Dienstag, 28. Februar 2017

Prinzessin Sakura Band 01 von Arina Tanemura

Die vierzehnjährige Prinzessin Sakura lebt fernab der großen Stadt in einem kleinen Ort, wo sie von ihren Dienern umsorgt wird. Gerade ihren großen Bruder verloren, lebt sie bis auf ein paar Vertraute ein einsames Leben. Als der Gesandte Aoba auftaucht, um sie mit in die Stadt zu nehmen, nimmt die Prinzessin die Beine in die Hand und flüchtet aus ihrem sicheren Hafen. Dabei tut sie etwas, was sie laut der alten Zauberin Byakuya nie tun soll. Sie blickt in den Vollmond und macht so unheimliche Wesen auf sich aufmerksam. Yoko - menschenfressende Monster -, die es auf die Prinzessin abgesehen haben. Denn was Sakura nicht weiß: Sie ist die Enkelin der berühmten Mondprinzessin Kaguya, die einst auf die Erde kam, um gegen die Yoko zu kämpfen. Doch was noch viel schlimmer ist Sakura selbst kann zu einem solchen Yoko werden, wenn sie den falschen Weg ihres Schicksals wählt. Doch wem kann sie vertrauen? Nicht nur, dass Aoba nicht der ist, der er vorzugeben scheint, alle scheinen Angst vor ihr zu haben und trachten ihr sogar nach dem Leben.

Arina Tanemura präsentiert mit "Prinzessin Sakura" endlich mal wieder einen Manga, den man auch lesen kann. Nach "Shinshi Doumei Cross", einem japanischen GZSZ, war das auch wieder bitter nötig, denn ich hatte schon Angst, dass Arina einfach nicht mehr gute Geschichten schreiben kann. Wir treffen hier auf Sakura, eine rebellische Prinzessin, die auf die kaiserliche Etikette pfeift und so gar keine Lust hat sich verheiraten zu lassen, denn ihren Verlobten hat sie noch nicht gesehen. Bereits ab der ersten Begegnung mit dem Gesandten Aoba, scheinen die beiden auf Krawall gebürstet zu sein, was wirklich niedlich ist. Doch je mehr man in die Geschichte eintaucht, desto verzwickter wird die Situation für Sakura. Denn immer wieder muss sie sich fragen, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Obwohl das Mädchen niemanden etwas Böses will, wird sie von anderen verflucht und gejagt, besonders, als sie ihr wahres Wesen erfährt. Und besonders Aoba, den sie eigentlich gut leiden konnte, scheint sich gegen sie zu wenden. Etwas, was dem jungen Mädchen weh tut und sie in die Verzweiflung stürzt. Doch Sakura beweist in dem Manga auch Kampfgeist und genau das ist es, was einen guten Magical Girl Manga ausmacht. Trotzdem kann man in vielen Situationen die Denkweise und die Handlung des Mädchens nicht nachvollziehen, weshalb es für mich einen Punkt Abzug gibt. Wer vom Leben so verraten wird liebt nicht einfach weiter oder macht sich Gedanken.

Die Zeichnungen des Mangas sind, wie man es von Arina Tanemura gewohnt ist, wieder sehr girlylike. Sie sind detailliert, verspielt. Aber die Charaktere sind wieder einmal in dem typischen Design gehalten. Es kommt einfach nichts Neues dazu, was ich wirklich unheimlich schade finde, Kennst du eine Charakterbesetzung, kennst du einfach alle. Das ist irgendwie traurig, da ich denke, dass Arina viel mehr machen könnte. Das mindert natürlich den Lesespaß ganz schön. Trotzdem möchte ich den Manga aber allen Mädels und Magical-Fans empfehlen. Die Geschichte macht Spaß und hat unerwartete Wendungen.

Idee: 4/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 4/5
Zeichnungen: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: TOKYOPOP; Auflage: 2 (22. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867199310
  • ISBN-13: 978-3867199315
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2 x 18,5 cm

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