichtfußballbegeisterter Bürger hat man hier seinen Spaß, denn die Tricks der kleinen Fußballmannschaft sind einfach nur klasse. Das Buch unterteilt sich in kleine Abschnitte, die immer mit den passenden Illustrationen ausgeschmückt worden sind. Neben den liebevollen Karikaturen, können fußballbegeisterte Jungs ihr Lesekönnen unter Beweis stellen. Ich denke, dass es ab der zweiten Klasse ruhig gelesen werden kann, ob allein oder mit Mama und Papa. Sicher sind einige schwere Worte und Wendungen dabei, wie z.B. ein kleiner bayrischer Dialog, jedoch denke ich, dass das mit Hilfe der Eltern auch kein Problem mehr darstellt. Auch die Moral aus der Geschichte finde ich erzieherisch sehr wertvoll. Grundlegend wird den Kindern hier vermittelt, dass es wichtig ist, fair zu bleiben. Um besser zu werden, sollte man trainieren, anstatt gemeine Tricks anzuwenden. Und wer nun einmal etwas ausfrisst, der muss für seine Taten auch gerade stehen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben.

Empfehlen möchte ich das kleine Büchlein allen lesebegeisterten Jungs, die gern lachen sowie Eltern, die vielleicht mit ihren Kindern lesen üben wollen und natürlich Kindern, die Fußball im allgemeinen mögen. Ich habe dem lediglich einen Stern abgezogen, weil ich finde, dass die Begriffe und der eine kleine bayrische Dialog wohl etwas schwer werden könnten, ansonsten bin ich aber restlos begeistert - und das wohl gemerkt, obwohl ich keinen Fußball mag. Als Geschenk eignet sich das Büchlein auf jeden Fall und ich glaube ich werde es nicht nur einmal verschenken.


  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: cbj (15. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570128903
  • ISBN-13: 978-3570128909
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 10 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 16,4 x 1,2 x 21,8 cm

Freitag, 1. Juli 2016

Zitrönchen - Ein gutes Pferd hat keine Farbe von Maria Durand

Diese Sommerferien sollen etwas ganz besonderes für die fast dreizehnjährige Jo und ihre kleine Schwester, die elfjährige Mücke werden, denn sie dürfen mit dem Reiten anfangen. Völlig aus dem Häuschen eilen die beiden Schwestern heim und beweisen sich schon auf dem Nachhauseweg, dass sie einiges an Wissen über die großen und edlen Vierbeiner angehäuft haben. Unterwegs treffen sie bereits auf ihren neuen Reitlehrer, den sie fortan Seba nennen dürfen. Sobald die beiden Mädchen sich schließlich mit ihrer Oma auf den Reiterhof begeben, werden sie herzlich empfangen und lernen, was es heißt, Verantwortung für ein Pferd zu übernehmen. Es gilt Ängste zu überwinden und natürlich ordentlich mit anzupacken. Besonders die erste Reitstunde bleibt den Mädchen in Erinnernung, erleben sie doch, wie das gefürchtetste Pferd im Stall die gute, aber eingebildete Reiterin Samantha in den Sand setzt. Alle Mädchen am Hof scheinen sehr viel Respekt vor diesem Pferd zu haben, behaupten sogar, dass der Teufel immer mitreitet. Doch Jo ist unerschrocken und freundet sich mit Zitrönchen an. Für sie ist Zitrönchen das schönste Pferd auf der ganzen Welt. Als sie selbst schließlich Zitrönchen reiten darf, bemerkt sie schnell, dass sie eine ganz besondere Bindung zu diesem Pferd hat. Jedoch scheint Zitrönchen für andere Reiter und deren Eltern eine Bedrohung zu sein und so muss Seba handeln, wenn er sich Ärger mit seinem Verpächter ersparen will. Für Jo scheint die Welt zusammen zu brechen. Jedoch hat sie die Rechnung nicht mit Seba und ihrer supercoolen Oma gemacht.

