Mittwoch, 10. Mai 2017

Prinzessin Sakura Band 03 von Arina Tanemura

Zum Inhalt:
Im Kampf auf Leben und Tod vernichtet Prinzessin Sakura mit ihren eigenen Händen ihre ehemalige Hofdame Oumi, die sich in einen Yoko verwandelt hatte. Schweren Herzens beschließt Sakura, in die Nähe von Kronprinz Fujimurasaki zu ziehen, obwohl ihre Liebe zu Aoba mit jedem Tag größer wird. Zum Glück fasst sich Aoba in letzter Sekunde ein Herz, und die beiden beschließen, ihrer Liebe eine Chance zu geben. Doch dann taucht Enju auf.
Als sich der Minister von Prinz Aoba als Yoko entpuppt und Prinz Aoba zu sterben droht, ist es wieder einmal Prinzessin Sakura, die ihm das Leben rettet. Während Kohaku und Hayate versuchen die Prinzessin und den Prinzen zu retten blickt der Frosch Hayate in den Vollmond und verwandelt sich so in den jungen Mann zurück, der er einst war. Auch wenn das nicht von Dauer ist, so scheint das Verhältnis zwischen ihm und Kohaku ab dann zerrüttet. Als der Minister erkennt, dass sein Plan wieder einmal nicht funktioniert hat und Sakura und Aoba angreifen will ist es der unbekannte Enju, der eingreift und seinen eigenen Schergen tötet. Vorerst zieht er sich zurück, doch es wird nicht lange dauern, bis er Sakura eine ungeheuerliche Geschichte erzählt, die ihr Weltbild völlig zerrüttet. Völlig aufgelöst tut Sakura das Einzige, was sie für ihre Hofdame Oumi, die ein Yoko geworden ist, tun kann. Sie erlöst sie. Während Sakura trauert ist es an Aoba über Sakura nachzudenken. Denn so egal, wie er immer tut, ist sie ihm ganz und gar nicht.
Mit dem dritten Teil zu "Prinzessin Sakura" liefert Arina Tanemura Spannung und Fantasy vom Feinsten. Die Geschichte liest sich flüssig und es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen. Schön ist hier, dass man Hayate endlich in seiner menschlichen Form sieht und mehr über ihn und das Verhältnis zu Kohaku erfährt. Denn während Hayate Feuer und Flamme für die kleine Kohaku ist, scheint diese immer auf Abstand zu gehen, wenn er ein Mensch ist - ganz zu seinem Leidwesen. Was sich auch schön liest ist, dass Aoba und Sakura ihrer Liebe eine Chance geben, auch wenn ich diese Liebe nicht verstehe - vor allem unter dem Aspekt, dass er sie eigentlich töten wollte. Ist das jetzt schon eine Art des Stockholm-Syndrom? Während der Leser immer dachte, dass Enju der Feind ist, so wird er in diesem Band eines Besseren belehrt. Die Rolle die ihm zukommt bringt wieder völlig neuen Wind in die Geschichte und man ist gespannt, wie sich Sakura wohl entscheiden wird. Was emotional sehr berührt ist die Entscheidung von Sakura ihre Hofdame Oumi, die eigentliche eine Vertrauensperson war, zu erlösen. Das erfordert Mut, ist aber so traurig. Wenn Arina nun noch die Charaktere anders gestrickt hätte als in ihren anderen Serien, dann wäre der Manga einfach perfekt gewesen. So gibt es für das Charakterdesign einen Punkt Abzug.

Empfehlen möchte ich den Manga allen Magical-Girl und Arina-Tanemura-Fans. Wer von den gleichen Designs und einigen Szenensprüngen absehen kann, der bekommt hier wieder einmal eine ganz tolle Fanatsystory präsentiert. Sehr schön.

Idee: 5/5
Zeichnungen: 4/5
Charaktere: 4/5
Logik: 4/5
Gesamt: 4/5


  • Taschenbuch: 180 Seiten
  • Verlag: TOKYOPOP; Auflage: 2. Unveränd. (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867199337
  • ISBN-13: 978-3867199339
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 15 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 1,5 x 18,8 cm


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