Freitag, 18. November 2016

Fuchsgeist (Teil 1) von Nicky P. Kiesow

In einer magischen Welt werden die Dörfer durch Tiergeister geschützt. Jedes Jahr huldigen die Dörfer ihren Tiergeistern und bringen ihnen bei einer Zeremonie Opfergaben dar. Diese Aufgabe obliegt den Kindern. Zeigt sich ein Tiergeist und verbindet sich mit einem der Kinder, so wird dieses zu einem Tori. Ein Mensch, der sich in das Tier seines Schutzgeistes verwandeln kann. Doch das Leben als Tori ist hart, denn dieses Kind muss seinen Clan verlassen, um ausgebildet zu werden. Als Kämpfer und als Schutz für die Auroren oder als Sicherungsposten an den Grenzen. Nie wieder kehrt dieses Kind in die Arme seiner Familie zurück. Taucht bei der Zeremonie jedoch ein Tiergott auf und verbindet sich mit einem der Kinder, so wird das Kind der neue Auror oder die neue Aurora des Dorfes und leitet das Dorf im Rang eines Königs oder einer Königin, wenn seine Ausbildung abgeschlossen ist. Diese Ausbildung findet im Heimatdorf des Kindes statt.
Als die Zwillinge Maykayla und Sisandra, welche sich sehr nahe stehen, an der Reihe sind, Opfergaben für die Tiergeister darzubringen, geschieht das undenkbare. Während Sisandra von einem Tiergott erwählt und somit die neue Aurora des Dorfes werden wird, wird Maykayla von einem Tiergeist auserwählt und muss ihr Dorf als Tori verlassen. Doch da Zwillinge selten sind, kehrt Maykayla nach ihrer schweren Ausbildung in ihr Dorf zurück, um als Tori ihre Schwester Sisandra zu schützen und in deren Schatten zu leben. Während sich Maykayla auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie freut, wird sie jedoch von Sisandra sehr unterkühlt empfangen. Sisandra wird nicht müde ihr zu zeigen, wo ihr Platz in der Rangordnung ist und scheint ihre Zwillingsschwester plötzlich abgrundtief zu hassen. Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Maykayla auseinander setzen muss, denn weitere Probleme lassen nicht lang auf sich warten.

Ich durfte den ersten Teil der Fuchsgeist-Reihe als Leseexemplar lesen und muss sagen, dass mir die Geschichte sehr gut gefallen hat. Die Idee mit den Tiergeistern hat mir sehr gut gefallen und auch die Umsetzung war sehr stimmig. Man steigt durch die erklärende Schreibweise sofort in die Geschichte ein und lernt die Welt von Maykayla kennen -erst aus Sicht ihrer Mutter und dann aus Sicht von Maykayla. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Gespräche zwischen Maykayla und ihrem Tiergeist Ren, sowie die Beschreibung ihrer Wandlung und die Szene, wie sie in das Dorf zurück kehrt. Man erhält einen Einblick in das Wesen von Maykayla und muss sie einfach sympathisch finden. Anders verhält es sich mit ihrer Schwester Sisandra, die abgehoben wirkt und durch ihre Art einfach unausstehlich ist. Gern hätte ich noch ein paar mehr Details zu der Begegnung im Wald und vielleicht doch noch ein paar mehr Gedanken von Maykayla zu ihrer Schwester sowie noch ein paar mehr Episoden aus Maykaylas Ausbildung gehabt. Das ist in meinen Augen noch ausbaufähig gewesen und hätte die ganze Geschichte noch interessanter gemacht. Was ich auch ein bisschen schade fand, war, dass die Geschichte doch sehr abrupt endet. Cliffhänger mag ich so überhaupt nicht.

Empfehlen möchte ich das Buch allen Lesern, die gern Geschichten mit Gestaltwandlern – vor allem mit Füchsen – lesen. Für Zwischendurch ist die Geschichte auf jeden Fall geeignet.

Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 4/5
Details: 4/5


Gesamt: 4/5

  • Taschenbuch: 58 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (26. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1539065189
  • ISBN-13: 978-1539065180
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,4 x 20,3 cm

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