Ich durfte dieses supersüße Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass ich es einfach nur schön fand. Auch wenn es ein Kinderbuch ist und die Schreibweise sehr einfach gehalten, hat es mir sehr viel Spaß gemacht mit Jo und Mücke die Welt der Pferde zu entdecken. Ich habe schon als Kind Pferdebücher geliebt und habe das Büchlein regelrecht verschlungen. Hier geht es nicht nur darum, dass die Mädchen die Vorteile der Pferdewelt kennen lernen, sondern auch begreifen, dass ein Pferd sehr viel Verantwortung bedeutet, sogar auch gefährlich sein kann, wenn man sie falsch behandelt. So lernen die Mädchen Pferde zu unterscheiden, wie man sie richtig putzt, wie man sie richtig behandelt und vor allem auch, was zu tun ist, wenn es einem der Pferde vielleicht einmal nicht so gut geht. Das Buch ist also nicht nur Lesefreude, sondern auch eine kleine Lehrstunde. Die Charaktere sind allesamt sehr liebevoll gestaltet und die Kinder handeln auch so, wie es echte Kinder eben tun würden. Natürlich sind ein paar Dinge geflunkert, aber das ist egal, weil es sich wirklich schön liest. Die Emotionen der Mädchen werden sehr schön dargestellt und man kann regelrecht sehen, wie die Mädchen im Stall zittern, wenn es heisst, dass eine von ihnen heute Zitrönchen reiten soll.

Jo als Protagonistin muss man einfach lieben. Sie ist sehr eifrig bei der Sache und genau wie ihre Schwester Mücke sehr pferdebegeistert. Sie hat sich sehr gut informiert und kommt daher zu Beginn ein bisschen besserwisserisch daher, doch das ist okay, weil die Kids so einen guten Einstieg in die Thematik Pferde haben. Außerdem ist Jo ein sehr verträumtes Mädchen, was ich richtig schön finde. Sie ist einfach bodenständig und Kind geblieben, nicht so frühreif, wie manche Charaktere in Büchern dargestellt werden.

Seba als Reitlehrer ist einfach eine Wucht, er kümmert sich um alles, ist immer fair und greift doch hart durch, wenn es um die Pferde oder um sein Schüler geht. Trotzdem ist er ein herzensguter Mensch und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich auch gern einen Seba zum Reitlehrer gehabt hätte, als ich damals reiten gegangen bin. Da kann man fast schon ein bisschen neidisch werden.

Luis als Neffe von Seba versteht viel von Pferden und ist ein herzensguter und vor allem mutiger junger Mann. Auch ihn muss man einfach gern haben, auch wenn er etwas zu kurz kommt, hatte ich ein bisschen das Gefühl. Seinen Charakter hätte man ruhig noch ein bisschen mehr beleuchten können.

Die Oma als gute Seele der Familie und rettender Anker ist ja mal der absolute Oberhammer. Wer will nicht so eine supercoole Oma haben, die für jeden Schabernack zu haben ist und für ihre Enkelinnen alles tun würde? Dieser Charakter ist mir eigentlich in der Geschichte der liebste geworden. Oma Dumont ist die Heldin für mich, keine Frage.

Samantha und ihr Vater Herr Wüstenhagen. Einfach klasse. Die beiden werden so schön ekelhaft zu Beginn dargestellt, dass man denkt, dass es für die beiden einfach keine Rettung mehr gibt, aber siehe da, auch diese beiden Charaktere sind sehr wandelbar und werden einem im Laufe der Geschichte sogar sehr sympathisch.

Und natürlich darf man die Pferde nicht vergessen. Da ist von allem etwas dabei, von verfressen bis übereifrig, von faul bis quietschfidel. Jedes Pferd lernt man mit seinen Eigenschaften kennen und schließt sie ebenfalls sofort ins Herz. Mein Highlight im Buch war Johann Sebastian von Goethe ... pardon Johann Wolfgang von Goethe, der verfressene Friese von Samantha. Milchreis und Nudelsalat? Kein Problem, der frisst alles!

Empfehlen möchte ich dieses Buch allen, die sich für Pferdegeschichten begeistern können, besonders aber empfehle ich dieses Buch jungen Mädchen die Pferdeabenteuer lieben. Ihr werdet absolut begeistert sein und euch wünschen, dass ihr auch einen Seba oder ein Zitrönchen in eurer Nähe habt. Ich persönlich bin gespannt, wie die Geschichte um Jo und die Pferde weiter geht.


  • Taschenbuch: 188 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (7. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3739200758
  • ISBN-13: 978-3739200750
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,1 x 20,3 cm