Freitag, 27. Mai 2016

Das Schattenreich der Vampire - Band 3: Eine Burg aus Sand von Bella Forrest



Eigentlich müsste Sofia sehr glücklich sein. Endlich ist sie mit Derek Novak, dem Prinzen der Vampire, zusammen und nichts scheint die beiden voneinander trennen zu können. Doch dann taucht Dereks Vater auf und alles scheint im Chaos zu versinken. Denn nun, ein Jahr nach der Ankunft Sofias auf der Insel muss sich Derek entscheiden, was mit ihr und den anderen Mädchen passiert. Ein Gesetz sieht vor, dass sie entweder zu den Natürlichen in die schwarzen Katakomben zum arbeiten müssen oder sie sich alle in Vampire wandeln lassen. Für Derek scheint die Wahl klar, doch Sofia sträubt sich dagegen und geht in die Katakomben, wo sie bald erfahren muss, dass eine Auslese bevor steht, da die Vampire ihre Blutreserven aufgebraucht haben. Doch das wollen die Bewohner der Katakomben nicht auf sich sitzen lassen und planen einen Aufstand, der sie alle ins Unglück stürzen könnte. Sofia ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe Derek und den Menschen, die sie unbedingt beschützen möchte. Und dann ist da plötzlich wieder Ben, der sich den Jägern angeschlossen hat und der weiß etwas, was ihr Leben noch viel mehr zerrütteln könnte. Wir er ihr sagen, dass ihr Vater der Anführer der Jäger ist? Und wie wird es Sofia verkraften, wenn sie sich ihrer Mutter gegenüber sieht?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich lange mit mir gehadert habe, ob ich der Serie noch eine Chance gebe. Die ersten zwei Bände waren für mich der blanke Horror, wenn es darum ging Logik oder gar Details zu finden. Doch ich muss sagen, dass sich meine Überwindung gelohnt hat. Der dritte Teil der Reihe ist endlich fesselnd und hat einen wirklich guten Handlungsstrang, der diesmal auch sehr gut umgesetzt wurde. Trotzdem fehlen mir noch immer Details und ich bin etwas enttäuscht, dass die Szenen noch immer so dahin fliegen. Die Autorin mag es mit Leben zu spielen. In diesem Teil sterben viele Personen, meiner Meinung nach grundlos. Die Dramatik die die Autorin aufbauen möchte, schafft sie nicht immer umzusetzen. Trotzdem ist dieser Teil wirklich lesenswert. Endlich kommt richtig Schwung in die Sache und einige Dinge klären sich auf - auch wenn ich diese Mutter-Tochter und Vater-Tochter-Konflikte an einigen Stellen etwas sehr überzogen fand.

Sofia leidet für mich jedoch noch immer unter einem ganz krassen Fall von Stockholm-Syndrom. Sie begibt sich immer wieder in Gefahr und liebt den, der ihr eigentlich die ganze Suppe eingebrockt hat. Sie ist außerdem viel zu gutmütig und vertraut viel zu schnell, was ihr durchaus fix das Genick brechen könnte.
Derek hingegen avanciert in diesem Teil zu einem echten Emotionsbündel. Er ist sanft, wütend, mal verzweifelt, mal voller Hass und dann wieder hoffnungslos, dann wieder mutig. In seiner Haut möchte ich echt nicht stecken.
Ben als bester Freund von Sofia scheint endlich zu erkennen, dass er einen falschen Weg gewählt hat und will Sofia nun helfen, indem er sie und Derek rettet. Das ist an sich eine ganz noble Geste, aber warum der Sinneswandel kam, war mir für meinen Geschmack zu wenig ausgeschmückt.
Welcher Charakter mir seit drei Bänden so richtig auf die Nuss gegangen ist, ist die Rolle der Claudia. Immer wieder verrät sie alle und benimmt sich wie das letzte Miststück und trotzdem wird sie immer und immer wieder verschont, was ich einfach nicht verstehen kann. Anstatt sie endlich zu bestrafen zeigen alle immer wieder Mitleid mit ihr, etwas, was sie in meinen Augen nie und nimmer nicht verdient hat.

Empfehlen möchte ich das Buch Vampirfans, die ein bisschen auf Dramatik stehen und die Kraft haben über zwei schlechte Vorgängerbände hinweg zu sehen. Dieser Band lohnt sich wirklich und ich hoffe, dass sich das jetzt so fortsetzt.

Liebe 5/5
Emotionen 4/5
Logik 4/5
Spannung: 4/5
Dramatik 4/5

Gesamt 4/5

  • Taschenbuch: 362 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (12. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517311233
  • ISBN-13: 978-1517311230
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 2,3 x 22,9 cm

1 Kommentar:

  1. Dann gibt es ja noch Hoffnung für die Serie :) Ich werde der Reihe eventuell auch eine Chance geben.

    AntwortenLöschen