Montag, 7. Dezember 2015

Thailand - Bangkok 16.02.2014

Im Winter 2014  beschlossen meine bessere Hälfte, ein guter Freund und ich gemeinsam Urlaub in Thailand zu machen. Nach einigem Hin und Her war unser konkretes Ziel schnell gefunden und wir machten uns auf dem Weg ins Reisebüro.

Ziel: Thailand

Hotels: Narai in Bangkok, Thanya Resort auf der schönen Insel Koh Ngai und das Lanta Sand Hotel in Koh Lanta jeweils nur mit Frühstück

Reisezeit: 18 Tage (Mitte Februar bis Anfang März)

In dieser Zeit wollten wir Bangkok entdecken, auf Koh Ngai unseren Tauchschein machen und dann noch im Anschluss einen Badeurlaub auf Koh Lanta machen.

Unsere Reise begann am 16.02.2014. Mit dem Zug fuhren wir von Wittenberg nach Frankfurt, da von dort aus die günstigste Flugverbindung zu bekommen war. Mit Thai Airways ging es Nonstop nach Bangkok. Nach 10,5 h Flug - und etliche Filme später - landeten wir sicher in Bangkok, wo uns gleich ein Guide in Empfang nahm, um uns ins Hotel zu bringen. Der erste Eindruck von Bangkok war eine Mischung aus Staunen und Entsetzen.

Bei einer Luftfeuchtigkeit von gefühlt 100 Prozent und einer Temperatur von 35 Grad Celsius schleppte sich unser kleiner Bus durch die vollgestopften Straßen von Bangkok, um uns mitten im Zentrum wieder "frei" zu lassen. Der Verkehr war ein chaotisches Wirrwarr, bei dem scheinbar jeder so fuhr wie es ihm gefiel. Während sich an den Hauptstraßen ein Einkaufszentrum nach dem nächsten erhob, gab es auf der anderen Seite Garküchen, ärmliche Geschäfte und Massagetempel. Die Busse auf den Straßen waren überfüllt, die kleinen TukTuks schlängelten sich von einem freien Platz zum nächsten und mitten drin jede Menge Motoroller, welche durch ihre riskante Fahrweise immer wieder dafür sorgten, dass man lieber nicht hinsah. Dankbar, dass wir nicht selbst fahren mussten, checkten wir in unser Hotel ein und machten uns nach einer kurzen Erfrischung auf den Weg, um Bangkok zu erkunden.

Die TukTuk-Gang

Meine zwei Reisebegleiter hatten auch sofort ein TukTuk gefunden, welches uns in ein nahe gelegenes, günstiges Restaurant fuhr. Wer in Bangkok eine ruhige Ecke sucht, wird diese kaum finden. Wir saßen im "Biergarten" des Restaurants - einer Villa im Kolonialstil, beobachteten das potentielle Mittagessen in den aufgereihten Aquarien und staunten über die Lebensweise der Menschen in Bangkok. Wir mussten bald feststellen, dass das Essen zwar sehr lecker war, man aber an anderen Stellen nicht so genau hinsehen durfte. Ein richtiger Kulturschock. Doch es kam noch interessanter, denn als wir wieder in unser TukTuk stiegen, fuhr dieses rasant mit uns durch die Straßen Bangkoks, vorbei an Nähstuben in Hinterhöfen, durch das Hafenviertel, vorbei an weiteren Garküchen, an denen nicht nur tausende Autos vorbei brummten, sondern die benutzte Schüssel auch gleich dem nächsten wieder in die Hand gedrückt wurde. Es bot sich für uns ein krasses Kontrastprogramm zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Während die einen mit prall gefüllten Tüten von Gucci die Straßen entlang flanierten, waren andere so bettelarm, dass es einem einfach nur Leid tun konnte. Was uns als nächstes immer wieder auffiel war der erbärmliche Gestank in dieser Stadt. An jeder Ecke roch es anders schlimm und man war froh, wenn man wieder in gepflegtere Gegenden kam, in denen man halbwegs durchatmen konnte. Doch egal, wo man war, immer wieder hatte man den beißenden Geruch nach Abgasen in der Nase.

Wir hätten sie uns aussuchen können zum essen, doch sie taten uns dann doch leid.

Ein "Biergarten" in Bangkok.

Unsere Tuktuk-Tour brachen wir ab, nachdem uns der Fahrer versucht hatte eine Hafenrundfahrt aufzuschwatzen und uns in diversen Schneiderläden abgesetzt hatte, wo wir uns immer wieder die tolle Ware anschauen sollten. Wer also eine Tour machen möchte, sollte unbedingt erwähnen, dass ihr nichts kaufen wollt, vielleicht habt ihr dann mehr Glück, als wir. Trotzdem war es eine Erfahrung wert. Im Anschluß gingen wir in einen der Massagetempel nahe unseres Hotels. Damit die Damen uns nicht direkt auf der Haut berührten, bekamen wir Leinensachen, welche sehr bequem und wie wir feststellen mussten, sehr atmungsaktiv war. Aus diesem Grund erwarben wir noch am selben Abend auf dem "Schwarzmarkt" Leinensachen - hier ein kleiner Tipp. Nehmt Naturfarben, denn gefärbte Leinensachen müssen vor dem ersten Tragen gewaschen werden, da sie Gifte enthalten. Ungewaschen kann das schnell zu Hautirritationen führen. Außerdem handelt, was das Zeug hält. Da stehen die ungemein drauf und meistens kann man die Sachen für umgerechnet zwei bis drei Euro erstehen.

Der Schwarzmarkt unweit des Narai war eine absolut neue Erfahrung. Inmitten der Stadt wird eine der Hauptstraßen geschlossen und Unmengen an kleinen Ständen reihen sich aneinander. Hier gibt es alles. Vom Schlagring über Klamotten bis hin zu gerösteten Insekten. Es war eine wirklich krasse Erfahrung. Überall Menschen, Kitsch, blinkende Lichter, ein paar Verkäufer schliefen sogar an ihrem Stand, zwischendrin immer wieder Kontrollen, ob man Waffen dabei hat und jede Menge unterschiedlicher Gerüche. Und am Ende der Straße? Eine Demonstration. Massen an Menschen mit Fahnen und Trillerpfeifen. Aber alles ganz friedlich. Mit riesengroßen Leinwänden und Lautsprechern. Als wir dann auf der anderen Seite der Straße zurück gingen kauften sich die Jungs geröstete Grillen - igittigitt, welche angeblich nur nach Heu schmecken. Während unserer kleinen Einkaufstour wurden wir immer wieder angesprochen, ob wir uns nicht die Pingpong-Show ansehen möchten - wollten wir nicht, denn wir wussten von Bekannten, dass das nicht das ist, was man eventuell denken könnte. Thailand ist unter anderem auch für seinen Sextourismus berühmt, denkt euch also euren Teil dazu.


Du kriegst alles auf den Märkten, wirklich alles.

Der Markt von oben.

Geröstete Grillen, Käfer, Würmer, alles was das Herz begehrt.


Nachdem wir unseren ersten Tag in Bangkok mit so vielen Eindrücken geschafft hatten, fielen wir müde in unsere Betten, denn am nächsten Tag wollten wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen. Dafür hatten wir uns extra einen deutschsprachigen Guide für uns gemietet. Eigentlich...

Weiter gehts im nächsten Bericht ;-)....


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