Montag, 25. April 2016

Zombies weinen nicht von Rusty Fischer



Maddy ist eine von vielen Schülerinnen an der Barracuda Bay High School. Sie liebt es Zeit mit ihrer besten Freundin Hazel zu verbringen. Eigentlich ist alles ganz normal, wäre da nicht der Fluch der dritten Stunde Hauswirtschaft. Denn seit geraumer Zeit schwindet die Anzahl der Schüler in diesem Fach, welches Maddy wirklich komisch vorkommt. Als sich Maddy mit ihren Mitschülern Bones und Daliah anlegt, kommen Dinge ins Rollen, die sie so nicht für möglich gehalten hätte. Während Maddy auf dem Friedhof Grabrepros macht, wird sie von dem unheimlichen Paar aufgesucht und die beiden machen ihr eine Höllenangst. Und nachdem der neue Schüler Stamp sie auf eine Party einlädt, verändert sich ihr leben für immer. Denn während sie nicht weiß, ob sie nun zu der Party soll oder nicht, wird sie vom blitz getroffen und wacht als lebende Tote wieder auf. Ein Zombie, der sich an Regeln zu halten hat und doch nicht so allein ist, wie sie anfangs dachte. Und Bones und seine Begleitung Daliah? Die beiden trachten noch immer nach Maddys Stammhirn, sind sie doch Zerker, eine Art böse und niederträchtige Zombies. Während sich Maddy nun von den Lebenden fern halten, jedoch unerkannt unter ihnen leben soll und immer wieder um ihr untotes Leben bangen muss, trifft sie auf Dane und Chloe. Zombies wie sie und immer an ihrer Seite, wenn es Probleme gibt. Doch was macht man als lebender Toter, wenn man alle Zeit der Welt, ständig Hunger nach Gehirnen und das Aussehen einer lebenden Leiche hat? Weinen? Das geht ja auch nicht mehr...

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und ich muss sagen: allererste Sahne. Ich habe mich köstlich amüsiert, aber auch die spannenden Stellen genossen. Das Buch strotzt vor humorvollen, sarkastischen Szenen und bedient neben Klischees auch jeder Menge neuer Aspekte. Zombies fand ich immer sehr gruselig, aber mit dem Buch war es dann nur noch halb so schlimm. Der Schreibstil ist flüssig und man hat Mühe zu unterbrechen, um einmal eine pause zu machen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat war die sarkastische Art, mit der Maddy an ihr neues Dasein heran gegangen ist. Sie ist mir ein sehr sympathischer Protagonist gewesen. Immer wieder hat sie nach vorn geblickt, ihr Schicksal akzeptiert und versucht das Beste aus der Sache zu machen. Im Gegensatz zu manch anderen Protagonisten aus anderen Büchern, die sich dann immer in ihr Schneckenhaus verkriechen, hadert Maddy kurz mit ihrem Schicksal und macht sich dann an eine für sie passable Lösung. Wen ich als Charakter irgendwie gar nicht verknusen konnte waren Hazel und Stamp. Ihre beste Freundin hat für mich ein arges Egoismusproblem und Stamp ist für mich ein absolutes und wankelmütiges Weichei. Die beiden habe ich beim Lesen so oft einfach nur gehasst und was soll ich sagen. Bezüglich der beiden habe ich Maddy nicht verstanden. Die hätte ich schon zu Beginn des Buches ganz weit hinter mir gelassen - aber der Autor hat sich dabei etwas gedacht und das war wirklich grandios.

Empfehlen möchte ich das buch allen, die gern Fantasygeschichten lesen. Vor allem Fans von Zombies kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, aber auch Leser, die gepfefferte Eigenironie und eine große Portion Sarkasmus lieben. Mir persönlich hat das Buch jede Menge Spaß bereitet und ich habe wirklich sehr oft lachen müssen. Auf jeden Fall könnte ich hier eine Fortsetzung des Romans vertragen. wirklich klasse gemacht.

Spaßfaktor: 5/5
Spannung: 5/5
Fantasy: 5/5
Liebe: 5/5
Dramatik: 5/5


Gesamt: 5/5 Gehirnen (oder Sterne)

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 4009 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 207 Seiten
  • Verlag: Papierverzierer Verlag (8. April 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01879SELC

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