Freitag, 19. Mai 2017

In den Armen des Vampirs Band 11 von Chloe Wilkox

Nachdem ihr Körper von Sofia eingenommen wurde, erwacht Gloria und findet sich bei ihrem Schwager Matthew wieder, der ihr berichtet, was Sofia ihm gesagt hat. Sie ist die einzige Chance, die das perfide Spiel ihres Vaters und schwarzen Hexenmeister Andrei beenden kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Denn Gloria muss ihrem Vater seine Magie entziehen, die für ihren Körper jedoch hoch giftig ist. Sie muss sich sofort nach dem Entziehen in einen Vampir verwandeln lassen. Doch das heisst, dass der Vampir, der ihr das Blut aussaugt wieder menschlich wird, denn sie ist schließlich das Elixier und Allheilmittel gegen Vampirismus. Doch es gibt keine andere Möglichkeit, um Andrei aufzuhalten. Gloria nimmt ihrem Freund Matthew ein Versprechen ab und will ihre Sterblichkeit für die Sache opfern, während ihr Vampirfreund Ben seine Menschlichkeit wieder erlangen soll. Doch kann dieser Plan gelingen?

Diese Reihe tut ja im Moment schon richtiggehend weh und ich wusste auch schon, warum ich die Reihe abgebrochen habe, aber wie ich eben bin, bring ich zu Ende, was ich angefangen habe und aua, hat das wieder weh getan - das kann ich gar nicht genug sagen. Man fragt sich ja allen Ernstes, warum die Autorin für die schwammigen 60 Seiten 2,09 € kassiert. Für solchen Schund! Ich kann mich gar nicht mehr beruhigen.

Gloria - unsere arme, geläuterte, aber mit mega Superkräften ausgestattete Gloria - erwacht aus ihrer Trance und befindet sich bei Matthew, ihrem Schwager und mittlerweile guten Freund - hört, hört... er wollte sie doch eigentlich mal umbringen und gebissen hatte er sie doch auch schon und hinterhältig sollte er doch auch sein. Nun gut. Jedenfalls erfährt Gloria, wie sie ihren Vater aufhalten kann, was natürlich nicht ganz ungefährlich ist - wann war in einem der Teile eigentlich etwas mal nicht kompliziert???.... Und natürlich ist Gloria wieder diejenige, die sich für die Sache opfern will. Es werden Pläne geschmiedet, wie sie die Sache angehen will, natürlich zusammen mit Matt, denn ihr Freund Ben soll ja nicht erfahren, dass sie eventuell sterben könnte. Wieder einmal wird aus allem ein riesen Ball gesponnen, der dann innerhalb von zwei Seiten zerplatzt, denn Ben bekommt natürlich mit, was Gloria vor hat und dann wird wieder fleißig losdiskutiert und vor allem geschmalzt und geschmachtet. Der Mann ihres Lebens - da bekommt man allein beim Lesen einen Würgereiz, weil man es einfach nicht nachvollziehen kann, wie sie ihn dann immer wieder anlügen muss. Von Heirat wird gesprochen, fett Verlobung gefeiert - natürlich mit allen Freunden - und doch lügen sie sich an - Heuchler!!!... Dieses hin und her, diese ganze Rumspinnerei von wegen ich liebe ihn, aber ich muss ihn anlügen. Immer wieder das hervorheben von Glorias Superkräften... es ist schlichtweg zum heulen. Oben drauf kommt dann noch der finale Kampf mit ihrem Vater, der ja angeblich so mächtig sein soll. Sie können ihn überraschen und es folgen Dialoge wie: "Hallo Papa, ich bin hier, um dich zu töten, komm raus, wo immer du auch bist." oder "Hallo, ich bin Gloria, ich bin knallhart mimimimi, ich habe Superkräfte mimimimi, was wir hier tun ist mega gefährlich, aber irgendwer muss es ja tun mimimimi". Es macht einfach keinen Spaß mehr.
Hinzu kommt dann noch der katastrophale Ablauf der Geschichte. Auf 60 Seiten erleben wir einen Schnellablauf dessen, was die Geschichte mal hätte werden können. Es gibt keine nachvollziehbaren Emotionen, es gibt Szenensprünge bei denen man kaum noch mitkommt. Atmosphärische Details werden völlig vergessen, aber dafür bekommen wir wie in jedem Band das Liebesleben von Ben und Gloria breit und detailliert dargelegt - langweilig bis ekelhaft zu lesen. Teilweise mit Details, die man einfach nicht wissen will und einer primitiven Sprache, bei denen einem die Knie schlottern. Jeder Produzent von Schmuddelfilmchen wäre stolz auf die Autorin.

Gloria und Benjamin sind seit ein paar Bänden für mich gestorben, die Reihe begann gut, fiel dann aber immer mehr ab und hat mit Band 11 wieder einmal einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Ich bin froh, dass ich nur noch einen Band von der Reihe lesen muss und das dann für immer vergessen kann. Keine Ahnung, ob man die Reihe mögen kann... aber ich denke derjenige hat dann einfach keinen Buchgeschmack. Die Reihe ist die Katastrophe vom Herrn und könnte maximal als Drehbuch für einen billigen Schmuddelfilm dienen. Traurig, dass man für so was auch noch Geld verlangt.

Mein Tipp: Finger weg!

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1572 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 66 Seiten
  • Verlag: Addictive Publishing (11. September 2015)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B014W8PQL8

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